Japanische Enzephalitis-Impfung: Ein umfassender Leitfaden mit Fokus auf die BKK firmus

Die Japanische Enzephalitis ist eine von Viren ausgelöste Zoonose, die eine Entzündung des Gehirns auslösen kann und durch Stechmücken übertragen wird. Sie kommt hauptsächlich in Ost- und Südostasien vor. Da es für diese Krankheit keine spezifische Behandlung gibt, ist eine Impfung bei Reisen in Risikogebiete sinnvoll. Ein Impfschutz, der auf das Reiseziel abgestimmt ist, kann viele Erkrankungen verhindern. Vor diesem Hintergrund haben ca. 50% aller Krankenkassen vorbeugende Impfungen für den Auslandsaufenthalt in den Leistungskatalog für ihre Versicherten aufgenommen. Die BKK firmus bietet ihren Versicherten einen umfangreichen Schutz, der auch Reiseimpfungen umfasst.

Was ist Japanische Enzephalitis?

Die Japanische Enzephalitis ist eine Tropenerkrankung, die durch Viren ausgelöst wird und eine Entzündung des Gehirns verursachen kann. Sie ist auch unter den Namen Japanische B-Enzephalitis oder Russian autumn encephalitis bekannt. Die Krankheit kann im Körper von Vögeln, Schweinen, Fledermäusen, Reptilien und Pferden entstehen. Überträger dieser Erkrankung sind in der Regel Stechmücken.

Verbreitung und Risikogruppen

Die Japanische Enzephalitis kommt hauptsächlich in Ost- und Südostasien vor, insbesondere in Indien, China, Sri Lanka, Vietnam, Nepal, den Philippinen und Nordthailand. Jedes Jahr versterben etwa 10.000 Menschen an dieser Krankheit, meistens handelt es sich hierbei um Kinder. Während Erwachsene meist immun sind, können vor allem Kinder schwer an diesem Leiden erkranken.

Symptome und Verlauf

Bei den meisten Infizierten verläuft die Infektion mild und heilt komplikationslos ab. In einem von 250 Fällen entsteht jedoch die gefürchtete Enzephalitis (Gehirnentzündung). 5-10 Tage nach der Infektion kommt es zu plötzlichem Fieber und Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. Das Risiko, an dieser Erkrankung zu versterben, ist relativ hoch. Die Überlebenden eines schweren Verlaufs haben zudem fast immer mit deutlichen Langzeitschäden zu rechnen.

Die Bedeutung der Impfung gegen Japanische Enzephalitis

Da es für die Japanische Enzephalitis keine spezifische Behandlung gibt, ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung. Sie ist besonders sinnvoll für Reisen mit Kindern in Risikogebiete sowie bei längeren oder wiederholten Aufenthalten.

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Impfschema und Schutz

Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von rund vier Wochen. Der volle Impfschutz gegen die japanische Enzephalitis ist rund zehn Tage nach der zweiten Impfung aufgebaut. Wer eine Reise in Risikogebiete plant, sollte sechs Wochen vor Start mit den Impfungen beginnen und vorher die Kostenübernahme durch die Krankenkasse klären. Einige Japanische-Enzephalitis-Impfstoffe sind bereits für Kinder ab einem Lebensalter von zwei Monaten zugelassen.

Mögliche Nebenwirkungen

Der Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis kann Nebenwirkungen auslösen. Die Impfung gilt aber als gut verträglich. Es kann dennoch zu Fieber oder Reaktionen an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötung, Schwellung, Juckreiz oder Muskelschmerzen kommen. Eine zweimalige Impfung zum Aufbau des vollständigen Impfschutzes wird empfohlen.

Kostenübernahme durch die BKK firmus

Die BKK firmus erstattet ihren Versicherten die Kosten für alle ärztlich verordneten Schutzimpfungen gegen übertragbare Krankheiten, wenn der Impfstoff nach arzneimittelrechtlichen Vorschriften zugelassen ist, bis zu einem Betrag von 500 €. Dies gilt auch für die Impfung gegen Japanische Enzephalitis.

