Ein plötzlicher, stechender Schmerz, der sich wie ein Ziehen oder Krampf anfühlt und durch eine abrupte Bewegung ausgelöst wird, kann auf eine Muskelzerrung hindeuten. Muskelzerrungen im Oberschenkel sind häufige Sportverletzungen, aber auch im Alltag können sie auftreten. Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Prellung, Verrenkung und Nervenreizung zu kennen, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Muskelzerrung
Ursachen und Symptome
Eine Muskelzerrung entsteht durch eine übermäßige Dehnung der Muskelfasern über ihre natürliche Elastizitätsgrenze hinaus. Dies kann beim Sport, bei alltäglichen Bewegungen oder durch abrupte Belastung nach längerem Sitzen geschehen. Sportarten mit abrupten Bewegungen wie Sprints oder ruckartige Richtungswechsel erhöhen das Risiko. Auch eine vorangegangene Verhärtung der Muskulatur kann eine Zerrung begünstigen.
Die Symptome äußern sich in stechenden oder blitzartigen Schmerzen, oft im Oberschenkelbereich. Anfangs kann es sich durch ein Ziehen äußern, das sich zu anhaltenden Schmerzen entwickelt. Bei Belastung kann sich der Muskel krampfartig zusammenziehen. In Ruhe lassen die Beschwerden meist nach, doch bei erneuter Belastung tritt oft ein plötzlicher, einschießender Schmerz auf, der bis ins Becken oder in die Wade ausstrahlen kann. In seltenen Fällen kommt es zu Missempfindungen wie Kribbeln, Überempfindlichkeit oder Taubheitsgefühlen in der Haut. Durch die Verletzung ist die maximale Muskelkraft reduziert und das Bewegungsausmaß eingeschränkt.
Diagnose
Im Falle von Muskelzerrungen zeigt sich bei einer Ultraschalluntersuchung intaktes Muskelgewebe.
Behandlung
Um eine weitere Schädigung des Oberschenkelmuskels zu vermeiden, sollte er sofort geschont werden. Die bewährte PECH-Regel - Pause, Eis, Kompression, Hochlagern - hilft, Schwellungen und Einblutungen zu reduzieren. Dabei sollte das Eis niemals direkt auf die Haut gelegt werden, um Erfrierungen zu vermeiden. Leichte Zerrungen heilen meist innerhalb weniger Tage aus.
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Muskelfaserriss
Unterscheidung zur Muskelzerrung
Ein Muskelfaserriss zählt zu den wichtigsten Differentialdiagnosen bei stechenden Schmerzen im Oberschenkel. Dabei kommt es zu einer Verletzung und Durchtrennung einzelner Muskelfasern, was eine Einblutung ins Muskelgewebe zur Folge hat. Im Gegensatz zur Muskelzerrung bleiben bei einem Muskelfaserriss die Muskelfasern nicht intakt.
Symptome
Bei Muskelfaserrissen führt das Einreißen von Muskelgewebe zu Einblutungen in das Muskelgewebe. Je nach Lokalisation der Verletzung kann eine Lücke im Muskelverlauf getastet werden. Die Bewegungseinschränkungen können abhängig vom Schweregrad der Verletzung von leichten Bewegungseinschränkungen bis hin zum vollständigen Funktionsverlust des Muskels reichen, zum Beispiel eine unvollständige Beinstreckung bei einem Muskelfaserriss des M.
Diagnose
Die eindeutigste Methode, um zwischen einer Oberschenkelzerrung und einem Muskelfaserriss zu unterscheiden, ist die Magnetresonanztomographie (MRT). Ein offenes MRT ermöglicht die Einstufung einer Muskelverletzung in vier Schweregrade:
- Mikroskopische Risse: Überdehnung mit Mikrotraumen, die leichte Schmerzen verursacht. Bewegungseinschränkungen sind minimal.
- Teilweise Muskelfaserrisse mit Einblutungen und Schwellung: Die Verletzung führt bei Belastung zu sofortigen Schmerzen. Die Muskelkraft ist reduziert, und Bewegungen sind deutlich eingeschränkt.
