Migräne: Ursachen, Symptome und moderne Therapieansätze

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Migräne, von den Ursachen und Symptomen bis hin zu modernen Therapieansätzen und Präventionsstrategien.

Was ist Migräne?

Migräne ist eine spezielle Art von Kopfschmerz, die sich durch bestimmte charakteristische Merkmale auszeichnet. Die Kopfschmerzen bei einer Migräne sind oft einseitig und pulsierend und nehmen unter körperlicher Belastung zu. Sie können jedoch auch auf die andere Kopfseite wechseln oder sich auf den gesamten Kopf ausdehnen. Migräneanfälle dauern in der Regel länger als andere Kopfschmerzen: Sie können bis zu 72 Stunden oder länger andauern. Viele Menschen leiden währenddessen unter Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Ein Teil der Migräneanfälle wird von visuellen oder neurologischen Symptomen begleitet, die als „Aura“ bezeichnet werden.

Migräne mit Aura

Einige Migräneanfälle werden von visuellen oder neurologischen Symptomen begleitet, die als „Aura“ bezeichnet werden. Während einer Aura kommt es zu vorübergehenden Veränderungen in der Aktivität des Gehirns. Obwohl die genaue Ursache und der Mechanismus dahinter nicht vollständig verstanden sind, wird angenommen, dass es einen Zusammenhang mit einer gestörten Durchblutung und elektrischer Aktivität im Gehirn gibt. Im Normalfall lassen die neurologischen Symptome von selbst und ohne bleibende Schäden nach. Neurologische Symptome wie Sehstörungen, die oft bei einer Migräne mit Aura auftreten, können beängstigend sein.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Die genaue Ursache einer Migräneattacke lässt sich nicht so leicht feststellen. So gibt es etwa Hinweise auf eine genetische Veranlagung: Wenn Eltern Migräne haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihre Kinder ebenfalls anfällig für die Krankheit sind. Migräne wird zudem oft mit Funktionsstörungen im Gehirn in Verbindung gebracht: Während eines Anfalls kommt es zu Veränderungen in der Gehirndurchblutung und -aktivität. Hormonelle Schwankungen, insbesondere bei Frauen, können die schmerzhaften Attacken ebenfalls auslösen. Deshalb erleben sie viele Frauen in Zusammenhang mit ihrem Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft, Verhütungsmitteln oder den Wechseljahren. Darüber hinaus können verschiedene Umweltfaktoren Auslöser sein oder einen Anfall verschlimmern. Dazu gehören grelles Licht, laute Geräusche, starke Gerüche, Wetterveränderungen, Schlafmangel und Stress.

Therapieansätze bei Migräne

In milden Fällen können rezeptfreie Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol oder Kombinationspräparate zur Linderung der Schmerzen eingenommen werden. Zudem ist Ruhe in einem abgedunkelten Raum oft hilfreich. Wenn eine Migräne bereits diagnostiziert wurde, können auch sogenannte Triptane zum Einsatz kommen. Neu zur Verfügung stehen seit 2018 Antikörpertherapien: Diese helfen bei schwerer oder chronischer Migräne sehr gut. Wichtig ist mir auch, dass Patienten ihre regelmäßige Medikamenteneinnahme dokumentieren. Es gibt den sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz. Das klingt zunächst paradox; aber Menschen, die häufiger als zehnmal im Monat Schmerzmittel einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko, hierdurch weitere Kopfschmerzen zu bekommen.

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Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel

Die Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel bietet eine spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen sowie anderen Kopfschmerzarten wie chronischen Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch und Clusterkopfschmerz. Auch Nervenschmerzen (neuropathischer Schmerz) und Rückenschmerzen werden behandelt.

Für die Planung eines Aufnahmetermins sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Der behandelnde Arzt stellt eine Verordnung von Krankenhausbehandlung aus.
  2. Der Arzt füllt die Aufnahme-Checkliste aus.
  3. Der Patient füllt den Schmerzkalender und den Schmerzfragebogen aus.
  4. Alle Unterlagen und Kopien relevanter Arztbriefe und Röntgenbilder werden an die angegebene Anschrift gesendet.

Je nach Krankenkasse gibt es unterschiedliche Regelungen für die Kostenübernahme. Zahlreiche Krankenkassen haben eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit dem Behandlungsnetz der Klinik vertraglich geregelt.