Vorgehensweise zur Kostenerstattung

Bei vielen Krankenkassen reichen die Versicherten die Rechnung des Arztes zusammen mit den angefallenen Impfstoffkosten bei ihrer Krankenkasse ein. Die Abrechnung der Reiseimpfungen erfolgt dabei also über eine sog. Kostenerstattung, d.h. die angefallenen Kosten werden von der Krankenkasse komplett oder anteilig zurückerstattet. Bei manchen Kassen ist jedoch auch eine direkte Abrechnung über die Versichertenkarte möglich.

Die Impfleistungen werden als Sachleistung gewährt und über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet. Die Kosten für den Impfstoff werden in Höhe der tatsächlich angefallenen Kosten sowie die Kosten der Impfleistung nach Vertragssätzen übernommen, aber maximal in der Höhe der Kosten, die die BKK firmus als Sachleistung zu tragen hätte. Satz 2 gilt nur dann, sofern im Einzelfall eine Abrechnung über die eGK nicht möglich ist.

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Wichtige Hinweise

  • Die BKK firmus erstattet die Kosten zusätzlich zu den Schutzimpfungen nach § 20i Abs. 1 SGB V.
  • Eine Übernahme der Schutzimpfungen ist ausgeschlossen, wenn der Arbeitgeber die Schutzimpfungen unentgeltlich anbietet oder die Durchführung der Impfungen in die Zuständigkeit des Arbeitgebers fällt (z.B. bei beruflich bedingten Auslandsaufenthalten).

Zusätzliche Leistungen der BKK firmus im Bereich Prävention

Die BKK firmus bietet ihren Versicherten neben der Kostenübernahme für Reiseimpfungen noch weitere attraktive Leistungen im Bereich Prävention und Vorsorge.

Krebsvorsorge

Die BKK firmus legt großen Wert auf die Krebsvorsorge und bietet ihren Versicherten umfangreiche Leistungen in diesem Bereich:

  • Brustkrebsvorsorge: Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen besteht die Möglichkeit einer Medizinischen Tastuntersuchung (MTU) mit dem Kooperationspartner "discovering hands". Die Kosten hierfür werden bis 80,00 Euro / Jahr übernommen, wenn vorhandene Risikofaktoren die Untersuchung indizieren.
  • Hautscreening: Die BKK firmus bezuschusst ihren Versicherten auch unter dem Alter von 35 Jahren das Hautkrebs-Screening inkl. der Auflichtmikroskopie im gesamten Bundesgebiet mit bis zu 100 Euro / Jahr bei bereits bestehenden Risikofaktoren.
  • Magen- und Darmkrebsvorsorge (Koloskopie): Die BKK firmus erstattet einmalig die Kosten für eine Darmspiegelung nach Vollendung des 45. Lebensjahres und vor Vollendung des 50. Lebensjahres bei Männern bzw. des 55. Lebensjahres bei Frauen. Hier werden einmal die Kosten in Höhe von 80 % des Rechnungsbetrages, maximal 100 Euro je Versicherten erstattet.
  • Weitere Leistungen: Die BKK firmus erstattet ihren Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen neben den Kosten für das Hautkrebsscreening auch für die Kosten von regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen ("Check Up") über das gesetzliche Maß hinaus bis zu 100 Euro pro Jahr.

Sportmedizinische Untersuchungen

Die BKK firmus unterstützt die sportmedizinische Untersuchung und übernimmt 80% der Kosten, bis max. 30 Euro pro Untersuchung. Die Untersuchung kann alle zwei Jahre wiederholt werden.

Zuschüsse zu Vorsorgekuren

  • Für chronisch kranke Kinder: Bei ambulanten Vorsorgeleistungen für chronisch kranke Kleinkinder beträgt der Zuschuss kalendertäglich 25,00 EUR.
  • Für ambulante Vorsorgekuren: Bei Gewährung von ambulanten Vorsorgeleistungen nach § 25 Abs. 2 SGB V übernimmt die BKK firmus als Zuschuss zu den Kosten für die Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten, Kurtaxe bei einer Maßnahme einen kalendertäglichen Betrag von 16€ für die Dauer der bewilligten Maßnahme.

