Die Deutsche Gesellschaft für Neurologische Entwicklung: Förderung der neurologischen Gesundheit und Entwicklung

Die Neurologie erfreut sich bei jungen Ärzten wachsender Beliebtheit und verzeichnete im vergangenen Jahr mit 500 Neuzulassungen als Facharzt einen Höchststand. Die speziellen Kenntnisse der Neurologie sind auch in anderen Fachdisziplinen wie der Geriatrie und der Palliativmedizin gefragt. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die 1907 als "Gesellschaft Deutscher Nervenärzte" gegründet wurde, spielt eine wesentliche Rolle in dieser rasanten Entwicklung der Neurologie.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Eine dynamische Fachgesellschaft

Die DGN ist eine relativ junge Fachgesellschaft, in der fast zwei Drittel aller Mitglieder zwischen 31 und 50 Jahre alt sind. Prof. Dr. Gereon Fink, Vorstandsmitglied der DGN und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln, beantwortete Fragen zu den Aufgaben und Zielen der DGN. Er war unter anderem von 2011 bis 2012 Präsident der Gesellschaft für Klinische Neuropsychologie und von 2011 bis 2013 erster Prorektor der Universität zu Köln.

Vorteile einer Mitgliedschaft in der DGN für junge Mediziner

Junge Mediziner, die sich für die Neurologie entschieden haben, werden durch den Beitritt zur DGN Teil einer Community. Sie erhalten günstige Abonnements von Fachzeitschriften und Vergünstigungen bei Kongressen sowie Zugang zu attraktiven Fortbildungsangeboten und Ermäßigungen. Die Mitglieder-Newsletter informieren über Themen, die sonst schwer zugänglich wären.

In der Neurologie gibt es außerdem die Möglichkeit, sich mit der vitalen Nachwuchsorganisation "Junge Neurologen" zu vernetzen - ohne Mitgliedschaft und Mitgliedsbeiträge. Dies senkt die Hemmschwelle für ein Engagement in der Fachgesellschaft.

Mitgliedschaftsvoraussetzungen

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist die Approbation als Arzt in der Bundesrepublik Deutschland oder eine hauptberufliche Spezialisierung auf ein neurowissenschaftliches Forschungsgebiet. Medizinstudierende und Weiterbildungsassistenten erhalten besonders günstige Konditionen.

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Engagement der DGN für ihre Mitglieder

Die DGN engagiert sich auf vielfältige Weise für ihre Mitglieder:

  • Online-Archive: Mitglieder haben Zugriff auf passwortgeschützte Online-Archive von Fachzeitschriften.
  • Fortbildungsakademie: Die DGN-Fortbildungsakademie veranstaltet regelmäßig hochwertige, industrieunabhängige Fortbildungskurse zu günstigen Preisen und unterstützt zahlreiche Repetitorien zur Facharztprüfung im gesamten Bundesgebiet.
  • Stellenmarkt: Die DGN betreibt einen eigenen Stellenmarkt für ärztliche Jobs in der Neurologie, der fast alle aktuellen Angebote für Assistenzärzte enthält.
  • Medizinpolitische Diskussion: Die DGN beteiligt sich intensiv an der medizinpolitischen Diskussion, erstellt Gutachten und Empfehlungen zu Gesetzesentwürfen und führt eigene Studien zu Finanzierungsfragen in Kliniken durch.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Die DGN sensibilisiert die Bevölkerung und Entscheider in der Gesellschaft für die Arbeit der Neurologie, was allen Mitgliedern zugutekommt.

Ziele der DGN

Der zentrale Punkt der DGN ist der fachliche Austausch mit nationalen und internationalen medizinischen Organisationen in der Neuromedizin und angrenzenden Gebieten. Dies ermöglicht den Austausch von Fachwissen, Fortschritte in der Behandlung und letztendlich eine bessere Versorgung der Patienten. Angesichts des steigenden Bedarfs an Neurologen spielt die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle: Die DGN möchte mehr junge Mediziner für die Neurologie begeistern.

Um den fachlichen Austausch zu fördern, veranstaltet die DGN Kongresse, Arbeitstreffen zu aktuellen Themen, Fortbildungskurse, erstellt Leitlinien und publiziert wissenschaftliche Erkenntnisse.

Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand der DGN, der aus fünf gewählten Vertretern besteht, trifft gemeinsam wegweisende Entscheidungen. Er berücksichtigt die Expertise der Kommissionen und des Beirats, analysiert die Lage der Neurologie und ihrer Mitglieder und beschließt entsprechende Maßnahmen. Neben inhaltlichen Fragen spielen auch finanzielle und rechtliche Aspekte eine Rolle. Der Vorstand nimmt zudem repräsentative Aufgaben im medizinischen, politischen und gesellschaftlichen Bereich wahr.

Besonderheiten der DGN

Die Neurologie ist ein Wachstumsfach, und mit ihr wächst auch die DGN. Mit der steigenden Mitgliederzahl muss sich die Gesellschaft auf neue Bedürfnisse und Aufgaben einstellen. Die DGN nimmt eine Vorreiterrolle in den Bereichen Transparenz und Unabhängigkeit ein: Es gibt keinen Arbeitsbereich, der mit Industriegeldern finanziert wird, weder Fortbildungsveranstaltungen noch wissenschaftliche Preise oder die Erstellung von Leitlinien. Diese Unabhängigkeit ist wichtig, um im Sinne der neurologischen Kollegen und der Patienten handeln zu können.

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Vereinigung von Wissenschaft und Fortbildung

Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie mit Fortbildungsakademie vereint wissenschaftliche Vorträge und Fortbildung unter dem Motto "Mensch im Blick - Gehirn im Fokus". Für Studierende ist der Eintritt kostenlos. Eine der Hauptaufgaben der DGN ist es, qualitativ hochwertige CME-Fortbildung zu einem möglichst günstigen Preis anzubieten.

Neuropädiatrie: Spezialisierung auf die neurologische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Die Neuropädiatrie befasst sich mit der körperlichen und geistigen Entwicklung sowie möglichen Störungen und Erkrankungen des Nervensystems von Kindern und Jugendlichen. Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln können durch Veränderungen in ihrer Anlage, schädigende Einflüsse während Schwangerschaft und Geburt, Erkrankungen vielfältiger Ursachen und Art sowie Unfälle beeinträchtigt werden.

Was ist ein Neuropädiater?

Ein Neuropädiater ist ein auf die Entwicklung und Erkrankungen des Nervensystems spezialisierter Kinder- und Jugendarzt. Nach dem Medizinstudium und der Facharztausbildung in der Kinder- und Jugendmedizin absolvieren Neuropädiater eine mindestens dreijährige spezialisierte Weiterbildung. In dieser Zeit erwerben sie fundierte Kenntnisse über Untersuchungsmethoden und Behandlungsverfahren des Nervensystems, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie die Erstellung von Behandlungsplänen.

Aufgaben der Neuropädiatrie

Die Neuropädiatrie umfasst ein breites Spektrum von Aufgaben, von der Beurteilung der Entwicklung bis zur Behandlung spezieller und seltener Erkrankungen.

Drei hervorgehobene Gebiete sind:

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  • Entwicklungsneurologie: Einschätzung der körperlichen und geistigen Entwicklung von gesunden und kranken Kindern, einschließlich der Beurteilung des voraussichtlichen weiteren Verlaufs. Erstellung individueller Behandlungskonzepte zur Förderung durch Krankengymnastik, Sprachförderung, Ergotherapie und Pädagogik.
  • Bewegungsstörungen: Ursachenklärung und Entwicklung individueller Behandlungskonzepte in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, die Medikamente und gelegentlich Operationen einschließen können, um schmerzfreie Beweglichkeit zu erreichen und damit die Lebensqualität zu verbessern.
  • Epileptologie: Untersuchung und Behandlung von Krampfanfällen, einschließlich harmloser Fieberkrämpfe. Beurteilung akuter Krampfanfälle mit Ursachenklärung und Einschätzung des weiteren Verlaufes hinsichtlich der Entwicklung einer chronischen Anfallskrankheit (Epilepsie) sowie die Behandlung. Auswahl des passenden Medikaments und fortlaufende Überwachung der Behandlung. In manchen Fällen muss der Nutzen einer Operation erwogen werden.

Methoden in der Neuropädiatrie

In der Neuropädiatrie werden vielfältige Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung und Verlaufskontrolle eingesetzt:

  • Laboruntersuchungen von Blut, Liquor (Nervenwasser), Gewebeproben (z.B. Muskel)
  • Ultraschall von Gehirn und Muskel
  • Klinische Neurophysiologie: Elektroencephalogramm (EEG / Schlaf-EEG/Polygraphen), die Aufzeichnung der Hirnstromkurve.

