Cannabidiol (CBD) erfreut sich wachsender Beliebtheit als natürliche Option zur Unterstützung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens. Es wird aus der Cannabispflanze gewonnen und unterscheidet sich von THC durch seine nicht-berauschende Wirkung. CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System (ECS), einem komplexen Netzwerk im Körper, das eine Vielzahl von Funktionen reguliert. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Wirkungen von CBD auf das Nervensystem, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Das Nervensystem verstehen
Um die Wirkung von CBD auf das Nervensystem zu verstehen, ist es wichtig, dessen grundlegende Struktur und Funktion zu kennen. Das Nervensystem ist in zwei Hauptbereiche unterteilt:
- Zentrales Nervensystem (ZNS): Besteht aus Gehirn und Rückenmark und steuert lebenswichtige Körperfunktionen wie Bewegung, Wahrnehmung und Denken.
- Peripheres Nervensystem (PNS): Verbindet das ZNS mit dem Rest des Körpers und umfasst auch das vegetative Nervensystem, das unbewusste Prozesse wie Atmung, Herzschlag und Verdauung reguliert.
Ein wichtiger Bestandteil des vegetativen Nervensystems ist der Vagusnerv, der eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Herzfrequenz, Verdauung und Stimmung spielt. Ein gut funktionierender Vagusnerv fördert die Erholung nach Stress und unterstützt den Körper dabei, in einen Zustand der Ruhe zurückzukehren.
Das Nervensystem ist jedoch anfällig für äußere Einflüsse wie chronischen Stress, schlechte Ernährung und Schlafmangel. Hier könnte CBD eine unterstützende Rolle spielen, indem es hilft, das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Auswirkungen dieser Einflüsse zu mildern.
Das Endocannabinoid-System (ECS) und CBD
Um die Arbeitsweise von CBD nachzuvollziehen, muss man sich mit dem Endocannabinoid-System (ECS) auseinandersetzen. Dieses System ist im Gehirn und im Nervensystem sämtlicher Säugetiere anzutreffen und ermöglicht die Wechselwirkung zwischen CBD und dem Organismus. Innerhalb dieses Systems interagiert CBD hauptsächlich mit zwei Arten von Cannabinoid Rezeptoren: CB1, die überwiegend im Gehirn und im zentralen Nervensystem vorkommen, und CB2, die sich primär im peripheren Nervensystem und im Immunsystem finden. Während THC eine starke Bindungsaffinität zu CB1-Rezeptoren aufweist, was zu seinen psychoaktiven Wirkungen führt, zeigt CBD eine geringere direkte Bindungsfähigkeit an diese Cannabinoid-Rezeptoren. Durch die Interaktion mit dem ECS ermöglicht CBD eine Reihe gesundheitlicher Vorzüge.
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Wie CBD auf das Nervensystem wirkt
CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System (ECS), einem komplexen Netzwerk von Rezeptoren, Enzymen und Endocannabinoiden, das eine Schlüsselrolle bei der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse spielt, darunter Stimmung, Schmerzempfindung, Entzündung und Immunfunktion.
Neuroprotektive Wirkung
CBD wirkt neuroprotektiv, indem es Nervenzellen schützt und möglicherweise sogar regeneriert. Studien haben gezeigt, dass CBD das Überleben von Neuronen nach Nervenschäden erhöhen, Entzündungen reduzieren und synaptische Verbindungen erhalten kann. Diese Effekte sind teilweise von der Aktivierung der Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 abhängig, was darauf hindeutet, dass CBD über mehrere Mechanismen eine regenerierende Wirkung auf das Nervensystem hat.
Eine Studie an neugeborenen Ratten mit Schädigung des Ischiasnervs zeigte, dass die Behandlung mit CBD zu einer signifikanten Erhöhung des Überlebens von Neuronen führte. Die Hemmung der Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 reduzierte die positiven Effekte von CBD deutlich, was darauf hindeutet, dass die Wirkung von CBD teilweise über diese Rezeptoren vermittelt wird. CBD trug auch zur Erhaltung von Synapsen in der geschädigten Region bei und reduzierte gleichzeitig die Reaktionen von Astroglia und Mikroglia - Zellen, die bei Nervenschäden oft entzündliche Reaktionen fördern.
Entzündungshemmende Wirkung
Viele Erkrankungen des ZNS, wie Multiple Sklerose, sind mit Entzündungsprozessen im Gehirn und Rückenmark verbunden. CBD zeigt in Studien starke entzündungshemmende Eigenschaften, indem es auf das Endocannabinoid-System (ECS) und die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 einwirkt. Durch diese Interaktion kann CBD dazu beitragen, entzündliche Reaktionen zu reduzieren, was bei neurodegenerativen Erkrankungen hilfreich sein kann.
