Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der viele Menschen betroffen sind. Sie äußert sich in heftigen Kopfschmerzen, die das Leben der Betroffenen stark einschränken können. Stress wird von Patienten häufig als Auslöser von Migräne genannt. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Stress und Migräne, erklärt die Ursachen und bietet einen Überblick über verschiedene Behandlungsansätze.
Migräne: Eine Übersicht
Migräne ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung und tritt nicht als Folge einer anderen Grunderkrankung auf. Rund 15 Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer erfüllen die Kriterien einer Migräne. Hinzu kommen weitere Personen, die wahrscheinlich betroffen sind. Migräne tritt vor allem im erwerbsfähigen Alter auf, wobei Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Verantwortlich für Migräne ist eine Funktionsstörung des Gehirns, insbesondere der Strukturen, die für die Schmerzentstehung und -verarbeitung zuständig sind. Bei Migränebetroffenen ist die Hirnrinde überempfindlich, wodurch äußere Reize verstärkt wahrgenommen werden.
Symptome und Verlauf
Ein typisches Symptom für eine Migräne ist ein pulsierender, pochender oder stechender Schmerz, der als moderat bis schwer empfunden wird. Er breitet sich anfallsartig von einer Kopfhälfte beginnend auf die andere aus. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Kopfschmerzen tritt eine Migräne anfallartig auf und kann bis zu drei Tage anhalten. Einer Migräneattacke kann eine sogenannte Aura vorausgehen, die sich als Gesichtsfeldausfall äußert. Betroffene beschreiben eine Aura häufig als eine kleine Sonne oder einen Regenbogen, der sich über das eigentliche Bild legt.
Eine Migräne kann in vier verschiedenen Phasen verlaufen:
- Prodomalphase: Sie kündigt sich bereits Tage vor den eigentlichen Kopfschmerzen an. Betroffene sind dann vielleicht gereizt, gähnen häufig oder haben Lust auf Süßes. Manche sind müde, wieder andere extrem aufgedreht.
- Auraphase: Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen kommt es zu einer Auraphase, in der sich neurologische Reize und Ausfallerscheinungen entwickeln.
- Kopfschmerzphase: In dieser Phase treten die migränetypischen Symptome auf.
- Nach- oder Erholungsphase: Sie folgt nach dem Abklingen der Kopfschmerzphase, in der die entgegengesetzten Symptome wie in der Vorphase auftreten können.
Formen der Migräne
Gemäß der Klassifikation der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft gibt es verschiedene Formen der Migräne:
Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie
- Migräne ohne Aura: Circa 80 Prozent der Betroffenen leiden an dieser Form.
- Migräne mit Aura: Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen gehen den Kopfschmerzen neurologische Symptome voraus.
- Hemiplegische Migräne: Sie ist von motorischen Störungen einer Körperhälfte begleitet, die leicht oder unvollständig gelähmt ist.
- Retinale Migräne: Hier sind die Kopfschmerzen von einem langsam fortschreitenden Gesichtsfeldausfall auf einem Auge begleitet.
- Migräne mit Hirnstammaura: Diese Form ist von mindestens zwei Aurasymptomen begleitet, die sich in ihrer Herkunft eindeutig dem Hirnstamm zuordnen lassen.
- Chronische Migräne: Sie liegt vor, wenn Betroffene über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an mindestens 15 Tagen pro Monat Kopfschmerzen haben.
Der Zusammenhang zwischen Stress und Migräne
Stress wird von Patienten mit Abstand am häufigsten als Auslöser von Migräne genannt. Vor allem Belastungen im Beruf, aber auch Druck in der Freizeit sind Gründe, weshalb sich Befragte oft gestresst fühlen. Dabei tritt eine Migräneattacke bei vielen Patienten meist nicht während der akut stressigen Situation auf, sondern erst in der nachfolgenden Entspannungsphase. Diese Art von Migräne wird oft als „Wochenendmigräne“ bezeichnet.
Physiologische Mechanismen
In emotional belastenden Situationen reagiert der Körper, indem er vermehrt das Hormon Cortisol ausschüttet. Dieses hat eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem. Mediziner vermuten, dass Schwankungen im Cortisol-Spiegel dafür verantwortlich sind, dass beim Nachlassen von Stress eine Migräne eintreten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Menschen am Wochenende einen anderen Schlafrhythmus haben, was ebenfalls ein möglicher Trigger für Migräne sein kann.
Es ist also nicht das absolute Stressniveau, das entscheidet, ob sich eine Migräne durch Stress anbahnt, sondern die Veränderung des Stressniveaus. Stress meint einen körperlichen Spannungszustand, der durch verschiedene Reize ausgelöst werden kann. Der Körper versetzt sich in Alarmbereitschaft, indem er den Herzschlag beschleunigt, die Muskeln anspannt und die Durchblutung im Gehirn erhöht. Nimmt der Stress jedoch überhand und/oder bleibt er über einen längeren Zeitraum bestehen, kann er uns krankmachen.