Zusammenarbeit in der Neuropädiatrie

Die enge Zusammenarbeit mit den betreuenden Kinder- und Jugendärzten steht an erster Stelle, um Erkrankungen möglichst früh diagnostizieren und optimal behandeln zu können. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bieten dafür die Basis. Die Neuropädiatrie hat besondere Gemeinsamkeiten und Schnittstellen mit der Sozialpädiatrie, insbesondere auf dem Gebiet der Entwicklungsneurologie und in der Versorgung chronisch kranker Patienten. Es ist die vordringliche Aufgabe, für jedes Kind ein Behandlungsteam zusammenzuführen, das sich um die verschiedenen Aspekte der oft komplexen neurologischen Krankheitsbilder kümmert. Die betreuende kinder- und jugendärztliche Praxis wird bei Bedarf Spezialisten nennen können. Neuropädiater sind oft an Kliniken tätig, in Sozialpädiatrischen Zentren, in Reha-Einrichtungen oder Praxen mit neuropädiatrischem Schwerpunkt.

NeuroNation MED: Personalisiertes Gehirntraining auf Rezept

NeuroNation MED unterstützt Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen dabei, ihre Gehirnleistung zu verbessern. Die App ist kostenlos per Rezept erhältlich und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüft und zugelassen. Kognitive Beeinträchtigungen können Folge verschiedener Erkrankungen sein oder eigenständig auftreten.

Wann können kognitive Störungen auftreten?

Die Ursachen von kognitiven Störungen können sehr unterschiedlich sein. Kognitives Training wirkt diesen Symptomen aktiv entgegen: Es stärkt das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die Denkgeschwindigkeit nachweislich und reduziert die Alltagseinschränkungen spürbar.

NeuroNation MED: Ein Medizinprodukt für kognitives Training

NeuroNation MED bietet personalisiertes Training, basierend auf kognitiven Trainingssitzungen aus einem Set personalisierter Übungen, Gesundheitsinformationen und Entspannungsanleitungen. Zudem bietet das Produkt eine Einzelauswahl aus 23 Übungen, unterteilt in vier übergeordnete kognitive Trainingsdomänen.

Zweckbestimmung

NeuroNation MED soll Patienten dabei unterstützen, die Symptome von erworbenen oder neurodegenerativen leichten kognitiven Beeinträchtigungen zu lindern. Die Übungen wurden auf Basis wissenschaftlicher Kooperationen entwickelt und gewährleisten eine hohe Effektivität. Studien mit Universitäten und Kliniken bestätigen, dass die Effekte des Trainings auch im Alltag spürbar sind.

Personalisierung

Nach einer anfänglichen Evaluation wird die Leistung in den vier Trainingsbereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Schlussfolgerndes Denken und Geschwindigkeit ausgewertet. Dabei werden die individuellen Stärken und Schwächen ermittelt, um das Training direkt dort anzusetzen, wo das größte Verbesserungspotential besteht. Spielerische Elemente wie Belohnungen, Abzeichen und Herausforderungen fördern die Motivation im Training und die Bereitschaft, auch über mehrere Monate dabei zu bleiben.

Trainingsschwierigkeit und spezielle Bedürfnisse

Während des Trainings passen sich die Übungen fortlaufend an die Fortschritte an. Nach einer Reihe richtiger Antworten erhöhen sie die Schwierigkeit. Machen Sie mehrere Fehler hintereinander, wird die Schwierigkeit wieder gesenkt. Durch das Training an der persönlichen Leistungsgrenze wird so eine maximale Wirksamkeit erreicht. Außerdem können Sie unter den Einstellungen eine eventuelle Farbseh- bzw. Rechenschwäche (oder beides) angeben.

Intensität, Trainingszeiten und Erinnerungen

Sie können selbst festlegen, wie intensiv das Training sein soll. Von mindestens 25 Minuten pro Sitzung bis zu maximal 40 Minuten pro Sitzung dreimal in der Woche wird sichergestellt, dass das Training seine Wirkung bei jeder Intensität entfalten kann und dem Gehirn dabei noch stets genug Ruhephasen bietet.

