Ursachen und Behandlung empfindlicher Brustwarzen

Brustschmerzen (Mastodynie) sind ein häufiges Problem, das viele Frauen betrifft. Sie können sich als umschriebene oder diffuse Schmerzen in der Brust äußern. Oft treten die Beschwerden kurz vor der Menstruation auf. Es gibt aber auch gutartige Veränderungen im Brustgewebe, die unabhängig vom Zyklus Brustschmerzen (Mastalgie) verursachen können. Begleitet werden die Schmerzen gegebenenfalls von Spannungsgefühlen, tastbaren Verhärtungen und einer Berührungsempfindlichkeit der Brust.

Was sind Brustschmerzen?

Die Brüste sind ein Symbol der Weiblichkeit, eine erogene Zone und ein sekundäres Geschlechtsmerkmal. Sie dienen Frauen auch zum Stillen. Viele Frauen sind beunruhigt, wenn sie Brustschmerzen haben, jede Berührung unangenehm ist oder sich die Brust knotig anfühlt.

Brust- oder Brustwarzenschmerzen sind sehr häufig und bedeuten nicht unbedingt etwas Schlimmes. Dennoch denken viele Frauen bei diesen Symptomen sofort an Brustkrebs. In den meisten Fällen sind die Brustschmerzen auf den Menstruationszyklus zurückzuführen (Mastodynie). Treten Brustschmerzen vor der Menstruation auf, können sie Teil des prämenstruellen Syndroms (PMS) sein. Dieses umfasst eine Vielzahl von Beschwerden, mit denen einige Frauen während ihrer gesamten fruchtbaren Zeit zu kämpfen haben. Typischerweise treten sie in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung auf.

Wie äußern sich Brustschmerzen?

Brustschmerzen (Mastodynie) können einseitig in der rechten oder linken Brust oder beidseitig auftreten und werden gegebenenfalls von Spannungs- und Schwellungsgefühlen begleitet. Die Betroffenen klagen gegebenenfalls auch über schmerzende Brustwarzen.

Die zyklusabhängige Volumenzunahme verursacht gegebenenfalls einen gewissen Dehnungsschmerz. Außerdem reagiert die Brust empfindlicher auf Berührungen. Normalerweise verschwinden die Beschwerden wieder, wenn der Östrogenspiegel abfällt, die Menstruation eintritt und die Flüssigkeit aus dem Gewebe geschleust wird.

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Nicht alle Frauen sind von dieser Erscheinung gleich stark betroffen. Außerdem sind sie auch unterschiedlich empfindlich gegenüber dem Dehnungsschmerz. So empfinden einige Frauen leichte Schmerzen, während andere unter starken Brustschmerzen leiden. Zusätzlich bilden Frauen verschiedene Hormonmengen, deren Einfluss sich unterschiedlich stark auswirkt.

Auch Männer berichten beispielsweise im Falle vergrößerter Brustdrüsen von Spannungsgefühlen und einer gewissen Berührungsempfindlichkeit der Brust. Zudem schmerzen gegebenenfalls die Brustwarzen.

Mögliche Ursachen für empfindliche Brustwarzen

Empfindliche Brustwarzen können viele Ursachen haben. In seltenen Fällen steckt eine Krebserkrankung dahinter. Meist ist die Ursache jedoch harmlos. Manchmal lindern einfache Tricks die empfindlichen Brustwarzen, manchmal vergehen die Beschwerden einfach wieder von alleine. Sind die Schmerzen zu extrem, solltest du in jedem Fall deinen Arzt um Rat fragen.

