In der heutigen schnelllebigen und anspruchsvollen Arbeitswelt ist eine hohe Gehirnleistung ein entscheidender Faktor für Erfolg. Komplexe Aufgaben und hohe Anforderungen verlangen unserem Gehirn immer mehr ab. Zum Glück lässt sich die Gehirnleistung steigern. Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Tipps und Strategien, um Ihre Konzentration zu verbessern und Ihr geistiges Potenzial voll auszuschöpfen.
Gehirnleistung: Definition und Bedeutung
Die Gehirnleistung beschreibt die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Das menschliche Gehirn ist in der Lage, durch Sinneswahrnehmungen bewusst mit seiner Umwelt zu interagieren, Reize zu verarbeiten und die Reaktionen darauf nach seinen Wünschen zu formen. Eine gute Gehirnleistung ist entscheidend für eine erfolgreiche Karriere und ein erfülltes Leben.
7 Tipps zur Steigerung der Gehirnleistung
Wenn Sie Ihre Gehirnleistung steigern möchten, gibt es verschiedene Bereiche, in denen Sie Verbesserungspotenzial haben. Nur wer alle Tipps umsetzt, kann sein wahres Potenzial erreichen. Viele der Tipps, die die Gehirnleistung steigern, sorgen auch für ein ausgeglichenes Leben.
1. Regelmäßiger Sport für einen gesunden Geist
Sport ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Geist. Bewegung fördert die Durchblutung im Gehirn, was die Konzentration der Botenstoffe verändert und Wachstumsstoffe ausschüttet. Dadurch entstehen neue Verknüpfungen in der Großhirnrinde, im Kleinhirn und im Hippocampus. Außerdem hilft Sport aktiv dabei, Stress abzubauen. Bewegung reguliert die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin, Insulin und Cortisol. Sind diese Werte zu hoch, leidet die Konzentrationsfähigkeit darunter. Regelmäßiger Sport und genügend Bewegung sind also sowohl für einen gesunden Körper als auch für einen gesunden Geist sehr wichtig.
2. Gesunde Ernährung als Treibstoff für das Gehirn
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt einen großen Beitrag zu einem optimal funktionierenden Organismus bei. Das Gehirn verbraucht ca. 20 % der Gesamtenergie eines Menschen, wobei es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Die Qualität der Lebensmittel hat also einen unmittelbaren Effekt auf unsere Gehirnleistung. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen. Vollkornprodukte sind eine bessere Alternative als Süßigkeiten, da sie Glukose in Form von Stärke liefern, die langsam im Körper abgebaut wird. Omega-3-Fettsäuren, die in Kaltwasserfischen, Ölen, Samen und Nüssen enthalten sind, können ebenfalls helfen, die Konzentration langfristig zu steigern.
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3. Ausreichend Schlaf für optimale Regeneration
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Gesundheit und eine optimale Gehirnleistung ist ausreichend Schlaf. Unser Gehirn kann nur ohne Einschränkung funktionieren, wenn es genügend Erholung bekommt. Die benötigte Menge an Schlaf kann von Mensch zu Mensch variieren. In der Regel sind aber 7 - 8 Stunden notwendig, damit der Körper erholt ist. Auch die Qualität des Schlafes ist wichtig. Um diese zu steigern, sollten Sie für optimale Bedingungen in Ihrem Schlafzimmer sorgen. Darüber hinaus ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus für die Qualität des Schlafes wichtig.
