Das BG Klinikum bietet ein breites Spektrum an Behandlungen in den Bereichen Neurologie und Orthopädie. Ziel ist es, Patienten nach einem Arbeitsunfall umfassend zu betreuen und ihre Arbeitsfähigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.
Schwerpunkte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bietet ein umfassendes Behandlungsspektrum für jedes Lebensalter an. Auch Kinder- und Alterstraumatologie sind feste Bestandteile der Klinik. Die Klinik ist von den Berufsgenossenschaften für die Behandlung von Verletzungen jeglicher Schweregrade zugelassen und verfügt über eine Zertifizierung als "Überregionales Traumazentrum".
Behandlungsspektrum im Überblick
- Unfallchirurgie: Erkennung und Behandlung isolierter und komplexer Unfallverletzungen (Polytrauma), auch bei Kindern, sowie von Sportverletzungen. Versorgung von Arbeits-, Schul- und Kindergartenunfällen im Auftrag der Gesetzlichen Unfallversicherungen, einschließlich des Verletzungsartenverfahrens zur Behandlung Schwerunfallverletzter (§6). Nach der primären Notfallversorgung erfolgt die Wiederherstellung der Unfallverletzten unter Einsatz aller nötigen Maßnahmen.
- Wirbelsäulenchirurgie: Umfassende Anamnese, körperliche Untersuchung und Nutzung moderner Diagnostik wie CT, MRT und Skelett-Szintigraphie. Wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenz zur Erstellung individueller Behandlungskonzepte.
- Gelenkzentrum: Behandlung akuter und chronischer Gelenkschäden. Umfassendes Spektrum gelenkerhaltender Operationen und moderner Gelenkersatzoperationen einschließlich Wechseloperationen von Endoprothesen an allen großen Gelenken.
- Hand- und Fußchirurgie: Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Hand und des Fußes, einschließlich angeborener Missbildungen, erworbener Veränderungen und Unfallverletzungen aller Schweregrade. Umfassende Diagnostik und die gesamte Bandbreite an konservativen und operativen Therapien.
- Sportorthopädie und -Unfallchirurgie: Prophylaxe und Therapie von Sportverletzungen bei Hochleistungs- und Freizeitsportlern. Einsatz hochmoderner und minimal-invasiver Operationsverfahren.
- Tumororthopädie: Umfassende onkologische Diagnostik in Kooperation mit anderen Kliniken und Abteilungen. Individuelle interdisziplinäre Therapiekonzepte für jeden Patienten. Resektion primärer oder sekundärer Knochen- und Weichteiltumore an Wirbelsäule, Becken und Extremitäten.
- Septische Chirurgie: Umfassendes Leistungsspektrum bei hämatogenen oder unfallbedingten Weichteilinfekten. Operative Revision mit Materialgewinnung zur mikrobiologischen Analyse.
- Rheumaorthopädie: Operative Versorgung von Rheuma-Patienten in der Orthopädisch-unfallchirurgischen Praxisklinik. Zusammenarbeit mit internistischen Partnern zur begleitenden diagnostischen und therapeutischen Betreuung.
Besonderheiten der Klinik
- Überregionales Trauma-Zentrum: Erfüllung der Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien des Weißbuches der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
- Moderne OP-Ausstattung: Drei aseptische OP-Säle, einer davon hochaseptisch für Gelenkeingriffe und Osteosynthesen. Alle minimal-invasiven und rekonstruktiven Operationstechniken, einschließlich 3D-Navigation in der Wirbelsäulen-, Becken- und Gelenkchirurgie.
- Zertifiziertes Alterstraumazentrum: Seit Februar 2021 ist die Klinik für Orthopädie/Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des St. Georg Klinikums Eisenach zusammen mit dem Fachkrankenhaus für Geriatrie St.
Hüftgelenksarthrose: Ursachen, Beschwerden und Behandlung
Ein weiterer wichtiger Bereich im Behandlungsspektrum des BG Klinikums ist die Behandlung der Hüftgelenksarthrose.
