Daumennerv-Überreizung: Ursachen, Behandlung und Prävention

Eine Daumennerv-Überreizung kann eine schmerzhafte und einschränkende Erkrankung sein, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie präventive Maßnahmen, um eine Daumennerv-Überreizung zu vermeiden.

Was ist eine Daumennerv-Überreizung?

Eine Daumennerv-Überreizung, auch bekannt als Tendovaginitis de Quervain oder "Hausfrauendaumen", ist eine Entzündung der Sehnenscheiden, die die Daumenmuskeln umhüllen. Diese Sehnenscheiden befinden sich im Handgelenksbereich, wo die Daumenmuskeln verlaufen. Die Erkrankung betrifft hauptsächlich den kurzen Daumenstreckmuskel (Musculus extensor pollicis brevis) und den langen Daumenabspreizmuskel (Musculus abductor pollicis longus).

Ursachen einer Daumennerv-Überreizung

Grundsätzlich entsteht eine Daumennerv-Überreizung entweder durch eine akute Überlastung der Sehnen und Sehnenscheiden oder durch chronische Überbeanspruchung. Nur sehr selten liegt der Tendovaginitis eine bakterielle Infektion zugrunde.

Häufige Ursachen sind:

  • Wiederholte Bewegungen: Eintönige, häufige Bewegungsabläufe, insbesondere solche, die den Daumen stark beanspruchen, können zu einer Überreizung führen. Dies kann beispielsweise bei Renovierungsarbeiten im Haus, einem anstrengenden Umzug, langer Arbeit am Computer, Tippen auf dem Mobiltelefon oder häufigem Musizieren mit einem Instrument der Fall sein.
  • Überlastung: Eine akute Überlastung der Hand, beispielsweise durch ungewohnte oder zu intensive Tätigkeiten, kann ebenfalls eine Daumennerv-Überreizung verursachen.
  • Grunderkrankungen: Verschiedene Grunderkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus oder Gicht können eine Entzündung der Sehnen und Sehnenscheiden begünstigen.
  • Hormonelle Veränderungen: Auch während einer Schwangerschaft oder während der Wechseljahre (Menopause) können Sehnenscheidenentzündungen vermehrt auftreten.
  • Arthrose: Ebenso können arthrotische Veränderungen der Fingergelenke von ähnlichen Symptomen begleitet sein wie eine Sehnenscheidenentzündung.
  • Gaming: Hunderte von Mausklicks pro Minute bedeuten eine erhebliche einseitige, körperliche Belastung. Daraus können Beschwerden wie Mausarm, Karpaltunnelsyndrom und Gamer-Daumen entstehen.

Frauen sind von der Quervain-Krankheit häufiger als Männer betroffen, insbesondere ab dem 40. Lebensjahr.

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Symptome einer Daumennerv-Überreizung

Typische Symptome einer Daumennerv-Überreizung sind:

  • Schmerzen: Stechende und ziehende Schmerzen vor allem im Bereich der betroffenen Sehnenscheide. Die Patienten können bei einer Sehnenscheidenentzündung ihre Hand nur unter Schmerzen bewegen.
  • Druckschmerz: Entlang des Verlaufs von Sehne und Muskel verspüren die Betroffenen einen Druckschmerz.
  • Schwellung und Rötung: Das angegliederte Gelenk fühlt sich überwärmt an und ist angeschwollen und gerötet. Im Rahmen einer Entzündungsreaktion mit Reizung der Strukturen am Daumenballen kommt es häufig zu einer Schwellung und Überwärmung. Letztere entsteht aufgrund einer vermehrten Durchblutung, was sich entsprechend durch eine Rötung der Stelle äußern kann.
  • Bewegungseinschränkung: Zu Beginn der Erkrankung schmerzt die Hand bzw. der Fuß nur bei Bewegung. Die Patienten können bei einer Sehnenscheidenentzündung ihre Hand nur unter Schmerzen bewegen.
  • Reibegeräusch: Typischerweise hören und fühlen die Patienten bei Bewegungen ein Reiben. Aufgrund der Entzündung verändern sich die Oberflächen von Sehne und Sehnenscheide und können unregelmäßig und rau werden. Der Flüssigkeitsfilm in der Sehnenscheide reicht irgendwann nicht mehr für die Gleitbewegung der Sehne aus.

