Die Behandlung von Erkältungskrankheiten der Atemwege bei Patienten mit Epilepsie erfordert besondere Aufmerksamkeit. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung von Bronchicum, einem pflanzlichen Arzneimittel, unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Epilepsie.
Was ist Bronchicum?
Bronchicum ist ein pflanzliches Arzneimittel, das bei Erkältungskrankheiten der Atemwege eingesetzt wird. Es existiert in verschiedenen Formen, darunter als Elixir und als Tropfen.
Bronchicum Elixir
Bronchicum Elixir wird zur Besserung der Beschwerden bei akuter Bronchitis mit der Begleitsymptomatik Husten und zur Schleimlösung bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege eingesetzt. Die Wirkstoffe sind Auszüge aus Thymiankraut und Primelwurzel. Zusätzlich sind verschiedene Hilfsstoffe enthalten, um die Konsistenz und Haltbarkeit des Elixirs zu gewährleisten.
Die Dosierung von Bronchicum Elixir hängt vom Alter des Patienten und der Schwere der Symptome ab. Die genaue Dosierungsanleitung sowie die Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Es ist wichtig, sich an die dort angegebenen Hinweise zu halten und das Elixir nicht zu überdosieren.
Wie alle Arzneimittel kann auch Bronchicum Elixir Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden. Bronchicum Elixir kann unter Beachtung der Dosierungsanleitung auch von Kindern eingenommen werden.
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Bronchicum Tropfen
Bronchicum Tropfen sind ebenfalls ein pflanzliches Arzneimittel, das zur Linderung von Husten und zur Schleimlösung bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim eingesetzt wird. Sie enthalten Auszüge aus Thymian und Primelwurzel, die traditionell für ihre schleimlösenden und hustenreizlindernden Eigenschaften bekannt sind.
Die Dosierung von Bronchicum Tropfen richtet sich nach dem Alter und der individuellen Situation des Patienten. Die genaue Dosierungsanleitung sowie die Art der Einnahme sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Es ist wichtig, sich an die empfohlene Dosierung zu halten und die Tropfen nicht unverdünnt einzunehmen.
Wie alle Arzneimittel können auch Bronchicum Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen oder Hautausschläge. Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden. Bronchicum Tropfen können auch bei Kindern angewendet werden, allerdings ist die Altersgrenze zu beachten.
Bronchicum und Epilepsie: Was ist zu beachten?
Bei der Anwendung von Bronchicum bei Patienten mit Epilepsie ist Vorsicht geboten. Es ist wichtig zu verstehen, dass bestimmte Inhaltsstoffe in Hustenmedikamenten, einschließlich solcher, die in pflanzlichen Mitteln wie Bronchicum enthalten sind, potenziell die Anfallsschwelle senken können.
Mögliche Risiken
Obwohl Bronchicum als pflanzliches Arzneimittel gilt, bedeutet dies nicht, dass es frei von Risiken für Menschen mit Epilepsie ist. Einige Inhaltsstoffe könnten möglicherweise mit Antiepileptika interagieren oder die Anfallsschwelle beeinflussen.
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Bronchicodein Tropfen
Besondere Vorsicht ist bei Bronchicodein Tropfen geboten. Bronchicodein Tropfen zum Einnehmen enthalten einen Wirkstoff, der schmerzlindernd wirkt, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt. Außerdem lindert der Wirkstoff den Hustenreiz bei einem sehr trockenen Husten. Dabei blockiert er im Gehirn das sog. Hustenzentrum, wodurch die Anzahl und Heftigkeit der Hustenstösse vermindert wird.
Gegenanzeigen von BRONCHICODEIN Tropfen zum Einnehmen:
Krampfanfälle (Epilepsie)
Wichtige Hinweise zu BRONCHICODEIN Tropfen zum Einnehmen:
Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
Empfehlungen
- Ärztliche Rücksprache: Vor der Anwendung von Bronchicum sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Dies ist besonders wichtig, um mögliche Wechselwirkungen mit Antiepileptika oder andere Risiken auszuschließen.
- Wahl des Präparats: In Absprache mit dem Arzt sollte ein geeignetes Präparat ausgewählt werden, das möglichst wenige potenziell problematische Inhaltsstoffe enthält.
- Dosierung: Die Dosierung sollte genau nach Anweisung des Arztes oder Apothekers erfolgen. Eine Überdosierung ist unbedingt zu vermeiden.
- Beobachtung: Während der Anwendung von Bronchicum sollten Patienten mit Epilepsie besonders aufmerksam auf mögliche Veränderungen ihres Zustands achten. Treten Anfälle häufiger auf oder verschlimmern sich, sollte die Anwendung sofort beendet und ein Arzt konsultiert werden.
- Alternative Behandlungsmethoden: Es sollten alternative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden, die keine potenziellen Risiken für Menschen mit Epilepsie bergen. Dazu gehören beispielsweise Inhalationen mit Kochsalzlösung oder die Anwendung von schleimlösenden Maßnahmen wie ausreichend Trinken und feuchte Luft.
Antiepileptika und Schwangerschaft
Einige Informationen zu Antiepileptika und Schwangerschaft sind relevant, da schwangere Frauen anfälliger für Erkältungen sein können. Levetiracetam ist ein Antiepileptikum, dessen Wirkmechanismus noch nicht abschließend geklärt ist. Es wird überwiegend renal eliminiert, jedoch auch enzymatisch hydrolysiert. Während der Schwangerschaft erhöht sich die Clearance, wobei eine vermehrte renale Ausscheidung sowie ein gesteigerter enzymatischer Abbau eine Rolle spielen können. Die Plasmaspiegel sinken dadurch auf bis zu 40% im 3. Trimenon, wobei es ausgeprägte interindividuelle Unterschiede gibt. Postpartal normalisiert sich die Clearance wieder innerhalb von Tagen bis Wochen.
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Levetiracetam ist neben Lamotrigin das Antiepileptikum der Wahl in der Schwangerschaft. Bei gegebener Wirksamkeit sollten diese Arzneimittel daher bei einer antiepileptischen Neueinstellung bevorzugt werden. Levetiracetam sollte möglichst in Monotherapie verordnet werden. Nach Therapie im 1. Trimenon kann eine sonographische Feindiagnostik zur Kontrolle der fetalen Entwicklung empfohlen werden. Die Entbindung sollte aufgrund möglicher neonataler Anpassungsstörungen in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen.
Allgemeine Tipps bei Erkältung
Unabhängig von der Einnahme von Bronchicum gibt es allgemeine Maßnahmen, die bei einer Erkältung helfen können:
- Ruhe: Ausreichend Ruhe und Schlaf sind wichtig, um den Körper bei der Genesung zu unterstützen.
- Flüssigkeitszufuhr: Viel trinken, vorzugsweise Wasser, Tee oder Saft, um die Schleimhäute feucht zu halten und den Schleim zu lösen.
- Inhalation: Inhalationen mit Kochsalzlösung oder ätherischen Ölen können helfen, die Atemwege zu befeuchten und den Schleim zu lösen.
- Luftfeuchtigkeit: Eine hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen kann ebenfalls helfen, die Atemwege zu befeuchten.
- Honig: Honig kann bei Hustenreiz lindernd wirken.
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