Das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Oldenburg, bietet neben anderen Fachbereichen auch Neurologie an. Es arbeitet eng mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten zusammen und verfügt über eine zertifizierte Stroke Unit sowie einen neuromedizinischen Frührehabilitationsbereich.
Struktur und Angebote des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch
Das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch ist Teil der Friesland Kliniken und hat sich zusammen mit dem St. Johannes-Hospital in Varel unter dem Dach der "Friesland Kliniken" zusammengeschlossen. Träger ist der Landkreis Friesland. Mit 1.700 Mitarbeitern versorgen die Friesland Kliniken jährlich rund 26.000 stationäre Patienten aus ganz Deutschland.
Das Krankenhaus verfügt über verschiedene Zentren, darunter Zentren für Operative Medizin, Innere Medizin und Neuromedizin sowie Intensiv- und Notfallmedizin. Es ist auch Standort des Rettungshubschraubers „Christoph 26".
Neurologische Abteilung im Fokus
Die Neurologische Klinik des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Schlaganfällen. Die Stroke Unit ist von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und der European Stroke Organisation zertifiziert.
Die Abteilung verfügt über eine Ermächtigung zur vollen Facharztweiterbildung im Fach Neurologie (48 Monate) sowie die Möglichkeit des Erwerbs des EMG-Zertifikats der DGKN und des Ultraschall-Zertifikats der DEGUM. Rotationen in umliegende psychiatrische Kliniken sind etabliert.
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Patientenbewertungen: Ein differenziertes Bild
Die Bewertungen des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch, insbesondere der neurologischen Abteilung, zeichnen ein vielschichtiges Bild. Es gibt sowohl sehr positive als auch kritische Stimmen.
Positive Erfahrungen
Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen mit dem Pflegepersonal und den Ärzten. Häufig werden Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kompetenz und eine gute Betreuung hervorgehoben.
- "Das Pflegepersonal war ausgesprochen freundlich und sehr hilfsbereit. Sie hatten Zeit für mich, obwohl sie so unsagbar viel zu tun haben. Mein behandelnder Arzt hat mir alles in Ruhe erklärt. Zu jeder Zeit habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Alle waren sehr kompetent und professionell."
- "Die Betreuung durch die Ärztin und das Personal war einmalig toll. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben, und ich kann diese Klinik jedem empfehlen."
- "Ein ganz dickes Lob an die Schwestern, Pfleger, Ärzte. Alle haben ihren Job super geleistet. Egal wieviel geklingelt wurde, egal wieviel sie zu tun hatten (und das war nicht wenig), sie kamen immer mit einem Lächeln und hochmotiviert ins Zimmer."
- "Das Aufnahme- und Sprechstundenteam ist sehr freundlich und sehr gut organisiert/kompetent. Es blieb keine Frage offen und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt."
- "Ich bin pat.der Neurochirurgie und muss wirklich sagen, Sanderbusch ist einer der besten Krankenhäuser! Alle hier sind sehr lieb und freundlich!"
- "Ich war knapp 4 Wochen (mit Op) in 4 verschiedenen Stationen. Ich habe in allen Stationen von allen Pflegern, Schwestern und Ärzten ganz viel aufrichtige Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Geduld und fachmännische Versorgung erfahren!!!"
- "Über die Neurologie kann ich nur vorzügliches berichten. Pflegepersonal und Ärzte sind freundlich und zuvorkommen also top."
- "In der Neurologie wird man hervorragend versorgt. Die Schwestern sind außergewöhnlich hilfsbereit, haben für jeden ein offenes Ohr. Habe ich in der Form bisher selten erlebt."
Ein Patient lobte besonders die Notaufnahme: "Als ich dort zuerst war, kann ich nur sagen meine Hochachtung der Mitarbeiter. Ich habe sehr viele Stunden verweilt, und habe somit erstmal richtig mitbekommen, warum man manchmal so viele Stunden dort verbringt. Ein Notfall jagte den anderen. Der Hubschrauber landet alle paar Minuten dazwischen kommen die Rettungswagen und dazwischen noch Notfallpatienten, die selbständig kommen können. Junge Junge die Mitarbeiter laufen echt am Limit, möchte mit Ihnen nicht tauschen. Wenn man den Ablauf bewusst verfolgt, bekommt man ein ganz anderes Zeitfenster, weshalb man dann mal einige Stunden warten muss Ein fettes Lob, schön das es euch gibt."
Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird positiv erwähnt: "Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Oldenburg arbeiten wir in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und Therapeuten."
Negative Erfahrungen
Es gibt jedoch auch Berichte über negative Erfahrungen. Diese beziehen sich vor allem auf Kommunikationsprobleme, lange Wartezeiten, unfreundliches Personal und mangelnde Empathie.
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- "Januar 2024 Schulter OP. Nach der OP Schmerzen… Eine Schwester kam herein, riss mir das Kissen weg unter dem Rücken weg und stellte meine Rückenlehne rückartig hoch. Das müsse so sein. Da riss es in meiner Schulter. Ich habe stundenlang geschrien vor Schmerzen… Am nächsten Vormittag rief mich die russische Ärztin aus der Notaufnahme zu Hause an und meinte ich müsse mich im Sanderbusch nicht mehr in der Chirurgie oder Schultersprechstunde vorstellen, sie hättte dort mit den zuständigen Ärzten gesprochen und man hätte mich ja erst operiert und ich solle mir ein anderes Krankenhaus suchen. Man könne nichts mehr für mich tun. Ich war und bin immer noch sprachlos. Irgendwas läuft in diesem Krankenhaus gewaltig schief. Ich werde als Patientin abgelehnt."
- "Montag wegen Noteinweisung vom Augenartzt in der Klinik erschienen, nach einigen Übungen keine Notwendigkeit gesehen mich Stationär aufzunehmen hätten auch keine Betten. Wurde gebeten mich morgen telefonisch zu melden um zu fragen ob ein Bett frei ist… Dienstag in der Notaufnahme um 10.15 Blutabnahme EKG langes Warten dann noch am späten Nachmittag MRT. Wieder langes sitzen immer noch kein Bett frei. Kein Mittagessen nichts um 18.30 auf Station geschickt und wieder warten mußte fragen ob noch Abendessen da ist hatten Glück es gab noch ein bisschen."
- "Unglaublich, wie Patienten hier als dumme und unerwünschte Personen behandelt werden. Egal, was man die Schwestern freundlich fragt. Die Antworten sind stets patzig, oft begleitet von Augenrollen."
- "Die Informationsweitergabe findet nicht statt. Ein Gespräch mit einem Arzt ist über die komplette Zeit im Krankenhaus kaum möglich, weder persönlich noch telefonisch. Man wird immer wieder versetzt und falls man durch Zufall einen trifft, weil gefühlt ist das hier eine ärztefreie Zone, kann man sie nicht verstehen, weil sie kein oder ganz, ganz schlecht deutsch sprechen. Vereinbarte Termine werden nicht eingehalten."
- "Kontra:Dr. A und Dr. G… Es hat 2 Wochen gedauert. Nur weil Fr.Dr.G. mit mir als Mutter ein Problem hatte. Diese beiden Oberärztinen sind definitiv falsch auf so einem Platz. Fr.Dr.G. meinte ja sogar noch er brauche keine Medis die Krankheit wird von selbst abheilen. Da frage ich mich, woher Sie das weiß. Da es eine ganz ganz seltene Autoimmunerkrankung ist."
- "Kontra:Die Oberärztin Frau Dr. G. verfügt weder über Empathie noch Feingefühl. Wird ziemlich unverschämt und anmassend."
- "In der Neurologie wird man hervorragend versorgt… Anders dagegen die Notaufnahme. Dort herrscht ein barscher, lauter Umgangston. Der Patient wird laut und unhöflich angegangen. Dabei wird keine Rücksicht auf Schmerzpatienten genommen."
- "Sehr lange Wartezeit von DREI Stunden unter starken Schmerzen, da es schwierig ist zu sitzen."
- "Ich war mit meinem Sohn in der Notaufnahme. Das Personal und die Ärztin waren sehr freundlich. Um 9 Uhr morgens war die Aufnahme. Als wir um 14 Uhr mit den Untersuchungen durch waren, haben wir bis 17.45 Uhr auf den Flur auf die Aufnahme der Neurologie gewartet."
- "Man fühlt sich als Belastung und möchte am liebsten gleich wieder gehen. Die Oberärztin hat keine Zeit für ein klärendes Gespräch. Gerade als Neurologin sollte man doch ein wenig, mehr verlangt man doch schon garnicht, Einfühlvermögen haben."
- "Ich kann mich den Ausführungen hier nur anschließen, wurde hier behandelt wie Dreck, klingt wirklich hart aber es entspricht der Realität. Traurig das man nun sogar Angst hat ins Krankenhaus zu gehen oder den Ärzten hier sein wertvolles Leben anzuvertrauen was für die nur Statistisch gesehen relevant ist."