Stress als subjektives Empfinden
Stress ist ein sehr subjektives Empfinden, was die Untersuchung von seelischen Ursachen bei Migräne nicht unbedingt erleichtert. Gerade weil Stress für jeden etwas anderes bedeutet, ist es wichtig, die individuellen Stressfaktoren ausfindig zu machen.
Angst vor Migräne als Trigger
Die ständige Angst vor der Migräne begleitet viele Patienten und belastet die Psyche. Die heftigen Kopfschmerzen, gepaart mit Übelkeit oder visuellen Störungen, können zur Qual werden. Das kann soweit führen, dass die Betroffenen direkt nach einer überstandenen Migräne-Attacke Ängste entwickeln, dass bald eine neue ins Haus steht. Daher kann Angst durchaus als Triggerfaktor für Migräne fungieren. Durch die Empfindung gerät der Körper in eine Stresssituation, was wiederum zu den Kopfschmerzen führt.
Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne
Migräne und Psyche: Auswirkungen auf die mentale Gesundheit
Migräneattacken können das Leben plötzlich durcheinanderwirbeln und Auswirkungen auf die mentale Gesundheit haben. Es kommt nicht selten vor, dass durch Migräne seelische Belastungen und sogar Depressionen entstehen können. Menschen, die mit Migräne leben, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Depressionen als Menschen ohne Migräne. Die Wissenschaft geht davon aus, dass Migräne und Depressionen ähnliche Ursachen und Auslöser haben, die unter anderem genetisch bedingt sein können.
Die Schmerzen, der Stress durch Einschränkungen in Job, Familie und Alltag, Depressionen - das zusammen kann zu viel sein. Und dann noch die Unsicherheit, wann die nächste Attacke kommen wird.
Strategien zur Stärkung der mentalen Gesundheit
Es ist wichtig zu wissen, dass mentale Einschränkungen nicht einfach hingenommen werden müssen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die dazu beitragen können, dass man sein Leben so leben kann, wie man es möchte - auch mit Migräne.
- Professionelle Unterstützung suchen: Im ersten Schritt kann man sich an eine Patientenorganisation der Deutschen Schmerzgesellschaft wenden. Danach wäre es hilfreich, mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über die Situation zu sprechen. Auch ein Gespräch mit einer Neurologin oder einem Neurologen kann wertvolle Einblicke in die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bieten. Zusätzlich kann psychologische Unterstützung nützlich sein, um mit den emotionalen Belastungen bei Migräne besser umzugehen.
- Austausch mit anderen Betroffenen: Erfahrungen und Empfindungen mit Migräne im Freundeskreis, in der Familie oder über Social-Media-Kanäle teilen. Es tut gut, von anderen verstanden zu werden und sich mit Menschen auszutauschen, denen es so ähnlich geht.
- Entspannungstechniken: Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen.
- Sport und Bewegung: Jede Art von Bewegung kann kurzfristig dabei helfen, Stress zu reduzieren und die Stimmung zu heben. Regelmäßige Bewegung kann die Kopfschmerztage reduzieren und das Befinden insgesamt verbessern.
- Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und ein geregelter Tagesablauf: Diese Faktoren können ebenfalls dazu beitragen, dass man sich wohler fühlt.
Was tun gegen Migräne durch Stress?
Die Fähigkeit, Stress zu bewältigen, ist eine wesentliche Maßnahme zur Vorbeugung von Migräne.
- Strukturierter Tagesablauf: Ein strikt geplanter Tagesablauf kann bei der Strukturierung der Aufgaben helfen. Achte jedoch darauf, dir nicht zu viel zuzumuten. Am besten planst du zwischendurch kleine Pausen ein - zum Beispiel für einen kurzen Spaziergang in der Mittagspause.
- Unterstützung im Alltag suchen: Gerade für Eltern ist es nicht einfach, Migräne und Kinder gleichzeitig zu bewältigen. Im Notfall, zum Beispiel wenn das Kind krank ist, ist es wichtig, sich auf Personen im Umfeld, zum Beispiel die Großeltern oder gute Freunde, verlassen zu können.
- Bewegung: Regelmäßiger Ausdauersport wie Walking oder Joggen - etwa drei bis viermal in der Woche - ist eine gute Möglichkeit, um Stress abzubauen.
- Entspannung: Entspannungsübungen wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson erlernen, um für Körper und Geist etwas Gutes zu tun.
- Gespräche suchen: Sich vertraute Personen suchen, um über deine Unsicherheiten zu sprechen. Zusätzlich stehen spezielle Stressbewältigungskurse zur Verfügung, wo die psychosomatischen Ursachen deiner Migräne identifiziert werden und in denen du Verfahren kennenlernst, um stressigen Situationen gelassener zu begegnen.
