Botox zur Migränebehandlung in Bochum: Eine umfassende Betrachtung

Botulinumtoxin Typ A, besser bekannt unter dem Markennamen Botox®, hat sich nicht nur in der Ästhetischen Medizin etabliert, sondern wird auch erfolgreich zur Behandlung von Migräne eingesetzt. In Bochum bieten spezialisierte Ärzte diese Therapieform an, um Patienten von chronischen Kopfschmerzen zu befreien. Da Botulinumtoxin zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten zählt, darf es nur von Ärzten verwendet werden.

Was ist Botulinumtoxin und wie wirkt es?

Botulinumtoxin Typ A ist ein Protein, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Es wirkt wie eine "Muskelbremse", die die Übertragung des Befehls zum Zusammenziehen vom Nerv auf den Muskel abschwächt oder sogar ganz ausbremst. Je nach Dosierung, gewähltem Produkt und individuellem Stoffwechsel baut es sich im Laufe von vier bis sechs Monaten wieder genau dort ab, wo es eingebracht wurde.

Anwendungsbereiche von Botulinumtoxin

Neben der Anwendung in der Ästhetischen Medizin zur Glättung mimisch bedingter Falten und zur Verjüngung des Hautbildes wird Botulinumtoxin seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung neurologischer Erkrankungen eingesetzt. Ebenfalls erfolgreich eingesetzt wird es zur Behandlung von Hyperhidrose, krankhaft vermehrtem Schwitzen, bei starkem Zähneknirschen (Bruxismus) und auch bei Migräne.

Botox® gegen Migräne: Kopfschmerzen vorbeugen

Viele Menschen leiden unter wiederkehrenden starken Kopfschmerzen. Schmerzmittel helfen da in der Regel kaum bis gar nicht weiter. Ein erfahrungsgemäß effektives Mittel, das bereits seit Jahren erfolgreich bei Migräne-Patient:innen angewendet wird: Botox®.

Für wen ist Botox® gegen Migräne geeignet?

Botox® kennen die meisten nur aus der Faltenbehandlung. Aber schon lange, bevor er für die Hautverjüngung verwendet wurde, kam der Wirkstoff bei verschiedenen medizinischen Behandlungen zum Einsatz. So kann Botolinumtoxin beispielsweise gegen Zähneknirschen (Bruxismus), starkes Schwitzen (Hyperhidrose) - oder gegen Migräne helfen. Damit kann Botox® eine wertvolle Lösung zum Vorbeugen wiederkehrender Kopfschmerzen bieten.

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Kommt für Dich eine Botox®-Behandlung in Frage? Wenn Du unter chronischer Migräne leidest und andere Migräne-Medikamente bei Dir keine aussagekräftige Wirkung zeigen, kann die Botulinum-Injektion möglicherweise der richtige Weg sein, um Dir langfristig Linderung zu verschaffen.

Wie gut wirkt Botox® gegen Migräne?

Die Wirkung von Botox® gegen Migräne konnte in verschiedensten Studien nachgewiesen werden. In Deutschland ist der Wirkstoff daher seit einigen Jahren offiziell für die Bekämpfung der chronischen Kopfschmerzen zugelassen. Die Anwendung des Toxins erfolgt direkt in die verspannte Muskulatur im Schläfenbereich, Nacken und Hinterkopf. Dadurch soll den wiederkehrenden Schmerzen vorgebeugt werden. Übrigens: Auch wenn es sich um ein Toxin, also ein Nervengift, handelt, ist es in kleiner Dosierung grundsätzlich ungefährlich für Dich.

Die Botox®-Behandlung gegen Migräne: Ein Überblick

AspektDetails
BetäubungBetäubungssalbe
Dauer5 bis 10 Minuten
BehandlungsarealSchläfen, Nacken, Hinterkopf
Ausfallzeitkeine
Kostenca. 550 € (Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet. Alle Preise werden inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer angegeben. Ein konkretes Angebot erhältst Du im persönlichen Beratungsgespräch.)

