Der Mann ohne Nerven: Eine Filmkritik

Charles Bronson, der bereits in den frühen 1950er Jahren im Filmgeschäft tätig war und mit Filmen wie "Die glorreichen Sieben", "Gesprengte Ketten" und "Das dreckige Dutzend" Bekanntheit erlangte, wurde durch seine Rolle in "Ein Mann sieht rot" (1974) endgültig zur Ikone. Danach schien es üblich, dass die deutschen Titel seiner Filme das Wort "Mann" enthielten. So auch bei "Der Mann ohne Nerven", seinem ersten Film nach "Ein Mann sieht rot".

Handlung und Inhalt

Im Zentrum von "Der Mann ohne Nerven" steht Jay Wagner (Robert Duvall), ein unschuldig inhaftierter US-Amerikaner, der durch eine Intrige in einem mexikanischen Gefängnis landet. Charles Bronson spielt Nick Colton, der Wagner zur Flucht verhelfen soll.

Der Film basiert auf dem Fall des Süßstoff-Imperium-Erben Joel David Kaplan, der 1971 mit einem Helikopter aus einem mexikanischen Gefängnis befreit wurde. Tom Gries inszeniert "Der Mann ohne Nerven" als routiniertes Spannungskino mit Italo-Western-Elementen, in dem jeder Handgriff auf den Gefängnisausbruch ausgerichtet ist. Charles Bronson gibt sich als Problemlöser, der auch in brenzligen Situationen einen Spruch auf den Lippen hat.

Jay Wagner wird in Mexiko unschuldig wegen Drogenbesitzes zu 20 Jahren Haft verurteilt. Seine Frau Ann (Jill Ireland) engagiert den texanischen Buschpiloten Nick Colton (Charles Bronson), um Jay zu befreien. Für Geld und eine hübsche Frau ist Nick bereit, alles zu riskieren. Ein erster Versuch, Jay mit einem Flugzeug zu entführen, scheitert jedoch.

Schauspielerische Leistungen

Charles Bronson ist die Rolle des Nick Colton auf den Leib geschrieben. Er avancierte zwei Jahre zuvor durch "Ein Mann sieht rot" zum Superstar in der Rolle des einsamen Rächers. Robert Duvall spielt Jay Wagner, und Jill Ireland ist als Ann Wagner zu sehen. John Huston verkörpert Harris Wagner.

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Kritik

"Der Mann ohne Nerven" wird als mittelmäßiger Actionthriller aus den 1970er Jahren beschrieben. Charles Bronson spielt zwar die Hauptrolle, aber der Film konzentriert sich zunächst auf Robert Duvall. Bronson verkörpert den eigenwilligen Typen Nick Colton, der aber nicht ganz zu dem Mann passt, der ein Jahr zuvor den rachsüchtigen Architekten Paul Kersey in "Ein Mann sieht rot" verkörperte.

Der Film kann zwar mit einem actiongeladenen Finale aufwarten, aber das Ganze wirkt optisch wenig ansprechend und nicht besonders spannend. Hinzu kommt der unpassende Score.

"Der Mann ohne Nerven" ist ein Abenteuerfilm, der von Marc Norman und Tom Gries geschrieben wurde. Jay Wagner wird in Lateinamerika unschuldig inhaftiert. Seine Frau Ann versucht, den Bruchpiloten Nick Colton anzuheuern, um ihn aus dem Gefängnis zu befreien. Colton und sein Kollege Hawkins planen eine waghalsige Flucht.

Der Film ist teilweise brutal, teilweise klamaukartig, teilweise spannend und teilweise seltsam. Insgesamt ist "Der Mann ohne Nerven" ein unausgeglichener Film, der als Gefängnisdrama nicht überzeugt und auch als typischer Bronson-Actioner nicht passt.

Bronson genießt seine Rolle sichtlich, und auch Duvall ist in seinem Element, obwohl er etwas an den Rand gedrängt wird. Das Bild der Blu-ray ist teilweise gut, teilweise pixelig und zeigt Artefakte. Der Ton ist solide.

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Weitere Details

Harris Wagner ist ein korrupter Geschäftsmann, der seinen Enkel Jay Wagner unschuldig ins Gefängnis bringen lässt. Jays Ehefrau Ann plant daraufhin mit Hilfe von Nick Colton, ihren Mann zu befreien.

Nach seinem Erfolg mit „Ein Mann sieht rot“ konnte sich Charles Bronson seine Filme aussuchen. In "Der Mann ohne Nerven" wird Jay Wagner von seinem eigenen Großvater der Mord an einem Mexikaner angehängt. Ann will sich einen Profi an die Seite holen und findet ihn in dem Flugzeugtechniker Nick Colton.

"Der Mann ohne Nerven" ist auf das Charisma seines knurrigen Helden abgestellt. Charles Bronson macht den Film zum Fixpunkt und trägt die Story auf seinen Schultern. Die Story basiert auf einem wahren Ereignis. Die Planung des Ausbruches spielt keine große Rolle. Bronson hat Spaß an seiner Rolle und gibt sich gesprächig. Jill Ireland spielt Ann Wagner, während Robert Duvall Jay spielt.

Optisch setzen Mexiko und das amerikanische Grenzland die Akzente. Sepiafarben, Staubwolken und sonnengegerbte Landschaften beherrschen die Szenerie. Action hat der Film nicht viel zu bieten.

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