Zuckt das Augenlid scheinbar ohne Grund, kann das verunsichern und - je nach Ausprägung - auch stören. Meist ist das Phänomen vollkommen harmlos. Dann lassen sich die Ursachen oft bereits durch ein paar gesunde Gewohnheiten abstellen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen für einseitiges Augenzucken, gibt Tipps zur Linderung und erklärt, wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Was ist Augenzucken?
Was allgemein als Augenzucken bezeichnet wird, meint, dass das Augenlid ab und zu ganz leicht zuckt. Dabei ziehen sich bestimmte Muskeln unwillkürlich und unregelmäßig zusammen. In der Medizin heißt dieses Phänomen Faszikulation. Betroffen sind im Falle von Augenzucken die Fasern des Augenlidhebers (Musculus levator palpebrae), und/oder des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi), der sich rund um das Auge zieht.
Meist zuckt nur ein Augenlid und auch das nur wenige Sekunden lang. Je nach Ursache kann das Augenzucken aber auch mehrere Tage andauern oder immer wiederkommen. Zucken können sowohl Ober- als auch Unterlid. Tatsächlich von außen sichtbar ist das Augenzucken meist nicht, die Bewegung ist zu winzig dafür - oft nicht mehr als ein hauchzartes Zittern des Augenlids. Bei genauem Hinsehen kann es anderen jedoch trotzdem auffallen. Abzugrenzen ist dieses regelhafte Zucken der Augen beispielsweiße vom Spasmus hemifacialis, der durch eine einseitige Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur gekennzeichnet ist. Auch ein Augenlidkrampf (Blepharospasmus) ist für Außenstehende gut sichtbar. Dabei sind beide Augen vom Zucken betroffen.
Häufige Ursachen für einseitiges Augenzucken
Wenn die Augenlider einseitig links oder rechts in leichter Ausprägung ab und zu zucken, ist das meist harmlos und kein Alarmsignal für eine Muskel-, Nerven- oder andere ernste Erkrankung. Mediziner sprechen dann von einem benignen Faszikulieren, also einem gutartigen Zucken. „Harmloses Zucken der Augen ist weit verbreitet und kann jeden treffen“, sagt Professor Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung.
Augenzucken passiert natürlicherweise dann, wenn uns ein Fremdkörper ins Auge fliegt und wir blinzeln. Dem liegt folgender Prozess zugrunde: Damit sich die Muskeln zusammenziehen können, muss die Konzentration bestimmter Blutsalze (Kalium/Calcium/Magnesium) innerhalb der Muskelzellen kurzfristig steigen. Diesen Ein- und Auslass regulieren Kanäle in den Zellmembranen des Muskels. Gibt es hier Dysbalancen, zum Beispiel durch Ermüdung, „klappt die Ionenverteilung nicht mehr ganz so wie sie soll und es kommt zu ungewollten Kontraktionen“, erläutert Professor Gereon Nelles, Facharzt für Neurologie und Vorstandsmitglied des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte.
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Verschiedene Faktoren sind denkbar, die die Ionenkonzentration in den Muskelzellen durcheinanderbringen können und Augenzucken wahrscheinlicher machen:
- Stress: Augenzucken kann durch seelische Belastung entstehen. Negativer Stress führt auf Dauer dazu, dass das Level an Stresshormonen im Körper steigt. Diese Hormone aktivieren bestimmte Rezeptoren des zentralen Nervensystems, das dann wiederum unter anderem die Muskelspannung erhöht - und „nervöses“ Augenzucken auslösen kann.
- Schlafmangel: Wenn der Körper zu wenig Schlaf bekommt, kann die Stressresistenz darunter leiden und das Augenlid aufgrund dessen zu zucken beginnen.
- Überanstrengung der Augen: Wer den ganzen Tag auf den Computer schaut und abends mit Smartphone und Fernseher weitere Bildschirmzeit verbucht, setzt die Augen einer Dauerbelastung aus. Um die fehlende Feuchtigkeit auszugleichen, sendet das Nervensystem vermehrt Impulse an die Muskeln der Augenlider. Feuert das Gehirn aber zu viele Blinzelbefehle, kann das die Augenmuskeln überlasten - und sie beginnen zu krampfen beziehungsweise zu zucken.
