Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine komplexe neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann. Die Forschung zur Migräne und ihrer Behandlung ist fortlaufend, und ein wichtiger Aspekt dabei ist die Rolle von Elektrolyten. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Elektrolyten, Migräne und Ernährung und gibt praktische Tipps zur Vorbeugung und Linderung von Migränebeschwerden.
Kopfschmerzen und Ernährung: Ein möglicher Zusammenhang
Viele Menschen berichten von Kopfschmerzen nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel. Unverträglichkeiten gegen Inhaltsstoffe wie Glutamat, Aspartam oder Histamin können ernährungsbedingte Kopfschmerzen auslösen. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, diese Zusammenhänge aufzudecken.
Das Ernährungstagebuch als Detektivwerkzeug
Notieren Sie darin jeden Tag ausnahmslos alles, was Sie gegessen haben, zusammen mit der Uhrzeit. Dokumentieren Sie gleichzeitig, wann Kopfschmerzen aufgetreten sind und ob es Begleitsymptome gab (Übelkeit, Hautausschlag, Schwindel, Bauchweh). Nach einigen Wochen lässt sich meist nachvollziehen, ob die Kopfschmerzen tatsächlich durch die Ernährung bedingt sind und welche Nahrungsmittel die Übeltäter sind. Am besten lassen Sie Ihren Hausarzt einen Blick auf Ihr Tagebuch werfen.
Verdächtige Substanzen: Glutamat, Aspartam, Histamin und Alkohol
In seltenen Fällen können Kaugummis, Chips oder Käse der Grund für Kopfschmerzen sein, da sie Stoffe enthalten, die ernährungsbedingte Kopfschmerzen verursachen können:
- Glutamatunverträglichkeit: Auch als „China-Restaurant-Syndrom“ bekannt, verursacht sie Kopfschmerzen nach dem Verzehr von Glutamat-haltigen Lebensmitteln wie Fertigprodukten, Chips oder Sojasaucen. Die Beschwerden beginnen 10 bis 30 Minuten nach dem Essen und können von Schläfendruck, Engegefühl im Brustkorb und Stresssymptomen begleitet sein.
- Aspartam: Dieser künstliche Süßstoff steckt vor allem in Light- und Diätprodukten, vielen Softdrinks und auch Kaugummis. Studien haben gezeigt, dass eine aspartamreiche Ernährung Migräneattacken verursachen kann.
- Histamin: Ein Stück Hartkäse, ein Glas Wein - und schon brummt der Schädel? Dann könnten Ihre Kopfschmerzen durch eine Ernährung mit Histamin bedingt sein. Zusätzliche Symptome können Hautrötungen, Ausschlag, Müdigkeit, Schwindel, Kreislauf- oder Verdauungsprobleme sein.
- Alkohol: Kopfschmerzen durch Alkohol sind weit verbreitet. Verantwortlich dafür ist das Methanol, das beim Abbau Kopfweh, Übelkeit und Lichtscheu verursacht. Ein „Konterbier“ ist keine Lösung, da die Leber eine Alkoholpause benötigt.
Elektrolyte und Migräne: Ein wichtiger Zusammenhang
Elektrolyte spielen eine entscheidende Rolle bei verschiedenen Körperfunktionen, einschließlich der Nerven- und Muskelfunktion. Ein Mangel an Elektrolyten kann sich durch Kopfschmerzen bemerkbar machen. Einige Migränepatienten setzen daher als SOS-Maßnahme im Fall einer akuten Attacke auf die schnelle Zufuhr von z. B. Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium. Dies kann im Einzelfall helfen.
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Der Elektrolytverlust und seine Folgen
Der Körper verliert nicht nur viel Wasser, sondern auch Elektrolyte.
Elektrolyte als SOS-Maßnahme
Einige Migräne-Patienten setzen daher als SOS-Maßnahme im Fall einer akuten Attacke auf die schnelle Zufuhr von z. B. Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium. Dies kann im Einzelfall helfen.