Ursachen
Eine Hüftgelenksarthrose beschreibt den Abrieb des Gelenkknorpelüberzuges von Hüftkopf und -pfanne. Dies kann bedingt sein durch:
- Eine ungünstige Form der beiden Gelenkpartner
- Eine angeborene Hüftdysplasie mit Fehlanlage der Hüftpfanne
- Unfälle mit Zerstörung eines der Gelenkpartner (Pfanne oder Kopf)
Abriebprodukte und Randanbauten führen zu Reizzuständen und zunehmenden Schmerzen.
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Beschwerden
Ein vermehrter Verschleiß des Hüftgelenkes macht sich in der Regel mit Leistenschmerzen der betroffenen Seite bemerkbar, die bis zum Kniegelenk ausstrahlen können. Der Schmerz beginnt morgens nach dem Aufstehen als Anlaufschmerz, erst nach einer Einlaufphase bessert er sich, bis es bei zunehmendem Knorpelabrieb im Gelenk zu einem belastungsabhängigen Schmerz bis hin zum Ruheschmerz kommt. Nicht wenige Patienten hinken morgens, bis sich das Gangbild bessert und es nach einer andauernden Belastung zum erneuten Schonhinken kommt. Bemerkbar macht sich die Hüftarthrose ebenso durch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Hüftgelenkes in Beugung und Streckung, aber auch des Abspreizens und der Drehbewegungen. So wird beispielsweise das Anziehen der Strümpfe oder das Binden der Schuhbänder beschwerlich.
Behandlung
Sind alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, dann kann nur noch mit einer Operation geholfen werden. Der Gelenkersatz ist eine der dankbarsten Operationen, weil er dem Patienten die Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zurückgibt. Der Zugang, also der Weg hin zum Knochen, ist heute sehr schonend. Muskulatur und Sehnen werden sehr sorgsam auf die Seite gedrängt, also nicht mehr durchtrennt (minimal invasive OP Technik). So wird meist die Pfanne und der Hüftkopf durch eine Hüftgelenksprothese ersetzt.
Ablauf der Operation
- Vorbereitung: Am Vortag des vereinbarten Termins finden Sie sich in unserer Klinik ein. Ein Arzt führt ein eingehendes Aufnahmegespräch und bespricht die Risiken der Operation mit ihnen. Der Eingriff kann in einer sogenannten Spinalanästhesie oder einer Vollnarkose erfolgen, ein Narkosearzt berät sie, die Eigenblutspende ist nicht nötig. Nach der Eingangsuntersuchung wird mit einem modernen Planungssystem am Computer eine Hüftgelenksprothese, die zu ihrer individuellen Knochenform passt geplant.
- Operation: Der Operateur wird an der Oberschenkelaußenseite eine ca. 15 cm messenden Hautschnitt anlegen und sich auf das verschlissene Hüftgelenk vorpräparieren. Sodann wird er ein Lager für die neue Pfanne formen, die passgenau in den Knochen gepresst wird. Ebenso wird die Markhöhle des Oberschenkelknochens aufgeraffelt, die den Prothesenschaft aufnimmt, der später den neuen Kopf trägt. Der Schaft kann je nach Beschaffenheit ihres Knochens mit oder ohne Knochenzement befestigt werden. Die Prothese besteht aus einer hochedlen Protasul-Legierung, der Kopf aus Metall oder Keramik.
- Nachsorge: Bereits am Folgetag können sie mit Hilfe der Physiotherapeuten das Bett verlassen. Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. zwei Wochen, bis wir sie in eine stationäre Rehabilitation entlassen. Nach dieser Kur bestellen wir sie zur Nachuntersuchung ein, um den Therapieerfolg mit ihnen zu besprechen.
Weitere Fachbereiche und Leistungen
Neben den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie bietet das BG Klinikum ein breites Spektrum weiterer Fachbereiche und Leistungen an, darunter:
- Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie und Schwerbrandverletztenzentrum (Schwerpunkt: Rekonstruktive Chirurgie durch mikrovaskuläre Lappenplastiken)
- Versorgung von Polytrauma-Patienten als Level-I-Traumazentrum
- Ambulante Folgebehandlungen, Rehamanagement- sowie Heilverfahrenskontrollen
- Zusammenarbeit mit dem Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum
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