Gehirn Löschen Button Funktion: Wie unser Gehirn Erinnerungen verarbeitet und was wir davon lernen können

Die Idee, einen "Löschknopf" für das Gehirn zu haben, um unerwünschte Erinnerungen oder Gedanken einfach zu entfernen, fasziniert viele. Doch wie funktioniert unser Gedächtnis wirklich, und gibt es Möglichkeiten, den Prozess des Erinnerns und Vergessens zu beeinflussen?

Die Funktionsweise unseres Gedächtnisses

Unser Gehirn ist kein Computer mit einer einfachen "Speichern"- oder "Löschen"-Taste. Stattdessen ist es ein komplexes Netzwerk von Neuronen, die durch synaptische Verbindungen miteinander kommunizieren. Je mehr wir bestimmte neuronale Schaltkreise trainieren, desto stärker werden diese Verbindungen. Das alte Sprichwort "Neuronen, die zusammen zünden, sind zusammen verdrahtet" beschreibt diesen Prozess gut.

Der "Radiergummi" im Gehirn: Noradrenalin und REM-Schlaf

Während des REM-Schlafs, der Phase, in der die meisten Träume auftreten, fährt unser Gehirn die Produktion des Botenstoffs Noradrenalin herunter. Noradrenalin ist normalerweise für Aufmerksamkeit, emotionale Reaktionen und die Bildung von Erinnerungen zuständig. Das Herunterfahren der Produktion während des REM-Schlafs führt dazu, dass Trauminhalte nicht richtig "archiviert" werden können.

Warum das Vergessen von Träumen genial ist

Dieses scheinbare "Designfehler" ist tatsächlich ein brillanter Mechanismus. Wenn wir uns an jeden einzelnen verrückten Traum erinnern würden, wäre unser Gehirn mit nutzlosen, unrealistischen Informationen überlastet. Außerdem sorgt das niedrige Noradrenalin-Level während des REM-Schlafs dafür, dass wir tief und fest schlafen, ohne von emotionalen oder aufregenden Trauminhalten geweckt zu werden.

Der entscheidende Moment: Was beim Aufwachen schiefgeht

Das Problem liegt nicht nur darin, dass während des Träumens wenig Noradrenalin vorhanden ist. Das eigentliche Drama spielt sich in den ersten kritischen Minuten nach dem Aufwachen ab. Sobald wir die Augen aufschlagen, schaltet unser Gehirn vom "Schlafmodus" in den "Überlebensmodus". Das Noradrenalin-Level schießt förmlich in die Höhe, was eigentlich perfekt wäre, um Erinnerungen zu festigen. Aber die Traum-Erinnerungen sind bereits so schwach und instabil, dass sie diesem plötzlichen neurochemischen Tsunami nicht standhalten können.

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Die Traum-Erinnerungs-Champions: Was macht sie anders?

Manche Menschen können sich jeden Morgen haarklein an ihre Träume erinnern. Diese Traum-Erinnerungs-Profis haben oft andere Schlafmuster als der Durchschnitt. Sie wachen häufiger spontan während der Nacht auf und haben dadurch mehr Chancen, Träume im Gedächtnis zu "fixieren". Sie verweilen länger in den Übergangsphasen zwischen REM-Schlaf und Wachsein und zeigen eine erhöhte Aktivität in Gehirnregionen, die für Gedächtnis und Bewusstsein zuständig sind.

Die Bedeutung des Vergessens

Das Vergessen ist nicht nur ein Schutzmechanismus, sondern auch eine Art Effizienzsache. Es ist nicht das Beste, sich jedes Detail zu merken, um zu überleben. Unser Gehirn macht jeden Morgen einen kompletten Neustart und löscht dabei gezielt die "unnötigen Dateien" der Nacht.

Evolution hatte einen Plan

Aus evolutionärer Sicht macht das Vergessen von Träumen absolut Sinn. Unsere Steinzeit-Vorfahren mussten morgens blitzschnell von null auf hundert schalten können. Ein Gehirn, das noch mit wirren Trauminhalten beschäftigt war, wäre in der Wildnis ein echtes Todesurteil gewesen.

Das Vergessen von Träumen ist ein Feature, kein Bug

Das Vergessen von Träumen ist also kein Bug, sondern ein Feature. Es sorgt dafür, dass wir morgens mit einem "sauberen" Bewusstsein starten, bereit für die realen Herausforderungen des Tages.

Wie man das Traum-Gedächtnis hacken kann

Es gibt Möglichkeiten, das System auszutricksen und sich an Träume zu erinnern. Der Schlüssel liegt darin, den neurochemischen Übergang vom Schlaf zum Wachsein zu verlangsamen und dem Gehirn Zeit zu geben, die schwachen Traumspuren zu stabilisieren.

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Tricks für eine bessere Traumerinnerung

  • Bleiben Sie nach dem Aufwachen absolut still liegen und bewegen Sie sich so wenig wie möglich. Jede Bewegung flutet Ihr Gehirn sofort mit Noradrenalin und löscht die letzten Reste Ihrer Träume.
  • Erzählen Sie Ihre Träume sofort nach dem Aufwachen mental oder sprechen Sie sie stichpunktartig ins Handy. Das bewusste Abrufen und Verbalisieren der Erinnerung hilft dem Gehirn, sie vom instabilen Kurzzeitgedächtnis ins festere Langzeitgedächtnis zu katapultieren.