Akupunktur

Bei der Akupunkturbehandlung reizt der Arzt bestimmte Punkte entlang der Meridiane mit verschiedenen Einwegnadeln. Der Patient spürt dabei nur einen winzigen Nervenreiz. Ohr-Akupunktur beruht auf dem Prinzip, dass sich alle Organe und Körperregionen in der Ohrmuschel widerspiegeln und darüber behandelt werden können. Bei der Moxibustion werden Beifußpäckchen oder -kegel auf den Akupunkturpunkten abgebrannt. Laser-Akupunktur ist eine Option für Kinder und Erwachsene mit Angst vor Nadeln. Bei anderen Erkrankungen wie Migräne oder Allergien können die Kosten für Akupunktur nicht direkt über die Gesundheitskarte abgerechnet werden.

Migräne bei Kindern und Jugendlichen

Migräne tritt ebenfalls bei Kindern auf, häufig im Teenageralter zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr. Aber auch jüngere Kinder können betroffen sein. Die Ursachen sind auch hier vielfältig. Die familiäre Disposition spielt eine Rolle, genauso wie hormonelle Veränderungen in der Pubertät. Die Behandlung gleicht der für Erwachsene, jedoch sind Triptane nur eingeschränkt bei Kindern zugelassen. Auch die Antikörpertherapie ist erst ab dem 18. Lebensjahr zugelassen.

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Prävention von Migräne

Wenn man weiß, was bei einem selbst zu den Auslösern gehört, kann man auch präventiv dagegen vorgehen. Hierzu bewährt hat sich in vielen Fällen ein Kopfschmerztagebuch: Über mehrere Monate wird der Migräneverlauf dokumentiert, gern auch in Verbindung mit Faktoren wie der Ernährung, Bewegung und Schlaf. Generell gilt: Ein gesunder Lebensstil ist auch für Migränepatienten und -patientinnen sinnvoll. Dazu gehören regelmäßiger Schlaf, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten und Stressmanagement-Techniken wie Entspannungsübungen. Ebenso ist körperliche Aktivität wie Ausdauersport empfehlenswert. Wichtig ist in jedem Fall, sich bei regelmäßigen Kopfschmerzen professionelle Hilfe zu holen. Es gibt mittlerweile gut etablierte Therapieformen.

Die Rolle der Krankenkassen

Die Mobil Krankenkasse bietet ihren Versicherten ein umfassendes Leistungsangebot, das auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dazu gehören erweiterte Vorsorgeleistungen, Prämien aus dem Bonusprogramm fitforcash, ein Extra-Gesundheitsgeld und das Schwangerenkonto. Die Kasse übernimmt auch die Kosten für homöopathische Behandlungen, sofern diese von einem Arzt durchgeführt werden, der an dem Vertrag der Mobil Krankenkasse und dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte teilnimmt.

Zusatzleistungen der Mobil Krankenkasse

Die Mobil Krankenkasse bietet eine Vielzahl von Zusatzleistungen, die über die gesetzlichen Leistungen hinausgehen. Dazu gehören:

  • Geld zurück: Bis zu 200,00 Euro pro Jahr für Osteopathie, professionelle Zahnreinigung oder einen festsitzenden Retainer durch das Extra-Gesundheitsgeld - 200PLUS.
  • Sprechstunde rund um die Uhr: Kostenfreie Nutzung der Online-Sprechstunde der TeleClinic.
  • Nachhaltig erholt: Vergünstigte Gesundheitsreisen zur Entspannung und Stärkung der Gesundheit.
  • Für werdende Eltern: Schwangerenkonto von über 1.000,00 Euro.
  • Bonusprogramm fitforcash: Förderung eines nachhaltigen Lebensstils durch Belohnung gesundheitsfördernder Maßnahmen.

Innovative Versorgungsprogramme

Die Mobil Krankenkasse engagiert sich in verschiedenen Innovationsprojekten und bietet innovative Versorgungsprogramme an, darunter:

  • Telemedizinische Facharztkonsile: Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten.
  • Modellvorhaben zur Versorgung psychisch Kranker: Sektorenübergreifende Behandlung mit Verzahnung des ambulanten Sektors.
  • HPV-Testkit für Zuhause: Unkomplizierte Gebärmutterhalskrebsvorsorge für Frauen ab 25 Jahren.
  • OnlineDoctor bei Hauterkrankungen: Schnelle und unkomplizierte Diagnose und Behandlung von Hautkrankheiten.
  • Step.de: (Online-)Sporttherapie bei Depression.
  • BKK TeleCoach COPD: Digital gestützte Betreuung von Patienten mit COPD.
  • Online Pflegekurse: Informationen zur optimalen Pflege für pflegende Angehörige.

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