- Ein stechender, brennender Schmerz: tritt bereits bei leichten Bewegungsversuchen auf.
- Die betroffenen Muskeln sind nicht mehr funktionsfähig.
Im Falle von Muskelfaserrissen zeigt sich bei einer Ultraschalluntersuchung eine Unterbrechung der Kontinuität im Muskelverlauf.
Behandlung
Wird eine Oberschenkelzerrung von Beginn an richtig behandelt, ist meist innerhalb einer Woche eine spürbare Besserung zu erwarten. Ohne ausreichende Behandlung und Schonung steigt das Risiko eines Muskelfaserrisses erheblich. Nach einer ausführlichen Diagnostik, in der der Schweregrad und die Art der Muskelverletzung bestimmt wurden, kann eine Folgetherapie eingeleitet werden. Diese besteht zumeist aus einer Sportpause, deren Dauer vom Ausmaß der Verletzung abhängt (meist 2-6 Wochen), und einer Physiotherapie. Eine vollständige Ruptur eines Muskels oder einer Sehne macht in der Regel eine Operation zur Kontinuitätswiederherstellung erforderlich. Hierzu kann die abgerissene Sehne mittels eines Knochenankers refixiert werden (Ankerrefixation) oder die beiden Enden des Muskels bzw.
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Prellung
Ursachen und Symptome
Eine Prellung entsteht durch eine stumpfe Krafteinwirkung, beispielsweise durch einen Zusammenprall oder einen Sturz. Dabei werden Blutgefäße beschädigt, die den Muskel versorgen, was zu einer Einblutung ins Gewebe führt.
Verrenkung (Luxation)
Was passiert bei einer Luxation?
Bei einer Luxation verliert der Oberschenkelknochen den Kontakt zum Darmbein. Der abgerundete Oberschenkelkopf ragt aus der Vertiefung im Darmbein heraus, die als Acetabulum oder Hüftgelenkspfanne bezeichnet wird.
Ursachen
Es ist leicht verständlich, dass es erheblicher Kräfte bedarf, um diese Stabilität zu durchbrechen und eine Luxation zu verursachen, wie z. B. durch einen schweren Unfall oder Aufprall. Die meisten traumatischen Zwischenfälle, die zu einer Hüftluxation führen, betreffen Personen in Folge von frontalen Verkehrsunfällen, die mit großer Wucht auf das Armaturenbrett eines Autos aufprallen, oder Personen, die unvorhergesehen aus großer Höhe stürzen. Auch bei kontaktreichen Sportarten wie dem Rugby oder Hockey kann es zu Unfällen mit Ausrenkungen des Oberschenkelknochens kommen. Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter ist das Risiko einer Luxation mit einer verminderten Muskelmasse sowie einer eventuell bereits vorhandenen Pathologie verbunden, wodurch das Gleichgewicht beeinträchtigt sein kann und sich dadurch das Risiko von Stürzen erhöht.
Arten von Hüftluxationen
Es gibt hauptsächlich zwei Formen von Hüftluxationen:
- Posteriore Hüftluxation: Hier hat sich der Oberschenkelknochen nach hinten verschoben, also gegenüber seinem normalen physiologischen Sitz hinter die Hüftgelenkspfanne. In dieser Situation erscheint das betroffene Bein nach innen verdreht und kürzer.
- Anteriore Hüftluxation: Hier ragt der Oberschenkelknochen vor der Hüftgelenkspfanne heraus. In dieser Situation verdreht sich das betroffene Bein nach außen, erscheint ebenfalls kürzer, jedoch weniger auffällig.
Begleitverletzungen und Komplikationen
Neben der Dislokation des Knochens können bei einer Luxation der Hüfte mehrere Begleitverletzungen auftreten, darunter:
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- Verletzungen der Weichteile
- Schädigung der Nerven (insbesondere des Ischiasnervs bei Luxation nach hinten)
- Frakturen der Hüftgelenkspfanne oder des Oberschenkelkopfes
Zu den langfristigen Komplikationen, die durch Hüftluxationen verursacht werden, vor allem wenn sie schlecht behandelt wurden, gehören:
- Die Osteonekrose des Femurkopfes: ein Zustand, der auf eine unzureichende Durchblutung zurückzuführen ist und in den meisten Fällen, wenn er spät diagnostiziert wird, zu einer stark behindernden Degeneration führt
- Die Osteoarthritis: eine Erkrankung, die in einer fortschreitenden Degeneration aller Gelenkstrukturen besteht
- Eine chronische Instabilität: sie setzt den Patienten dem Risiko einer erneuten Luxation ausein
- Ein Längenunterschied zwischen den beiden unteren Gliedmaßen.