Ablauf der Botox®-Behandlung gegen Migräne

  1. Erstberatung: In einer persönlichen Beratung werden Sie kompetent und ausführlich über die Botox®-Spritze gegen Migräne aufgeklärt. Was erwartet Dich während und nach der Behandlung? Was solltest Du beachten? Und wie fallen die Kosten aus? All das erfährst Du bei uns. Außerdem hast Du Gelegenheit, uns alle Deine Fragen zu stellen.
  2. Vorbereitung: Erscheine zur Anwendung bestenfalls ungeschminkt und im Behandlungsareal nicht eingecremt. Solltest Du blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann es sinnvoll sein, diese zu pausieren. Bitte sprich vorab mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin darüber.
  3. Behandlung: Die Behandlung ist in der Regel sehr schmerzarm. Bei besonders empfindlichen Patient:innen ist eine Betäubung mit einer Salbe möglich. Mit einer besonders kleinen Nadel injizieren wir das Botox® in die verspannte Muskulatur der Schläfen, des Hinterhaupts und des Nackens. Die Behandlung dauert wenige Minuten. Im Anschluss sind die meisten Patient:innen wieder voll einsatz- und gesellschaftsfähig.
  4. Nachsorge: In den meisten Fällen ist die Behandlung sehr gut verträglich. Nach einer Anwendung mit Botulinumtoxin ist eine kleine, vorübergehende Schwellung oder Rötung der Einstichstelle möglich. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, empfehlen wir unseren Patient:innen, den Kopf nach der Behandlung für vier Stunden in aufrechter Position zu bewahren. Außerdem solltest Du am besten für 48 Stunden auf Alkohol, Sport, Sauna und Solarium verzichten.

Mögliche Nebenwirkungen

Nach der Behandlung sind kurzfristig sichtbare Rötungen und kleine Schwellungen möglich. Gelegentlich können Spannungskopfschmerzen auftreten. Die meisten Patient:innen sind unmittelbar nach der Injektion voll gesellschaftsfähig. Die Behandlung ist in den meisten Fällen sehr gut verträglich. Die volle Wirkung kann nach 10-14 Tagen eintreten und einige Monate anhalten. Nach 3-9 Monaten klingt die Wirkung des Botox® vollständig ab.

Patientenfragen und Antworten

  • Wie gut wirkt Botox® gegen Migräne? Erfahrungsgemäß kann Botox® sehr gute Ergebnisse bei unseren Patient:innen mit chronischer Migräne erzielen. Der Effekt kann je nach Patient:in etwa 3-9 Monate anhalten.
  • Was kostet Botox® gegen Migräne? Eine Behandlung mit Botox® gegen Migräne richtet sich nach Aufwand des Verfahrens und der Menge des verwendeten Wirkstoffes. Der Preis liegt in der Regel bei ungefähr 550 Euro. Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet. Alle Preise werden inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer angegeben.
  • Wo wird Botox® gegen Migräne gespritzt? Das Botulinumtoxin wird zur Behandlung wiederkehrender Kopfschmerzen in die Muskulatur der Schläfen, des Nackens und des Hinterkopfs injiziert.
  • Wie lange dauert es, bis Botox® bei Migräne wirkt? Bei Botox® setzt die Wirkung in der Regel nicht unmittelbar ein, sondern nach 10-14 Tagen. Es kann also einige Wochen dauern, bis die Anzahl und die Stärke der Migräneanfälle reduziert werden kann.

Weitere Anwendungsgebiete von Botulinumtoxin in der Medizin

Botulinumtoxin findet auch in anderen Bereichen der Medizin Anwendung, so auch in der modernen Orthopädie im Rahmen der Schmerztherapie.

Botulinumtoxin als alternative Therapiemethode

Wenn die bisherigen konservativen Therapiemethoden nicht mehr greifen, kann es sinnvoll sein, eine Therapie mit Botulinumtoxin A (kurz: Botox) in Betracht zu ziehen. Die betroffenen Muskeln werden durch eine entsprechende Injektion des Botulinumtoxin entlastet. Hierbei setzt die Medizin auf den gleichen Effekt, der auch bei der Faltenbehandlung durch Botox zum Einsatz kommt: Das Nervengift hemmt die Reizübertragung. Die verspannten Muskeln werden beruhigt und überreizte Nerven kurzzeitig „ausgeschaltet“. Die Langzeitwirkung ist hierbei ein elementarer Pluspunkt: Die Reizübertragung kann im Optimalfall für mehrere Monate gehemmt werden.

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Botox-Therapie gegen den Tennisarm

Die Botox-Therapie bringt auch bei langanhaltenden starken Schmerzen im Bereich des Kniegelenkes oder des Ellenbogens zuverlässige Linderung. Beispielsweise kann sie auch beim sogenannten Tennisarm oder auch dem Fersensporn zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um eine mechanische Überreizung des entsprechenden Sehnenursprungs der Hand- bzw. Fußmuskulatur.

Was kann im Rahmen der Botox Therapie behandelt werden?

