Viele Faktoren können zu vorzeitiger Faltenbildung führen: überstandene Krankheiten und Krisen, Phasen mit viel Sonnenbaden oder Rauchen sowie eine mögliche genetische Veranlagung. Oft hilft es schon, den Lebensstil und die Hautpflege anzupassen, um dem Teint Frische und Spannkraft zurückzugeben. Dermatologen bieten hierzu umfassende Beratung und unterstützende Behandlungen wie Mesotherapie oder Peelings an. Wenn jedoch intensivere und länger anhaltende Effekte gewünscht sind, ein Facelift aber (noch) nicht in Frage kommt, können Injektionen mit Botulinumtoxin Typ A (Handelsname: Botox®) oder einem Filler wie Hyaluronsäure oder Poly-L Milchsäure geeignet sein, um das Aussehen jugendlicher und entspannter wirken zu lassen.
Was ist Botulinumtoxin (Botox®)?
Botulinumtoxin Typ A, bekannt unter dem Handelsnamen Botox®, hat sich als Mittel gegen Mimikfalten einen Namen gemacht. In hohen Dosen kann das Nervengift im Extremfall sogar tödlich sein. In geringen Dosen findet es jedoch in der Medizin Anwendung, beispielsweise gegen übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrosis) oder Migräne. In sehr geringer Dosis bewährt sich Botox® seit 30 Jahren in der ästhetischen Dermatologie.
Das Prinzip ist dabei immer dasselbe: Der Wirkstoff lähmt Muskeln langanhaltend. Bei Schönheitsbehandlungen sind dies jene Muskelgruppen des Gesichts, deren Anspannung zur Faltenbildung führt. In Europa hat sich für den Einsatz von Botox® herumgesprochen, dass mit weniger mehr zu erreichen ist.
Wirkungsweise und Anwendungsgebiete von Botox®
Botox, oder Botulinumtoxin A, ist ein Medikament, welches die Signalübertragung von Nerven auf die Muskulatur hemmt bzw. unterbricht. Es ist ein von Bakterien produziertes Eiweiß, welches durch Einspritzung in Muskeln zu einer zeitlich begrenzten Schwächung der behandelten Muskulatur führt. Es wird in sehr geringen Mengen in Muskeln gespritzt, die sich unwillkürlich verkrampfen, z.B. bei Spastik der Hand oder des Fußes.
Botox wird in der Medizin bereits seit 50 Jahren eingesetzt, um Muskelspasmen, Migräne oder Zähneknirschen zu behandeln. In der ästhetischen Medizin kommt Botox seit über 15 Jahren zum Einsatz.
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Botox zur Behandlung von Migräne in Augsburg
Wenn Sie eine Botox® Behandlung gegen Migräneschmerzen in Erwägung ziehen, ist eine persönliche Beratung wichtig. In einem gemeinsamen Gespräch kann ein Überblick über Ihre aktuellen Beschwerden und Ihre gesundheitliche Situation verschafft werden. Dabei wird der Ablauf der Behandlung genau erklärt und gemeinsam mit Ihnen ein individuell auf Sie abgestimmter Behandlungsplan entwickelt.
Die Behandlung selbst dauert nur etwa 15 bis 30 Minuten. Der behandelnde Arzt setzt dabei gezielte Injektionen im Bereich von Kopf, Nacken und Schulter - genau an den Stellen, an denen verspannte Muskeln häufig Migräneschmerzen auslösen. Durch die Verwendung von besonders feinen Nadeln sind die Einstiche in der Regel kaum spürbar. Auf Wunsch kann vorab eine Betäubungscreme aufgetragen werden, damit die Behandlung für Sie so angenehm und entspannt wie möglich verläuft.
Unmittelbar nach der Behandlung mit Botox® gegen Migräne in Augsburg kann es vorübergehend zu leichten Schwellungen oder Rötungen an den Einstichstellen kommen. Diese klingen in der Regel schnell von selbst ab. Erste positive Effekte zeigen sich meist nach ein paar Tagen, das endgültige Ergebnis ist nach etwa zwei Wochen erreicht.
Weitere Indikationen für die Botulinum-Toxin Anwendung
Neben der Anwendung im Bereich der Ästhetik kann Botulinumtoxin auch zur Behandlung übermäßigen Schwitzens (unter den Armen, an den Händen und Füßen) angewendet werden. Hier sind oft weniger Behandlungen nötig, da die Wirkung in der Regel etwas länger anhält und nachhaltig die Feuchtigkeit im behandelten Bereich reduziert.