CBD wirkt als Antioxidans, das oxidativen Stress reduziert - ein wesentlicher Faktor für Nervenschäden und degenerative Erkrankungen.
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Einfluss auf Neurotransmitter
THC, welches hauptsächlich den CB1-Rezeptor aktiviert, beeinflusst die neuronale Kommunikation und Signalübertragung auf verschiedene Weisen:
- Freisetzung von Neurotransmittern: Endocannabinoide wirken nicht wie die meisten Neurotransmitter oder Endorphine vom prä- zum post-synaptischen Nervenende, sondern umgekehrt. Dies wird als retrograder Kontrollmechanismus bezeichnet. Endocannabinoide wirken funktionell dabei ähnlich dämpfend auf die Reizweiterleitung wie Endorphine und verursachen somit veränderte Stimmungs- und Verhaltenseffekte.
- Wie verringert THC die Freisetzung von Neurotransmittern? Die Aktivierung des CB1-Rezeptors durch die Bindung von THC hemmt die Adenylatcyclase und führt somit letztlich zum Schließen der Kaliumkanäle. Dies wiederum vermindert die Freisetzung von Neurotransmitter und somit auch die Reizweiterleitung.Neben den Kalium-Kanälen übt THC auch einen Effekt auf die Öffnung anderer spannungsabhängiger Ionenkanäle, den Calcium- und Natriumkanälen. Diese Kanäle sorgen dafür, dass erregende und hemmende Neurotransmitter wie GABA, Acetylcholin, Noradrenalin und L-Glutamat verringert abgegeben werden und die Reizweiterleitung gestört wird.
- Beeinflussung der synaptischen Plastizität: THC kann die synaptische Plastizität, die Fahrigkeit von Neuronen, ihre Verbindungen zu ändern, beeinflussen. Dies kann Auswirkungen auf die Lern- und Gedächtnisprozesse haben.
- THC gegen das neuronale Ungleichgewicht: Eine häufig wiederholte Erregung von Nervenzellen führt zu einer Verstärkung der Reizübertragung. In der Folge kann es dazu kommen, dass sich der Prozess verselbstständigt und beispielsweise Schmerzimpulse an das Gehirn gesendet werden, ohne dass es einen auslösenden Reiz gibt. Endocannabinoide sind an dem neuronalen Regulationsmechanismus beteiligt. Es ist daher möglich, dass durch den therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden die gesteigerte neuronale Aktivität wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden kann.
Weitere Wirkmechanismen
CBD interagiert auch mit anderen Rezeptoren und Kanälen im Nervensystem, wie dem 5-HT1A-Serotoninrezeptor, was seine angstlösenden und antidepressiven Effekte erklären könnte. Darüber hinaus hemmt CBD die Aufnahme von Adenosin, wodurch es entzündungshemmend und neuroprotektiv wirken kann.
Anwendungsgebiete von CBD im Zusammenhang mit dem Nervensystem
Die potenziellen Anwendungsgebiete von CBD im Zusammenhang mit dem Nervensystem sind vielfältig und vielversprechend:
- Neurologische Erkrankungen: CBD zeigt Potenzial in der Behandlung und Linderung von Symptomen neurologischer Erkrankungen wie Epilepsie, Alzheimer und Parkinson.
- Epilepsie: Das Cannabidiol-basierte Medikament Epidiolex wurde für die Behandlung bestimmter schwerer Epilepsieformen zugelassen. Studien belegen, dass CBD die Anfallshäufigkeit signifikant reduzieren kann, vor allem bei therapieresistenten Formen der Epilepsie.
- Schmerzlinderung: CBD hat entzündungshemmende Eigenschaften, die es zu einem nützlichen Schmerzmittel bei der Behandlung von chronischen Schmerzen, Arthritis und Muskelschmerzen machen. Es kann auch Muskelsteifheit reduzieren, die Beweglichkeit verbessern und Schmerzen verringern.
- Angstzustände und Stress: CBD hat angstlösende Eigenschaften, die helfen können, Angstzustände zu reduzieren.
- Schlafstörungen: CBD wird häufig zur Förderung der Schlafqualität eingesetzt.
- Unterstützung bei Krebsbehandlung: Darüber hinaus hat CBD das Potenzial, die Symptome von Krebs und die Nebenwirkungen seiner Therapie zu lindern. Einige Studien deuten auch daraufhin, dass CBD die Behandlung mit Chemotherapeutika und Strahlentherapie verbessern kann. Es sei hier jedoch angemerkt, dass im Rahmen der Studien ausschließlich zugelassene Cannabinoid-Medikamente verwendet wurden
- Alltagsbegleitung: Weiterhin zeigt sich CBD dank seiner beruhigenden und entspannungsfördernden Eigenschaften vielversprechend bei alltäglichem Stress. Es ermöglicht körperliche und geistige Entspannung und verhilft dem Körper damit zur Regeneration.