Aktivierung für Geist und Körper

Die verschiedenen NeuroBooster sind Gesundheitsinformationen und kurze Einheiten, durch deren Hilfe Sie Ihren Körper und Geist aktivieren können. Das gibt Ihnen die Möglichkeit sich auf das bevorstehende Training vorzubereiten, um direkt fokussiert loslegen zu können. Neben einfachen körperlichen Übungen, stehen Ihnen hier auch Atem- und Entspannungsübungen zur Verfügung.

Trainingsplan mit personalisierten Sitzungen

NeuroNation MED basiert auf personalisierten Trainingsplänen. Das kognitive Training wird automatisch fortlaufend an die persönlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst. Dadurch stellen wir sicher, dass Sie jederzeit auf ihre Tagesform abgestimmt trainieren können. Jeder Trainingsplan besteht aus einer festgelegten Anzahl an Sitzungen. Die darin enthaltenen Übungen basieren auf der davor erfolgten Stärken- und Schwächenanalyse. Die Effekte des Trainings sind in alltagsrelevanten Tests in Studien nachgewiesen.

Übungsübersicht in vier Kategorien

Die App bietet eine Übersicht der insgesamt 23 Übungen, kategorisiert in die Bereiche Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Schlussfolgerndes Denken und Geschwindigkeit. Hier bekommen Sie einen Überblick Ihrer aktuellen Leistung im Vergleich zur Altersgruppe in jeder Übung.

Personalisierung und Auswertung

NeuroNation MED bietet eine moderne Lösung für kognitives Training zu Hause, das auch bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen benutzerfreundlich und leicht bedienbar ist. Dafür beziehen wir Feedback von medizinischem Fachpersonal ebenso wie von Patient:innen in die kontinuierliche Verbesserung des Trainings ein. Eine ansprechende Optik und klares Design stellen sicher, dass die 23 Übungen unkompliziert durchgeführt werden können. Spielerische Elemente wie Belohnungen, Abzeichen und Herausforderungen fördern die Motivation im Training und die Bereitschaft, auch über mehrere Monate dabei zu bleiben. Durch die nahtlose Integration von Benutzerfreundlichkeit mit spielerischen Elementen bietet NeuroNation MED ein ansprechendes und fesselndes Gehirntraining, das kontinuierliche kognitive Stimulation und eine effektive kognitive Rehabilitation sicherstellt.

Eine Evaluationsfunktion misst initial und regelmäßig Ihren Leistungsstand in vier Trainingsbereichen: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Schlussfolgerndes Denken und Geschwindigkeit. Auf der Auswertung basierend wird anschließend der personalisierte Trainingsplan erstellt. Das Training setzt dort an, wo das größte Verbesserungspotential besteht, damit an den individuellen Leistungsgrenzen effektiv gearbeitet wird.

So erhalten Sie NeuroNation MED:

  1. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt (z.B. Allgemeinmedizin oder Neurologie), Ihre Psychotherapeutin oder Ihren Psychotherapeuten nach einer Verschreibung für NeuroNation MED.
  2. Reichen Sie Ihr Rezept bei Ihrer Krankenkasse ein oder benutzen Sie den Rezeptservice. Nach einigen Tagen bekommen Sie von der Krankenkasse einen individuellen 16-stelligen Freischaltcode für Ihr NeuroNation MED Training.
  3. Laden Sie die NeuroNation MED App aus dem Apple App-Store oder bei Google Play herunter.
  4. Geben Sie Ihren 16-stelligen Freischaltcode in der NeuroNation MED App ein oder nutzen Sie den Aktivierungsservice.
  5. Aktivieren Sie NeuroNation MED in der App und starten Sie Ihr Training!

Erfahrungen mit NeuroNation MED

Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit NeuroNation MED:

  • Jakob, 40 Jahre: "Nach einer Untersuchung beim Neurologen wurde bei mir ein "prädementielles Syndrom" diagnostiziert. Nach knapp 3 Monaten Training mit der App ist bereits eine Besserung eingetreten!"
  • Ruth, 88 Jahre: "Da es mir ganz wichtig ist meinen Kopf einigermaßen fit zu halten und meine Ärztin feststellte, dass meine Vergesslichkeit mich sehr belastete, hat sie mir ein Rezept für NeuroNation MED verschrieben. Die Übungen haben mir sehr geholfen um mich besser zu konzentrieren."
  • Birgit, 64 Jahre: "Nach Corona hatte ich mit Vergesslichkeit zu kämpfen. Mir gefallen besonders die kurzen Sequenzen von Übungen und dass auch die Entscheidungsschnelligkeit trainiert wird."