Außerdem kann Botulinumtoxin bei der Behandlung von Verspannungen des Nackens angewendet werden. Teilweise werden diese Behandlungen sogar von den Krankenkassen übernommen. Diese Kostenübernahme erfolgt auch immer häufiger bei der Behandlung von der sogenannten Cranio-mandibulären Dysfunktion, dem Bruxismus (Zähneknirschen und Pressen der Kiefer).
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Ablauf der Behandlung und Nachsorge
Der Effekt durch das eingespritzte Medikament setzt nach circa 4 Tagen ein, der volle Wirkeffekt wird in der Regel nach 2-3 Wochen erreicht. Die Wirkung hält im Durchschnitt 4-6 Monate lang an, dann hat der Körper das Produkt abgebaut. Langzeiteffekte sind jedoch möglich. Dadurch, dass einige Muskelgruppen für Monate gezielt ausgeschaltet werden, kann sich die Mimik verändern. Das kann einen nachhaltigen Effekt unterstützen. Nach ca. sechs Wochen ist die Wirkung maximal, im Laufe von vier bis sechs Monaten lässt die Wirkung dann wieder nach.
Man sollte nach der Behandlung für 24 Stunden nicht an den Behandlungsstellen reiben, danach ist das Mittel im Muskel fixiert und unproblematisch. Wenn man zuvor stark an den Stellen reibt, ist es möglich, dass das Mittel unter der Haut spreitet und zum Beispiel im Oberlidbereich eine kurzfristige Lidheberschwäche bewirken kann.
Risiken und Nebenwirkungen
Allergische Reaktionen auf Botulinumtoxin sind äußerst selten und kaum bekannt, aber denkbar. Meist treten Nebenwirkungen innerhalb der ersten Woche nach der Injektion auf und können leicht bis mittelstark ausgeprägt sein. Auftretende Hämatome oder Rötungen nach einer Behandlung sind auf Grund der Injektion (nicht auf Grund des Botulinumtoxins) möglich.
Gegenanzeigen sind Allergien gegen Bestandteile des Präparats und eine bestehende Schwangerschaft.
Wenn nur die Stirn zentral (Glabella) behandelt wird, kann es sein, dass die seitlichen Augenbrauen etwas ansteigen, was oft als schön empfunden wird („sog. „Spock Augenbraue“). Manchmal ist dieser Effekt jedoch zu stark. Dies kann jedoch entweder direkt bei der Erstbehandlung prophylaktisch mitbehandelt werden oder man kann eine Korrektur nach 2-3 Wochen durchführen.
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Botox kann leider nicht rückgängig gemacht werden, daher solltest Du auf einen erfahrenen Behandler setzen, der die richtigen Injektionstechniken beherrscht. Bei entstandenen A-Symmetrien oder hängenden Augenlidern kann jedoch ausgleichend behandelt werden, so dass wieder ein harmonisches Erscheinungsbild entsteht.
Kosten einer Botoxbehandlung in Augsburg
Die Kosten betragen je nach Größe und Anzahl der zu behandelnden Regionen zwischen 100 - 500€. Da die Bereiche sehr individuell sind, ist es schwierig einen pauschalen Betrag zu nennen.
Alternativen zu Botox: Hyaluronsäure und Poly-L Milchsäure
Neben Botox gibt es auch andere Substanzen, die zur Faltenbehandlung eingesetzt werden können, wie Hyaluronsäure und Poly-L Milchsäure.
Hyaluronsäure: Feuchtigkeit und Volumen für die Haut
Fast jede Frau und manch ein Mann wendet täglich Hyaluronsäure an - äußerlich: Sie steckt in zahlreichen Cremes und Seren. Aus gutem Grund, denn die Haut selbst bildet Hyaluronsäure und sorgt so dafür, dass sie gut mit Feuchtigkeit versorgt bleibt. In der Jugend funktioniert das noch perfekt, mit den Jahren lässt die körpereigene Produktion leider nach.
Wo Creme, Serum und Co. nur Stunden bis Tage wirken, können Filler mit dem Wirkstoff Hyaluronsäure monatelang Straffheit und Jugendfrische schenken. Dabei kommt es auf die perfekte Platzierung der Spritzen, die passende Konsistenz des Fillers und die geeignete Dosis an.
Hyaluronsäure-Filler gibt es in verschiedener Konsistenz. Dünnflüssige Produkte polstern feine Fältchen um Augen, Mund und Nase gut auf. Gelartige Produkte eignen sich dazu, bestimmte Regionen, wie die Wangenknochen oder das Kinn, zu behandeln. Das dadurch gewonnene Volumen lässt das ganze Gesicht glatter wirken. Auch kann der Arzt mit Hyaluronsäure abgesunkene Mundwinkel anheben, was eine freundlichere Ausstrahlung mit sich bringt.