CBD und das zentrale Nervensystem
Das zentrale Nervensystem (ZNS), bestehend aus Gehirn und Rückenmark, ist für viele lebenswichtige Funktionen verantwortlich, wie Bewegung, Wahrnehmung und Gedächtnis. Krankheiten wie Multiple Sklerose, Epilepsie, Parkinson oder auch Alzheimer greifen das Nervensystem an und führen zu erheblichen Einschränkungen im Alltag der Betroffenen. Hier könnte CBD eine unterstützende Rolle spielen, indem es die Nerven schützt, Entzündungen hemmt und Symptome lindert.
CBD bei Epilepsie
Besonders bei der Behandlung von Epilepsie, einer Erkrankung, bei der es zu unkontrollierten elektrischen Entladungen im Gehirn kommt, hat CBD bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Das Cannabidiol-basierte Medikament Epidiolex wurde für die Behandlung bestimmter schwerer Epilepsieformen zugelassen. Studien belegen, dass CBD die Anfallshäufigkeit signifikant reduzieren kann, vor allem bei therapieresistenten Formen der Epilepsie.
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Schutz der Nervenzellen
Wie bereits beschrieben, wirkt CBD auch neuroprotektiv. Das heißt es hilft, geschädigte Nervenzellen zu schützen und möglicherweise sogar zu regenerieren. Dies ist besonders bei Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer von Bedeutung, bei denen Nervenzellen im Gehirn absterben. Forschungen zeigen, dass CBD das Fortschreiten solcher Krankheiten verlangsamen könnte, indem es oxidativen Stress und Entzündungen reduziert.
Linderung von Symptomen
Viele Betroffene von neurologischen Erkrankungen leiden unter chronischen Schmerzen, Muskelkrämpfen und Bewegungsstörungen. CBD hat das Potenzial, diese Symptome zu lindern, indem es Muskelsteifheit reduziert, die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen verringert. Auch bei der Behandlung von Angstzuständen und Depressionen, die oft mit neurologischen Erkrankungen einhergehen, kann CBD unterstützend wirken.
Die Rolle des Cannabinoid-1-Rezeptors
CB1-Rezeptoren sind im gesamten menschlichen Körper nachweisbar. Besonders häufig kommen sie im Gehirn und in der Wirbelsäule, sprich dem zentralen Nervensystem, vor. Im Gehirn sind CB1-Rezeptoren vor allem in den Basalganglien, aber auch im Hippocampus, im Kleinhirn und im Hypothalamus zahlreich vorhanden. Viele Regionen mit einer hohen CB1-Rezeptordichte sind mit bestimmten kognitiven Funktionen verbunden: Beispielsweise die Flucht-Angriff-Reaktion, aber auch das Kurzzeitgedächtnis, die Motorik, die Schmerzverarbeitung und die Konzentrationsfähigkeit. Generell befinden sich besonders viele CB1-Rezeptoren an den Enden von Nervenzellen, wodurch Effekte auf die Reizweiterleitung vermittelt werden.
Drei Regionen im menschlichen Gehirn besitzen keine CB1-Rezeptoren: Zum einen die Medulla oblongata und der Hirnstamm. Diese beiden Regionen steuern Prozesse, die bei der Atmung und der Regulation des Herz-Kreislauf-Systems beteiligt sind. Zum anderen befinden sich im mesolimbischen System keine CB1-Rezeptoren. Das mesolimbische System beinhaltet das menschliche Belohnungssystem, dessen Aktivierung bewirkt die Ausschüttung von Dopamin, was letztlich zu einer körperlichen Abhängigkeit führen kann. Da eine Aktivierung aufgrund des Fehlens von CB1-Rezeptoren nicht erfolgt, kommt es bei der Einnahme von Cannabis nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit.
Starke Bindungspartner des CB1-Rezeptors, die zu einer Aktivierung desselbigen führen, sind die Endocannabinoide Anandamid und 2-Arachidonylglycerol (2-AG) sowie das Phytocannabinoid THC.
Der Cannabinoid-2-Rezeptor
CB2-Rezeptoren stehen weniger im Fokus als CB1-Rezeptoren. Ein starker Bindungspartner des CB2-Rezeptors ist das CBD. Während THC vorwiegend neurologische Effekte ausübt, indem es an CB1-Rezeptoren bindet, vermittelt CBD seine Wirkung durch die Bindung an CB2-Rezeptoren. Diese befinden sich hauptsächlich im Immunsystem, vor allem der Milz, den Mandeln und in den peripheren Nerven. CB2-Rezeptoren sind dabei vor allem mit der entzündungshemmenden Wirkung des Cannabis verknüpft. Immunologisch betrachtet führt die Aktivierung der CB2-Rezeptoren zu einer Unterdrückung des Immunsystems etwa durch eine modulierte Ausschüttung von Zytokinen. Dadurch können beispielsweise Autoimmunerkrankungen und Allergien behandelt werden. Viele Krankheiten haben ihren Ursprung in entzündlichen Prozessen. Somit kann Medizinalcannabis zum therapeutischen Einsatz bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Parkinson kommen.