4. Nahrungsergänzungsmittel als Unterstützung für die Gehirnfunktion
Nahrungsergänzungsmittel ersetzen auf keinen Fall eine ausgewogene Ernährung, können aber ergänzend positiven Einfluss auf die Gehirnleistung haben. Einige Nährstoffe sind für unser Gehirn besonders wichtig. Die B-Vitamine tragen zur Gewährleistung einer normalen Hirnfunktion bei. Vitamin D ist für fast alle Bereiche unserer Gesundheit wichtig, leider ist die Aufnahme in Deutschland über die Sonne meist nicht ausreichend möglich. In Lebensmitteln lässt sich nur wenig Vitamin D finden, deshalb kann ein Nahrungsergänzungsmittel hier hilfreich sein. Die Inhaltsstoffe von Fisch- oder Algenöl sorgen neben weiteren positiven Effekten ebenfalls für die optimale Gehirnfunktion und senken das Risiko an Alzheimer zu erkranken.
5. Strukturierter Alltag für mehr mentale Energie
Wenn Sie gewisse Prozesse Ihres Lebens einfach automatisieren, können Sie mit der dadurch eingesparten mentalen Energie Ihre Gehirnleistung steigern. Eine beliebte Methode, die auf dem gleichen Prinzip basiert, ist die sogenannte Morgenroutine. Mit einer konstruktiven Morgenroutine geben Sie die Stimmung für den gesamten Tag an. Durch das Wiederholen des immer gleichen Ablaufes bilden Sie innerhalb von 2 Monaten ein Habit. Die Abfolge von Handlungen wird für Sie zur Gewohnheit und Sie haben den Kopf frei für wichtige Entscheidungen.
6. Medienkonsum einschränken für mehr Fokus
Jede neue Information, der wir am Tag ausgesetzt werden, nimmt uns einen Teil unseres Fokus. Bei emotionaleren Neuigkeiten kann eine einzige Information bereits den Fokus für den gesamten Tag stören, was sich negativ auf die Gehirnleistung auswirkt. Bei der Umsetzung kann die Regulierung der Bildschirmzeit oder das Entfernen von bestimmten Apps auf dem Startbildschirm helfen, den Medienkonsum zu verringern. Auch ist es ratsam, regelmäßig ein sogenanntes Social Media Detox zu betreiben. In dieser Zeit wird komplett auf soziale Netzwerke verzichtet. Das gleiche Prinzip lässt sich auch auf News anwenden.
7. Gehirntraining zur Entfaltung des geistigen Potenzials
Gehirntraining kann die Gehirnleistung steigern. Es bietet sich an, um das maximale Potential Ihres Verstandes zu entfalten. Um das Gehirn zu trainieren, müssen einige Kriterien beachtet werden. Werden diese eingehalten, können die kognitiven Fähigkeiten, wie etwa die fluide Intelligenz, effektiv verbessert werden. Damit ist Gehirnjogging bei richtiger Anwendung ein optimales Mittel, um die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.
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Konzentration: Was ist das überhaupt?
Konzentration ist die willentliche Fokussierung der eigenen Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe, die Lösung eines Problems oder das Erreichen eines kurzfristigen Ziels. Das bedeutet also, dass es dir gelingt, dich auf ein bestimmtes Thema so zu fokussieren, dass irrelevante Dinge ausgeblendet werden. Nun ist es jedoch so, dass viele innere und äußere Störquellen deine Konzentration stören können und genau diese gilt es zu eliminieren. Konzentration hat wenig mit deiner Intelligenz zu tun, denn letztere kann im Gegensatz zur Konzentration im Erwachsenalter nicht langfristig gesteigert oder verbessert werden. Demnach ist also die weit verbreitete Annahme, dass sich intelligente Menschen besser konzentrieren können definitiv falsch. Konzentration ist kein natürlich gegebener Zustand, der dir in die Wiege gelegt wurde, sondern eine geistige Anstrengung. Beste Voraussetzungen für eine hohe Konzentrationsfähigkeit