Das Asklepios Fachklinikum Teupitz hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiges Zentrum für die Behandlung neurologischer Erkrankungen etabliert. Durch regelmäßige Veranstaltungen, Symposien und Fortbildungen wird ein umfassender Austausch zwischen Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Betroffenen gefördert. Diese Aktivitäten tragen dazu bei, die Versorgung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern und die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Therapie in die Praxis umzusetzen.
Welt-MS-Tag im Asklepios Fachklinikum Teupitz: Ein Zeichen der Solidarität
Ein herausragendes Beispiel für das Engagement des Asklepios Fachklinikums Teupitz ist die jährliche Informationsveranstaltung zum Welt-MS-Tag. Am Welt-MS-Tag kamen mehr als 100 Besucherinnen und Besucher zum Asklepios Fachklinikum Teupitz. Anlass dieser Veranstaltung ist der Welt-MS-Tag, der bereits zum siebzehnten Mal stattfindet. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Betroffene, Angehörige und Interessierte über den aktuellen Stand der Medizin und Therapie bei der Behandlung von Multipler Sklerose (MS) zu informieren. Insgesamt 12 Referentinnen und Referenten, darunter Fachärzte und Therapeuten der Klinik berichteten von 12 Uhr bis 16 Uhr in Vorträgen und Workshops über den neuesten Stand von Medizin und Therapie. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) ruft an diesem Tag zur Solidarität mit den weltweit 2,9 Millionen und deutschlandweit 280.000 MS-Erkrankten auf.
Fachvorträge und Workshops
Die Veranstaltung bietet ein vielfältiges Programm mit Fachvorträgen und Workshops. So berichtete Oberarzt Arne Riedlinger in einem Vortrag über Erfolge und Herausforderungen bei der Behandlung im Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose. Nach einer Mittagspause standen dann sechs Workshops auf dem Programm, bei denen sich die Besucherinnen und Besucher über die Behandlung in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie und Kontinenzversorgung informieren konnten. Die Referenten, darunter Fachärzte und Therapeuten der Klinik, teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Teilnehmern. Die Bürgermeisterin der Stadt Teupitz würdigte in ihrer Ansprache die Leistungen der Klinik-Beschäftigten. Stellvertretend überreichte sie den MS-Fachpflegekräften Marlen Schneider und Astrid Urban einen Blumengruß der Stadt.
Ausstellung und Beratung
Ein besonderes Highlight war die Ausstellung der MS-Erkrankten Sylvia Runge, die sich mit Pinsel und Farbe, aber auch in Gedichten mit ihrer Erkrankung auseinandergesetzt hatte. Auch außerhalb von Informationstagen steht die Klinik für Neurologie und klinische Neuropsychologie des Asklepios Fachklinikums Teupitz MS-Patientinnen und -Patienten bei Fragen zu ihrer Erkrankung gern zur Verfügung. Unter der Rufnummer 033766 / 66485 kann jederzeit ein Beratungstermin in der Schwerpunktambulanz für Multiple Sklerose vereinbart werden. Unabhängig vom bisherigem Krankheitsverlauf können dort individuelle Fragen in engem Austausch mit dem Ärzte-Team besprochen werden.
Symposium „Neue Wege, neue Hoffnung - Aktuelles zur Multiplen Sklerose“
Ein weiteres wichtiges Ereignis ist das Symposium „Neue Wege, neue Hoffnung - Aktuelles zur Multiplen Sklerose“, das im Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof stattfand. Rund 60 Ärzte, Pflegemitarbeiter und Therapeuten versammelten sich trotz des sommerlichen Wetters im gut gefüllten kleinen Festsaal des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, um sich über die neuesten Erkenntnisse von Grundlagenforschung, Neurorehabilitation und klinischen Therapiestudien aus erster Hand informieren zu lassen. Renommierte Wissenschaftler und Experten aus der ganzen Bundesrepublik waren der Einladung gefolgt - „von der Ostsee bis zum Berchtesgadener Land“, wie die Geschäftsführerin, Frau Margarete Janson, in ihrer einleitenden Begrüßung betonte. Durch das Programm mit dem Titel „Neue Wege, neue Hoffnung - aktuelles zur Multiplen Sklerose“ führte Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof.