Diagnose einer Daumennerv-Überreizung

Die Diagnostik konzentriert sich beim Auftreten von Schmerzen zwischen Daumen und Zeigefinger auf die Findung der zugrundeliegenden Ursache. Dabei werden die Schmerzen sowie begleitende Symptome im Gespräch zwischen Orthopäden und Patient genauer besprochen.

Der Arzt klärt den genauen Ursprung der Schmerzen und erhebt die Krankengeschichte des Patienten (Anamnese). Bei welchen Bewegungen haben Sie Schmerzen? Anschließend führt er einige Bewegungs- und Funktionstests durch, um das genaue Ausmaß der Bewegungseinschränkungen festzustellen. Wie weit kann der Patient die Fingerkuppen Richtung Hohlhand beugen? Können alle Finger den Daumen mit der Spitze berühren?

Der sogenannte Finkelsteintest gilt beispielsweise als Beweis für das Vorliegen der Quervain-Krankheit: Der Patient schlägt den betroffenen Daumen in die anderen Finger ein und bildet so eine Faust. Verspürt der Patient dabei Schmerzen, ist dies ein Hinweis auf eine Daumennerv-Überreizung.

In den meisten Fällen reicht eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) bei einer Sehnenscheidenentzündung zur Darstellung der Sehnen völlig aus. Auch entzündliche Veränderungen an Bändern, Muskeln und Sehnen im Bereich des Daumenballens können hier dargestellt werden. Des Weiteren kann der Bereich des Handgelenks mit dem Ultraschall-Gerät untersucht werden.

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Eine röntgenologische Untersuchung ist nur erforderlich, wenn der behandelnde Arzt knöcherne Veränderungen hinter den Beschwerden des Patienten vermutet. Die Anfertigung eines Röntgenbildes dient bei Schmerzen zwischen Daumen und Zeigefinger vor allem der Abklärung einer möglichen Arthrose des Daumensattelgelenks. Dabei kommt es zu typischen Veränderungen, die im Röntgenbild gut sichtbar werden. Hierzu zählt die Verschmälerung des Gelenkspalts sowie das Auftreten von knöchernen Anbauten und Ausbuchtungen aufgrund der vermehrten Belastung bei vermindertem Gelenkknorpel. Seltener kann auch eine Arthrose an einem anderen Gelenk des Daumens oder Zeigefingers vorliegen und zum Auftreten der entsprechenden Schmerzen führen.

Falls der Patient unter einer zusätzlichen Grunderkrankung wie beispielsweise Diabetes oder Gicht leidet, hilft eine labormedizinische Analyse des Blutes bei der Abklärung.

Ein MRT wird bei Schmerzen zwischen Daumen und Zeigefinger eher selten gebraucht. Es dient der Darstellung von Weichteilen und kann daher in vielen Fällen durch die Ultraschall-Untersuchung ersetzt werden, die schnell verfügbar, leichter durchzuführen und deutlich günstiger ist. Daher wird das MRT nur bei bestimmten Fragestellungen angewendet, wie beispielsweise bei einem Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung. Dieser kann vorliegen, wenn es immer wieder zu entzündlichen Prozessen am Daumensattelgelenk ohne andere erklärbare Ursache kommt. Im Frühstadium ist eine rheumatische Erkrankung häufig noch nicht gut im Röntgenbild beurteilbar, weswegen dann zur Abklärung ein MRT zur Anwendung kommt.

Behandlung einer Daumennerv-Überreizung

Zur Behandlung einer Daumennerv-Überreizung stehen die nichtoperativen Maßnahmen an erster Stelle. In der Regel heilt eine Sehnenscheidenentzündung nach ausreichender Ruhigstellung, angepasster Schmerzmedikation und begleitender Physiotherapie vollständig wieder aus.