Was Ihre Traum-Erinnerung über Ihre Persönlichkeit verrät

Menschen, die sich regelmäßig an ihre Träume erinnern, sind oft kreativer, offener für neue Erfahrungen und emotional sensibler. Auf der anderen Seite sind Menschen, die selten von Träumen berichten, oft pragmatischer, stressresistenter und besser darin, zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen zu unterscheiden.

Selektives Vergessen: Ist das möglich?

Die Idee, selektiv Erinnerungen zu löschen oder zu überschreiben, beschäftigt uns schon lange. Aber wie können wir lernen, das Erinnern und Vergessen bis zu einem gewissen Grad selber zu steuern?

Strategien zum Vergessen

Wenn wir etwas vergessen wollen, dann sollten wir möglichst wenig darüber nachdenken. Denn durch Wiederholungen prägen wir uns besser Dinge ein. Wenn Gedanken kommen, dann können wir uns bewusst überlegen: Wie weit möchte ich darüber nachdenken oder möchte ich das vielleicht gerade nicht, wenn ich weiß, Wiederholung sorgt dafür, dass es noch besser abgespeichert wird?

Die Rolle des Informationskonsums

Jede Information, die wir wahrnehmen, verändert unser Gehirn. Deshalb sollten wir uns gut überlegen: Welche Informationen will ich konsumieren, welche lieber nicht?

Die Rolle der Gliazellen beim "Aufräumen" des Gehirns

Neben den Neuronen spielen auch Gliazellen eine wichtige Rolle im Gehirn. Einige Gliazellen beschleunigen die Signale zwischen bestimmten Neuronen, während andere, die sogenannten Mikrogliazellen, als "Beschneidungsgärtner" fungieren. Sie schneiden die synaptischen Verbindungen, die weniger genutzt werden.

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Wie das Gehirn entscheidet, was gelöscht wird

Es sind die synaptischen Verbindungen, die wir nicht verwenden, die für das Recyclen markiert werden. Die Verbindungen, die wir verwenden, sind diejenigen, die bewässert und mit Sauerstoff versorgt werden. Um die Vorteile unseres Gehirns genießen zu können, sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns wichtig sind. Unsere Gärtner stärken diese Verbindungen und beschneiden diejenigen, die uns weniger interessieren.

Das Spike-Protein von SARS-CoV-2 und seine Auswirkungen auf das Gehirn

Eine neue Studie hat gezeigt, dass das Spike-Protein des Coronavirus SARS-CoV-2 lange nach einer Infektion noch in den Hirnhäuten und im Knochenmark des Schädels zu finden ist. Dies könnte möglicherweise zu neurologischen Langzeitfolgen von COVID-19 beitragen.

Die Rolle des Spike-Proteins bei Long Covid

Auch bei Long Covid könnte das in Hirnhäuten und Knochenmark des Schädels verbleibende Spike-Protein eine wesentliche Rolle spielen. Eine Impfung schützt signifikant vor den Ablagerungen des Spike-Proteins in Hirnhäuten und Hirnmark.

Mögliche therapeutische Ansätze

Es gibt mögliche Ansatzpunkte, um etwas gegen die abgelagerten Spike-Proteine zu tun. Zum Beispiel könnte man mit speziellen Wirkstoffen konkurrieren, die an den ACE2-Rezeptor binden und ihn so blockieren.

Inklusives Design und die Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzerbedürfnisse

Bei der Entwicklung digitaler Produkte ist es wichtig, die Prinzipien des inklusiven Designs zu berücksichtigen. Das Ziel ist, den Menschen in den Mittelpunkt der digitalen Produktentwicklung zu stellen und sicherzustellen, dass alle Nutzer, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder ihrem Kontext, einen Mehrwert aus dem Produkt ziehen können.

Prinzipien des inklusiven Designs

  • Alternativtexte für Bilder: Alternativtexte sollten nützlich und beschreibend sein und die wesentlichen Informationen des Originals erfassen.
  • Untertitel für Videos: Untertitel machen Videos zugänglicher.
  • Live-Regionen für Push-Nachrichten: Live-Regionen können verwendet werden, um Push-Nachrichten automatisch vorzulesen, wenn sich an einer bestimmten Stelle etwas ändert.
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzererfahrungen: Nutzer kommen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand oder in unterschiedlichsten Kontexten auf Webseiten und Apps.
  • Etablierte UI- und UX-Muster verwenden: Nutzer haben sich bereits an diese Muster gewöhnt.
  • Designsysteme verwenden: Designsysteme stellen sicher, dass Buttons, Links, Überschriften usw. plattformübergreifend eine einheitliche Sprache verwenden.
  • Browser- und Plattformeinstellungen nicht unterdrücken oder deaktivieren: Unterdrücken oder deaktivieren Sie niemals die Möglichkeiten der Browser- und Plattformeinstellungen.
  • "Unendliches Scrollen" vermeiden: Menschen mit einem Screenreader können nie das Ende der Liste erreichen.
  • Fokus-Markierung nicht deaktivieren: Die Fokus-Markierung von Buttons und Links sollte nicht deaktiviert werden, damit jemand, der mit der Tastatur navigiert, nicht verloren geht.
  • Zusätzliche Darstellungsoptionen anbieten: Bieten Sie allen Benutzern zusätzliche Darstellungsoptionen für komplexe Daten an.
  • Funktionen schrittweise zur Verfügung stellen: Stellen Sie Funktionen oder Inhalte schrittweise zur Verfügung und überfordern Sie die Benutzer nicht mit allem auf einmal.
  • Funktionalität durch Integration von Plattformfunktionen erweitern: Erweitern Sie die Funktionalität durch Integration von Plattformfunktionen.

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