Symptome
Die traumatische Luxation der Hüfte verursacht starke Schmerzen, die nicht nur mit dem Ausrenken des Femurkopfes, sondern auch mit der Schädigung der angrenzenden anatomischen Strukturen (Muskulatur, Bänder) zusammenhängen. Weitere Symptome sind Schwellungen und die eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte bis hin zur Unfähigkeit zum Gehen. Die betroffene Extremität erscheint kürzer als die auf der entgegengesetzten Körperseite und kann nach innen oder nach außen abgewinkelt sein. Im Falle einer Nervenschädigung kann ein Taubheitsgefühl in der gesamten betroffenen Gliedmaße auftreten.
Diagnose
Wenn die körperliche Untersuchung und die Anamnese auf die Diagnose einer Hüftluxation hindeuten, wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt, um nicht nur die Art und den Grad der Verschiebung des Oberschenkelknochens gegenüber der Hüftgelenkspfanne zu beurteilen, sondern auch, um eventuelle Begleitfrakturen am Acetabulum oder am Femurkopf zu erkennen. Instrumentelle Untersuchungen wie zum Beispiel CT-Scans können sich als nützlich erweisen, um die damit verbundenen Verletzungen zu definieren und die Ergebnisse im Laufe der Zeit zu dokumentieren.
Behandlung
Einfache Luxationen, die nicht mit Komplikationen (wie z. B. Frakturen an der Hüftgelenkspfanne oder dem Hüftkopf) verbunden sind, werden durch manuelle Reposition behandelt, also durch eine vom Orthopäden vorgenommene Manipulation, durch die der Femurkopf wieder korrekt in seine ursprüngliche Position im Acetabulum gebracht wird. Eine traumatische Luxation der Hüfte gilt als medizinischer Notfall und sollte umgehend behandelt werden, da das Risiko von Komplikationen wie Osteonekrose und Nervenschäden mit zunehmender Zeitspanne zwischen Trauma und Repositionierung steigt.
Sobald die korrekte Beziehung zwischen Hüftkopf und Hüftgelenkspfanne wiederhergestellt wurde, ist für eine bestimmte Zeit ein Immobilisieren mit einer Hüft-Orthese angezeigt, die dazu beiträgt, dass Schwellungen reduziert und riskante Bewegungen vermieden werden.
Die Rehabilitation nach einer traumatischen Luxation der Hüfte zielt darauf ab, die Muskulatur zu stärken und so instabilen Zuständen vorzubeugen. Die Reha trägt ebenso dazu bei, die Bewegungen des Gelenks wieder zu erlernen und führt in kurzer Zeit zu einer guten Wiederherstellung der Funktion.
Nervenreizung/Einklemmung (Radikulopathie)
Ursachen
Eine Radikulopathie entsteht durch Reizung, Druck oder Schädigung von Nervenwurzeln des Rückenmarks. Ursachen hierfür gibt es viele:
- Bandscheibenvorfall: Bandscheibenvorfälle sind die häufigsten Ursachen für eine Radikulopathie. Der hervor gebrochene Gallerkern drückt dann auf die Nervenwurzel.
- Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule (Spondylarthrose oder Spondylose): Durch Verschleiß entstehen z. B. Nervenwurzeln.
- Tumore: Gut- oder bösartige Tumore können auf Nervenwurzeln drücken. Beispiele sind Chondrosarkome und Osteosarkome. allerdings Metastasen anderer Malignome zu Verengungen im Bereich von Nervenwurzeln. Prostatakarzinome oder Lungenkrebs. Es gibt auch Wucherungen der Nerven, sogenannte Neurofibrome.
