Ein Hirntumor ist eine niederschmetternde Diagnose, die das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen von Grund auf verändern kann. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit, den Therapien und den möglichen Folgen ist ein langer und beschwerlicher Weg. Dieses Buch soll einen Einblick in die Erfahrungen von Menschen geben, die mit einem Hirntumor leben, und Mut machen, die Herausforderungen anzunehmen und neue Perspektiven zu finden.
Der Kampf gegen den Feind im Kopf
Einmal gegen einen Hirntumor anzukämpfen ist schwer genug. Aber was, wenn der Feind im Kopf trotz guter Prognose wieder zurückkommt? Anja Walczak berichtet in „Feinde in meinem Kopf“ über ihren zweifachen Kampf gegen die Erkrankung Hirntumor. Egal ob Ausflüge in die Welt der Kliniken, Reha-Zentren und der kurze Abstecher ins Strahlenlabor - Anja Walczak beschreibt ihre Erlebnisse nicht wissenschaftlich und streng chronologisch, dafür aber authentisch und mit einer gehörigen Portion Humor. Vor allem der erste Krankenhausaufenthalt ist mit Vierbettzimmer, schroffem Pflegepersonal und Erinnerungsschwierigkeiten nach der Operation des faustgroßen Tumors für den selbstbetitelten Kontrolltyp Walczak alles andere als lustig. Mut geben ihr die Worte einer Ärztin, die sie als Mantra durch die Anfangszeit nach der Operation begleiten: „Sie sind jung. Sie schaffen das!“
Leben als "Neurönchen"
Als der Tumor ihr Leben ein zweites Mal buchstäblich auf den Kopf stellt, ist alles anders: "Nach meiner ersten Kopf-OP 2006 fühlte ich mich sauschlecht, dieses Mal sauwohl. Beim ersten Mal hatte ich davor keine Angst und wurde enttäuscht. Beim zweiten Mal hatte ich extreme Angst und wurde angenehm überrascht. Trotz dieses Lottogewinns, zwei lebensgefährliche Operationen überstanden zu haben, weiß ich, die eigentliche Herausforderung steht mir noch bevor. Nämlich der Weg zurück", beschreibt sie ihre widerstreitenden Gefühle. Anja Walczak"Neurönchen" Anja Walczak, wie sie sich selbst nennt, lernt in kleinen Schritten mit ihrer Erkrankung zu leben - frei nach dem Motto: Schlimmer geht immer. Trotzdem hat auch sie zu kämpfen: Beispielsweise als man sie zum zweiten Mal in eine ungeeignete Reha-Klinik schicken möchte oder als die Chemie mit der behandelnden Neurologin partout nicht stimmen will. Ängste, Hürden und Rückschläge finden genauso Platz in ihrem Bericht wie persönliche Glücksmomente. Schlussendlich hat Anja Walczak nach zwei herausfordernden Operationen und Strahlentherapie nicht nur einiges über das Innenleben von Kliniken, neurochirurgischen Fachabteilungen und Reha-Zentren gelernt, sondern auch über das manchmal gar nicht so einfache Alltags-Miteinander von "Neurönchen" und "Normalos". Hier gilt: Die Ausrede "Entschuldigung, ich bin Neuro!" zieht immer!
Leseerlebnis
Anja Walczak zeigt in ihrem Buch "Feinde in meinem Kopf", dass es sich mit Lebensmut, der Unterstützung der Lieblingsmenschen und etwas Geduld auch mit der Diagnose Meningeom gut leben lässt. Anja Walczak ist und bleibt nach zweifacher Zwangspause mit Herz und Seele Journalistin. Das merkt man auch ihrem Buch an. Sie selbst erzählt zwar, dass ihr journalistischer Anspruch krankheits-bedingt manchmal in den Hintergrund gerückt sei - aber am Ende zeigt sich: Gelernt ist gelernt. Den Leser erwarten kurze Kapitel, geschrieben in verständlichen Worten. In Tagebuchform mit Überschriften und Tagesfazits erzählt sie wechselnd von ihrer ersten und zweiten Diagnose. Zwischen persönlichen Hochs und Tiefs, gepaart mit pointiertem Humor, nimmt Anja Walczak der Diagnose Meningeom für Patienten und Außenstehende etwas an Schrecken, ohne dabei zu bagatellisieren.
Wenn das Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird
Melanie D. Cullen wurde 1991 in Hagen, Deutschland, geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Bauzeichnerin und bildete sich weiter zur Bautechnikerin. Die Liebe zum Schreiben und Gestalten von Büchern erkannte Melanie durch einen schweren Schicksalsschlag. Nun möchte Melanie anderen Hoffnung schenken, niemals aufzugeben und liebt es mit ihren Kinderbüchern den Kindern ein Lachen ins Gesicht zu zaubern.
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Mein Mann litt an einem Hirntumor. Wir gingen gemeinsam durch Höhen und Tiefen. Konnten zusammen mit unserer Tochter noch wundervolle Erinnerungen schaffen. Aber plötzlich kam er, der Tag, an dem er starb. Erst nachdem ich richtig realisieren konnte, was eigentlich passiert war, brach mein Leben plötzlich zusammen. Nur mit Hilfe kam ich aus der Depression wieder heraus. Ich möchte von meinen Erfahrungen berichten und andere junge Familien auf ganz wichtige Dokumente hinweisen. Ein Schicksalsschlag kommt oft schneller, als es einem lieb ist.