Ernährung als Schlüssel zur Migräneprävention
Die Ernährung kann eine vielversprechende Möglichkeit zur Vorbeugung und Linderung von Migräneanfällen bieten. Es gibt bestimmte Nahrungsbestandteile, die als Trigger bekannt sind und bei einigen Menschen Anfälle auslösen oder verschlimmern können.
Häufige Nahrungsmittel-Trigger
Viele Betroffene haben festgestellt, dass bestimmte Lebensmittel oder Getränke Migräneanfälle auslösen können. Beispielsweise kann Koffein bei manchen Menschen zu Kopfschmerzen führen, insbesondere wenn es in großen Mengen konsumiert wird oder wenn jemand plötzlich seinen Koffeinkonsum stark reduziert.
- Koffein: Eine zweischneidige Klinge, die sowohl helfen als auch schaden kann.
- Alkohol: Insbesondere Rotwein enthält Substanzen, die bei einigen Menschen Migräneanfälle auslösen können.
- Schokolade: Wird oft als möglicher Auslöser genannt, wobei die exakte Ursache hierfür noch nicht abschließend geklärt ist.
- Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe: Eine weitere häufige Quelle für Migränetrigger, insbesondere in verarbeiteten Lebensmitteln. Aspartam ist ein künstlicher Süßstoff, der häufig in Zusammenhang mit Migräne gebracht wird.
- Histamin: Eine natürlich vorkommende Verbindung, die in vielen Lebensmitteln zu finden ist, insbesondere in solchen, die fermentiert oder gereift sind.
Weitere Faktoren: Blutzuckerschwankungen, Dehydrierung und Nährstoffmängel
- Blutzuckerschwankungen: Das Überspringen von Mahlzeiten oder der Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index, die den Blutzucker schnell ansteigen und abfallen lassen, kann bei einigen Menschen zu Migräne führen.
- Dehydrierung: Ein Mangel an Flüssigkeit kann den Blutdruck beeinflussen und zu Kopfschmerzen führen.
- Nährstoffmängel: Einige Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie Magnesium, Riboflavin (Vitamin B2) oder Coenzym Q10, Migräneanfälle begünstigen kann.
- Entzündliche Reaktionen: Manche Lebensmittel können Entzündungen im Körper fördern, während andere entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Strategien zur Identifizierung und Vermeidung von Triggern
Die Beeinflussung von Migräne durch unsere Ernährungsgewohnheiten ist inzwischen gut dokumentiert. Ein Ernährungstagebuch ist eines der effektivsten Werkzeuge, um potenzielle Migräne-Trigger zu identifizieren.
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Ernährungstagebuch und Eliminationsdiät
Indem Sie genau festhalten, was Sie essen und trinken und dies mit dem Auftreten von Migräneanfällen korrelieren, können Sie Muster erkennen und spezifische Lebensmittel oder Getränke identifizieren, die bei Ihnen Probleme verursachen könnten. Eine Eliminationsdiät kann ein weiterer Schritt sein, nachdem Sie mit Hilfe des Ernährungstagebuchs mögliche Trigger identifiziert haben. Wenn die Migränesymptome in dieser Zeit abnehmen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass diese Lebensmittel Trigger sind.
Spezielle Migräne-Diäten
Es gibt verschiedene Diäten, die speziell entwickelt wurden, um Migräne vorzubeugen. Ein Beispiel ist die sogenannte Low-Histamin-Diät, die Lebensmittel eliminiert, die hohe Mengen an Histamin enthalten. Nicht alle Migräne-Diäten funktionieren für jeden gleich gut. Eine individuelle Beratung durch einen Ernährungsexpertin oder Neurolog*in kann Ihnen dabei helfen, die richtige Strategie zu finden.