Zyklusbedingte Ursachen

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS): Viele Frauen haben kurz vor der Periode empfindliche Brustwarzen und Brüste. Jede noch so leichte Berührung ist unangenehm, die Brüste fühlen sich geschwollen an, es zieht und schmerzt. Diese Symptome hängen mit den hormonellen Veränderungen während des Zyklus zusammen und können auf das PMS zurückgeführt werden. Vor der Periode steigt der Östrogen- und Progesteronspiegel im Blut. Diese Sexualhormone verursachen Flüssigkeitseinlagerungen im Körper und im Gewebe der Brüste, die anschwellen. Die Gefäße werden stärker durchblutet und die Brust wird größer, schwerer und empfindlicher. Meistens verschwinden die Beschwerden nach der Menstruation und die Brüste werden wieder weicher.
  • Menstruation: Einige Tage vor der Periode werden die Brustwarzen empfindlich. Durch den Anstieg der Hormone Östrogen und Progesteron wird vermehrt Wasser in den Brüsten eingelagert. Das macht sie größer und schwerer. Die Folge sind Spannungen (Mastodynie) auch in den Brustwarzen. Sie schmerzen bei Druck oder Berührung beidseitig.
  • Wechseljahre: Auch in den Wechseljahren sind die Brüste und Brustwarzen oft sehr empfindlich. Besonders in der Zeit kurz vor dem Ausbleiben der Periode (Perimenopause) häufen sich die Beschwerden. Grund dafür ist eine Östrogendominanz, das heißt ein Übermaß an Östrogenen. Die Funktion der Eierstöcke nimmt während der Perimenopause ab. Die Eierstöcke reagieren weniger auf Steuerungshormone und der Körper schüttet verstärkt FSH (follikelstimulierende Hormone) aus. Als Folge wird mehr Östrogen gebildet und die Follikelreifung angetrieben. Der Östrogenspiegel erhöht sich, wohingegen Gestagen- und Progesteron kaum ansteigen. Es herrscht eine Östrogendominanz und ein Progesteronmangel. Spannungen und Schmerzen in den Brüsten und in den Brustwarzen sowie stärkere Menstruationsblutungen sind in dieser Phase also vollkommen normal. Dazu verursachen die unregelmäßigen Schwankungen des Östrogenspiegels häufig Hitzewallungen. Sind die Brustwarzen durch Wassereinlagerungen vor der Periode oder während der Wechseljahre druckempfindlich, können Präparate auf Basis von Mönchspfeffer (Agnus castus, Keuschlamm) helfen. Bis man eine Wirkung spürt, kann es einige Wochen dauern.

Hormonelle Ursachen

  • Pille: Die Pille kann verschiedene Nebenwirkungen haben, darunter auch Brustempfindlichkeiten und Spannungen. Wenn du also mit der Pilleneinnahme beginnst, kann es vor allem in den ersten Monaten zu Beschwerden kommen. Dein Körper muss sich erst an die neue Hormonzufuhr gewöhnen. Die Nebenwirkungen sind nicht bei jeder Pille gleich. Kombi- und Mikropillen wirken sich häufiger auf die Brustempfindlichkeit aus als Mini- und Gestagenpillen. Der Grund dafür ist, dass Mini- und Gestagenpillen kein Östrogen enthalten. Das Östrogen kann zu Wassereinlagerungen im Körper und in den Brüsten führen und somit Empfindlichkeiten und leichte Schmerzen verursachen. Meistens hat sich die hormonelle Umstellung aber nach drei bis sechs Monaten eingependelt. Lass dich für weitere Informationen am besten von deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt beraten.
  • Absetzen der Pille: Ja, auch wenn du die Pille absetzt, kann es zu ziehenden Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeiten in den Brustwarzen und Brüsten kommen. Dein natürlicher Zyklus muss sich erst wieder einpendeln. Wenn du vor der Einnahme also vermehrte PMS-Probleme hattest, kommen diese meistens auch wieder zurück. Das kann nach einer langen Pilleneinnahme natürlich ungewohnt sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft: Sensible Brustwarzen können ein erstes Schwangerschaftsanzeichen sein. Schon in den ersten fünf bis acht Wochen der Schwangerschaft sorgen Hormone für eine stärkere Durchblutung des Brustgewebes. Eine Fettschicht wird aufgebaut, die Milchdrüsen wachsen und die Brüste werden schwerer und größer. Sie bereiten sich darauf vor, Milch zu produzieren und ein Kind zu ernähren. Wenn du es für möglich hältst, schwanger zu sein, machst du am besten zu Hause einen Schwangerschaftstest, oder gehst zu deiner Gynäkologin, deinem Gynäkologen. Spannungsgefühle in der Brust gehören zu den ersten Anzeichen, wenn eine Frau schwanger ist. Auslöser ist der Anstieg des Hormons Prolaktin. Die Brustwarzen sind dann empfindlich, sie können beidseitig bei Berührung und Druck schmerzen. Außerdem kann es wegen der hormonellen Umstellung zu Trockenheit, Juckreiz und sogar Reizungen der Brustwarzen kommen. Der Warzenhof kann geschwollen sein sowie dunkler oder größer werden. Im Verlauf der Schwangerschaft bilden sich die Milchdrüsen aus, sodass sie Druck auf die Brustwarzen ausüben können.
  • Stillzeit: Auch wenn sich die Brüste während der Schwangerschaft aufs Stillen vorbereitet haben: An die mechanischen Belastungen durch den Milcheinschuss und die ersten Stillversuche muss die zarte Haut der Brustwarzen sich erst gewöhnen. Deshalb sind die Brustwarzen in dieser Phase sehr empfindlich und können auch wehtun. Durch das Stillen bilden sich oft kleine Gefäßrisse beziehungsweise Verletzungen an den Brustwarzen. Stillen kann Brustwarzen stark in Mitleidenschaft ziehen - kein Wunder, wenn von einem Tag auf den anderen ein Baby mehrmals täglich an den Nippeln saugt. Hilfreich sind warme Kompressen, Salben zum Schutz und für die Wundheilung sowie kühle Hydrogel-Pads zum Auflegen. Nach der Geburt können die Brustwarzen empfindlich sein, manchmal können auch das Einschießen der Milch und das Stillen am Anfang schmerzen. Die Haut ist sensibel und muss sich daher erst an die Beanspruchung gewöhnen. Eine Hebamme oder Stillberaterin gibt dir hilfreiche Tipps zur richtigen Stillposition mit dem Baby und zum korrekten Saugen. Auch während der Stillzeit kommt es bei vielen Mamas zu wunden und empfindlichen Brustwarzen durch das Stillen selbst.