Kinder verstehen: Pauls Papa und der Kobold im Kopf
Pauls Leben ist seit einiger Zeit durcheinander geraten. Sein Vater hat Krebs. Er hat einen Tumor im Kopf, der bewirkt, dass Pauls Papa sich seltsam verhält. Manchmal findet er Dinge lustig, die gar nicht lustig sind oder wird ganz plötzlich wütend. Warum verhält Papa sich so? Was hat dieser Kobold damit zu tun? Dieses Buch möchte die Persönlichkeitsveränderungen veranschaulichen, die bei Hirntumoren auftreten können, und betroffenen Kindern und deren Familien helfen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Buch von lebensmut e. V.
Mamma Mia! Hilfe und Information für Betroffene und Angehörige
Mamma Mia! Die Diagnose Krebs - sie trifft jährlich viele tausend Menschen, reißt sie mitten aus dem Leben, löst Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit und Angst aus. Ihnen - und ihren Angehörigen - möchte Mamma Mia! helfen, einen Weg mit der Erkrankung zu finden. Mit unserer Webseite, mit unseren Magazinen und Ratgebern, mit Veranstaltungen wie dem Patientenkongress, mit unseren Social-Media-Kanälen. Und vor allem mit wissenschaftlich fundierten Informationen, die eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Erkrankung, den verschiedenen Therapiemöglichkeiten und dem Leben mit Krebs ermöglichen. So will Mamma Mia!
Hirntumor sei dank? Eine ungewöhnliche Perspektive
Mein bester Freund stirbt mit 26 daran - und sieben Jahre später bekomme ich selbst einen und werde aus meinem Job als Sport-Reporter gerissen. Gegen Operation und Bestrahlung wehre ich mich nicht - nur gegen Chemotherapie. Stattdessen wecke ich innere Kräfte und damit neues Leben in mir. Und deshalb sage ich: Hirntumor sei dank! Auf Schock, Angst und Verzweiflung folgen Glaube, Liebe, Zuversicht und Dankbarkeit - so heißen die sieben Kapitel meines Buches. Manche mögen sagen: ein Seelen-Striptease. Für mich dagegen ist es Krankheits-Bewältigung und Aufbruch zugleich!
Ein schonungsloser Bericht: Gedanken in schlimmen Zeiten
Ich hätte ein solches Buch nicht schreiben können. Ich hätte es nicht einmal gelesen. Meine Gedanken in den schlimmen Zeiten danach habe ich einem Tagebuch anvertraut. Und er hat es für sich getan. Gnadenlos veröffentlicht er seine Gedanken, als ihn die grausame Diagnose trifft. An seiner Seite gab und gibt es viele, die fest zu ihm stehen, die an seiner Genesung beteiligt waren und sind. Das Wort Genesung trifft es bei der Diagnose Hirntumor nicht ganz. Er überlebt die Operation und bekämpft die Folgen nicht restlos - mit der Hilfe vieler guter Menschen. Er unterzieht sich regelmäßigen MRT-Kontrollen, die immer wieder mit der Angst vor einem Wachstum des Hirntumors verbunden sind. Es wird eine weitere Operation notwendig. Auch jetzt bleibt er tapfer optimistisch. Der Autor beschreibt in diesem gut lesbaren Buch seine Krankheitsgeschichte mit der niederschmetternden Diagnose Hirntumor. Er stellt sich willensstark, bewundernswert seinem Schicksal und übt Lob und Kritik an seinen Behandlern. Ein Buch, welches Mut macht in schwierigen Lebenssituationen zu kämpfen und nicht aufzugeben.
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Magische Sternennacht: Eine zweite Chance für die Liebe?
Die New Yorker Investmentbankerin Penny wird von einem Schicksalsschlag getroffen: Ihr bleiben nur noch wenige Wochen zu leben. Auf einer nächtlichen Fahrt mit dem Wonder Wheel, dem malerischen Riesenrad von Coney Island, blickt sie auf ihr Leben zurück. Eigentlich hat sie alles erreicht: eine glanzvolle Karriere, eine schicke Wohnung … Aber warum kreisen ihre Gedanken nur um Jay? Was, wenn sie das Rad der Zeit zurückdrehen und noch einmal von vorn beginnen könnte? Da geschieht das Wunder dieser magischen Sternennacht: Als sie die Gondel verlässt, findet sie sich auf einmal in dem Jahr wieder, in dem sie Jay zum ersten Mal begegnete. Penny ist ein totaler Workaholic und hat somit die Hälfte ihres Lebens nur mit Arbeiten verbracht, statt Freunde oder eine neue Beziehung zu finden. Das ist nicht ganz einfach, da Penny noch an ihren alten Freund Jay hängt, an dem sie sich selber die Schuld gibt. Sie tut mir leid, das war echt deprimierend. Als dann auch noch eine Schlimme Diagnose bei ihr festgestellt wird, kann ich Penny nicht ganz verstehen…. Da kann ich Jay sein Handeln total verstehen. Ich hätte das Gleiche getan. Aber auch Penny, ich hätte das Gleiche für meine Liebe getan, damit sie überlebt. Da die Story mal 1999/2000 und dann mal ins Jahr von Penny 2015 springt, wusste ich zuerst nicht, was nun jetzt mit Penny als sie in die Gondel steigt passierte (Tod, Engel, Taube, doch überlebt oder Traum). Es überraschte mich zum Schluss. Das Buch hat mich sehr unterhalten, obwohl es eine sehr traurige Stimmung verbreitet. Die Liedtextpassagen fand ich dagegen manchmal extrem nervig. Das Cover: passt super.
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