- Trockene Augen: Schlafmangel, zu lange Bildschirmzeit, Zugluft - all das kann die Augen trocken werden lassen. Das Nervensystem versucht, die fehlende Feuchtigkeit zu kompensieren, indem es das Signal gibt, die Lidschlagfrequenz zu erhöhen. Feuert das Gehirn aber zu viele Blinzelbefehle, kann das die Augenmuskeln überlasten - und sie beginnen zu krampfen beziehungsweise zu zucken.
- Vitamin- oder Mineralstoffmangel: Augenzucken kann auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Zum Beispiel kann ein Magnesiummangel Augenzucken auslösen. Der Mineralstoff ist für eine normale Muskel- und Nervenfunktion notwendig. Ist das Magnesiumlevel zu niedrig, steigt der Spiegel von Calcium und Natrium in den Muskelzellen, die Kaliumkonzentration sinkt, was zu einer Instabilität der Zellmembran und plötzlichen Zuckungen führen kann. Magnesiummangel geht neben einer Neigung zu Muskelzuckungen oder -krämpfen mit einer Vielzahl anderer Symptome, oft auch mit Kopfschmerzen, einher. Auch ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Augenzucken führen.
- Konsum von Alkohol, Koffein oder Nikotin: Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und mit ihr Vitamine und Mineralstoffe. Dies kann etwa zu einem verringerten Magnesiumspiegel im Blut führen, was sich auf die Nerven- und Muskelfunktion auswirken kann. Koffein kann die Muskelspannung erhöhen und macht dadurch Lidzucken wahrscheinlicher. Nikotin kann sich, einmal im Blutkreislauf, an bestimmte Rezeptoren heften, die für die Muskelbewegung zuständig sind und dadurch ein zuckendes Augenlid auslösen. Nikotin verschlechtert die Durchblutung, wodurch die Augenlider unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Alkohol fungiert als Nervengift, das die Nerven-Muskeln-Kommunikation stört und dadurch unkontrollierte Muskelzuckungen auslösen kann.
- Hormonumstellung: Geraten bestimmte Hormone aus dem Gleichgewicht, kann sich dies in Lidzittern zeigen. Trockene Augen oder auch kurzzeitiges Augenflimmern oder Augenzucken in der Schwangerschaft beziehungsweise nach der Geburt können aufgrund der hormonellen Veränderungen im Körper der Mutter durchaus vorkommen. Schwangere Frauen haben einen erhöhten Magnesiumbedarf. Es sollte daher vor allem in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung die magnesiumreich ist, geachtet werden.
- Allergien: Eine Allergie gegen Fremdkörper wie Pollen oder Staub kann das Auge reizen und manchmal ein leichtes Zucken des Auges verursachen. Eher treten aber Symptome wie eine Rötung und Schwellung des Auges sowie vermehrter Tränenfluss auf.
- Fehlsichtigkeit: Wenn die Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus, Alterssichtigkeit) nicht erkannt oder nicht ausreichend gut korrigiert ist, treten schnell Ermüdungserscheinungen auf. Die Augen werden häufig zusammengekniffen, um deutlicher sehen zu können. Auch ein Indiz für eine ungeeignete Dioptrienstärke der Brillengläser sein.
- Zugluft: Auch äußere Faktoren - wie trockene Luft oder Zugluft - können begünstigend wirken.
Augenzucken als Warnsignal für ernste Erkrankungen?
Generell gilt: Hört das Augenlid nicht auf zu zucken, handelt es sich um ein starkes Augenzucken oder wird es von anderen Symptomen begleitet, kann dies Begleit- beziehungsweise Hauptsymptom verschiedener Krankheiten sein. In seltenen Fällen kann Augenlidzucken auch auf einen Hirntumor oder Multiple Sklerose hindeuten.