Präventionskurse und Gesundheitsreisen

  • Gesundheitsreisen: In ausgewählten Kurorten können speziell zugeschnittene Gesundheitsprogramme genutzt werden. Ab 2026 zahlt die BKK firmus 200 Euro für Erwachsene und 110 Euro für Kinder.
  • Präventionskurse: Ab 2026 erstattet die BKK firmus ihren Kunden 100 % der Kosten an Gesundheitskursen (max. 2 Kurse pro Jahr mit max. 120 Euro/Kurs).

Naturheilverfahren

Die BKK firmus beteiligt sich mit insgesamt 150 Euro je Kalenderjahr an den Kosten von drei osteopathischen Behandlungen im Kalenderjahr.

Zahnvorsorge

Die BKK firmus beteiligt sich an den Kosten der professionellen Zahnreinigung. Der Zuschuss beträgt ab 2026 max. 80€. Für Kunden, die in den letzten fünf Jahren mindestens einmal jährlich zur Vorsorge beim Zahnarzt waren, erhöht die BKK firmus den Zuschuss um 10%, für die jährliche Vorsorge der letzten zehn Jahre um 15%. Über den Kooperationspartner DENTNET gibt es Zahnersatz (z.B. Implantate) zum Festpreis.

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Leistungen für Schwangere und Kinder

  • Hebammen-Rufbereitschaft: Die BKK firmus bezahlt 300,- EUR pro Schwangerschaft für die Hebammen-Rufbereitschaft, wenn die Rufbereitschaft zwischen Beginn der 37. Schwangerschaftswoche und dem Entbindungstermin vereinbart wurde.
  • Geburtsvorbereitungskurse für den Partner: Die BKK firmus übernimmt die Kosten für Geburtsvorbereitungskurse für den Ehegatten bzw. für den Lebenspartner.
  • Rezeptfreie Arzneimittel für Schwangere: Kostenübernahme für Folsäure bis zu einer Höhe von max. 20,- EUR je Schwangerschaft.
  • Künstliche Befruchtung: Die BKK firmus gewährt ihren Versicherten, die Anspruch auf Maßnahmen der künstlichen Befruchtung für das Verfahren ICSI oder IVF haben, zu den gesetzlichen Regelungen (Versuch 1-3) einen Zuschuss für max. drei weitere Behandlungsversuche (Versuch 4-6). Der Zuschuss für Versuch 4, 5 und 6 beträgt für jeden Versicherten und Behandlungsversuch 500 EUR.
  • Baby-Bonus: Über das Bonusprogramm der BKK firmus können Babys 100 Euro als Babybonus im ersten Lebensjahr erhalten.
  • Zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder: U10, U11, J2 ( im Rahmen des Vertrages "Clever für Kids").
  • Neurodermitis-Overalls: Die BKK firmus beteiligt sich an den Kosten für einen Neurodermitis Overall mit max. 50€, wenn diese vertragsärztlich verordnet werden.
  • Osteopathie für Kinder: Die BKK firmus beteiligt sich mit insgesamt 150 EUR je Kalenderjahr an den Kosten von drei osteopathischen Behandlungen im Kalenderjahr.
  • Allergie Bettwäsche: Allergie Bettwäsche ist grundsätzlich aufzahlungsfrei.

Erweiterter Anspruch auf Haushaltshilfe

  • Mit Kind im Haushalt: Im ambulanten Bereich gibt es erweiterte Haushaltshilfe bis 56 Kalendertage (max. 8 Stunden täglich), wenn ein Kind im Haushalt lebt.
  • Ohne Kinder: Im ambulanten Bereich gibt es erweiterte Haushaltshilfe bis 28 Kalendertage (max. 4 Stunden täglich), wenn kein Kind im Haushalt lebt.