schaffst du durch eine gute Tagesform oder einen erholsamen Schlaf. Gerade nach einer entspannten Nacht fühlst du dich fit und aktiv. Des Weiteren hängt deine Konzentrationsfähigkeit stark von der jeweiligen Situation ab. Herrscht in deiner Umgebung beispielsweise eine hohe Lautstärke oder große Unruhe, kannst du dich sehr wahrscheinlich schlechter konzentrieren als wenn du dich in einem ruhigeren und reizärmeren Umfeld aufhältst. Jeder hat schon Zeiten erlebt, in denen er sich einfach nicht auf die Arbeit einlassen konnte. Die Gedanken kreisten um das vergangene Wochenende, das kaputte Auto oder den geplanten Urlaub. All dieser „Kopflärm" hält dich davon ab, dich auf die eigentliche Aufgabe voll und ganz einzulassen. Neben diesen Faktoren ist es natürlich auch relevant, ob dich die zu behandelnde Thematik oder der Gegenstand gerade tatsächlich interessiert oder er zumindest ansprechend ist. Kannst du das bejahen, dann ist deine Konzentration beziehungsweise deine Motivation zur Konzentration um ein Vielfaches höher. Da Konzentration Energie und Anstrengung erfordert, ist sie nur zeitlich begrenzt möglich. Erwachsene sind in der Regel in der Lage dazu, sich bis zu 90 Minuten am Stück zu konzentrieren. Diese Ausdauer wird zum einen individuell von der Sache und zum anderen von der aktuellen Stimmung, dem Können und von den Wahrnehmungsreizen aus der Umgebung beeinflusst.
Konzentrationsschwäche und ihre Ursachen
Eine Konzentrationsschwäche kann verschiedene Ursachen haben, welche von harmlosen bis hin zu ernsteren Umständen reichen. Von Konzentrationsschwäche ist die Rede, wenn du dich leicht ablenken lässt, übermäßig zerstreut bist, dich konfus oder verwirrt fühlst oder dich schlecht entscheiden kannst. Diese Erscheinungen können überall zu Problemen führen, ob in der Uni oder dem Berufsleben. Diese Erscheinungen führen bei Betroffenen dazu, dass alltägliche Aufgaben, welche zuvor nahezu unbewusst von der Hand gegangen sind nun ein höheres Maß an Konzentration verlangen. Trotzdem stört es dich vermutlich auch selber, dass du dich schlecht konzentrieren kannst, deine Gedanken häufig abschweifen und du deswegen zum Beispiel Gesprächen, Vorträgen oder Fernsehsendungen nur schwer folgen kannst und vielleicht sogar deine Arbeit darunter leidet. Sicherlich weißt auch du wie schwer es ist, sich in der letzten Vorlesung oder dem letzten Meeting zu konzentrieren, wenn schon ein langer und anstrengender Tag hinter dir liegt. Hier ein kleiner, aber feiner Tipp für zwischendurch. Kurz vor der Vorlesung oder dem Meeting raus an die frische Luft und ein paar Mal kräftig durchatmen und Sauerstoff tanken, denn Sauerstoffmangel ist einer der häufigsten Gründe für ein Absinken deiner Gehirnleistung. Genauso kann es aber sein, dass deine Konzentrationsschwäche ein Resultat von chronischer Müdigkeit ist, welche wiederum viele andere Ursachen haben kann.
Konzentrationsschwäche bei Studenten und Büroathleten
Bei Studenten und erfahrenen Büroathleten ist eine nachlassende Aufmerksamkeit nicht gleich als Konzentrationsschwäche zu werten, schließlich ist es ganz normal, dass deine Gehirnleistung ab einem Alter von 24 langsam anfängt nachzulassen. Von einer Konzentrationsschwäche spricht man tatsächlich erst dann, wenn der Zustand der Unkonzentriertheit nicht kurzfristig, sondern für eine längere Zeit anhält. Halten die Zeiten, zu denen du unkonzentriert bist über Tage und Wochen an, sollten die Ursachen dieser Konzentrationsschwäche professionell abgeklärt werden. Diese können vielfältig sein und natürlich auch in Kombinationen auftreten.