Andere Ursachen

  • Reibung: Häufige Gründe für empfindliche Brustwarzen, unabhängig von der Periode und hormonellen Veränderungen, sind zu raue und nasse Stoffe, die die zarte Haut wundreiben können. Vor allem beim Sport reiben BH und T-Shirt besonders und reizen die empfindlichen Brustwarzen. Im schlimmsten Fall können sie sich sogar blutig reiben. Auch zu enge oder zu weite BHs können auf Dauer zu Empfindlichkeiten an den Brustwarzen führen. Brustwarzen werden durch schlecht sitzende oder spitzenbesetzte BHs irritiert. Auch kann es sein, dass zu enge oder raue Kleidung scheuert. Die Brustwarzen sind dann oft gerötet, hart und wund, schmerzen und stehen ab. Marathonläuferinnen bekommen häufig sogar blutende Brustwarzen. Um Reibung zu vermeiden, können Frauen die Brustwarzen vor dem Sport mit einem wasserfesten Pflaster oder mit speziellen Nippelpads abkleben.
  • Brustdrüsenentzündung (Mastitis): Eine Brustdrüsenentzündung (Mastitis) tritt meistens bei Frauen während des Wochenbetts und in der Stillzeit auf. Dann spricht man von einer Mastitis puerperalis. Die Entzündung kann infolge eines Milchstaus entstehen und geht von der Brustdrüse aus, greift aber oft über die ganze Brust. Symptome können Schmerzen und Spannungsgefühl sein, auch ist die Brust verhärtet, angeschwollen und fühlt sich sehr warm an. Eine Brustdrüsenentzündung, die nichts mit Stillen oder dem Wochenbett zu tun hat, der Mastitis non-puerperalis, trifft sowohl Frauen als auch Männer und wird z. B. durch Verletzungen der Brustdrüse, starkes Rauchen oder bestimmte Psychopharmaka begünstigt. Bei einer Mastitis sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Akut hilft gegen die Schmerzen und das unangenehme Gefühl in den Brüsten kühlen und Wickel mit Quark. Eine Brustentzündung tritt vor allem während des Stillens auf. Meist geht der Mastits ein Milchstau voran. Die Brust wird unzureichend entleert, die Milch staut sich in den Milchgängen und verstopfen diese. Sind noch Bakterien mit ihm Spiel, kommt es zur Mastitis.
  • Brustwarzenpiercing: Ein Brustwarzenpiercing kann sich durch schlechte Hygiene infizieren. Viren, Bakterien oder Pilze können eindringen. Das kann sogar zu einer Entzündung der Brustwarze führen (Mastitis). Ein Hausmittel gegen eine leicht gereizte Piercingstelle ist das vorsichtige Betupfen mit Kamillentee - dreimal am Tag. Die Brustwarze kann auch allergisch auf das Piercing reagieren. Dann wird die Haut um die Brustwarze oder die Brustwarze selbst rot, juckt und bildet Bläschen. Verursacher ist meist das Metall Nickel. Betroffene sollten das Piercing dann herausnehmen.
  • Allergien und Empfindlichkeiten: Manchmal können die Produkte, die wir auf unseren Brüsten verwenden, unsere Brustwarzen hart machen. Es ist höchstwahrscheinlich, weil Sie eine Allergie oder Empfindlichkeit haben. Die Brustwarzenhärte ist nur ein Zeichen für eine Allergie oder Empfindlichkeit. Andere Symptome, auf die Sie achten sollten, sind: Röte Jucken Ausschlag
  • Hauterkrankungen: Bestimmte Substanzen können ein Ekzem auf der Brustwarze verursachen (Kontaktdermatitis). Dazu gehören Inhaltsstoffe von Hautpflegemitteln, Waschmitteln, Weichspülern oder Bekleidungsmaterialien wie Latex. Bei einem Ekzem sind meist beide Brustwarzen gereizt, gerötet und jucken. Betroffene Frauen sollten den Auslöser meiden. Fettende, wundheilende Salben können helfen.