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Vorträge und Diskussionen
Das Symposium bot eine Plattform für den Austausch über die neuesten Entwicklungen in der MS-Forschung und -Therapie. Den Vortragsreigen eröffnete Prof. Dr. med. Uwe K. Zettl, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Rostock. Vor dem Hintergrund des Mikrobioms, das mit 1 - 2 kg Darmbakterien und 100 Billionen Zellen wesentlich mehr genetische Informationen als der menschliche Organismus enthält, schilderte er sehr anschaulich die Schwierigkeiten der Grundlagenforschung, aber auch künftige Therapieansätze, die sich daraus ergeben könnten. In seinem Referat mit dem Titel „Neue Wege in der Neurorehabilitation“ prägte Prof. Dr. med. Peter Rieckmann, Chefarzt der Fachklinik für Neurologie, Medical Park Loipl in Bischofswiesen den Begriff der „integrativen Neurologie“ und gab dafür eine Reihe von Beispielen aus der Neurorehabilitation. Die Möglichkeiten, aber auch Risiken und Nebenwirkungen sowohl der schubförmigen, aber auch der progredienten MS wurden von Prof. Dr. med. Jürgen Faiss, Chefarzt der Klinik für Neurologie des Fachklinikums Teupitz, und Dr. med. Frank Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau beleuchtet. Abschließende berichteten Verena Hartung, Sportwissenschaftlerin am Department für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg, und Klaus Gusowski, Leitender Physiotherapeut des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, über die positiven Wirkungen von Sport und Bewegung bei der MS. Dabei wurden auch die Ergebnisse einer kürzlich abgeschlossenen Studie im Quellenhof zum internet-basierten Training vorgestellt, mit dessen Hifle die positiven Effekte der stationären Rehabilitation auf Fatigue, Lebensqualität und Gehvermögen bis zu 6 Monate nach Entlassung aufrecht erhalten werden konnten. Die lebhaften Diskussionen mit den Referenten zeigten das hohe Interesse der Zuhörer an den unterschiedlichen Themen und trugen zu einem informativen Meinungs- und Gedankenaustausch bei. In seinem Schlusswort dankte Prof. Dr. med.
Pflegesymposium im Asklepios Fachklinikum Teupitz
Ein weiteres wichtiges Ereignis im Asklepios Fachklinikum Teupitz ist das Pflegesymposium. Am 8. Oktober fand das erste Pflegesymposium im Asklepios Fachklinikum Teupitz statt. Rund 50 Pflegefachkräfte sowie Ärztinnen und Ärzte aus ganz Brandenburg und Berlin waren zu Gast, um gemeinsam neue Impulse für die Patientenversorgung zu sammeln.
Fokus auf die Rolle der Pflege
„Mit diesem Symposium wollten wir die wichtige Rolle der Pflege bei der Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen stärker in den Fokus stellen. Das ist uns gelungen - unsere Premiere war ein voller Erfolg“, sagt unsere Pflegedienstleiterin Melanie Androw. „Die positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!“
Fachvorträge und praxisorientierte Workshops
Das Programm reichte von spannenden Vorträgen zu Akutpsychiatrie, Neurologie, Diabetologie und Parkinson-Behandlung bis hin zu praxisorientierten Workshops. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen ihr Wissen teilten - ob zu tiergestützter Therapie, Mobilisation nach Bobath oder Notfallmanagement. Neben der fachlichen Weiterbildung stand eines im Mittelpunkt: Wir kamen miteinander ins Gespräch.
Engagement der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) engagiert sich für die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften im Bereich der Neurologie. Die Arbeit der Pflegekräfte hat einen nachgewiesen signifikanten Einfluss auf die Versorgungsqualität von Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Erstmals bot die DGN auf der Neurowoche 2018 ein spezielles Symposium für Pflegekräfte an, welches auf großes Interesse stieß. 2019 wird das erfolgreiche Konzept fortgesetzt. Beim Kongress in Stuttgart erwartet die Pflegekräfte ein ganztägiges Programm (am Donnerstag, den 26. Vom 25.-28.09. findet in Stuttgart der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) 2019 statt - und die Pflege ist herzlich eingeladen! Die interprofessionelle Zusammenarbeit spielt gerade in der Neurologie eine entscheidende Rolle, wird gelebt und ist wie in fast keinem anderen Fach tägliche Realität. Bei zahlreichen neurologischen Krankheitsbildern müssen die Patienten umfassend versorgt werden, nicht nur ärztlich, sondern vor allem pflegerisch. Bekannt ist, dass die Pflege einen wichtigen Anteil an der hochqualitativen Versorgung neurologischer Patienten hat. Prof. Dr. „Die DGN hat den Slogan Wir sind Neurologie´. Dieseswir´ umfasst bei weitem nicht nur Neurologen, sondern alle, die an der Versorgung neurologischer Patienten beteiligt sind, und wir sind stolz, dass das spannende Fach Neurologie nicht nur für Ärzte so attraktiv ist. Die Neurologie ist ein Zukunftsfach, das weiterwächst, hochinnovativ ist und für alle Berufsgruppen gute Perspektiven bietet“, erklärt DGN-Generalsekretär Professor Dr. In diesem Jahr präsentieren am Donnerstag, den 26.09.2019, anerkannte Experten aus Medizin und Pflege in Vorträgen und Workshops die Hintergründe und Neuigkeiten zu vier wichtigen Erkrankungen der Neurologie. Hier werden Themen wie Diagnostik und Therapie erörtert, ebenso geht es um erkrankungsspezifische Pflegestandards und -konzepte in der neurologischen Pflege. Pressesprecher: Prof. Dr. med. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren über 9500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
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Forschung und Studien
Das Asklepios Fachklinikum Teupitz beteiligt sich aktiv an Forschungsprojekten und Studien, um die Behandlung neurologischer Erkrankungen weiter zu verbessern. Ein Beispiel hierfür ist die Teilnahme an einer multizentrischen Studie zu Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD).