- "Als Bettnachbar und Mensch ist es meine Pflicht hierzu dringend Stellung zu beziehen. Beide Bett Nachbarn die ich hatte waren ältere Herren die wie Dreck behandelt wurden… Schrecklich!"
- "Die Schwestern sind alle bis auf 2-4 Ausnahmen total Inkompetent und unmenschlich, ich hatte mehrere Video Aufnahmen gemacht auch um mich ab zu sichern das nicht behauptet wird Ich Lüge oder würde mir was zusammen reimen. Ich habe diese Aufnahmen auch gemacht um vielleicht was zu ändern in diesem Krankenhaus, ganz schlimm trifft es die Leute die Alt, Dement und hilflos auf andere angewiesen sind. Die Schwestern sind fies, herzlos und unmenschlich, so ein Verhalten ist auch mir völlig fremd."
- "Ich bin entsetzt, heute Morgen stand mein Mann mit Sack und Pack ganz aufgelöst und Kreidebleich vor unserer Haustür, als er mir berichtete was passiert ist wurde auch ich Kreidebleich… Gestern hatte ich meinen Mann noch besucht, es ging ihn sehr schlecht, als er dann die Schwestern Klingel gedrückt hat waren es ungefähr 20 min. Die vergangen sind bis die Schwester da war, er bat um ein Schmerzmittel… es sind sage und schreibe 3 Std. Vergangen bis der Arzt da war."
- "Meine Mutter wurde notfallmäßig über KKH WTM nach Sanderbusch überwiesen. Eine Untersuchung und eine ausführliche Diagnostik ,wie z.B. Langzeitblutdruck, EEG, sind auch nach 48 Std. nicht erfolgt. Kommentar einer Neurologin: "Ich vermute Parkinson bei Ihnen". Unverschämt!"
- "Wenn man nach einem schweren Schlaganfall keine Lust mehr hat zu leben brauch man nur auf diese Stasion. Die jungen Schwestern machen sich sorgen um ihren eigenen Rücken wenn sie die Patienten ins Bett bringen mussen."
- "Die Ärztin dort ist unfreundlich und geht nur bedingt auf die gesundheitlichen Probleme ein… Die Ärztin sagte mir, " Sie haben das Post Polio Syndrom, also leben Sie damit ". Warum sind Sie überhaupt hier? Also alles noch Mal erzählen, mit der Bitte andere Krankheiten auszuschließen… Nachdem ich meine Papiere von einer Schwerster bekam, war ich sehr erstaunt. Hatte ich doch seid vier Tagen keinen Arzt mehr gesehen. Nachdem die Schwerster das der Ärztin sagte, wollte sie plötzlich doch noch mit mir reden, worauf ich keinen Wert mehr gelegt habe. Kurzum, ich werde dies Neurologie nie wieder als Patientin betreten, und da bin ich nicht alleine."
- "Im allgemeinen kann ich nur sagen, miserable Zustände und mein Vater wurde menschenunwürdig behandelt (Versuchskaninchen). Mein Vater wurde mit einem Gehirntumor (Gliobastom) eingeliefert. Man hat ihn operiert und nach Aussage der Ärzte den Tumor entfernt, bis auf ein paar Zellen. Nach der OP hat man sich nicht mehr um meinen Vater gekümmert. Er wurde auf ein Einzelzimmer abgeschoben. Auch wenn das notwendig war, weil mein Vater so wirr war, hätte sich das Personal um ihn kümmern müssen. Sich …"
Einige Patienten bemängeln auch die Zimmerausstattung und die Sauberkeit.
Zusammenfassung der Kritikpunkte
- Kommunikationsprobleme: Schwierigkeiten, mit Ärzten zu sprechen, unklare Informationen, Sprachbarrieren.
- Lange Wartezeiten: Insbesondere in der Notaufnahme.
- Unfreundliches Personal: Patzige Antworten, mangelnde Empathie, unhöflicher Umgangston.
- Mangelnde Betreuung: Vernachlässigung von Patienten, insbesondere älteren und hilfsbedürftigen.
- Fehlende Untersuchungen: Unzureichende Diagnostik, vorschnelle Diagnosen.
- Entlassungsmanagement: Übereilte Entlassungen, fehlende Medikamente.
- Zimmerausstattung: Renovierungsbedürftige Zimmer, schlechte Betten.
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