Demenz-Wohngemeinschaften in Wuppertal: Ein Überblick

Wuppertal, als größte Stadt des Bergischen Landes, begegnet dem steigenden Bedarf an alternativen Wohnformen für Senioren und insbesondere Menschen mit Demenz mit innovativen Konzepten. Im Fokus stehen dabei Demenz-Wohngemeinschaften, die ein selbstbestimmtes Leben in einer familiären Umgebung ermöglichen sollen.

Hintergrund: Der Bedarf an alternativen Wohnformen für Demenzkranke

Die Pflegestatistik zeigt, dass ein signifikanter Teil der deutschen Bevölkerung pflegebedürftig ist. Oftmals wird die Pflege zu Hause durch Angehörige geleistet, unterstützt durch mobile Pflegedienste. Wenn dies jedoch nicht mehr möglich ist, stellen Seniorenwohngemeinschaften eine attraktive Alternative dar. In Wuppertal und Umgebung hat sich das Angebot an solchen Wohngemeinschaften, insbesondere für Menschen mit Demenz, in den letzten Jahren deutlich erweitert.

Die Heinrich Feuchter-Stiftung: Ein Pionier in Wuppertal

Ein wichtiger Akteur in diesem Bereich ist die Heinrich Feuchter-Stiftung. Die Stiftung engagiert sich in der Pflege und Unterstützung älterer Menschen in Wuppertal und plant die Einrichtung von zwei Demenz-Wohngemeinschaften. Ziel ist es, ein Zuhause zu schaffen, das Komfort, Lebensqualität und eine hohe Lebensqualität für die Bewohner bietet. Neben den geplanten Wohngemeinschaften bietet die Heinrich Feuchter-Stiftung auch Betreutes Wohnen, Service-Wohnen und stationäre Pflege an, um den unterschiedlichen Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden. Die geplanten Demenz-Wohngemeinschaften sollen jeweils elf Plätze bieten.

Das Konzept der Demenz-Wohngemeinschaften

Demenz-Wohngemeinschaften sind als eine alternative Versorgungsform für ältere, kranke und/oder pflegebedürftige Menschen anerkannt. Sie bieten eine Wohnform für Menschen mit besonderem Bedarf an Betreuung, Pflege und Hilfestellung. Der Fokus liegt auf einem selbstbestimmten Leben in einer familienähnlichen Gemeinschaft, in der die Bewohner rund um die Uhr betreut werden.

Leben in der Wohngemeinschaft

Der Mittelpunkt der Wohngemeinschaft bildet oft eine Wohnküche und ein großes Wohnzimmer. Hier können die Bewohner am Alltagsleben teilnehmen, je nach Interesse und Können. Ob Tisch decken oder Kuchen backen - die Möglichkeiten zur Teilhabe sind vielfältig und fördern die Selbstständigkeit. Ein kompetentes Pflegeteam steht den Bewohnern dabei rund um die Uhr zur Seite.

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Individuelle Gestaltung des Wohnraums

Jeder Bewohner hat ein eigenes Privatzimmer, das er nach seinem individuellen Geschmack mit eigenen Möbeln einrichten kann. Dies ermöglicht es, eine vertraute Umgebung zu schaffen und sich in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen.

Standorte in Wuppertal und Umgebung

In Wuppertal gibt es verschiedene Standorte für Demenz-Wohngemeinschaften, darunter:

  • Breite Straße in Wuppertal-Ronsdorf: Hier befinden sich drei Wohneinheiten für sieben, acht und neun Mieter*innen. Die Wohngemeinschaften sind barrierearm und verfügen über eine Küche, ein großes Pflegebad und einen Balkon oder eine Terrasse. Die Nähe zum Ronsdorfer Marktplatz bietet eine gute Erreichbarkeit.
  • Hofkamp in Wuppertal-Elberfeld: Auch hier gibt es drei Wohneinheiten für jeweils acht Mieter*innen. Die Wohngemeinschaften sind ähnlich ausgestattet wie in Ronsdorf und verfügen über eine Gartenanlage mit Spazierweg und Hochbeet.

Neben den Standorten in Wuppertal gibt es auch in der Umgebung zahlreiche Senioren- und Demenz-Wohngemeinschaften, beispielsweise in Haan, Düsseldorf, Essen, Dormagen, Herne, Herten, Kaarst, Dortmund, Köln, Duisburg, Oer-Erkenschwick, Marl, Dorsten, Mönchengladbach, Sundern und Merzenich.

