Die besten Neurologen in Augsburg im Überblick

Augsburg ist ein wichtiger Standort für die neurologische Versorgung in der Region. Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte sowie Einrichtungen bieten hier ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems. Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige der herausragenden neurologischen Anlaufstellen in Augsburg und beleuchtet ihre jeweiligen Schwerpunkte.

Neurologische Versorgung in Augsburg: Ein Überblick

In Augsburg und Umgebung finden sich verschiedene Anlaufstellen für Menschen mit neurologischen Beschwerden. Dazu gehören niedergelassene Neurologinnen und Neurologen in Einzel- oder Gemeinschaftspraxen sowie die Neurologische Klinik am Universitätsklinikum Augsburg. Diese Einrichtungen bieten ein umfassendes Spektrum an Leistungen, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Beratung und Begleitung von Patientinnen und Patienten.

Gemeinschaftspraxen und Einzelpraxen

Mehrere Gemeinschaftspraxen und Einzelpraxen in Augsburg bieten neurologische Versorgung an. Diese Praxen zeichnen sich oft durch eine persönliche Betreuung und individuelle Beratung aus. Einige Beispiele sind:

  • Gemeinschaftspraxen: Gemeinschaftspraxen bestehen oft seit vielen Jahren und werden durch Ärztinnen und Ärzte ergänzt. Medizinische Fachkräfte unterstützen das Team. In diesen Praxen werden Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen, Symptomen, Erwartungen und Ängsten behandelt. Die Ärztinnen und Ärzte nehmen sich Zeit für sorgfältige Untersuchungen und Beratungen, wobei in einigen Fällen weitere Termine erforderlich sind.
  • Privatpraxen: In Privatpraxen wird das gesamte Spektrum der Neurologie angeboten. Oft wird Wert auf schnelle Terminvergabe und ausreichend Zeit für die Behandlung gelegt.

Neurologische Klinik am Universitätsklinikum Augsburg

Die Neurologische Klinik mit klinischer Neurophysiologie am Universitätsklinikum Augsburg (UKA) ist eine wichtige Anlaufstelle für die stationäre und ambulante Versorgung neurologischer Patientinnen und Patienten in der Region. Die Klinik verfügt über 84 Betten und bietet in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des Klinikums alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, die für die Betreuung und Behandlung neurologischer Patientinnen und Patienten erforderlich sind.

Die Neurologische Klinik am UKA wurde von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) als anerkanntes Multiple Sklerose-Zentrum (MS-Akutklinik) zertifiziert. Dies unterstreicht die hohe Kompetenz der Klinik in der Behandlung von MS-Patientinnen und Patienten.

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Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Auch in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) wird neurologische Expertise angeboten. In einem MVZ in Göggingen steht die gesamte neurologische Expertise zur Verfügung. Hier werden Patientinnen und Patienten mit langjähriger Erfahrung, neuestem Wissen und moderner Technik umfassend und kompetent diagnostiziert und therapiert. Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch (Anamnese), anhand dessen die Diagnose gestellt wird. Es werden auch weiterführende Untersuchungen durchgeführt, um mögliche neurologische Beeinträchtigungen, wie die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzen, das Parkinson-Syndrom und Multiple Sklerose (MS) zu erkennen.

Schwerpunkte in der neurologischen Versorgung

Die neurologischen Einrichtungen in Augsburg haben unterschiedliche Schwerpunkte, um den vielfältigen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Multiple Sklerose (MS)

Die Behandlung von Multipler Sklerose (MS) ist ein wichtiger Schwerpunkt in Augsburg. Die Neurologische Klinik am Universitätsklinikum Augsburg ist von der DMSG als MS-Zentrum zertifiziert. Hier werden Patientinnen und Patienten mit MS umfassend betreut, von der Diagnosestellung über die Therapie bis hin zur Beratung und Begleitung im Alltag.

Dr. Antonios Bayas, leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor sowie Leiter der Sektion Klinische Neuroimmunologie an der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie am Universitätsklinikum Augsburg, ist ein Experte auf dem Gebiet der MS-Behandlung. Er betont die Bedeutung einer frühzeitigen und hochwirksamen Behandlung, um das Therapiefenster optimal zu nutzen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Multiple Sklerose kann mittlerweile immer besser behandelt werden, sowohl durch verlaufsmodifizierende Medikamente, symptomatische Therapien und durch einen gesunden Lebensstil. Dabei macht es allerdings einen großen Unterschied, ob ich als Patient mehrere Jahre vergehen lasse, in denen die Krankheit - möglicherweise unbemerkt - voranschreitet oder ob ich gleich zu Beginn entschieden dagegen vorgehe.