Weitere wichtige Faktoren: Flüssigkeitszufuhr und Elektrolytgleichgewicht
Dehydrierung kann ein Auslöser für Migräne sein. Daher ist es entscheidend, regelmäßig und ausreichend zu trinken, insbesondere bei heißem Wetter oder nach intensiver körperlicher Betätigung. Elektrolytungleichgewichte, verursacht durch übermäßiges Schwitzen, Erbrechen oder Diäten, können ebenfalls Migräneanfälle begünstigen. Empfehlenswert sind 150 ml in regelmäßigen Abständen - mindestens zehn Gläser am Tag, besser mehr. Kleinere Portionen können vom Körper besser aufgenommen werden als große. Empfehlenswert wegen der Elektrolyte ist Mineralwasser (egal ob mit oder ohne Kohlensäure) oder eine Fruchtsaftschorle.
Nahrungsergänzungsmittel zur Migräneprophylaxe
Einige Nahrungsergänzungsmittel können begleitend zu einer ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, gesunde Körperfunktionen zu unterstützen und Migräne vorzubeugen. Es ist jedoch wichtig, zu betonen, dass eine Überdosierung mitunter gravierende gesundheitliche Problemen verursachen kann.
Omega-3-Fettsäuren
Studien haben eine lindernde Wirkung auf Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, festgestellt. Eine Empfehlung ist ein bis zwei Gramm Omega 3 pro Tag.
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Melatonin
Auch als „Schlafhormon“ bekannt, hat laut einer jüngeren Studie eine vorbeugende Wirkung auf Migränekopfschmerzen. Eine Dosis von etwa drei Milligramm Melatonin hat eine vorbeugenden Wirkung gegenüber Migräne. Eine Menge von zehn Milligramm sollte nicht überschritten werden.
Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10
Ein Kombinationspräparat aus hochdosiertem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 kann einen lindernden Effekt auf Migräne haben.
Vitamin D
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit einer höheren Anfälligkeit für Migräne in Verbindung gebracht. Eine Überprüfung des Vitamin-D-Spiegels und gegebenenfalls eine Absprache mit einem Arzt ist empfehlenswert.
Weitere Tipps zur Vorbeugung von Hitzekopfschmerzen und Migräne
Hohe Temperaturen, trockene Luft, gleißendes Sonnenlicht und erhöhte Ozonwerte können einen »perfekten Mix für Hitzekopfschmerzen« darstellen. Insbesondere Menschen mit Migräne leiden besonders stark unter diesen Bedingungen.
- Ausreichend trinken: Hohe Temperaturen führen zu einem erhöhten Wasser- und Salzverlust, die Blutgefäße weiten sich. Die Folgen sind Blutdruckabfall und Kopfschmerzen.
- Aktivitäten verlagern: Sportliche Aktivitäten sollten in die Morgenstunden verlagert werden. Die Mittagshitze sollte man an einem möglichst kühlen Ort verbringen.
- Warm-Kalt-Wechsel vermeiden: Plötzliche Warm-Kalt-Wechsel um deutlich mehr als fünf Grad, zum Beispiel beim Wechsel in klimatisierte Räume, sollten Menschen mit Neigung zu Kopfschmerzen vermeiden.
- Grelles Sonnenlicht meiden: »Grelles Sonnenlicht reizt die Hirnnerven und kann Kopfschmerzen oder Migräne auslösen«, warnt die Stiftung Kopfschmerz.
- Duftstoffe reduzieren: Duftende Sonnenschutzmittel und Parfüms wirken bei starker Wärme intensiver, da sich die Duftstoffe schneller verflüchtigen. Das kann bei geruchsempfindlichen Menschen Kopfschmerzen auslösen.
- Abkühlung langsam genießen: »Werden Eiscreme oder eisgekühlte Getränke zu schnell verzehrt, kann das an der Mundschleimhaut und am Gaumen einen Kältereiz verursachen. Dieser löst den sogenannten Eiscreme-Kopfschmerz aus«, warnt die Stiftung.