Einfache Ursachen für deine Konzentrationsschwäche
- Schlafmangel: Wenn du täglich privat oder beruflich unter Stress stehst und im Gegenzug nicht genügend Erholung in der Nacht bekommst, wird dein Körper damit auf Dauer nicht zurechtkommen. Müdigkeit gehört zu den größten Gegnern deiner Konzentrationsfähigkeit.
- Tägliche Verlockungen (Kaffee, Süßigkeiten & Co): Meide die angeblichen Möglichkeiten zum Ausgleich: Kaffee, schwarzen Tee, Nikotin, Alkohol oder Süßigkeiten. Kurzfristig kann eine Tasse Kaffee oder Tee natürlich die Aufmerksamkeit steigern, doch dies solltest du dir nur für Notfälle aufheben. Auch die Schokolade am Nachmittag ist eine Falle, denn so schnell wie sie deinen Insulinspiegel ansteigen lässt, so schnell lässt sie ihn auch wieder fallen. Das Nachmittagstief ist also vorprogrammiert.
- Stressiger Alltag: Stress muss aber nichts Schlechtes bedeuten. Viel wichtiger ist, dass du dich auch entsprechend erholst. Stress darf nämlich auf keinen Fall zu einem dauerhaften Begleiter werden, denn das ausgeschüttete Cortisol, dein Stresshormon, greift bei konstanter Ausschüttung dein Nervensystem an.
- Zu wenig Bewegung: Sport ist ein Faktor, der im Zusammenhang mit einer Konzentrationsschwäche bei Erwachsenen oft unterschätzt wird. Dabei ist Sport und Bewegung nicht nur wichtig für den Körper, sondern auch für den Geist und die Konzentration.
- Schlechte Ernährung: Die richtige Ernährung wirkt sich besonders stark auf deine Konzentration aus. Das Gehirn braucht ausreichend Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser, um optimal zu funktionieren. Eine mangelhafte Zufuhr dieser Nährstoffe haben Blutzuckerschwankungen zur Folge, welche zum Leistungsabfall und zur Konzentrationsschwäche führen.
- Soziale Kontakte: Alle emotionalen Probleme dieser Art können selbst, wenn du körperlich fit bist, deine Seele und damit deinen Geist so belasten und blockieren, dass es zu Konzentrationsproblemen kommen kann. Versuche deshalb Probleme zu klären und Harmonie zu schaffen.
- Myelinschicht: Der Abbau dieser Myelinschicht wird in Zusammenhang mit Konzentrations- und Gedächtnisproblemen gebracht.
Wie du deine Konzentration trainieren kannst
Generell kannst du eine kleine Konzentrationsschwäche selbst beheben, ohne gleich konzentrationssteigernde Mittel schlucken zu müssen. Du kannst lernen deine Konzentration zu verbessern, aber das braucht Training. Mit den angeführten Übungen bemerkst du vielleicht kleinere Verbesserungen der Konzentration innerhalb von ein paar Tagen, aber für eine signifikante und langfristige Konzentrationssteigerung und eine Verlängerung der Aufmerksamkeitsspanne braucht es vier bis sechs Wochen Konzentrationsübungen.
- Achtsamkeit: Wenn du bemerkst, dass deine Gedanken im Meeting oder in der Vorlesung anfangen zu wandern und deine Konzentration abfällt, dann sag dir innerlich einfach: „Sei jetzt hier!" und bring so deine Aufmerksamkeit sanft wieder dahin zurück, wo du sie haben willst.
- Die Spinnen-Technik: Trainiere dein Gehirn darauf auf Ablenkungen nicht mehr zu reagieren. Bilde einen Tunnel zwischen dir und dem Fokus deiner Aufmerksamkeit und filtere Störungen bewusst heraus. Konzentriere dich auf das, was du vor dir hast und lasse alles andere draußen.
- Zeit der Gedanken: Wenn dich bestimmte Gedanken immer wieder quälen und dich in deiner Konzentration beeinträchtigen, dann hilft es oft, sich jeden Tag eine bestimmte „Zeit der Gedanken" freizuhalten, in der du über genau diese Dinge nachdenken kannst.