- Hämatome: Blutergüsse im Wirbelkanal können so groß werden, dass sie auf Nervenwurzeln drücken.
- Infektionen: Nervenwurzeln werden auch direkt durch Infektionskrankheiten bedroht.
Symptome
Je nachdem, welche Nervenwurzeln betroffen sind, kommt es zu unterschiedlichen Beschwerden. Typisch sind:
- Radikuläre Schmerzen: Diese Schmerzen entstehen durch Reizung, Druck oder Schädigung von Nervenwurzeln und strahlen typischerweise entlang des Versorgungsgebietes (Dermatom) des Spinalnervs aus. Sie werden oft als elektrisierend, brennend oder scharf beschrieben.
- Missempfindungen: Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs.
- Motorische Störungen: Kraftverlust oder Lähmungen, vor allem wenn die vordere Nervenwurzel betroffen ist.
Die Beschwerden richten sich aber nicht nur danach, ob Hinter- oder Vorderwurzel unter Druck geraten, sondern auch danach, in welchem Segment des Rückenmarks die Nervenwurzeln bedrängt werden.
Arten von Radikulopathien
Im Allgemeinen unterscheidet man die Radikulopathien danach, in welchem Wirbelsäulensegment sie auftreten:
- Zervikale Radikulopathie: Betrifft die Halswirbelsäule (HWS). Typische Symptome sind Nackenschmerzen, die auch in die Schulter und den Arm ausstrahlen können, Taubheitsgefühle oder Kribbeln bis in die Fingerspitzen.
- Thorakale Radikulopathie: Betrifft die Brustwirbelsäule (BWS). Sie ist eher selten und äußert sich durch Rückenschmerzen und/oder Schmerzen im Bereich des Brustkorbs und der Körpermitte, sowie Missempfindungen um den Brustkorb/Bauch herum.
- Lumbale Radikulopathie: Betrifft die Lendenwirbelsäule (LWS). Sie ist am häufigsten. In den betroffenen Bereichen kommt es zu Taubheitsgefühlen, Missempfindungen oder Schmerzen. Nervenwurzeln betroffen, sind auch Kraftverlust oder Lähmungen des Fußes oder Beines möglich.
Diagnose
Der Arzt wird zunächst die körperliche Untersuchung durchführen und Beweglichkeit, Sensibilität und Reflexe prüfen, um die Höhe der Nervenwurzelreizung festzustellen. Mithilfe der Bildgebung wird versucht, die Ursache und die genaue Lokalisation für die Nervenreizung zu finden. In der Regel reicht dazu eine MRT oder CT des betroffenen Areals. Manchmal bleibt trotz bildgebender Diagnostik die Ursache einer Radikulopathie im Dunkeln. In diesen Fällen kann der Arzt eine Liquorpunktion durch und untersucht die entnommene Hirnflüssigkeit. So lassen sich z. B.
Behandlung
Die Behandlung der Radikulopathie richtet sich nach ihrer Ursache und nach ihrer Lokalisation.
Zu den konservativen Verfahren gehört die Einnahme von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten, z. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. verordnen die Ärzte vorübergehend auch Opioide. Bei chronischen Verläufen raten die Leitlinien zu psychotherapeutischer Unterstützung (z. B. Verhaltenstherapien) oder zur Verordnung von Antidepressiva. Je nach Ursache können physiotherapeutische Behandlungen helfen, z. B. mit Kälte oder Wärme. Krankengymnastik dehnt und stärkt die Muskulatur und lindert dadurch die Schmerzen. betroffen, verordnen die Ärzte manchmal für kurze Zeit eine Halskrause.
Manchmal sind die Schmerzen so stark, dass eine konservative Therapie nichts ausrichten kann. empfehlen die Rückenspezialisten dann die interventionelle Schmerztherapie. Dabei wird z. B. ein Gemisch aus Kortison und Betäubungsmittel an die schmerzende Nervenwurzel gespritzt. vorübergehend Linderung.
