Puzzle-Spiele sind seit Jahrhunderten ein beliebter Zeitvertreib und fordern schlaue Köpfe heraus. Von den ersten Legespielen und Kreuzworträtseln bis hin zu Klassikern wie Tetris haben Rätsel die Welt im Sturm erobert. Doch was macht diese Spiele so fesselnd und wie aktivieren sie unser Gehirn? Und wie können wir die Mechanismen, die uns an diese Spiele fesseln, nutzen, um uns auch in anderen Bereichen unseres Lebens zu motivieren?
Die Faszination von Puzzle-Spielen
Die Grundidee von Puzzle-Spielen ist simpel: Dem Spieler wird ein Regelwerk und eine Aufgabe gegeben - es gilt, das Problem zu knacken. Ob man Blöcke dreht, Muster erkennt oder mit Physik spielt, jeder Fortschritt belohnt kluges Nachdenken und Geduld. Diese einfache, aber effektive Formel hat dazu geführt, dass Puzzle-Spiele in den unterschiedlichsten Varianten existieren.
Heute ist das Genre richtig abwechslungsreich geworden. Flackernde Edelstein-Tauscher stehen ruhigeren Worträtseln gegenüber, story-getriebene Abenteuer wie Myst verpacken Rätsel in großartige Welten. Oder man katapultiert Vögel auf wackelige Türme, baut Portale durch den Raum - alles im Namen des logischen Denkens.
Puzzle-Spiele sind nicht nur unterhaltsam, sondern können auch positive Auswirkungen auf unser Gehirn haben. Sie fördern das logische Denken, die Problemlösungsfähigkeiten und die Konzentration. Zudem können sie helfen, Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern.
Candy Crush Saga: Ein Paradebeispiel für fesselnde Puzzlespiele
Ein besonders populäres Beispiel für ein fesselndes Puzzle-Spiel ist Candy Crush Saga. Dieses Spiel, das von King entwickelt und veröffentlicht wurde, basiert auf dem Match-3-Prinzip, bei dem man mindestens drei gleichfarbige Bonbons in einer Reihe kombinieren muss, um sie vom Spielfeld zu entfernen und Punkte zu erzielen.
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Candy Crush Saga führt neue Spielformen und -elemente ein, die es von anderen Puzzlespielen unterscheiden. In solchen Fällen ist Geduld wichtig. Versucht, verschiedene Ansätze und Strategien auszuprobieren, um das Level zu meistern. In den Bonusleveln mit begrenzten Zügen ist es entscheidend, die begrenzten Züge optimal zu nutzen, um die gestellten Aufgaben zu erfüllen.
Die Psychologie hinter dem Suchtfaktor
Candy Crush Saga ist so konzipiert, dass es unser Grundbedürfnis anspricht, belohnt zu werden. Die Level sind am Anfang sehr einfach, was uns schnelle Erfolgserlebnisse beschert. Dahinter steckt ein Mechanismus, der intermittierende Verstärkung heißt und in der Lernpsychologie ein effektiver Weg ist, um ein Verhalten anzutrainieren.
Wenn wir eine Handlung wieder und wieder machen - wie ein Level im Game - aber nicht jedes Mal eine Belohnung dafür bekommen, verstärkt das unser Bedürfnis, die Handlung zu wiederholen. Und: das Spiel immer weiter zu spielen. Glücksspielautomaten funktionieren nach demselben Prinzip. Man führt dieselbe Handlung aus, nur manchmal führt sie zum Erfolg. Der Überraschungseffekt verstärkt die Freude, wenn tatsächlich eine Belohnung kommt.
Im ersten Level von Candy Crush Saga passiert viel auf einmal: Bunte Bonbons explodieren, das Handy vibriert, am Ende erhält man eine Belohnung in Form einer goldenen Krone, wenn man es auf Anhieb geschafft hat. Dazu Feuerwerk, Sterne, eine Menge Punkte, eine jubelnde Figur. Das alles sagt dem Gehirn: Belohnung!
Die Gefahr von In-App-Käufen
Schafft man ein Level nicht, verliert man ein Leben, von denen man am Anfang fünf hat. Hat man alle Leben verloren, will man eigentlich weiterspielen - nur, ohne Leben geht das nicht. Man hat die Wahl abzuwarten, denn mit der Zeit füllen sich die Leben wieder auf. Natürlich sehnt sich das Gehirn nach mehr Feuerwerk, mehr Erfolgserlebnissen, dahinter steckt dieser Effekt der intermittierenden Verstärkung.
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Häufig sind die einzelnen Beträge nicht so groß, dass man bei einem einzelnen Kauf denkt: Hier sollte ich aufpassen. Oder sie sind direkt in Fantasiewährungen angegeben, die man nicht einschätzen kann. In verschiedenen Smartphone-Games kann man etwa Goldmünzen, Kristalle oder Punkte kaufen und diese wiederum für Fähigkeiten, Aussehen oder zusätzliche Items ausgeben.
In einigen Spielen kann man außerdem sogenannte Lootboxen kaufen: Das sind Überraschungs-Pakete, bei denen man gar nicht weiß, was sie beinhalten. Man gibt Geld aus, in der Hoffnung, dass seltene Gegenstände oder Waffen darin sind. Auch dieses Prinzip kennt man eigentlich aus Glücksspielen, die für Minderjährige verboten sind.
Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit Candy Crush & Co.