Konzentration steigern und verbessern - Aber wie?
Ob bei Prüfungen, im Studium oder im Beruf, lässt die Konzentration nach, so sinkt auch die Leistungsfähigkeit. Besonders in entscheidenden Momenten ist es aber wichtig, auf die eigene mentale Leistungsfähigkeit bauen zu können. Hier findest du die besten Tipps, um die eigene Konzentration zu verbessern. Es ist durchaus möglich, die eigene Konzentration zu fördern und dabei lediglich auf natürliche Kräfte zurückzugreifen, die bereits in dir stecken. Hierbei solltest du immer darauf achten, deine Konzentrationsfähigkeit auf systematische Art und Weise zu verbessern. Wichtig ist, dass du an dieser Thematik langfristig arbeitest. Die tägliche Anwendung spezieller Tricks sollte Schritt für Schritt durchgeführt werden, um die Konzentration zu verbessern. Vergiss dabei nicht, einen klaren Zeitplan für deine Ziele aufzustellen. Diese logische Herangehensweise ist die beste Möglichkeit, die Konzentration zu steigern. Der erste Schritt sollte immer darin bestehen, einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Passend kann dabei für jeden etwas anderes bedeuten. Ob auf dem Sofa oder am Schreibtisch. Wichtig ist nur: dein Arbeitsplatz sollte gut beleuchtet, ruhig und geräuscharm sein.
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Deine Schritte, um die Konzentration zu steigern
- Erreichbare Ziele setzen
- Auf das Wesentliche konzentrieren
- Organisiert bleiben
- Aufgabenliste erstellen
- Gib dir einen Anreiz, um die Aufgaben zu bearbeiten
- Monotonie durch vielseitige Aufgaben vermeiden
- Regelmäßig Pausen einlegen
Was hilft, die Konzentration zu steigern? 5 Tipps
Wer in einer Aufgabe versinken will, muss fokussieren können. Das ist zwar vor allem eine bewusste Entscheidung, jedoch schadet es nicht, ein paar Mechanismen zu kennen, die dazu dienen, die Kontrolle über das Gehirn zurückzuerobern und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
- Tag strukturieren: Um sich mit voller Konzentration einer wichtigen Aufgabe widmen zu können, brauchst du ein gutes Zeitmanagement. Im Klartext bedeutet dies: Strukturiere deinen Arbeitstag realistisch. Überlege, welche Aufgaben anstehen, wie viel Zeit du für die Umsetzung brauchst, und erstelle eine To-Do-Liste.
- Fokuszeit einplanen: Plane für anspruchsvolle Arbeit, die deine ganze Aufmerksamkeit fordert, eine sogenannte „Stille Stunde“ ein. Die Idee dahinter: Du schaffst dir im Büro, im Home Office oder am Schreibtisch in deinem WG-Zimmer einen Rahmen, der Störungen ausschließt.
- Pausen einplanen: Pausen erhöhen die Produktivität. Ohne regelmäßige Erholung ist keine Fokussierung möglich. Wichtig dabei: Zur Regeneration gehört nicht nur ein erholsames Wochenende, sondern auch kleine Auszeiten während des Arbeitstages.
- Nahrung fürs Gehirn: Schon bei einem Flüssigkeitsverlust von 0,5 bis drei Prozent sinkt die Konzentrationsfähigkeit. Deshalb sollte das Wasserglas idealerweise griffbereit am Schreibtisch stehen und regelmäßig ausgetrunken werden.
- Genügend Schlaf: Nur wenn du ausgeruht und ausgeschlafen bist, wirst du konzentriert arbeiten können. Demnach gilt: Nach der Arbeit hast du frei! Genieß den Abend und deine Freizeit. Auch das fördert die Konzentration am nächsten Tag.