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Da MS eine Eisberg-Erkrankung ist, die für Betroffene größtenteils im Verborgenen stattfindet, aber von Anfang an das zentrale Nervensystem schädigt, ist es wichtig, die Hintergründe zu verstehen. Denn wenn Einschränkungen zunächst unbedeutend sind, sich zurückentwickeln, oder „nur“ neue Läsionen im MRT zu sehen sind, die aber keine Auswirkungen auf den Alltag haben, kann das dazu führen, dass man die Krankheit unterschätzt.

Doch jede Aktivität der MS trägt zu den späteren Folgen und Einschränkungen bei, deshalb ist es wichtig, möglichst schnell und effektiv in das Krankheitsgeschehen einzugreifen oder wenigstens stark zu verlangsamen. Denn es gilt, je früher gehandelt wird, desto stärker kann man die Langzeitprognose positiv beeinflussen.

Unter dem Therapiefenster versteht man Zeitabschnitte im Krankheitsverlauf, in denen durch die rechtzeitige und richtige Wahl der Therapie der weitere Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflusst bzw. verändert werden kann, im positiven Sinn natürlich.

Es gibt verschiedene Therapiefenster:

  • Zuerst bei Diagnosestellung, hier muss man sich individuell für eine ausreichend effektive Therapie, die aber auch gut zum Patienten passt, entscheiden.
  • Ein anderes Therapiefenster tut sich auf, wenn die Krankheit unter einer Immuntherapie aktiv ist und man dann eine andere, effektivere Therapie wählen muss, die jedoch erneut die individuelle Situation der Patientin / des Patienten berücksichtigt.
  • Ein weiteres Therapiefenster kann sich ergeben, wenn sich der Krankheitsverlauf ändert und Patienten nach einem schubförmig-remittierenden Krankheitsverlauf eine sekundär progrediente Multiple Sklerose entwickeln, d.h. wenn sich Symptome schleichend verschlechtern, wobei hier noch Schübe auftreten können.

Ziel der modernen Immuntherapie der Multiplen Sklerose ist eine möglichst vollständige Verhinderung der Entwicklung von Behinderung. Wir wissen, dass durch eine frühe effektive Therapie ein Übergang von der schubförmig-remittierenden in die sekundär progrediente Multiple Sklerose bei vielen Patienten verhindert werden kann.

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Aber: Immuntherapien, die wir derzeit zur Verfügung haben, können vor allem die entzündliche Komponente der Multiplen Sklerose beeinflussen, diese äußert sich im Alltag durch Schübe oder zeigt sich in neuen oder aktiven MRT-Läsionen.

Begleitend kann bei der Multiplen Sklerose auch eine so genannte Neurodegeneration auftreten, d.h. es kommt zu einer Schädigung von Nervenzellen und Markscheiden unabhängig von Schüben und auch oft unabhängig von sichtbarer MRT-Aktivität, zunehmend je länger die Erkrankung verläuft. Für diesen Prozess haben wir bislang noch keine effektiven Therapien, so dass es das Ziel der modernen Therapie ist, diese degenerativen Prozesse, die wir therapeutisch schlecht beeinflussen können, möglichst früh zu verhindern und Therapien dann einzusetzen, wenn sie gut wirksam sind, d.h. Aus meiner Sicht ist dies sehr wichtig. Wie wissen, dass es einige Faktoren bei der Multiplen Sklerose, zum Beispiel eine sehr hohe Zahl an Herden in der MRT bei Diagnosestellung oder auch eine hohe Schubrate zu Krankheitsbeginn, gibt, die eine ungünstige Prognose bei der Multiple Sklerose anzeigen können.

Wenn in der Zeit, in der noch keine Therapie begonnen worden ist, durch Krankheitsaktivität bereits Nervenzellen Schaden genommen haben bzw. durch Läsionen in Gehirn oder Rückenmark Behinderung entstanden ist, ist es leider nicht möglich, diesen Vorgang wieder rückgängig zu machen, d.h. die Uhr zurück zu drehen.

Oft kann dies zu Beginn noch kompensiert werden, diese Kompensationsfähigkeit lässt im Lauf der Erkrankung jedoch nach. Es gelingt zwar häufig, zum Beispiel durch entsprechendes Training mit Physiotherapie bei motorischer Behinderung oder auch andere Therapiemaßnahmen diese Schädigung zum Teil zu kompensieren, aber was an Nervengewebe verloren ist, bleibt verloren.