Tipps gegen die Migräne-Angst
- Mehr Gelassenheit: Versuchen, dein Leben nicht komplett nach deinen Ängsten zu gestalten. Stattdessen ist es ratsam zu lernen, mit den Triggern umzugehen und sich ihnen in kleinen Dosen immer mal wieder auszusetzen. So besteht die Chance, dass sich dein Körper daran gewöhnt.
- Sport: Kopfschmerzexperten sind überzeugt davon, dass regelmäßiger Sport eine Möglichkeit bietet, den Teufelskreis zu durchbrechen. Zwei- bis viermal Bewegung pro Woche von mindestens einer halben Stunde wird empfohlen. Ideal: Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Walking.
- Entspannungsübungen: Um die Angst vor Migräne zu bewältigen, lassen sich die gleichen Techniken wie zum Stressabbau verwenden. Entspannungsverfahren wie autogenes Training, aber auch Yoga oder Meditationen stehen zur Auswahl. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction - MBSR).
Behandlung von Migräne
Die Diagnose der Migräne wird anhand der Kriterien der International Headache Society herangezogen. Die Diagnose basiert auf einem ausführlichen Gespräch, in dem die Ärztin oder der Arzt die Häufigkeit, Dauer, Art und Stärke der Kopfschmerzen und möglicher Begleitsymptome erfragt. Die Diagnosefindung kann erleichtert werden, indem Sie selbst ein Kopfschmerztagebuch führen.
Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?
Akutbehandlung
Bei einer akuten Migräne mit und ohne Aura sind Schmerzmittel hilfreich. Zur Selbstmedikation empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft die Kombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein als Mittel der ersten Wahl. Als Einzelmedikamente sind ASS, Ibuprofen, Naratriptan, Paracetamol oder Phenazon geeignet. Beim Umgang mit Schmerzmittel ist es besonders wichtig, die Dosis zu beachten und die Medikamente möglichst früh einzunehmen.
Vorbeugung
Das Kennen und Meiden der Trigger kann dabei helfen, das persönliche Risiko für das Auftreten einer Migräneattacke zu reduzieren. Empfehlenswert sind auch Akupunktur und leichter Ausdauersport. Zur Vorbeugung besonders häufiger oder schmerzhafter Migräneattacken können Medikamente verschrieben werden. Die häufigsten Substanzen zur Migräne-Prophylaxe sind Betarezeptorenblocker und eine Reihe von Substanzen, die auch zur Behandlung von Epilepsie oder Depressionen eingesetzt werden. Neu entwickelte Migräne-spezifische Prophylaktika richten sich gegen die Effekte des Botenstoffs CGRP, der bei der Ausbildung der neurovaskulären Entzündung eine bedeutende Rolle spielt.
Psychotherapeutische Behandlung
Eine psychotherapeutische Behandlung kann bei Migräne hilfreich sein, da sie Ihnen im Rahmen einer Verhaltenstherapie hilft, innere und exogene Stressoren zu erkennen und Ihnen die nötigen Hilfswerkzeuge zur Seite stellt, um mit diesen Stressoren besser umzugehen.
Was passiert im Körper bei Migräne?
Der Prozess, der die Migränesymptome auslöst, beginnt unter anderem in den Nervenzellen. Diese produzieren in bestimmten Situationen eine Überdosis von Botenstoffen - zum Beispiel Serotonin, die die Blutgefäße verengen und Entzündungsprozesse hemmen. Der Körper versucht nun, die Überdosis an Botenstoffen abzubauen - jedoch so stark, dass nur noch wenig Serotonin übrigbleibt. Das führt zu einer Weitung der Hirnhautgefäße; sie werden durchlässig für gewebefeindliche Stoffe. An den Gefäßen entstehen kleine Entzündungen. Gleichzeitig kann es durch die zunächst starke Anregung der Nervenzellen, gefolgt von einer Deaktivierung, zu einer Störung der Elektrolytkonzentration kommen. Insgesamt kommt es so zur Migräne. Die Betroffenen nehmen als Symptom dieses Vorgangs den typisch pochenden Kopfschmerz wahr, der meist von zusätzlichen Beschwerden wie Übelkeit begleitet wird.
Ursachen von Migräneanfällen
Die Ursachen für Migräne und akut auftretende Migräne-Anfälle sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Wissenschaft vermutet jedoch, dass bei häufigen Migräneattacken genetische Faktoren eine Rolle spielen. Neueste medizinische Untersuchungen weisen zusätzlich darauf hin, dass ein Ungleichgewicht von neuronalen Botenstoffen im Gehirn ein Auslöser für Migräne sein könnte.