Konzentrationsschwierigkeiten: Ursachen und Lösungen
Konzentrationsschwierigkeiten sind frustrierend, aber zum Glück lässt sich etwas dagegen tun.
Warum kann ich mich so schlecht konzentrieren?
Schlafmangel, Stress, schlechte Ernährung, wenig Bewegung, eine Umgebung, in der Sie zu sehr abgelenkt sind… und möglicherweise geht Ihnen auch einfach zu viel durch den Kopf, oder Sie lassen sich von Ihren eigenen Gedanken ablenken. Alternativ sind Sie vielleicht etwas empfindlicher gegenüber Geräuschen als die meisten anderen Menschen. Menschen mit einem sensiblen Gehör, das auch als Hyperakusis bekannt ist, nehmen Geräusche intensiver wahr als andere. Bei diesen Menschen nimmt das „sensorische Zentrum“ im Gehirn Geräusche übermäßig stark wahr, und es ist praktisch unmöglich, unwichtige Geräusche zu ignorieren - ein solches Gehirn ist einfach nicht gut darin, irrelevante Geräusche „auszublenden“. Folglich lassen sich Kinder und Erwachsene mit auditiver Sensibilität viel leichter durch Umgebungsgeräusche ablenken. Dadurch fällt es ihnen auch schwerer, sich auf die relevanten Geräusche zu konzentrieren (z. B. wenn eine Lehrkraft etwas erklärt). Da das Gehirn viel mehr auditive Informationen auf einmal verarbeiten muss, kann es schnell zu einer Reizüberflutung oder Überstimulation kommen. Manchmal kann dadurch sogar eine Kampf-, Flucht- oder Erstarrungs reaktion ausgelöst werden. Konzentrationsschwierigkeiten können in bestimmten Fällen auch eine medizinische Ursache haben, z. B. Anämie oder ein hormonelles Ungleichgewicht.
Wie kann ich meine Konzentration verbessern?
- Ihren Arbeitsplatz definieren: Es ist einfacher, sich zu konzentrieren, wenn man sich an einem festen Ort befindet, an dem man es gewohnt ist, sich zu konzentrieren, und an dem man keinen anderen Aktivitäten nachgeht.
- Eine ablenkungsfreie Zone einrichten: Stellen Sie Ihr Smartphone auf lautlos und deaktivieren Sie die Benachrichtigungen auf Ihrem Computer.
- Körperliche Ablenkungen begrenzen: Achten Sie auf eine bequeme Körperhaltung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.
- Einer Überlastung des Gehörs mit einem Gehörschutz vorbeugen: Die Auswirkungen störender Geräusche lassen sich mit Ohrstöpseln oder Ohrenschützern merklich minimieren.
- Andere über das eigene Konzentrationsbedürfnis informieren: Kommunizieren Sie klar, wann Sie ungestört arbeiten müssen.
- Ausreichend Schlaf: Ein ausgeruhtes Gehirn ist entscheidend für alle kognitiven Funktionen und damit auch für Ihre Konzentrationsfähigkeit.
- Sich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren: Multitasking ist alles andere als förderlich.
- Die eigenen Prioritäten festlegen: Wenn Ihr Kopf voller Aufgaben ist, kann das zu einer Entscheidungslähmung führen.
- Einen Brain Dump machen: Erstellen Sie eine Liste der Dinge, die noch getan werden müssen oder nicht vergessen werden dürfen.
- Die Macht der Routine entdecken: Der Aufbau einer Routine kann Ihnen wirklich helfen, produktiver zu arbeiten.
- In Blöcken arbeiten: Eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der eigenen Konzentration besteht darin, Lern- oder Arbeitszeiten in feste Blöcke mit Pausen dazwischen einzuteilen.
- Regelmäßig auf die eigenen Bedürfnisse achten: Nehmen Sie sich während der Arbeit die Zeit, um Ihren Augen eine Pause zu gönnen und gleichzeitig auf Ihren Körper zu achten.