Ziel der modernen Immuntherapie ist es, Behinderung bei der Multiplen Sklerose zu verhindern, d.h. eine Prophylaxe.

Wenn bereits eine Behinderung aufgetreten ist, und das können ganz verschiedene Symptome sein wie motorische Symptome mit zum Beispiel Lähmungen oder einer Gangstörung, kognitive Beeinträchtigungen, nur um einige zu nennen, dann kann man durch eine Immuntherapie diese Behinderung nicht rückgängig machen, da die Immuntherapie eine prophylaktisch wirksame Therapie darstellt.

In den Fokus rückt dann die ohnehin bei der Behandlung der Multiple Sklerose ganz wichtige Säule der symptomatischen Therapie, die Symptome verbessern soll und aus medikamentösen wie auch nicht medikamentösen Therapiemaßnahmen besteht. Prophylaxe zielt darauf ab, möglichst Funktionen zu erhalten. Wenn die Krankheit ohne Therapie oder mit einer unzureichenden Therapie bereits zu einer relevanten Behinderung geführt hat, kann, ich wähle wieder den Vergleich, das Rad oft nicht mehr zurückgedreht werden, d.h.

Die Frage ist zunächst, wie können wir die Aktivität bei der Multiple Sklerose erfassen. Zunächst natürlich durch Befragung der Patienten, d.h. die Anamnese, ferner durch die neurologische Untersuchung und Patienten-Fragebögen, die uns Auskunft geben können über das Ausmaß von beispielsweise Fatigue wie auch Lebensqualität. Das MRT spielt bei der Beurteilung der Aktivität der Multiple Sklerose eine ganz entscheidende Rolle, da es das beste technische Verfahren ist, das anzeigen kann, wie aktiv die Erkrankung ist, indem das MRT uns Einblicke in das Gehirn und / oder Rückenmark erlaubt.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass wir im MRT nicht die gesamte Krankheitsaktivität erkennen können. Es gibt bei MRT-Geräten unterschiedliche Feldstärken, angegeben in Tesla. Dies ist die Einheit, mit der man die Stärke eines magnetischen Feldes im Rahmen der Kernspintomographie angibt. Je höher die Feldstärke ist, umso mehr können wir die bei der MS auftretenden Vorgänge erkennen. Aber auch mit den heute in der Regel routinemäßig zur Verfügung stehenden MRT-Geräten, oft mit einer Feldstärke von 1,5 oder 3 Tesla, entgeht uns dennoch ein Teil der Krankheitsaktivität bei der Multiple Sklerose, die jedoch wiederum zu Behinderung führen kann.

Wir wissen, dass die Läsionen, die wir in der Kernspintomographie sehen, Ausdruck der aktuellen oder früheren Aktivität der Multiple Sklerose sind. Daneben betrachten wir auch das Ausmaß der Hirnatrophie, wobei wir diese im klinischen Alltag und außerhalb von Studien in der Regel nicht routinemäßig bestimmen.

Was wir mittlerweile gut wissen, und nun direkt zu Ihrer Frage, ist, dass auch in der normal erscheinenden weißen Substanz, d.h. dort, wo u.a. Nervenfasern verlaufen und sich auch die Myelinscheiden und das Stützgewebe des zentralen Nervensystems befinden, Krankheitsaktivität stattfinden kann, die wir in den routinemäßigen MRT-Untersuchungen nicht erfassen können.

Entzündungsvorgänge können somit im gesamten zentralen Nervensystem und auch in der so genannten normal erscheinenden weißen Substanz auftreten, ohne dass wir diese mit den routinemäßig zur Verfügung stehenden MRT-Techniken entdecken können.

Modernere MRT-Techniken, wie zum Beispiel die MRT-Spektroskopie, können diese Vorgänge, wie zum Beispiel oxidativen Stress, zum Teil abbilden, werden aber nicht in der klinischen Routine eingesetzt.

Dies bedeutet jedoch auch, dass ein stabiles MRT eine voranschreitende Krankheitsaktivität nicht ausschließen kann. Sich daher alleine auf das MRT zu verlassen, halte ich daher für falsch, wichtig sind wie immer die Schilderungen der Symptome von Seiten der Patienten wie auch der neurologische Befund und auch andere Messungen, die wir im klinischen Alltag durchführen. Am Schluss ist es dann ein Puzzle verschiedener Untersuchungen, aus dem heraus wir entscheiden, ob ein Patient bzw.