Wer entwickelt NeuroNation MED?

NeuroNation MED ist ein Produkt der Synaptikon GmbH, einem in Berlin ansässigen Unternehmen mit mehr als 25 Millionen Nutzer:innen und damit Europas führende Plattform für kognitives Training. Bei NeuroNation MED ist es das Ziel, die Forschung und Digitalisierung im Bereich der Neurologie und Neuropsychologie voranzutreiben und bewährte, effektive Trainingsinterventionen über CE-gekennzeichnete digitale Medizinprodukte zu verbreiten.

ZNS-Erkrankungen: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

ZNS-Erkrankungen betreffen annähernd jeden zweiten Menschen in Deutschland - Tendenz steigend. Die körperliche, psychische und soziale Gesundung von Menschen steht dabei gleichermaßen im Blickpunkt. Gehirn, Psyche, Körper und soziales Umfeld bilden die Einheit, die den Menschen ausmacht. Nur wer diese Einheit im Ganzen betrachtet, kann Antworten auf Fragen und Probleme des modernen Menschen geben.

Die Belastung durch ZNS-Erkrankungen

ZNS-Erkrankungen stellen für die betroffenen Menschen oft eine extreme Belastung dar. Viele dieser Krankheiten sind schwerwiegend, chronisch und nicht heilbar - und damit teuer in der Behandlung. Nicht ausreichende Diagnostik und ineffektive Therapien belasten das Gesundheitssystem daher enorm.

Die Notwendigkeit einer umfassenden Versorgung

Eine sehr gute Versorgung für ZNS-Patienten bedeutet auch, dass sich Versorgungsstrukturen den Herausforderungen gesellschaftlicher Veränderungen und steigender Bedarfe anpassen. Studien zufolge werden ZNS-Erkrankungen und psychische Störungen in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Daher ist es wichtig, die Versorgung auf diesem Gebiet auch künftig nicht nur zu gewährleisten, sondern kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Die Rolle der Politik

Die politische Erfahrung und das Netzwerk der DGN werden eingesetzt, um gegenüber Politik, Krankenkassen, Behörden und Öffentlichkeit das wahre Ausmaß hinsichtlich Häufigkeit, Belastungen und Kosten zu kommunizieren und zusammen patienten- und systembezogene Lösungen zu erarbeiten bzw. anzubieten.

Der Mensch im Mittelpunkt

Neurologische und psychische Erkrankungen berühren das Innerste, den Kern und das Identitätsstiftende des Menschen. Ohne Gehirn und Psyche ist der Mensch nichts. Entsprechend hoch ist die Belastung für Patienten und Angehörige, das Ausmaß der Teilhabeproblematik und die Einschränkungen der Lebensqualität. Auch unter ökonomischer Betrachtung nehmen neurologische und psychische Erkrankungen eine Spitzenposition ein.

Die Bedeutung der Früherkennung und Behandlung

Studien weisen aus, dass die Belastungen durch psychische und neurologische Erkrankungen massiv unterschätzt werden. Die häufigste neuropsychiatrische Störung sind Kopfschmerzen, die zweithäufigsten Angstkrankheiten, Schlafstörungen und unipolare Depression. Die belastendsten unter den psychischen und neurologischen Erkrankungen (im Sinne des kumulativen Verlustes an qualitätsadjustierten Lebensjahren) sind unipolare Depressionen gefolgt von, Alkoholkrankheiten, Demenzen und Schlaganfall. Die teuersten dieser Erkrankungen (Gesamtkosten, direkte plus indirekte Kosten) sind affektive Störungen.

Psychische und neurologische Störungen sind zusammen für einen erheblichen Teil der gesellschaftlichen Gesamtbelastung durch Krankheiten verantwortlich. Dabei erhält höchstens ein Drittel aller Betroffenen irgendeine Therapie. Die Behandlung startet meist erst Jahre nach Krankheitsbeginn und entspricht oft nicht den minimalen Anforderungen an eine adäquate Therapie.

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen

In der Versorgung von Kindern und Jugendlichen weisen die Ergebnisse des Kinder- und Jugend-Gesundheit-Surveys (KiGGS) ebenfalls auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung eines qualitativ guten und für die Bevölkerung erreichbaren Versorgungsangebots hin.