CBD in der Tiermedizin
Da alle Säugetiere ein Endocannabinoid-System aufweisen, wirkt CBD auch bei z.B. Hunden, Katzen, Pferden oder kleinen Haustieren wie Kaninchen. Deshalb wird CBD sogar hinsichtlich seines Einsatzes in der Tiermedizin erforscht.
Formen der Einnahme und Dosierung
CBD ist in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Öle, Kapseln, Sprays und Cremes. Die Wirkgeschwindigkeit und -dauer von CBD hängen von der Einnahmeform ab. CBD-Öl, das sublingual (unter die Zunge) eingenommen wird, kann bereits nach 15-30 Minuten wirken, während Kapseln oder andere orale Formen länger dauern können, bis sie ihre Wirkung entfalten. Die Wirkung von CBD hält in der Regel zwischen 2 und 6 Stunden an.
Es gibt keine universelle Dosierung für CBD, da die optimale Menge individuell variiert. Anfänger beginnen oft mit einer niedrigen Dosis (5-10 mg) und steigern sie schrittweise, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Es ist ratsam, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, um die richtige Dosierung zu finden.
Mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
CBD gilt allgemein als gut verträglich, kann aber in einigen Fällen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Mundtrockenheit oder Schwindel verursachen. Es ist wichtig zu beachten, dass CBD Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben kann. Daher sollten Personen, die Medikamente einnehmen, vor der Anwendung von CBD ihren Arzt konsultieren.
Zu den möglichen Wechselwirkungen gehören:
- CYP3A4- oder CYP2C19-Induktoren: Starke Induktoren dieser Enzyme, wie Carbamazepin oder Rifampicin, können die Wirksamkeit von Cannabidiol verringern, indem sie dessen Plasmakonzentrationen reduzieren.
- UGT-Inhibitoren: Da Cannabidiol ein Substrat für bestimmte UGT-Enzyme ist, kann die gleichzeitige Anwendung von UGT-Inhibitoren die Cannabidiol-Konzentrationen erhöhen.
- Antiepileptika: Die gleichzeitige Einnahme von Cannabidiol mit Antiepileptika kann zu Wechselwirkungen führen.
- Clobazam: Bei gemeinsamer Anwendung mit Cannabidiol können die Konzentrationen von Clobazam und dessen Metaboliten erhöht sein, was zu verstärkten Wirkungen und Nebenwirkungen führen kann.
- Valproat: Die Kombination mit Cannabidiol kann das Risiko für erhöhte Transaminasewerte steigern.
- Stiripentol: Die Kombination mit Cannabidiol kann zu einem leichten Anstieg der Stiripentol-Konzentrationen führen.
- Phenytoin und Lamotrigin: Die gleichzeitige Anwendung mit Cannabidiol kann die Konzentrationen dieser Medikamente erhöhen.
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: Cannabidiol kann die Plasmakonzentrationen von Medikamenten, die durch bestimmte CYP-Enzyme und UGT-Enzyme metabolisiert werden, beeinflussen.
Rechtliche Aspekte und Qualität
Die rechtliche Situation bei CBD ist komplex und variiert je nach Land. In Deutschland sind CBD-haltige Produkte aus Nutzhanf legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Allerdings ist die Verwendung von CBD als Zutat in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln durch Behörden verboten.
Beim Kauf von CBD-Produkten ist es wichtig, auf Qualität und Reinheit zu achten. Achten Sie auf Produkte von seriösen Herstellern, die ihre Produkte von unabhängigen Labors testen lassen, um den CBD-Gehalt und die Abwesenheit von Schadstoffen zu bestätigen.
CBD als Novel Food
Da CBD jedoch von Behörden als sog. neuartiges Lebensmittel (sog. novel food) eingestuft wird, ist es aktuell nicht als Zutat von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln erlaubt. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gelten Lebensmittel als Novel Food, wenn sie vor dem 15. Mai 1997 in der EU noch nicht in größeren Mengen verzehrt wurden. Außerdem müssen sie bestimmten Lebensmittelgruppen zugeordnet werden können. CBD - ein Novel Food? Die EU Kommission hat die Entscheidung darüber verschoben. Ein Grund: Die Nebenwirkungen seien bei einer langfristigen Einnahme von CBD noch nicht klar, so die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Juni 2022. Es gebe Datenlücken und Unsicherheiten - zur Wirkung von CBD auf Leber, Magen-Darm-Trakt, das endokrine System, das Nervensystem und das psychische Wohlbefinden.
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