In etwa 20 % der Radikulopathien muss die - meist mechanische - Ursache operativ beseitigt werden. Fälle liegt ein Bandscheibenvorfall zugrunde, manchmal auch eine Spinalkanalstenose. Ziel der Operation ist die Dekompression der beengten Nervenwurzel. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Entfernung von störendem Gewebe den Druck von der komprimierten Nervenwurzel nimmt. ein spezielles Mikroskop und feinste Instrumente über einen kleinen Zugang in den Wirbelkanal ein. In manchen Fällen reicht das Abtragen von störenden Strukturen nicht aus, um die Nervenwurzel zu befreien. der Operateur sogenannte Cages als Platzhalter in das Bandscheibenfach zwischen zwei Wirbelkörpern einsetzen. hilft, zwischen den Wirbelkörpern einen ausreichenden Abstand und den Druck vom Nervengewebe zu halten. Kliniken wird zur Dekompression auch die Nukleoplastie eingesetzt.
Infektionen werden mit einer antibiotischen bzw. tuberkulostatischen Therapie behandelt. Blutergüsse können sich von selbst zurückbilden. nicht, werden sie ausgeräumt.
Myelopathie vs. Radikulopathie
Sowohl Myelopathie als auch Radikulopathie sind Erkrankungen des Nervengewebes, unterscheiden sich aber nach ihrer Lokalisation, d. welchem Bereich des Nervensystems sie auftreten. Bei einer Myelopathie ist das zum zentralen Nervensystem gehörende Rückenmark geschädigt. Ursachen sind z. Kompression (Druck), Durchblutungsstörungen oder ionisierende Strahlung. Bei einer Radikulopathie ist das Nervengewebe der Spinalnervenwurzel betroffen, also des peripheren Nervensystems.
Vorbeugung von Muskelverspannungen durch Zugluft
Unser Körper ist darauf bedacht, sich konstant auf Betriebstemperatur zu halten, damit die Zellen keinen Schaden nehmen. Weder zu viel Hitze noch direkte Kälte tun uns gut. Kühlt beispielsweise unsere Muskulatur aus, kann sie verhärten. Sie ist dann verspannt und verweigert ihren Dienst: Ein steifer Hals ist die schmerzhafte Folge. Einen sogenannten „Zug“ bekommen wir, wenn unsere Muskulatur durch kalte Zugluft zu sehr abkühlt. Die Muskeln verhärten sich und streiken in den betroffenen Körperteilen. Besonders häufig sind Bereiche des Rumpfes betroffen und gerade der Nacken reagiert oft empfindlich auf Zugluft. Unser Nacken ist eine besondere Schwachstelle, da er häufig nicht von Kleidung bedeckt ist. Einen Zug holen wir uns zum Beispiel, wenn wir mit ungeschütztem Nackenbereich im Cabrio fahren oder am offenen Fenster sitzen. Wurden die zugluftbedingten Beschwerden erfolgreich behandelt, gilt es die Probleme zukünftig möglichst zu vermeiden. Wie das gelingt? Es klingt zu einfach: Zugluft verhindern. Aber vor allem im schwülen Sommer wird schnell und unbedacht das Fenster bei der Autofahrt geöffnet. Was kurzzeitig Erleichterung vor der Hitze verschafft, reizt auf längere Zeit die Muskulatur. Ein kurzer Frischluftaustausch sollte genügen. Ansonsten ist das Tragen eines leichten Schals oder eines Halstuchs ratsam. Wenn Sie Ihre Wohnräume in der kalten Jahreszeit mit Durchzug lüften, verlassen Sie bitte den zugigen Raum während des Stoßlüftens. Oder ziehen Sie sich entsprechen eine Strickjacke oder einen Schal an. Klimaanlagen sollten nicht zu niedrig eingestellt werden. Stress reduzieren, das meint genauso positive Anstrengung, wie die Planung einer Urlaubsreise. Unter psychischer Anspannung verkrampft die Muskulatur ebenfalls. Mit einer starken, trainierten Muskulatur lässt sich so einigem trotzen - auch kalter Zugluft. Der Grund: Die einzelnen Muskelzellen verbrauchen kontinuierlich Energie, selbst wenn sie gerade nicht aktiviert werden, wie beim Sport.
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