Ein zuckendes Augenlid kann auch erstes Zeichen einer seltenen Erkrankung sein: Beim Hemispasmus Facialis kommt es auf einer Gesichtshälfte plötzlich zu Krämpfen und Zuckungen, die wenige Sekunden oder Minuten, selten auch länger andauern. Schmerzen oder Taubheit bestehen nicht, dennoch können ausgeprägte Symptome den Alltag nachhaltig erschweren. Ursache ist eine Ader, die sich nah am Gehirn um den Gesichtsnerv (Facialis-Nerv) schlingt. Das Pulsieren der Ader reizt den Nerven, was zum Muskelkrampf (Spasmus) im Gesicht führt. In ausgeprägten Fällen kommt es auch zur einseitigen Gesichtslähmung. Für die Diagnose sind spezielle CT-Aufnahmen nötig. Manchmal helfen Epilepsie-Medikamente oder Botox-Spritzen, um die Krämpfe zu lindern.
Warnsignal für eine echte Gefahr kann ein zuckendes Augenlid außerdem sein, wenn noch andere Symptome wie Lähmungen, Sehstörungen (zum Beispiel Einschränkung des Sichtfeldes, blinde Flecke oder Doppelbilder), Schmerzen oder Sprachstörungen das Zucken begleiten. In letzterem Fall kann eine akute Gefahr durch Schlaganfall oder Herzinfarkt drohen.
Ein zuckender Lidmuskel kann auch ein Anzeichen für ernste körperliche Beschwerden sein:
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- Warnsignal für hohen Blutdruck: Steigt unser Blutdruck, kann ein pulsierendes Blutgefäß den Nerv an unserem Auge reizen. Der Lidmuskel fängt dann an zu zucken. Ist Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht, kann das ernste Folgen haben - etwa eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall. Messen Sie bei Verdacht Ihren Blutdruck zu verschiedenen Zeiten. Ab Werten von mindestens 140 zu 90 mmHg liegt Bluthochdruck vor. Dann sollten Sie sich von einem Arzt zu möglichen Therapien beraten lassen.
- Warnsignal für Burn-out: Auch wenn wir gestresst sind, steigt unser Blutdruck. Ein ständig zuckendes Lid kann daher ein frühes Anzeichen für ein Burn-out sein.
- Warnsignal für Magnesiummangel: Magnesium unterstützt die Funktion unserer Muskeln und Nerven. Ein Mangel an dem Mineral kann ein Muskelzucken verursachen. Da Magnesiummangel zu Kopfschmerzen und Schlafstörungen führen kann, sollten Sie auch dieses Warnsignal ernst nehmen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 300 bis 350 Milligramm Magnesium.
- Warnsignal für Schilddrüsenstörung: Unsere Schilddrüse produziert die Hormone T3 und T4. Sie beeinflussen unter anderem das Wachstum unseres Nervensystems, regeln die Körpertemperatur und sind am Stoffwechselprozess beteiligt. Produziert das Organ zu viel davon, kann sich das in Herzrasen, Nervosität oder auch Muskelzucken bemerkbar machen. Ein Arzt kann eine Schilddrüsenfehlfunktion diagnostizieren und mit entsprechenden Medikamenten gut behandeln.
- Warnsignal für zu hohen Alkoholkonsum: Der Missbrauch von Alkohol und andere Drogen kann einen bleibenden Schaden im Gehirn hinterlassen. Übertragen die Nerven Signale nicht mehr richtig, kann sich das unter anderem in einem unkontrollierten Zucken der Augenlider äußern. Betroffene sollten sich schnellstmöglich professionelle Hilfe suchen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese und andere Grunderkrankungen sich eher nicht durch ein Zucken des Auges äußern, sondern in erster Linie durch andere Symptome.