Zeichen dafür, dass mit einer vorhandenen Immuntherapie die Krankheit nicht oder nicht ausreichend stabilisiert ist, können Krankheitsschübe sein. Aber auch zunehmende Behinderung unabhängig von Krankheitsschüben kann anzeigen, dass die aktuelle Therapie nicht ausreichend wirksam ist. Das dies nicht selten auftritt, haben wir in den letzten Jahren zunehmend gelernt.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist erneut die Kernspintomographie, da wir wissen, dass nur ein Teil der Läsionen, d.h. der entzündlichen Veränderungen, die neu auftreten, auch Symptome machen. Jedoch die Gesamtheit dieser Läsionen kann dann zu verschiedenen Symptomen wie Fatigue und auch kognitiven Störungen führen. Der Wechsel auf eine effektivere Therapie kann daher unter anderem oft auch durch ein Voranschreiten von Behinderung ohne Schübe begründet werden. Daher sind bei der Beurteilung verschiedene Testungen, wie die der Gehstrecke, oder auch Fragebögen, zum Beispiel zur Lebensqualität, wichtig. Mit hoch wirksamen Therapien strebt man an sich den gleichen Behandlungserfolg wie auch mit weniger effektiven Therapien an, d.h. wir wollen Schübe verhindern, wir wollen verhindern, dass Behinderung auftritt oder zunimmt und wir wollen MRT-Aktivität verhindern. Dies wurde im Begriff NEDA zusammengefasst, übersetzt mit No Evidence of Disease Activity, d.h. kein Hinweis für Krankheitsaktivität.

Wichtig ist es auch, Symptome zu verhindern, die man den Patientinnen und Patienten nicht sofort ansieht, wie beispielsweise Fatigue, kognitive Störungen und vegetative Symptome in Form von zum Beispiel einer Blasenstörung.

Hier gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine, in der MSLeitlinie nennen wir es eine wahrscheinlich hochaktive Multiple Sklerose, anzeigen können:

Von einer wahrscheinlich hoch aktiven Multiplen Sklerose gehen wir aus, wenn ein Schub zu einem schweren Defizit geführt hat, obwohl die Schubtherapie mit all ihren Möglichkeiten ausgeschöpft wurde; ein wahrscheinlich hochaktiver Verlauf muss auch dann angenommen werden, wenn sich Patientinnen und Patienten von den ersten beiden Schüben schlecht erholt haben, oder auch, wenn eine hohe Schubfrequenz mit mindestens drei Schüben in den letzten zwei Jahren oder mindestens zwei Schüben im letzten Jahr vorliegt. Von einem wahrscheinlich hochaktiven Verlauf gehen wir auch dann aus, wenn bereits im ersten Krankheitsjahr eine relevante Behinderung vorliegt oder wenn motorische Symptome aufgetreten sind. Auch das MRT kann einen wahrscheinlich hochaktiven Verlauf anzeigen, wenn mindestens zwei Kontrastmittel-aufnehmende Herde und eine hohe Anzahl anderer Herde in der MRT nachweisbar sind, v.a.

Früher, d.h. vor ca. 20 Jahren, hatten wir den Ansatz, dass wir zunächst immer erst weniger effektive Therapien eingesetzt haben und nur dann, wenn darunter Krankheitsaktivität auftrat, zu effektiveren Therapien gegriffen haben. Damals war jedoch die Auswahl an effektiven Immuntherapie noch vielgeringer und es standen kaum oder dann nur wenige gut bzw. besser verträgliche effektive Immuntherapien zur Verfügung.

Die genannte Pyramide, die in der Frage steckt, bedeutet, dass in der Basis der Pyramide, d.h. am Boden derer, zunächst sichere, jedoch weniger effektive Therapien stehen und eingesetzt werden, und nur bei Krankheitsaktivität diese Therapien dann auf effektivere Behandlungen umgesetzt werden.

Wenn wir uns Gedanken über eine Therapie machen, und das tun wir immer zusammen mit den Patientinnen und Patienten, müssen wir viele verschiedene Faktoren betrachten:

Eine Entscheidung für eine hocheffektive Therapie begründet sich darauf, dass wir einen sehr aktiven Krankheitsverlauf sehen oder diesen, zum Beispiel aufgrund des MRTs, befürchten müssen. Bei der Entscheidung für eine Therapie müssen wir sowohl die Lebensumstände unserer Patientinnen und Patienten wie auch andere Faktoren, wie Begleiterkrankungen, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, einen Diabetes mellitus, oder einen Bluthochdruck, und begleitende Medikamente berücksichtigen. Jede der hoch effektiven Therapien hat je nach Wirkmechanismus sein eigenes Risiko- und Nebenwirkungsprofil. Nebenwirkungen und das Risikoprofil müssen wir jeweils individ…

Schlaganfall

Ein weiterer Schwerpunkt in der neurologischen Versorgung in Augsburg ist die Behandlung von Schlaganfällen. Professor Dr. Markus Naumann, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie am Universitätsklinikum Augsburg, hat die Behandlung von Schlaganfällen zu einem seiner Schwerpunkte gemacht. Jährlich werden in seiner Klinik circa 2.000 Schlaganfallpatientinnen und -patienten behandelt.