Konservative Behandlung

  • Schonung und Ruhigstellung: Eine Schiene, die Hand und Handgelenk umschließt, kann bei einer Sehnenscheidenentzündung zur Ruhigstellung zum Einsatz kommen. Auf diese Weise vermeidet der Patient unnötige, schmerzende Bewegungen. Um das schmerzende Gelenk ruhigzustellen, kann eine speziell angefertigte Schiene (Orthese) gute Dienste leisten. Mit ihr vermeiden Patienten unnötige Bewegungen mit der verletzten Hand bzw. dem verletzten Fuß. Aber Achtung: Die Ruhigstellung in einer Schiene darf nur kurze Zeit andauern und muss unbedingt mit dem behandelndem Arzt abgesprochen werden! Allerdings darf die Hand nicht zu lange unbeweglich in der Schiene gelagert werden, da sich die Sehnen verkürzen könnten.
  • Kühlen: Das Kühlen der entzündeten Sehne und des schmerzenden Muskelverlaufs kann helfen, die Beschwerden bei Patienten mit ausgeprägten Entzündungszeichen zu lindern. Bei Kälteanwendungen in Form von Kompressen oder Eis müssen die Patienten beachten, dass es bei direktem Hautkontakt zu Schädigungen des Gewebes kommen kann. In der Gelenk-Klinik setzen die Physiotherapeuten aus diesem Grund zum Beispiel sogenannte Cryo-Cuff-Kühlgeräte ein. Bei einer Prellung oder akuten Entzündungsreaktion wirkt eine Kühlung des Bereichs zwischen Daumen und Zeigefinger ebenfalls schmerzlindernd und reduziert zusätzlich die Schwellung. Unterstützend kann hier eine Kompression helfen.
  • Medikamente: Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) können die Beschwerden eines Patienten mit Sehnenscheidenentzündung verringern. Zu den Wirkstoffen zählen beispielsweise Ibuprofen und Diclofenac, die der Patient wahlweise als Tablette oder als Salbe direkt auf dem schmerzenden Bereich anwendet. Schmerzmittel, wie Ibuprofen können vorübergehend eingenommen werden.
  • Infiltration: Bleibt der erhoffte Erfolg bei der konventionellen Behandlung einer Tendovaginitis aus, besteht die Möglichkeit, direkt an die entzündete Sehne ein kortisonhaltiges Präparat (Glukokortikoid), kombiniert mit einem lokalen Betäubungsmittel zu injizieren. Diese Behandlungsmethode nennt man Infiltration. In vielen Fällen lindert die Infiltration schnell die Schmerzen, die Entzündung bildet sich zügig zurück. Dabei achten die Ärzte darauf, dass die Injektion nie direkt in die Sehne erfolgt, sondern nur in ihr Umfeld. Die lokale Injektion von niedrig dosiertem Narkosemittel und Kortison in den Bereich der entzündeten Sehne bzw. Sehnenscheide lindert die Schmerzen und wirkt abschwellend. Bei einer Kompression eines Nervs vor, wie beispielsweise beim Karpaltunnelsyndrom, kann eine lokale Kortisonspritzung erfolgen.
  • Physiotherapie: Im akuten Stadium geht es auch in der Physiotherapie um die Kontrolle der Entzündungszeichen. Es eignen sich insbesondere Maßnahmen, die den Stoffwechsel und damit die Ernährungssituation im betroffenen Bereich unterstützen und verbessern. Dazu zählen manuelle Lymphdrainage sowie die in der angeschlossenen Gelenk-Reha angewandte ZRT-Therapie. Diese Maßnahmen regen den Heilungsprozess an und beschleunigen ihn. Wenn die akute Phase langsam abklingt, kann der Patient zur Beweglichkeitsverbesserung mit sanften Dehnübungen und Übungen für die Hand beginnen. Begleitend helfen leichte Dehnübungen dabei, die Beweglichkeit zu erhalten und die Sehnen zu kräftigen. Zur Linderung der Schmerzen zwischen Daumen und Zeigefinger dient eine Übung zur Dehnung der Muskulatur entlang des Daumens. Dafür wird der Arm ausgestreckt und mit dem Handrücken in Richtung Boden gedreht. Der Daumen wird quer zur Handfläche gehalten und anschließend von den anderen Fingern umschlossen. Nun wird der Arm nach innen gedreht, sodass eine Dehnung entlang des Daumens und des Armes spürbar ist.