  • Milchgangspapillom: Ein Milchgangspapillom ist eine gutartige Wucherung, die überwiegend bei Frauen in den Milchgängen entsteht. Diese kleinen Wucherungen zeigen sich häufig unterhalb der Brustwarze - auf einer Seite. Typisch kann auch ein bräunlich-blutiger Ausfluss aus der Brustwarze sein. Ein Papillom wird sehr selten bösartig.
  • Mamillenadenom: Unter einem Mamillenadenom versteht man einen meist einseitigen gutartigen Tumor im Bereich der Brustwarze (Mamille). Die Brustwarze sieht oft vergrößert aus und juckt. Sie schmerzt bei Druck oder kann bei Berührung leicht bluten. Mamillenadenome treten meist nur auf einer Seite auf. Sie bilden sich überwiegend bei Frauen.
  • Paget-Karzinom: Äußerst selten ist das sogenannte Paget-Karzinom, ein bösartiger Tumor im Bereich der Brustwarze. Typische Symptome: Eine Brustwarze sieht entzündet und schuppig aus. Betroffene Frauen haben brennende Schmerzen. Veränderungen an einer Brustwarze können auch Anzeichen von Krebs im Fettgewebe, Bindegewebe oder Drüsengewebe der Brust sein.

Was tun bei empfindlichen Brustwarzen?

Die Behandlung empfindlicher Brustwarzen hängt von der jeweiligen Ursache ab. Hier sind einige allgemeine Tipps, die helfen können:

  • BH-Auswahl: Achte auf einen gut sitzenden BH, um Reizungen zu vermeiden. Weite Kleidung aus weichem Material tragen. Teste mal das Tragen von einem nahtlosen BH oder einem Bustier. Vermeide schlecht sitzende oder spitzenbesetzte BHs.
  • Kühlung: Mit kühlen Auflagen und Quarkwickel die Beschwerden lindern.
  • Salben und Cremes: Ringelblumensalbe oder hochgereinigtes Lanolin (Wollfett) aus der Apotheke auf die Brustwarze auftragen. Nach dem Stillen kannst du ein paar Tropfen Muttermilch auf die Brustwarze tupfen und an der Luft trocknen lassen. Muttermilch hat heilende Eigenschaften und kann helfen, kleine Risse und Wunden schneller zu heilen. Es gibt spezielle Cremes, wie die Dentinox Stillcreme 2in1 - Brustwarzenpflege, die helfen können, die Haut zu beruhigen und die Heilung zu fördern. Ein großer Vorteil dieser Creme ist, dass sie vor dem Stillen nicht abgewaschen werden muss.
  • Stillen: Für alle Mamas da draußen, denen die Brustwarzen vom Stillen schmerzen: Es gibt glücklicherweise hilfreiche Still-Produkte wie Multi-Mam Kompressen und Lanolin-Salbe, die die Schmerzen lindern. Außerdem ist es wichtig, sich intensiv mit dem richtigen Anlegen zu beschäftigen. Im Zweifelsfall hilft hier auch eine Stillberatung durch eine geschulte Hebamme - die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse. Und vielleicht als kleiner Trost: In den meisten Fällen gewöhnt sich die Brust über kurz oder lang an die neue Belastung und die Schmerzen verschwinden.
  • Sport: Am besten beugst du mit einem Pflaster vor, das du dir beim Sport über die Brustwarze klebst. So vermeidest du die Reibung zwischen Haut und Stoff. Hier hilft Abkleben mit speziellen Nippelpads, besonders beim Sport (gilt für Männer und Frauen).
  • Mönchspfeffer: Sind die Brustwarzen durch Wassereinlagerungen vor der Periode oder während der Wechseljahre druckempfindlich, können Präparate auf Basis von Mönchspfeffer (Agnus castus, Keuschlamm) helfen. Bis man eine Wirkung spürt, kann es einige Wochen dauern.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich ist es ratsam, erstmals auftretende Brustschmerzen ärztlich abklären zu lassen. Dies gilt auch, wenn andere Beschwerden und Auffälligkeiten dazu kommen, etwa Knoten, die vorher nicht da waren oder eine nässende Brustwarze.