Wenn die üblichen Therapiemethoden gar nicht oder nur unzureichend ansprechen, ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin ideal geeignet für chronische Schmerzzustände. Die Haupteinsatzbereiche für die sogenannte Botox Therapie zur Schmerzbehandlung sind beispielsweise:

  • Chronische Schmerzen in den Kniescheiben
  • „steife“ Schultern
  • Fersensporn
  • Tennisarm / Tennisellenbogen
  • Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule
  • Migräne und chronische Kopfschmerzen
  • Chronische verspannungsbedingte Schulter- und Nackenschmerzen

Zusätzlich zur Schmerztherapie wird Botox auch zur Behandlung von verstärktem Schwitzen („Hyperhidrose“) verwendet.

Botox in der Ästhetischen Medizin: Vielfältige Anwendungen

Botox, auch bekannt als Vistabel, ist eine bewährte Methode zur Behandlung dynamischer Gesichtsfalten, die das Hautbild verjüngt und zu einem attraktiveren Aussehen beiträgt. Häufige Falten wie Zornesfalten, Krähenfüße oder Stirnfalten entstehen oft durch übermäßige Muskelaktivität. Durch gezielte Botox-Injektionen lassen sich diese Muskeln entspannen, wodurch sich die Falten in vielen Fällen deutlich zurückbilden ohne dass es Einfluss auf Gesichtausdrücke bzw.

Behandlungszonen zur ästhetisch ansprechenden Veränderung mit Botox / Vistabel

Botox / Vistabel bietet vielfältige ästhetische Anwendungen. Dazu gehören:

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  • Zornesfalte (Glabellafalte): Linien zwischen den Augenbrauen.
  • Stirnfalten: Horizontale Linien auf der Stirn.
  • Krähenfüße: Fältchen um die Augen.
  • Bunny Lines: Falten, durch Nasenrümpfen auf der Nase.
  • Mundwinkelfalten: Falten um den Mund.

Weitere ästhetische Anwendungen von Botulinumtoxin

  • Lipflip - Lippenvergrößerung mit Botulinumtoxin: Das Botulinumtoxin wird hierbei gezielt in den Oberlippenrand injiziert, um auf diese Art und Weise den namensgebenden Flip zu erzielen. Mit diesem Flip ist nichts anderes gemeint, als dass sich die Oberlippe ein bisschen nach außen bzw. nach oben umstülpt. Dies lässt die Lippe voller wirken, weshalb die Methode besonders für Frauen und Männer interessant ist, denen ihre sehr schmale Oberlippe missfällt.
  • Gummysmile / Zahnfleischlächeln: Auch hier kann Botulinum dafür sorgen, dass die Oberlippe sich nicht mehr so stark hebt und beim Lächeln somit mit deutlich weniger Zahnfleischzeigen möglich ist.
  • Hängende Mundwinkel: Dies kann durch das „Bremsen“ der verantwortlichen Muskulatur durch Botulinumtoxin gut therapiert werden.
  • Browlift mit Botulinumtoxin: Wichtig bei der Botulinumtherapie der Braue ist immer ein individuelles, zum Gesicht passendes Ergebnis. Besonders geeignet für die Botulinumtherapie sind Patient*innen, die ihre Brauen aktiv anheben können.
  • Mesobotox - Gesicht, Hals, Dekolleté: Das Ergebnis ist eine deutlich glattere Haut und ein feineres Hautbild. Diese besondere oberflächliche Injektionstechnik von Botulinumtoxin findet ihren Ursprung in Asien.
  • Gesichtsverschlankung mit Botulinumtoxin: Hier führt eine Botulinumtoxininjektion zu einer gezielten Schwächung des Kaumuskels und somit zu einer Verschlankung des unteren Gesichtsdrittels.

Wichtige Hinweise zur Behandlung mit Botulinumtoxin

  • Botulinumtoxin ist ein sehr wirksames und dadurch auch potentiell gefährliches Gift. Eine Vergiftung ist aber, wie bei allen Stoffen, vom Verabreichungsweg und der Dosis abhängig.
  • Um Risiken weitgehend auszuschließen, sollte die Injektion von einem erfahrenen, gut ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.
  • Eine Faltenkorrektur mit Botox kann zwar Ihr Erscheinungsbild verändern und Ihr Selbstvertrauen erhöhen, aber sie wird kein perfektes Idealbild produzieren. Eine hundert prozentige Garantie auf ein bestimmtes Ergebnis gibt es nicht.

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