Operative Behandlung

Nur in wenigen Fällen bessern die vielfältigen Möglichkeiten der konservativen Behandlung die Beschwerden nicht oder es treten immer wieder Sehnenscheidenentzündungen auf. Dann bespricht der behandelnde Orthopäde die Möglichkeiten eines operativen Eingriffs mit dem Patienten.

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In der oft ambulant durchgeführten Operation durchtrennt der Arzt einen Teil oder die gesamte Sehnenscheide und verhilft der eingeengten Sehne wieder zu ausreichend Spielraum.

Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit

Folgende Übungen eignen sich besonders, um Abwechslung in die Belastung der Finger und des Handgelenkes zu bringen. Wichtig: Wenden Sie diese Übungen nicht in der akuten Phase an. Sie sind jedoch hilfreich, um nach dem Abklingen der akuten Phase die Beweglichkeit wiederherzustellen.

  • Knetübungen: Platzieren Sie die Knetmasse auf den Tisch. Strecken Sie Ihre Finger gegen den Widerstand der Knete aus. Wiederholen Sie die Übung pro betroffener Hand 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
  • Fingerstreckung: Die Hand liegt mit dem Handrücken locker auf dem Tisch. Bringen Sie die Finger in Streckung, um die Tischplatte zu berühren. Wiederholen Sie die Übung pro betroffener Hand 10- bis 15-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
  • Unterstützte Fingerstreckung: Die Hand liegt mit dem Handrücken locker auf dem Tisch. Bringen Sie die Finger in Streckung, um die Tischplatte zu berühren. Unterstützen Sie die Streckung des kleinen Fingers mit der anderen Hand. Führen Sie die Streckung des kleinen Fingers aus. Unterstützen Sie diese Bewegung mit der anderen Hand, um ihren Finger noch weiter in die Streckung zu bringen, bis Sie ein Ziehen verspüren. Das Ziehen sollte jedoch nicht schmerzhaft sein. Halten Sie diese Position mindestens 30 Sekunden und wiederholen sie die Übung 2-3 mal. Mobilisieren Sie anschließend die anderen Finger auf die gleiche Weise.
  • Fingerstreckung gegen Widerstand: Ballen Sie die betroffene Hand zur Faust. Strecken Sie nun langsam die Finger der betroffenen Hand, während die Knöchel angewinkelt bleiben. Die oben liegende Hand leistet der Bewegung angepassten Widerstand. Wiederholen Sie die Übung pro betroffener Hand 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Die nicht betroffene Hand umschließt die betroffene Hand. Bringen Sie die Finger der betroffenen Hand in Streckung und arbeiten Sie gegen den Widerstand der anderen Hand.
  • Faust öffnen und schließen: Ballen Sie eine Faust. Öffnen Sie anschließend die Hand, bis Sie die maximale Streckung in den Fingern und in der Handinnenfläche erreichen. Wiederholen Sie die Übung pro betroffener Hand 10- bis 15-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Ballen Sie eine Faust. Öffnen Sie die Hand wieder und strecken Sie die Finger maximal.
  • Daumenberührung: Berühren Sie mit der Spitze des Daumens nacheinander alle anderen vier Fingerspitzen. Wiederholen Sie die Durchgänge 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Berühren Sie mit dem Daumen nacheinander alle Fingerspitzen.
  • Druckpunktmassage: Suchen Sie nun mit der anderen Hand die schmerzhaften Punkte am Daumenballen und Handteller. Haben Sie diese gefunden, üben Sie mit den Fingern Druck auf diese Punkte aus. Halten Sie den Druck, bis der Schmerz und die Spannung im betroffenen Bereich nachlässt. Der Handteller zeigt nach oben. Üben Sie leichten Druck auf die schmerzhaften Punkte aus.
  • Dehnung der Handgelenkbeuger: Strecken Sie Ihren betroffenen Arm vor dem Körper aus. Achten Sie darauf, dass der Ellenbogen gestreckt ist. Mit der anderen Hand ziehen Sie Ihr Handgelenk sanft in eine gebeugte Position. Spüren Sie dabei den Zug in Ihrem Ellenbogen. Ein leichter Dehnschmerz ist normal. Halten Sie diese Position für 20 bis 30 Sekunden und wiederholen sie die Übung 2-3 mal.
  • Handgelenkdehnung mit Faust: Der betroffene Arm ist vor dem Körper. Ballen Sie eine Faust und winkeln Sie Ihr Handgelenk nach vorne ab. Drehen Sie es zur Kleinfingerseite. Umgreifen Sie nun mit der freien Hand Ihre andere Hand. Bewegen Sie Ihren Arm und Ellenbogen langsam in Streckung. Spüren Sie dabei den Zug in Ihrem Ellenbogen. Ein leichter Dehnschmerz ist normal. Halten Sie diese Position. Halten Sie diese Dehnung für 20 bis 30 Sekunden und wiederholen Sie die Übung 2 bis 3-mal. Faust ballen. Handgelenk nach vorne abwinkeln. Mit der freien Hand die andere Hand umgreifen. Arm und Ellenbogen langsam in die Streckung bewegen.