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Sind die Beschwerden vom Zyklus abhängig, verschwinden sie mit Eintritt der Regelblutung normalerweise wieder. Geschieht das nicht, ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt aufsuchen.

Bei jeder Art von Veränderung, die Ihnen seltsam erscheint, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Gehen Sie im Zweifel lieber einmal zu oft zum Arzt. Gerade Brustkrebs ist gut zu therapieren und sogar heilbar, wenn man ihn im Frühstadium entdeckt.

Wenn du trotz aller Maßnahmen weiterhin unter schmerzenden oder entzündeten Brustwarzen leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. Anzeichen für eine Brustwarzenentzündung oder eine Brustentzündung (Mastitis) sind unter anderem:

  • Stark gerötete, heiße und geschwollene Brust
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Eitriger oder ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brustwarze

In diesen Fällen ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um Komplikationen zu vermeiden.

Untersuchungen und Diagnose

Bei weiblichen Brustschmerzen ist der richtige Ansprechpartner der Frauenarzt. Er befragt Sie zuerst ausführlich, um Ihre Krankengeschichte zu erheben (Anamnese). Dabei ist er gegebenenfalls auch daran interessiert, ob die Brustschmerzen vor oder nach der Periode auftreten, ob sie seitlich oder mittig bestehen und ob Sie sie bei Berührung wahrnehmen.

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Der Arzt fragt Sie gegebenenfalls auch, ob die Brustschmerzen beim Ein- oder Ausatmen entstehen oder bewegungsabhängig auftreten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Beschwerden möglicherweise muskuloskelettal bedingt sind, sprich von der Muskulatur oder dem Skelett ausgehen.

Dann folgen eine gynäkologische Untersuchung und eine Tast-Untersuchung der Brust. Beim Abtasten der Brust achtet der Arzt auf eventuelle Knoten oder Zysten. Mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) lassen sich die Struktur des Brustgewebes abbilden und Veränderungen im Brustgewebe sichtbar machen. Flüssigkeitsgefüllte Zysten wirken zum Beispiel schwarz auf dem Ultraschallbild.

Eine Röntgen-Untersuchung der Brust (Mammografie) hilft, Brustkrebs als Auslöser der Brustschmerzen auszuschließen. Zeigen sich verdächtige Gewebe-Veränderungen auf dem Röntgenbild, entnimmt der Arzt gegebenenfalls eine Gewebeprobe (Biopsie), um sie im Labor genauer untersuchen zu lassen.

Der Arzt nimmt auch Blutproben. Im Rahmen der Blutuntersuchung misst er die Spiegel der Sexualhormone, um eventuell Hinweise auf eine hormonelle Ursache der Brustschmerzen zu erhalten.

Bei Männern mit Brustschmerzen führt der Arzt zur Abklärung die gleichen Untersuchungen durch. Der richtige Ansprechpartner ist hier ein Androloge oder eine Klinik, die sich auf Brusterkrankungen spezialisiert hat.

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