Die Notwendigkeit sozialer Unterstützung

Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen neben medizinischer Behandlung häufig auch intensive soziale Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen. Für Kinder und Jugendliche ist dies lange schon gelebte Versorgungsrealität durch die Sozialpsychiatrievereinbarung, die Multiprofessionalität in den Praxen ermöglicht. Es ist überfällig, dies für die gesamte Lebensspanne im SGB-V zu implementieren.

Nach heutigen Behandlungsstandards mit unwidersprochenen bio-psychosozialen Krankheitsmodellen bedarf es neben der medizinischen und psychotherapeutischen und auch der sozialtherapeutischen Hilfestellung für die Patienten. Dies betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern in einem großen Maße alle Menschen, die unter schweren psychischen Erkrankungen leiden, wie z. B. Psychosen oder schweren Depressionen.

Ambulante Behandlungsmöglichkeiten

Wie die meisten organischen Erkrankungen können fast alle psychischen Erkrankungen ambulant ohne eine stationäre Intervention behandelt werden. Der politische Wille weist genau in diese Richtung. Es ist gut belegt, dass mit Modellen wie der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung im ambulanten Sektor wesentlich mehr Patienten von einem Arzt auf hohem Qualitätsniveau versorgt werden. Gerade für Menschen mit komplexen psychischen Erkrankungen stellt die ambulante, koordinierte und strukturierte multiprofessionelle Behandlung eine hinreichend niedrigschwellige und dennoch sehr gut haltgebende Behandlungsmöglichkeit dar, insbesondere für die Patientengruppen die durch die Richtlinienpsychotherapie nicht erreicht werden, weil sie den hohen personalen und sozialen Anforderungen, die für eine Richtlinienpsychotherapie erforderlich sind, nicht gewachsen sind.

Digitale Angebote in der Neurologie und Psychiatrie

Nicht nur Jugendliche, auch immer mehr Menschen im höheren Lebensalter nutzen digitale Endgeräte, um sich zu informieren. Das trifft auch auf Fragen zur eigenen Gesundheit und Behandlung von Erkrankungen zu. In unser Leben hält zunehmend die Erwartung Einzug, zu jeder Tageszeit und an allen Orten umfassend Informationen und Ratschläge einholen zu können. In verschiedenen Foren tauschen sich „Betroffene“ über Behandlungswege und Erfahrungen aus. Die digitale Welt eröffnet uns aber auch neue Möglichkeiten der Behandlung und des Kontaktes zu unseren Patienten, zu Kollegen und Leistungserbringern in unserem Versorgungsbereich. Wir als Spitzenverband ZNS wollen uns einmischen und einbringen und die neuen Entwicklungen aktiv mitgestalten. Der versorgende Hausarzt gewinnt damit Sicherheit in der Behandlung des ihm vertrauten Patienten und kann durch die Unterstützung des Facharztes für Neurologie oder Psychiatrie eine rasche indikationsgerechte Therapie einleiten, der Patient erfährt eine Behandlung zeitnah und durch einen ihm vertrauten Arzt, Doppelbehandlungen werden somit meist entbehrlich. Die Nutzung verschiedener Apps ist für uns zur Selbstverständlichkeit geworden. Von diesem Umstand sollen auch unsere Patienten profitieren. Über eine App können Patienten ganz individuell ihr „Tagebuch“ führen (Schmerztagebuch, Schlaftagebuch, Anfallstagebuch,), Informationen (z. B. im Sinne einer Psychoedukation) einholen oder dem Behandlungsteam signalisieren, dass bestimmte Interventionen erbeten werden. Wir haben keine Angst vor der digitalen Entwicklung der Medizin. Wir gestalten sie sogar aktiv mit.

Die Deutsche Gesellschaft für neurophysiologische Entwicklung e.V. (DGNE)

Die Deutsche Gesellschaft für neurophysiologische Entwicklung e.V. (DGNE) befasst sich mit der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung. Mit dem kurzen Begriff NEL Training soll die ganzheitliche Methode, die die neurophysiologische Entwicklung sowie das Lernen und Verhalten betrachtet, verständlicher und umfassender beschrieben werden. Für das Erkennen neurophysiologischer Unreifen steht den Mitgliedern ein umfangreiches Screening zur Verfügung, welches auf Basis wissenschaftlicher Richtlinien ausgewertet werden kann.

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