Migräne mit Aura
Wenn Sie von einer Migräne mit Aura betroffen sind, können Sie während einer Migräneattacke an verschiedenen Seh-, Gefühls- und sogar Sprachstörungen leiden. Menschen mit Migräne haben häufig eine Überempfindlichkeit der Nervenzellen in der Hirnrinde. Bei Migräne mit Aura wird zusätzlich oft eine verminderte Durchblutung in bestimmten Hirnregionen festgestellt. Daher wird angenommen, dass ein Sauerstoffmangel in den betroffenen Hirnarealen für die Migräne mit Aura verantwortlich sein könnte.
Migräne-Auslöser
Die genaue Ursache für einen Migräneanfall hängt in der Regel von mehreren Faktoren ab und kann sich deshalb auch in den Migräne-Symptomen unterscheiden. Auch welche Migräne-Auslöser oder Triggerfaktoren zu den starken Kopfschmerzen führen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb sollten immer Ihre persönlichen Lebensumstände bei der Migräne Diagnose berücksichtigt werden.
Häufige Triggerfaktoren für Migräne sind:
- Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (z. B. am Wochenende)
- Ernährung
- Stress
- Saunabesuch
- Wetterwechsel
- Hormonelle Schwankungen, insbesondere während der Menstruation
- Einnahme von Hormonpräparaten (z. B. die Pille)
- Psychische Belastung
Neben einer genetischen Disposition sind vor allem Stress und psychischer Druck die Hauptursache für Migräne. Kreisende Gedanken, Sorgen oder Ängste überfordern Körper und Geist und zeigen sich in Form von Anspannung und Kopfschmerz. In diesem Sinne ist das Auftreten von Migräne ein klares Warnsignal des Körpers mehr auf Ihre Bedürfnisse zu achten.
Auch Ernährungsgewohnheiten und Veränderungen davon, können Migräneattacken auslösen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Unregelmäßige Nahrungsaufnahme
- Alkoholkonsum, insbesondere Rotwein
- Kaffee
- Lebensmittelzusätze
- Diverse Nahrungsmittel wie z. B. Käse, Schokolade, Nüsse sowie Gewürze
- Zu wenig Wasser
Kopfschmerzen durch Stress: Was passiert im Körper?
Stress gehört zu unserem Leben. Sobald unser Körper Stress wahrnimmt, schüttet er Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus. Diese treiben uns zwar kurzfristig zu Höchstleistungen an, haben aber auch ihre Schattenseiten: Wir verkrampfen, der Blutdruck steigt, Körperbedürfnisse wie Durst oder Warnsignale wie Schmerz werden unterdrückt. Die Folgen können Verspannungen der Muskulatur, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich, mit nachfolgenden (Kopf-)Schmerzen sein. Vor allem die verspannte Nackenmuskulatur strahlt häufig in den Kopf aus und verursacht pochende Spannungskopfschmerzen. Wer unter Kopfschmerzen leidet, ist weniger belastbar und reagiert empfindlicher auf Stress. Ein Teufelskreis beginnt, denn die Angst vor dem nächsten Schmerz erzeugt zusätzlichen Stress.
Bei stressbedingten Kopfschmerzen handelt es sich meist um Spannungskopfschmerzen. Davon zu unterscheiden ist die Migräne. Diese kann zwar auch durch Stress als Auslöser ausgelöst werden, ist aber in der Regel nicht allein stressbedingt und zeichnet sich durch völlig andere Symptome aus.
Was Kopfschmerzen bei Stress verstärken kann
Verschiedene Faktoren können den Zusammenhang zwischen Stress und Kopfschmerzen verstärken:
- Stress im Job: Beruflicher Stress ist einer der häufigsten Auslöser von Kopfschmerzen.
- Schlafmangel: Zu wenig Schlaf macht uns nicht nur müde, sondern auch schmerzempfindlicher.
- Ungesunde Stressbewältigung: Übermäßiger Kaffeekonsum, Bewegungsmangel und unregelmäßige und ungesunde Mahlzeiten.
- Weitere Stressverstärker im Alltag: Ständiges Scrollen auf dem Smartphone, zu wenig Pausen im Arbeitsalltag, mangelnde Work-Life-Balance sowie Perfektionismus und zu hohe Ansprüche an sich selbst.
Den Teufelskreis von Stress und Kopfschmerzen durchbrechen
- Gesunder Schlaf: Ein erholsamer Schlaf ist die Grundlage für eine bessere Stressresistenz und weniger Kopfschmerzen.
- Cleveres Zeitmanagement: Strukturieren Sie Ihren Tag und setzen Sie Prioritäten.
- Grenzen setzen: Lernen Sie, „Nein“ zu sagen und Ihre Grenzen zu kommunizieren.
- Entspannungsmethoden: Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und autogenes Training.
- Vorsicht bei Schmerzmitteln: Schmerzmittel können bei akuten Kopfschmerzen Linderung verschaffen, sollten aber nicht zum Dauerzustand werden.