Erkrankungen, die mit Augenzucken einhergehen können:
- Spasmus hemifacialis: Der Spasmus hemifacialis ist ein seltenes Phänomen, das häufiger bei Frauen als bei Männern vorkommt. „Hierbei handelt es sich um einseitiges Augenzucken des Ober- und Unterlids, zum Teil aber auch synchron dazu andere Gesichtsmuskulatur über dem Auge im Stirnbereich oder hinab bis zum Mund und Hals“, erläutert Neurologe Frank Erbguth. Ursache sei in diesem Fall ein ungünstiger Gefäß-Nerven-Kontakt: Ein kleines Blutgefäß, das neben dem Gesichtsnerv (Nervus facialis) entlangläuft, klopft durch das darin pulsierende Blut immer wieder an die Hüllschicht dieses Nervs, der sich in drei Ästen über das Gesicht zieht (Mund, Nase, Augen). Irgendwann entlädt sich diese Reizung in einem Zucken. „Das ist, wie wenn man an einer Stromleitung feilt. Irgendwann gibt es einen Kurzschluss“, beschreibt Erbguth den Vorgang. Immerhin: „Der Nervus facialis ist kein Schmerznerv.“ Der Spasmus hemifacialis ist für Betroffene also zwar unangenehm bis störend, tut aber nicht weh.
- Blepharospasmus: Der Blepharospasmus ist ein sehr seltener Lidkrampf an beiden Augen. Betroffene sind im Durchschnitt 50 Jahre oder älter, wenn die Erkrankung erstmalig auftritt. Der Blepharospasmus kommt ebenfalls bei Frauen häufiger vor als bei Männern. „Das Zucken ist meist eher langsam - wie in starkes Blinzeln“, beschreibt Erbguth das Hauptsymptom der Erkrankung. Der Lidschluss kann dabei auch länger vorliegen und so die Sicht beeinträchtigen. Der Lidkrampf gehört zu den fokalen Dystonien. Das bedeutet, nur ein abgegrenzter einzelner Körperbereich ist vom unwillkürlichen Krampfen betroffen. In diesem Fall das Augenlid. „Wie alle Dystonien resultiert der Lidkrampf aus einer fehlerhaften motorischen Programmstörung aus dem Gehirn“, erklärt Erbguth. Dadurch kommt es zu einer Fehlfunktion der willkürlichen Bewegungskoordination der Augenlider.
Augenzucken oder Tic?
Tics treten oft mehrmals hintereinander auf, zum Beispiel in Form mehrmaligen Blinzelns. Dieses ist ausgeprägter und in der Abfolge häufiger komplexer und damit deutlich sichtbar, während ein zuckendes Augenlid sich auf ein für gewöhnlich nicht zu erkennendes „Muskelflimmern“ beschränkt. Tic-Störungen können eine eigene Erkrankung darstellen, die meist auch andere Muskelgruppen betrifft. Oder sie können sich im Zusammenhang mit Erkrankungen wie einer Gehirnentzündung oder Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) entwickeln, aber auch ohne ersichtlichen Grund auftreten.
Was tun gegen Augenzucken? Tipps und Behandlungsmöglichkeiten
In den meisten Fällen ist Augenzucken harmlos und verschwindet innerhalb kurzer Zeit von selbst. Bei anhaltenden Symptomen oder weiteren Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da hinter dem Zittern auch Erkrankungen wie Bluthochdruck oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung stecken können.
Um Augenzucken zu vermeiden, sollte die Ursache selbst angegangen werden: Bei harmlosem Zusammenziehen (Faszikulieren) der Augenmuskeln können beispielsweise Stressabbau, ausreichend Schlaf, feuchtigkeitsspendende Augentropfen und eine ausgewogene Ernährung helfen. Gegebenenfalls sollten Magnesiumpräparate nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Gegen das Augenzucken hilft am ehesten, der Ursache auf den Grund zu gehen und diese abzustellen.
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- Stress reduzieren: Wer unter Überanstrengung und emotionaler Belastung leidet, sollte regelmäßige Pausen in den Alltag einbauen. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie autogenem Training oder Meditation kann in vielen Fällen hilfreich sein. Ob kleine Yoga-Einheiten oder sich bei dem Masseur verwöhnen zu lassen, es ist Ihnen überlassen. Auch kleine Entspannungsübungen bei der Büroarbeit zwischendurch können hilfreich sein. Die Hauptsache dabei ist nur, dem Auge eine Pause zu gönnen. Berichten zufolge kann eine Muskelentspannung zum Beispiel durch Autogenes Training erreicht werden. So kann das Zucken Ihres Augenlids wieder verschwinden.