Medikamentöse Behandlung von Migräne
Wenn Hausmittel gegen Kopfschmerzen nicht die gewünschte Wirkung erzielen oder wenn Sie im akuten Schmerz lieber auf Medikamente zurückgreifen möchten, stehen Ihnen einige rezeptfreie Präparate in Ihrer Apotheke zur Verfügung. Gängige Wirkstoffe zur symptomatischen Behandlung akuter Kopfschmerzen sind Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen. Für die Behandlung des Kopfschmerzes vom Spannungstyp werden von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) als Substanzen der ersten Wahl Acetylsalicylsäure und Ibuprofen empfohlen. Bei starken Migränebeschwerden können Triptane wie beispielsweise Sumatripan oder Zolmitriptan eingesetzt werden. Wenn häufig Migräneattacken auftreten, können Kopfschmerzmedikamente auch vorbeugend eingenommen werden. Dafür ist aber eine Dauermedikation notwendig. Vorbeugend bei Migräne können Betablocker, Medikamente gegen Epilepsie, Metropolol, Propranolol, Bisorprolol oder Naproxen und auch pflanzliche Wirkstoffe, wie beispielsweise Pestwurz, eingenommen werden.
Alternative Behandlungsmethoden
Auch die sanfte Medizin der Homöopathie kann helfen, Migräneattacken zu lindern und ihnen vorzubeugen. Bryonja alba (Weiße Zaunrübe) hilft bei starken Migräneattacken, die plötzlich auftreten und pochend sind. Bei migräneartigem und stechendem Kopfschmerz hilft Kalium bichromicum, wenn der Schmerz nur über einem Auge auftritt und mit Sehstörungen, Schwindel und Übelkeit verbunden und regelmäßig wiederkehrend ist. Bei spontaner Migräne mit pochendem Nackenkopfschmerz, einhergehend mit Störungen des Sehens, hilft das homöopathische Mittel Glonoinum in Form von Globuli. Auch Sabadilla kann bei migräneartigen Kopfschmerzen, einhergehend mit Geräuschempfindlichkeit und Störungen beim Sehen, helfen. Auch Schüssler Salze können zur Unterstützung und Hilfe bei Migräne eingesetzt werden. Eine kleine Auswahl hilft, dass Sie sich einen Überblick verschaffen können. Calcium Floratum D12, Schüßler Salz Nr.1, kann bei Schmerzen in der Nackenmuskulatur und der Halswirbel eingesetzt werden. Bei krampfenden Kopfschmerzen, bei denen Bewegung schadet und kalte Umschläge die Schmerzen lindern, hilft das Schüßler Salz Nr. 3, Ferrum phosphoricum D12. Natrium chloratum D6 (Nr. 8) hilft bei neuralgischen Schmerzen im Bereich der Augen, Störungen beim Sehen und Wetterfühligkeit. Nicht zu vergessen ist das Schüßler Salz Nr.
Migräne-Therapie in der Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel
Die Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel bietet eine spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen, alle Kopfschmerzen, wie z.B. chronische Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, Clusterkopfschmerz, Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz), Rückenschmerz und andere Formen chronischer Schmerzerkrankungen.
Aufnahmeformalitäten
Zur Planung Ihres Aufnahmetermins bitten wir Sie, folgende drei Punkte zu erledigen:
- Ihr behandelnder Arzt stellt eine Verordnung von Krankenhausbehandlung aus.
- Bitten Sie Ihren Arzt, die Aufnahme-Checkliste auszufüllen.
- Füllen Sie den Schmerzkalender und den Schmerzfragebogen aus.
Senden Sie alle Unterlagen und zusätzlich Kopien aller relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. an die auf der Aufnahme-Checkliste angegebene Anschrift.