Klinische Charakteristika des late- und early-onset bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen
Eine Studie untersuchte die klinischen Charakteristika des late- und early-onset bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen. Hintergrund: Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) sind seltene, schubförmig verlaufende chro- nische Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems, welche sich im Mittel im 40. Lebensjahr erstmanifestie- ren. Etwa 30 % der Patient:innen haben einen sogenannten late-onset (Lebensalter ≥50 bei Erkrankungsbeginn). Kleinere Studien und Fallserien konnten bereits zeigen, dass sich der late-onset deutlich vom early-onset (<50 Jahre) in Hinblick auf klinischen Verlauf und Therapieansprechen unterscheidet. Allerdings waren die Fallzahlen oft klein oder schlossen keine europäischen Patient:innen ein. Ziele: Ziel dieser Studie ist, NMOSD-Patient:innen mit late-onset und Patienten:innen mit early-onset zu vergleichen in Hinblick auf klinische Symptomatik, Schubrate, Behinderungsprogress und Schubtherapieansprechen. Methoden: Diese kombiniert pro- und retrospektive, multizentrische, longitudinale Beobachtungsstudie umfasst 447 Aquaporin4-IgG positive (85.5 %) und seronegative NMOSD-Patient:innen, die an 34 deutsch-sprachigen Zentren der Neuromyelitis optica Studiengruppe (NEMOS) rekrutiert wurden. Die klinischen und paraklinischen Daten wurden während jährlicher Studienvisiten erhoben. Die Erkrankungsschwere wurde anhand des Expanded Disability Status Scale (EDSS) ermittelt, und als Schub-assoziiert definiert, wenn dieser im Zeitraum von 30 Tagen nach einem Schubereignis erhoben wurde. Ergebnisse: Von 447 Patient:innen hatten 153 (34 %) einen late-onset. Frauen mit einem early-onset waren signifikant häufiger AQP4-IgG-positiv (93 % vs. 81 %, p<0.001). Auch die Gesamtkohorte unterschied sich in der Antikörperver- teilung zwischen late- und early-onset (AQP4-IgG-positiv: 94.1 % vs. 81.0 %, p<0.001). Die beiden Gruppen differierten zudem hinsichtlich der Hauptsymptome signifikant: während 42 % der early-onset Patient:innen eine Optikusneuritis (ON) zu Erkrankungsbeginn erlitten, betraf dies nur 27 % der late-onset Fälle (p=0.002). Dem hingegen erlitten signifikant mehr late-onset-Patient:innen inital eine Myelitis (56.8 % vs. 37.3 %, p<0.001). Schlussfolgerungen: NMOSD-Patient:innen mit einem late-onset erlitten deutlich mehr Myelitiden und weniger Op- tikusneuritiden bei Erstmanifestation, waren im Schub schwerer betroffen, erholten sich schlechter und erreichten schneller klinisch funktionseinschränkende Endpunkte als Patient:innen mit einem early-onset.
Weitere Aktivitäten und Angebote des Asklepios Fachklinikums Teupitz
Neben den genannten Veranstaltungen und Studien bietet das Asklepios Fachklinikum Teupitz eine Vielzahl weiterer Angebote für Patienten mit neurologischen Erkrankungen.
Abteilungen und Spezialisten
Das Klinikum verfügt über verschiedene Abteilungen und Spezialisten, die sich auf die Behandlung unterschiedlicher neurologischer Erkrankungen spezialisiert haben. Dazu gehören unter anderem die Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik. Wenn Sie sich in einer psychischen Krise befinden, unterstützen wir Sie nach den modernsten Behandlungsmethoden unseres Fachgebiets - für Ihre rasche Erholung und nachhaltige Genesung. Ärztliche Direktorin ist Dr. med. Dipl.-Psych., MBA Tatjana Minx.
Leistungsspektrum
Das Leistungsspektrum umfasst die Behandlung vonPosttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Psychosen, Schizophrenie, Bipolare Störung, Demenzen, Somatoforme Störungen, Delir (Verwirrtheitszustände im Alter), Kopf- und Gesichtsschmerzen, Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen, Altersbedingte Demenz, Depression im Alter, Psychotische Störungen im Alter, Migräne, Anpassungsstörungen, Stressfolgestörungen (Burnout), Borderline-Persönlichkeitsstörung, Schlafstörungen, Seelische Erkrankung bei Menschen mit Intelligenzminderung, Abhängigkeitserkrankungen bei Erwachsenen, Somatoforme Schmerzstörungen.
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Zentrale Aufnahme und Heilbehandlungen
Die zentrale Aufnahme Neurologie & Psychiatrie bietet Patienten, Einweisern, Notärzten und Rettungsdiensten werktäglich von 8:00 bis 16:00 Uhr sofort Hilfe. Darüber hinaus bietet das Klinikum spezielle Heilbehandlungen in der Ergotherapie und Physiotherapie an.
Aktuelle Informationen und Servicezeiten
Auf der Webseite der Neurologie am Funkerberg werden regelmäßig aktuelle Informationen und Servicezeiten veröffentlicht. So werden beispielsweise Schließzeiten, geänderte Öffnungszeiten und Informationen über die Teilnahme an Impfaktionen bekannt gegeben.
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