Beispiele für Wohngemeinschaften in anderen Städten:

  • Wohnprojekt „Sonnenhaus“: Passivhaus in der Breslauer Str. 110 in Wuppertal - Stadtteil Wichlinghausen.
  • Senioren-WG Am Bandenfeld 106 in Haan: Ruhige Wohnlage am Stadtrand, die ländliche Idylle mit städtischer Nähe verbindet.
  • Intensivpflege Wohngemeinschaft in Düsseldorf-Rath: Bietet intensivpflegebedürftigen Menschen ein gemeinsames Zuhause.
  • Senioren-WG Auf der Litten 146-148 in Essen: Ruhige Wohngegend mit guter Anbindung an die Innenstadt.
  • Einrichtung in der Vogelheimer Straße 25-27 in Essen: Familiäre Atmosphäre und betreute Appartementwohnanlage.
  • Senioren-WG Sophie-Scholl-Str. 3-9 in Dormagen: Ruhige, naturnahe Wohnlage im Wohnpark Delhoven.
  • Wohngemeinschaft MEDICURA in Herne: Gut erreichbar über die A 42.
  • Senioren-WG an der Ewaldstraße 166 in Herten: Zentrale Lage mit ruhigem Umfeld.
  • Senioren-WG an der Novesiastraße 60 in Kaarst: Zentrale, aber ruhige Wohnlage mit guter Infrastruktur.
  • Senioren-WG an der Heimbrügge 5a in Dortmund: Beliebtes Wohngebiet im Nordwesten der Stadt.
  • Senioren-WG an der Martin-Luther-Straße 34 in Köln: Ruhige Wohnlage mit guter Anbindung.
  • Senioren-WG in der Schloßstraße 1-3 in Duisburg: Zentrale Lage und wohnliche Umgebung.
  • Senioren-WG an der Horneburger Straße 118 in Oer-Erkenschwick: Gewachsene Wohngegend mit guter Infrastruktur.
  • Senioren-WG an der Hülsstraße 56 in Marl: Zentrale Lage im Stadtteil Hüls.
  • Senioren-WG in der Juliusstraße 38/38a in Dorsten: Ruhiges Wohnen mit zentraler Anbindung.
  • Kursana Quartier in Sundern - Allendorf: Ermöglicht ein autonomes und selbstbestimmtes Leben im Alter.
  • Senioren-WG am Tomper Weg 68 in Mönchengladbach: Ruhiges und grünes Wohngebiet am nordwestlichen Rand der Stadt.
  • Senioren-WG Schluerweg 13 in Dorsten: Ländliches Flair mit guter Erreichbarkeit.
  • Senioren-Wohngemeinschaften in Merzenich: Gehobene Ausstattung und komplette Barrierefreiheit.
  • Senioren-WG an der Werler Straße 101-107 in Hamm: Modernes Wohnensemble mit betreutem Wohnen.

Vorteile von Demenz-Wohngemeinschaften

  • Selbstbestimmung: Die Bewohner können ihr Leben weitestgehend selbstbestimmt gestalten.
  • Familienähnliche Atmosphäre: Die Wohngemeinschaft bietet eine familiäre Umgebung, in der sich die Bewohner wohlfühlen können.
  • Soziale Kontakte: Die Bewohner haben die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen und sich aus der Einsamkeit zu lösen.
  • Individuelle Betreuung: Ein kompetentes Pflegeteam steht den Bewohnern rund um die Uhr zur Seite und geht auf ihre individuellen Bedürfnisse ein.
  • Sicherheit: Durch Brandmeldeanlagen, Servicerufsysteme und Schließkartensysteme wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

Fazit

Demenz-Wohngemeinschaften sind eine wertvolle Alternative zum Pflegeheim und ermöglichen Menschen mit Demenz ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben in einer familiären Umgebung. Die Heinrich Feuchter-Stiftung leistet in Wuppertal einen wichtigen Beitrag zur Schaffung solcher Wohnformen. Die wachsende Zahl an Wohngemeinschaften in Wuppertal und Umgebung zeigt, dass der Bedarf an dieser Art von Wohnen groß ist und dass immer mehr Menschen die Vorteile dieser alternativen Wohnform erkennen.

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