Online-Fitness-Kurse

Gegen Vorlage einer Bescheinigung über eine mindestens 80%ige Teilnahme der Kurseinheiten erstattet die BKK firmus 90% der Kosten mit maximal 103,00 Euro je Kurs.

Die BKK firmus im Vergleich

Die BKK firmus ist eine bundesweit geöffnete Krankenkasse, die aus dem Zusammenschluss mehrerer Betriebskrankenkassen entstanden ist. Sie betreut über 972.000 Versicherte und legt großen Wert auf die Bedürfnisse ihrer Kunden. Im Vergleich zu anderen Krankenkassen bietet die BKK firmus ein umfangreiches Leistungspaket und eine kompetente Beratung.

Beitragssatz und Service

Der Beitragssatz der BKK firmus beträgt 16,78 % (Stand 2026), inklusive eines Zusatzbeitrags von 2,18 %. Die Kasse verfügt über 11 Servicestellen und bietet ihren Kunden eine Online-Geschäftsstelle sowie eine App zur einfachen Erledigung von Anliegen. Die BKK firmus ist während der Geschäftszeiten telefonisch erreichbar und bietet zudem eine Ärztehotline an.

Persönliche Beratung und Unterstützung

Die BKK firmus legt Wert auf eine persönliche Beratung ihrer Versicherten. Ausgebildete Kundenberater stehen in den Servicestellen vor Ort sowie am Telefon zur Verfügung. Nach Vereinbarung sind auch Termine zu Hause möglich. Die BKK firmus gewährt Unterstützung bei Behandlungsfehlern und bietet eine Beschwerdestelle für Anliegen und Anregungen.

BKK firmus im Vergleich zur BKK Diakonie

Die BKK firmus und die BKK Diakonie sind zwei bundesweit geöffnete Krankenkassen, die sich in einigen Punkten unterscheiden:

  • Beitragssatz: Der Beitragssatz der BKK firmus ist mit 16,78 % (Stand 2026) niedriger als der der BKK Diakonie mit 18,40 %.
  • Geschäftsstellen: Die BKK firmus verfügt über 11 Servicestellen, während die BKK Diakonie nur 3 Geschäftsstellen hat.
  • Osteopathie: Die BKK firmus beteiligt sich mit insgesamt 150 Euro je Kalenderjahr an den Kosten von drei osteopathischen Behandlungen, während die BKK Diakonie bis zu 240 Euro pro Kalenderjahr für osteopathische Behandlungen im Rahmen des Achtsamkeitsbudgets erstattet.
  • Hautscreening: Die BKK firmus bezuschusst das Hautkrebs-Screening inkl. der Auflichtmikroskopie mit bis zu 100 Euro / Jahr bei Risikofaktoren, während die BKK Diakonie das Hautkrebsscreening inklusive Auflichtmikroskopie ab dem 18. Lebensjahr über das Achtsamkeitsbudget bezahlt (insgesamt max. 240 EUR).

BKK firmus im Vergleich zur BKK mkk

Auch im Vergleich zur BKK mkk (meine krankenkasse) gibt es einige Unterschiede:

  • Beitragssatz: Der Beitragssatz der BKK firmus ist mit 16,78 % (Stand 2026) niedriger als der der BKK mkk mit 18,10 %.
  • Geschäftsstellen: Die BKK mkk hat mit 30 Geschäftsstellen bundesweit eine höhere Anzahl als die BKK firmus mit 11 Servicestellen.
  • Haushaltshilfe: Die BKK mkk gewährt eine Haushaltshilfe auch dann, wenn wegen einer akuten Krankheit der Haushalt nicht fortgeführt werden kann, auch wenn kein Kind im Haushalt lebt. Die BKK firmus bietet eine erweiterte Haushaltshilfe nur bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung einer Krankheit.
  • Osteopathie: Die BKK mkk erstattet im Rahmen des Gesundheitskontos care+ bis zu 240 Euro pro Kalenderjahr für osteopathische Behandlungen, während die BKK firmus sich mit insgesamt 150 Euro je Kalenderjahr an den Kosten beteiligt.

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