- Ausreichend schlafen: Führt ein Mangel an Schlaf zu Lidzucken, sollten Betroffene ihre Schlafhygiene überprüfen und entsprechend verändern. Dazu gehört etwa, die Temperatur im Schlafzimmer anzupassen sowie Licht- und Lärmquellen auszuschließen. Ein Schlafritual kann für Entspannung sorgen und auf die Nachtruhe vorbereiten. Betroffene können etwa vor dem Zubettgehen lesen, meditieren oder Tagebuch führen.
- Augen entlasten: Wer lange am Bildschirm arbeiten muss, sollten regelmäßig den Blick vom Bildschirm abwenden und in die Ferne schauen. Bei Bildschirmarbeit gute Rahmenbedingungen schaffen, um das Auge zu entlasten. Um Ihren Augen die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen, sollten Sie regelmäßige Bildschirmpausen einbauen. Nutzen Sie dafür am besten die 20-20-20 Regel. Schauen Sie dazu etwa alle zwanzig Minuten, 20 Sekunden lang auf ein Objekt, das etwa 20 Fuß (rund 6 Meter) entfernt liegt.
- Augentropfen verwenden: Wer unter trockenen Augen leidet, kann auf feuchtigkeitsspendende Augentropfen oder -salben zurückgreifen.
- Nährstoffbedarf decken: Magnesiumreiche Lebensmittel wie Nüsse, Haferflocken und Hülsenfrüchte helfen, den Bedarf zu decken. Eine gesunde Ernährung kann Einfluss auf das Augenzucken haben. Dazu gehöret es viele Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. Gute Magnesium-Lieferanten sind etwa Vollkornprodukte, Linsen, Nüsse oder Spinat. In ärztlicher Absprache kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein, um den Magnesiummangel zu beheben. Um genügend Vitamin B12 zu uns zu nehmen, sollten wir Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Eier oder Milchprodukte mindestens drei bis viermal die Woche auf unseren Speiseplan setzen.
- Genussmittel einschränken: Nicht nur um Augenzucken zu vermeiden kann es hilfreich sein, den Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein zu reduzieren beziehungsweise ganz einzustellen. Der übermäßige Genuss von Kaffee und Alkohol überanstrengt den Körper und kann zu Schlafstörungen führen. Betroffene sollten den Konsum einschränken, um das Lidzucken zu stoppen.
- Fehlsichtigkeit korrigieren: Es sollte auch immer daran gedacht werden, auch die Fehlsichtigkeit zu messen und ggfs. besser zu korrigieren. Dabei sollte die Brillenstärke auch geprüft werden.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Grundsätzlich sollte man auch ein kleines Signal des Körpers - wie ein zuckendes Augenlid - nicht ignorieren. Meist ist ein Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt nicht gleich geboten, doch das hängt auch von der Intensität, Häufigkeit und eventuellen Begleitsymptomen des Lidzuckens ab.
In der Regel ist Lidzucken harmlos. Ärztlicher Rat sollte eingeholt werden, wenndie Zuckungen nach mehreren Wochen nicht abklingen odermit Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Augenschmerzen oder weiteren Beschwerden am Auge oder in anderen Körperregionen einhergehen.
Wichtig ist, das Augenlidzucken von einem Lidkrampf (Blepharospasmus) zu unterscheiden. Dabei krampft sich das Auge unwillentlich zusammen und kann in schweren Fällen nicht mehr geöffnet werden.
Zeigen sich neben dem Augenzucken eine Entzündung, Rötung oder eine erhöhte Flüssigkeitsproduktion oder wenn das Auge schwer zu öffnen ist, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen.
Im Falle von weiteren Untersuchungen empfiehlt es sich manchmal einen Neurologen hinzu zu ziehen.
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