Naumann hat sehr früh die Auswirkungen der Umwelt auf Schlaganfälle in den Blick genommen. Er betont, dass der Schlaganfall laut der Weltgesundheitsorganisation mit jährlich 2,5 Millionen Todesfällen weltweit die häufigste Todesursache bei umweltbedingten Erkrankungen ist.

In Augsburg sieht Naumann einen Standortvorteil: An seiner Klinik werden nahezu lückenlos sämtliche Daten aller Schlaganfälle von circa 0,7 Millionen Einwohnern erfasst, was eine hervorragende Datenbasis abgibt. In Zukunft soll Risikopatientinnen und -patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen eine Gesundheitsvorhersage an die Hand gegeben werden, um das Schlaganfall-Risiko zu reduzieren. Aktuelle Studien an seiner Klinik befassen sich mit potenziellen Umwelteinflüssen auf Schlaganfälle sowie Parametern, die zur Abschätzung der Prognose nach einem Schlaganfall dienen können.

Bewegungsstörungen

Neben Schlaganfällen und MS ist die Behandlung von Bewegungsstörungen ein weiterer Schwerpunkt von Professor Naumann. Er leitet das Zentrum für Gang- und Bewegungsstörungen am Universitätsklinikum Augsburg, das mithilfe einer Förderung durch den Bezirk Schwaben apparativ hochmodern ausgestattet wurde. Naumann genießt national und international hohes Renommee für seine innovative Behandlung von Spastik und Dystonie durch Botulinumtoxin.

Demenz

Auch die Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen sind ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Versorgung in Augsburg. Durch Untersuchungen können mögliche neurologische Beeinträchtigungen, wie die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzen, erkannt werden. Die Behandlung von Demenzkranken zielt darauf ab, alltagsrelevante Fähigkeiten zu erhalten und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Weitere neurologische Erkrankungen

Neben den genannten Schwerpunkten werden in den neurologischen Einrichtungen in Augsburg auch zahlreiche weitere neurologische Erkrankungen behandelt, darunter:

  • Parkinson-Syndrom
  • Epilepsie
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Neuropathien
  • Muskelerkrankungen
  • Schlafstörungen

Psychische Erkrankungen

Neben neurologischen Erkrankungen behandeln einige Ärztinnen und Ärzte in Augsburg auch psychische Erkrankungen. Dazu gehören:

  • Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Affektive Erkrankungen (Depression, Manie, Bipolare Störung, Burnout)
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • ADHS des Erwachsenenalters

Die Psychotherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.

Auswahl des "besten" Neurologen

Die Frage nach dem "besten" Neurologen in Augsburg lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Wahl des geeigneten Arztes hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben der Patientin bzw. des Patienten ab. Folgende Faktoren können bei der Auswahl eine Rolle spielen:

  • Spezialisierung: Hat der Arzt besondere Expertise in dem Bereich, der für die eigene Erkrankung relevant ist (z.B. MS, Schlaganfall, Bewegungsstörungen)?
  • Erfahrung: Wie lange ist der Arzt bereits als Neurologe tätig?
  • Behandlungsmethoden: Bietet der Arzt die gewünschten diagnostischen und therapeutischen Verfahren an?
  • Persönliche Präferenz: Fühlt man sich bei dem Arzt gut aufgehoben und verstanden?
  • Bewertungen: Was sagen andere Patientinnen und Patienten über den Arzt?

Kritik und Verbesserungspotenzial

Obwohl die neurologische Versorgung in Augsburg insgesamt gut aufgestellt ist, gibt es auch Kritikpunkte und Verbesserungspotenzial. Einige Patientinnen und Patienten bemängeln beispielsweise die telefonische Erreichbarkeit von Praxen oder die Wartezeiten auf Termine. Auch die Kommunikation zwischen Arzt und Patient sowie die Einbeziehung der Patientinnen und Patienten in die Behandlungsentscheidungen könnten in einigen Fällen verbessert werden.

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