Prävention einer Daumennerv-Überreizung

Um einer Daumennerv-Überreizung vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

  • Vermeidung von Überlastung: Vermeiden Sie monotone, sich wiederholende Bewegungen, die den Daumen stark beanspruchen.
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, insbesondere bei Bildschirmarbeit. Dazu gehören ein auf dich optimal einstellbarer Gaming-Stuhl, ein höhenverstellbarer Monitor, aber auch eine ergonomisch geformte Tastatur und eine entsprechende Maus. Ergonomisch geformte Computermäuse sind an deine natürliche Handhaltung angepasst. Mit einer ergonomischen Ausstattung in deinem Gaming-Zimmer entlastest du deinen Rücken, deine Schulterpartie, deinen Arm und deine Hand. Wähle entsprechend deiner dominanten Hand eine Maus für Rechtshänder oder Linkshänder. Ideal ist ein Modell, das zusätzlich an deinen Griffstil (die Art, wie du die Maus am häufigsten bewegst) angepasst ist.
  • Regelmäßige Pausen: Machen Sie regelmäßig Pausen bei Tätigkeiten, die den Daumen beanspruchen, und führen Sie Dehnübungen durch.
  • Ausgleichssport: Sorgen Sie für einen körperlichen Ausgleich und eine Kräftigung Ihrer Rückenmuskulatur. Als Gegengewicht zum digitalen Sport sollten Sie möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag einbauen: Nimm die Treppe statt des Fahrstuhls, erledige kürzere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, plane mindestens 150 bis 300 Minuten klassischen Sport pro Woche in Ihren Alltag ein. An zwei oder mehr Tagen pro Woche ist ein zusätzliches Krafttraining sinnvoll, um sämtliche wichtige Muskelgruppen zu stärken. Damit folgen Sie den Bewegungsempfehlungen der WHO für Erwachsene. Nutze Gaming-Pausen für gezielte Übungen: Steh auf, strecke dich oder wechsle deine Sitzposition.
  • Gesunde Lebensweise: Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung, um Grunderkrankungen vorzubeugen, die eine Daumennerv-Überreizung begünstigen können.
  • Vorübergehende Entlastung: Auch eine vorübergehende Entlastung ist sinnvoll, hierfür können unterstützend Bandagen oder Schienen helfen. Diese werden beispielsweise häufiger bei einer Sehnenscheidenentzündung oder einem Karpaltunnelsyndrom eingesetzt.

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