- Ab und zu an die frische Luft gehen: Gehen Sie nach draußen, schnappen Sie frische Luft und bekommen Sie den Kopf frei.
- Regelmäßig Sport treiben: Körperliche Bewegung kurbelt den Kreislauf an und bringt mehr Sauerstoff ins Gehirn, und dadurch steigt die Konzentrationsfähigkeit.
- Viel Wasser trinken: Schon ein minimaler Flüssigkeitsmangel von 1 % kann zu einer Reduzierung der kognitiven Funktionen um 5 % führen.
- Auf die eigene Ernährung achten: Mit einer abwechslungsreichen Ernährung und einer ausreichenden Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen sorgen Sie dafür, dass Ihr Gehirn alles bekommt, was es braucht, um optimal zu funktionieren.
- Body Doubling ausprobieren: Manche Menschen profitieren vom Body Doubling: Das ist eine Methode, bei der eine weitere Person im Raum ist, während man selbst eine Aufgabe erledigt.
- Bedeutungen schaffen (oder sich daran erinnern): Wenn Ihre Standards, Werte und Absichten mit dem übereinstimmen, was Sie tun, sind Sie viel motivierter - und im Ergebnis finden Sie Ihren Fokus leichter (wieder).
- Sich in Achtsamkeit vertiefen: Es gibt viele verschiedene Techniken, mit denen man häufiger und länger in der Gegenwart bleiben kann.
- Meditation: Täglich ein paar Minuten zu meditieren ist besonders effektiv, um die eigene Aufmerksamkeitsregulation zu trainieren.
Konzentration steigern: Wertvolle Tipps
Viele Menschen lassen sich beim Lernen oder bei der Arbeit leicht ablenken. Ein echter Killer für die Konzentration.
Was verringert die Denkleistung?
- Eine Informations-Überlast.
- Körperliche Stressfaktoren wie Entzündungen, Verletzungen der Blutgefäße oder Eiweißablagerungen im Gehirn.
- Krankheiten wie Depressionen.
- Schlafstörungen.
- Nebenwirkungen von Medikamenten.
- Alkoholgenuss.
Wie kann ich meine Konzentration verbessern?
- Musik einschalten: Musik hat viele positive Effekte auf die Denkleistung.
- Das Gehirn füttern: Ernähren Sie sich ausgewogen, denn zahlreiche Vitamine und Nährstoffe verbessern die Hirnfunktion.
- Viel trinken: Die Dehydrierung hat einen negativen Einfluss auf die Konzentration.
- Sport und Bewegung: Wer den Puls beim Ausdauertraining nach oben schnellen lässt, kann sich besser konzentrieren und auch besser an Gelerntes erinnern.
- Bloß kein Multitasking: Wer sich konzentrieren will, sollte sich nur mit einer, einzigen Aufgabe beschäftigen - dafür aber richtig.
- Gehirnhälften-Jogging: Wiederholen Sie diese Übung zehnmal, um Ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
- Achtsamkeitsübungen: Achtsamkeitsübungen können dabei helfen, die Aufmerksamkeit auch für den Rest des Tages zu steigern, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit gekonnt auf das Hier und Jetzt lenken.
Konzentrations-Tipps von Experten, die du sofort umsetzen kannst
- Meditation und Achtsamkeit: Dr. Adam Gazzaley empfiehlt regelmäßige Meditation, um deine Fähigkeit zur Konzentration zu stärken.
- Bewusste Pausen: Daniel J. Levitin betont die Bedeutung von kurzen Pausen. Leg alle 90 Minuten eine kurze Pause ein, um deine Konzentration aufrechtzuerhalten.
- Strukturiertes Arbeitsumfeld: Organisiere deinen Arbeitsplatz. Cal Newport rät dazu, den Schreibtisch aufzuräumen und nur die nötigsten Utensilien griffbereit zu haben.
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