Candy Crush Saga kann süchtig machen, und die In-App-Käufe können sich summieren. Versucht, das Spiel ohne zusätzliche Ausgaben zu genießen, indem ihr Geduld und Geschick einsetzt. Hier sind einige Tipps, wie man einen verantwortungsvollen Umgang mit Candy Crush Saga und ähnlichen Spielen pflegen kann:
- Spiele bewusst: Achte darauf, wie viel Zeit du mit dem Spiel verbringst und ob es andere wichtige Aktivitäten in deinem Leben beeinträchtigt.
- Setze dir Grenzen: Lege fest, wie lange du pro Tag oder Woche spielen möchtest, und halte dich daran.
- Vermeide In-App-Käufe: Widerstehe der Versuchung, Leben oder andere Vorteile zu kaufen, um schneller voranzukommen.
- Spiele in Maßen: Nutze Candy Crush Saga als entspannende Freizeitbeschäftigung, aber übertreibe es nicht.
- Achte auf deine Finanzen: Behalte deine Ausgaben im Auge und stelle sicher, dass du nicht mehr Geld für das Spiel ausgibst, als du dir leisten kannst.
Alternative Mobile-Games für spannende Tage
Wenn es draußen öde, nass und kalt ist und man einfach nur auf der Couch liegen will, dann ist das Handy oft die erste Wahl. Hier sind sieben Vorschläge für Mobile-Games, um die Tage spannender zu gestalten:
- Fluffy Fall: Bei Fluffy Fall steuert man einen kleinen, plüschigen Würfel mit Gesicht, der eine endlose Röhre nach unten segelt.
- Blockudoku: Bei diesem Spiel ist es das Ziel, vorgegebene Blöcke in einem Feld richtig anzuordnen, damit Reihen und Quadrate vervollständigt werden - ganz wie beim Sudoku.
- Candy Crush Soda Saga: Bei Candy Crush Soda Saga kombiniert man knallig bunte Bonbons zu Reihen, muss in einigen Leveln süße Gummibärchen retten und Zuckerketten sprengen.
- Slither.io: In diesem Spiel bewegt man sich als Schlange über ein großes Spielfeld und sammelt leuchtende Punkte, um immer länger zu werden.
- Hay Day: Im Farm-Simulationsspiel Hay Day baut man sich eine eigene Farm auf, baut Pflanzen an und haltet Tiere.
- Alto’s Odyssey: In dem Spiel schlüpft man in die Rolle von Alto und tritt dabei eine Sandboarding-Reise an.
- Among Us: Auf einem einsamen Weltraumschiff findet sich die Crew abgeschnitten von der Außenwelt - und hat eine:n Mörder:in mit dabei.
Nahrungsergänzungsmittel: Unterstützung für Körper und Geist
Nahrungsergänzung hat nicht immer nur etwas mit Sport und körperlicher Fitness zu tun. Es gibt auch viele, die in stressigen Situationen oder einfach für einen bewussteren Lebensalltag auf Supplements für die bessere Konzentration und zur Unterstützung der Gehirnleistung setzen. Am populärsten sind dabei Produkte, die Ginseng enthalten. Doch auch Wirkstoffe wie Koffein, MCT Öl, Grüntee Extrakt, Acetyl L-Carnitin, Ginkgo Biloba Citicolin und Brahmi haben sich in diesem Zusammenhang bewährt. Gerade die Heilpflanzen aus Asien, Grüner Tee, Ginseng und Ginkgo Biloba zählen hier zu den bekanntesten.
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Citicolin, auch bekannt als CDP-Cholin hat sich in Sachen Effizienz bei der Unterstützung der Gehirnleistung einen Namen gemacht. Dabei unterstützt es sowohl die kognitiven Funktionen als auch die grundsätzliche Gesundheit des Gehirns. Eigentlich handelt es sich bei diesem Nährstoff um einen Neurotransmitter, der wasserlöslich und wesentlich beteiligt an der Synthese von Phosphatidylcholin ist. Letztgenanntes ist der Hauptbestandteil des Hirngewebes. Nebenwirkungen sind äußerst selten.
Brahmi wiederum ist eine Heilpflanze, die auch als Bacopa monnieri bekannt ist.
Die richtige Wahl der Nahrungsergänzungsmittel
Die Frage, ob und wie weit Supplements fixer Bestandteil des Ernährungsalltags werden sollen, kann nur jeder allein beantworten. Klar ist, dass sie in gewissen Situationen eine deutliche Unterstützung liefern. Dabei kommt es allerdings immer auf das Produkt und seine Qualität an. Wenn man sich entschließt, zur Förderung des Muskelaufbaus, zum Abnehmen oder zur besseren Konzentration auf ein Supplement zu setzen, ist vor dem Kauf eine umfassende Information wichtig. Die Produktvielfalt, die sich auch in deren Eigenschaften auswirkt, ist groß. Deshalb lassen sich die unterschiedlichen Präparate in Tabletten-, Kapsel- oder Pulverform auch gut in den Alltag integrieren. Da die meisten Supplements einen natürlichen Ursprung haben, kann man in Sachen Dosierung oder Einnahme fast nichts falsch machen. Wenn man aber unbedingt auf Nummer Sicher gehen möchte, kann man sich beim Kauf auf entsprechenden Seiten online informieren oder ein diesbezügliches Gespräch mit dem Arzt führen.