Die Wirkung der Hyaluronsäure setzt binnen weniger Stunden bis Tage ein und hält im Durchschnitt 6 bis 12 Monate lang an. Wichtig auch: Erfahrene Dermatologen wenden lieber mehrmals hintereinander ein bisschen Hyaluronsäure an als einmal zu viel.
Die Haltbarkeit ist je nach PatientIn unterschiedlich und ca. 3 bis 6 Monate. Je öfter man die Botoxbehandlung durchführt, desto länger ist auch die Haltbarkeit, da der Muskel den die Bewegung zum Teil verlernt bzw.
Poly-L Milchsäure (Sculptra®): Anregung der Kollagenproduktion
Der Wirkstoff in Sculptra® ist Poly-L Milchsäure, die auch für größere Areale des Gesichts sowie das Dekolleté geeignet ist. Darum sprechen Experten auch von Liquid Lifting. Das Besondere daran ist, dass die Behandlung die Kollagen-Neubildung der Haut fördert. Binnen weniger Wochen regeneriert sie sich von selbst, kann dann deutlich jünger und straffer wirken.
Sculptra® eignet sich zur Behandlung ganzer Gesichtspartien, z. B. des Schläfenbereichs, des Jochbeins und zum optischen Anheben der sogenannten Hängebäckchen. Nasolabialfalten, tiefe Kinnfalten und Falten unter den Augen sprechen ebenfalls oft gut auf diese Therapie an.
Da Sculptra® mit viel Wasser angereichert ist, sind sofort Resultate zu sehen; mit dem Abbau des Wassers binnen weniger Tage lässt der Effekt jedoch zunächst nach.
Wichtige Hinweise zur Behandlung mit Fillern
Hyaluronsäure-Filler eignen sich nicht für alle Gesichtsregionen, z. B. die Stirn. Für bestimmte Regionen wie z. B. die Stirn eignen diese Filler sich nicht, auch ist darauf zu achten, dass die Injektionen nicht zu oberflächlich erfolgen. Zudem begünstigt eine falsche Dosierung und Platzierung von Sculptra® Komplikationen. Bis vor wenigen Jahren kam es gelegentlich zur Knötchenbildung unter der Haut der Patienten. Darum wurde die Formulierung des Produkts verändert.
Die Rolle des Dermatologen und die Bedeutung der Beratung
Erfahrene Dermatologen nehmen sich Zeit für die Anamnese und erklären jedem Patienten und jeder Patientin genau, welche Filler gegen welche Falten infrage kommen und welche Effekte zu erwarten sind. Manchmal erzielt der Dermatologe nur mit der Kombination mehrerer Behandlungen - gleichzeitig oder nacheinander - überzeugende Ergebnisse.
Bei sehr ausgeprägten Falten und wenn Patienten wiederholte Behandlungen scheuen, kann es schonender und erfolgsversprechender sein, doch auf ein Facelift zu setzen.
Was jeder Patient wissen sollte: Der Lebensstil und bestimmte Medikamente können den Abbau von Botulinumtoxin beschleunigen und die Effekte durch Filler beeinträchtigen.
Faltenbehandlung bei SKIN LAB
Mimikfalten entstehen durch das Anspannen der Muskeln im Gesicht - je öfter man diese benutzt, desto eher entstehen Falten - wie zum Beispiel die Zornesfalten, horizontale Stirnfalten oder Krähenfüße (meist durch viel Lachen). Die Mimikfalten können mit der Substanz Botulinum entspannt und dadurch verbessert werden.
Durch die Betäubung des Kaumuskels kann sogar Zähneknirschen verhindert werden und das Gesicht verschmälert werden (das sogenannte Facial Slimming). Hyaluronsäure dagegen wird als Filler benutzt, dort wo durch erschlaffte Haut Falten entstehen. Durch Facial Contouring und einem Mix aus Hyaluron und Botulinumtoxin, kann so auf sanfte Weise ein jüngeres Erscheinungsbild erreicht werden.
Fazit
Botox® ist ein wirksames Mittel zur Behandlung von Mimikfalten und Migräne. In Augsburg gibt es zahlreiche Ärzte und Kliniken, die diese Behandlung anbieten. Eine umfassende Beratung durch einen erfahrenen Dermatologen ist jedoch unerlässlich, um die richtige Behandlungsmethode und die zu erwartenden Ergebnisse zu besprechen. Neben Botox® gibt es auch andere Optionen wie Hyaluronsäure und Poly-L Milchsäure, die je nach Bedarf und individuellen Voraussetzungen in Frage kommen. Die Wahl der geeigneten Behandlung sollte immer in Absprache mit einem Facharzt erfolgen.