Chronische Migräne wirksam behandeln
Wer an chronischer Migräne erkrankt ist, leidet regelmäßig unter schlimmen Schmerzattacken, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können. Seit einigen Jahren gibt es jedoch weitere Möglichkeiten der Behandlung von chronischer Migräne, die das Auftreten von Schmerzattacken deutlich reduzieren können. Hierzu zählt vor allem die lokale Behandlung mit Muskelentspannungsmedikamenten.
Muskelentspannende, medikamentöse Therapie
Eine wirksame Methode zur Reduktion der Migräneanfälle ist die gezielte Entspannung bestimmter Muskeln. Dies kann durch verschiedene nicht-invasive Verfahren erreicht werden, die langfristig die Häufigkeit und Intensität der Attacken verringern. Ein Medikament wird stark verdünnt zur Muskelentspannung eingesetzt. Es wird lokal in die in Frage kommenden Muskeln injiziert und führt durch die Hemmung der Erregungsübertragung von Nervenzellen zur Entspannung der jeweiligen Muskulatur.
Infusionstherapien gegen Migräne
Infusionstherapien bieten eine gezielte Behandlung für Migräne, indem sie Medikamente direkt in die Blutbahn leiten, was eine schnelle und effektive Linderung ermöglicht.
- Hydrationstherapie: Beseitigt Dehydration, ein häufiger Migräneauslöser.
- Elektrolyt-Infusionen: Balancieren essentielle Mineralien wie Magnesium, die Migräne auslösen können.
- Vitamininfusionen: Hochdosierte Vitamine, insbesondere Vitamin B und C, können Migräneanfälle reduzieren.
- Schmerzmittelinfusionen: Direkte Verabreichung von Analgetika für schnelle Schmerzlinderung.
Was kann ich noch tun um die Häufigkeit von Migräne-Anfällen zu vermindern?
Regelmäßiger Sport, vor allem Ausdauersport kann tatsächlich sehr hilfreich sein, um die Häufigkeit von Migräne-Attacken zu reduzieren und die Beschwerden zu lindern. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Ausdauersport regelmäßig 2 - 3 Mal die Woche durchgeführt wird, jedoch nicht zu stark überlastet. Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Walken eignen sich hier prima. Durch das Ausführen von regelmäßigem, leichten Ausdauersport werden Stresshormone abgebaut und der Pegel der Stresshormone gesenkt, was wichtig ist für Migräne-Patienten. Darüber hinaus hilft es auch, den Stress im Alltag auf ein Minimum zu reduzieren und auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu achten. Regelmäßig durchgeführte Muskelentspannungsübungen, wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, können ebenfalls helfen. Wer ein Migräne-Tagebuch führt, der kann auch seine individuellen Auslöser, also die Trigger finden, die eine Migräne-Attacke hervorrufen. Dies kann hilfreich sein, um ggf.
Kopfschmerztagebuch: Der Schlüssel zur individuellen Behandlung
Das Führen eines Kopfschmerztagebuchs ist entscheidend, um Muster und potenzielle Auslöser für Kopfschmerzen zu identifizieren, was Ärzten bei der genauen Diagnose und individuellen Behandlungsplanung hilft. Darüber hinaus ermöglicht ein Kopfschmerztagebuch eine präzisere Einschätzung der Wirksamkeit von Therapiemaßnahmen und unterstützt Betroffene dabei, ihre Lebensgewohnheiten im Hinblick auf Kopfschmerztriggers zu optimieren.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Kopfschmerzen sollten in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden, wenn sie nach einer Kopfverletzung auftreten, mit Fieber und/oder Nackensteifheit, Übelkeit und Erbrechen einhergehen, über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten. Wichtig: Plötzliche, starke Kopfschmerzen, vor allem zusammen mit Seh-, Hör- und Sprachstörungen, motorischen Ausfällen, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit können Anzeichen eines akuten Schlaganfalls sein. Rufen Sie in diesem Fall sofort einen Notarzt!
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