Das elektromagnetische Feld des Herzens: Stärker als das Gehirn?

Seit Jahrhunderten wird dem Herzen in vielen Kulturen eine symbolische Kraft als Sitz der Seele und der Emotionen zugeschrieben. In der chinesischen Medizin gilt das Herz als Verbindung zwischen Geist und Körper. Neurowissenschaftler haben vor einigen Jahren entdeckt, dass das menschliche Herz ein eigenes, unabhängiges Nervensystem besitzt, das komplexer ist als das des Gehirns. Das Herz ist zudem der stärkste Sender für elektromagnetische Wellen, der unser Umfeld energetisch beeinflusst, ob bewusst oder unbewusst. Es sendet nicht nur an seine Umgebung, sondern empfängt auch aus ihr, wie Markus Peters in seinem Buch "Gesundmacher Herz" beschreibt. Die Kraft des Herzens ist so stark, dass sie sich noch in vielen Metern Entfernung messtechnisch nachweisen lässt.

Die messbare Stärke des Herzfelds

Messungen des kalifornischen HeartMath-Instituts haben gezeigt, dass das elektrische Feld des Herzens bis zu 100-mal und das magnetische Feld sogar bis zu 5000-mal stärker ist als das des Gehirns. Diese Entdeckung führte zu der Erkenntnis, dass das Herz unabhängig von den Botschaften des Gehirns eine eigene Entscheidungsinstanz besitzt. Die Forscher in Kalifornien sind überzeugt, dass diese Herzintelligenz den Intellekt mit den Emotionen verbindet. Wer diese Intelligenz nutzt, kann besser mit seinen Gefühlen umgehen und gesünder leben.

Herzrhythmus und Emotionen

Der Herzrhythmus eines Menschen verändert sich unmittelbar, wenn wir uns auf unser Herz konzentrieren. Positive Emotionen wie Liebe, Wertschätzung oder Anteilnahme verbessern die Herzfrequenz. Die Aktivität des Sympathikus, der die Herzfrequenz beschleunigt und die Ausschüttung von Stresshormonen anregt, reduziert sich. Im Gegenzug verstärkt sich die Kraft des Parasympathikus, der die Herzfrequenz verlangsamt und den Körper entspannt. Der Hormonhaushalt bleibt in harmonischer Balance, und wir fühlen uns wohl, energiegeladen und gesund.

Negative Emotionen hingegen können krank machen. Sie lassen den Spiegel des Stresshormons Kortisol im Blut chronisch ansteigen, was zu Schäden an Gehirnzellen, reduzierter Knochendichte, schnellerer Fetteinlagerung und einem Ungleichgewicht der Herzfrequenz führen kann.

Das Herz als "Sinnesorgan" und Vermischer von Blutarten

Das Herz ist nicht nur ein "Sinnesorgan", sondern durchmischt auch die unterschiedlichen Arten des venösen Blutes. Das aus dem Stoffwechsel kommende, nährstoffreiche und warme Blut der Leber vermischt sich mit dem nährstoffarmen und kühlen vom Kopf her kommenden venösen Blut im Herzen.

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Herzraten-Variabilitätsmessung (HRV)

Die Aussagen über die "Herzintelligenz" sind über das Labor nur vage möglich. Bessere Informationen liefert die Herzraten-Variabilitätsmessung (HRV). Dabei wird die Fähigkeit des vegetativen Nervensystems gemessen, die Frequenz des Herzschlages an die aktuellen Erfordernisse anzupassen.

Laboranalysen und das Herz

Herzenzyme werden in der Schulmedizin nur dann bestimmt, wenn Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt besteht. Im Routinelabor spielt das Herz keine Rolle. In der erweiterten Laboranalyse können die Parameter des vegetativen Nervensystems und die Enzyme Creatininkinase (CK) und deren vor allem im Herzmuskel vorkommende Untereinheit CK-MB Hinweise auf das Herz geben. Über die Messung des Enzyms Hydroxybutyrat-Dehydrogenase (HBDH) zeigen sich mögliche Herzrhythmusstörungen.

Bedeutung der Balance und Herzkohärenz

Es geht nicht vordergründig um Herzgesundheit, sondern um die Wichtigkeit der Balance. Herzkohärenz bezieht sich auf einen physiologischen Zustand, bei dem das Herzschlagmuster in einer regelmäßigen und harmonischen Weise schwingt. Das Herz eines durchschnittlichen Erwachsenen schlägt etwa 60 bis 100 Mal pro Minute in Ruhe und pumpt dabei etwa 5 bis 6 Liter Blut pro Minute im Ruhezustand. Das Herz besteht aus vier Kammern: zwei Vorhöfen (Atrien) und zwei Herzkammern (Ventrikel) und hat ein eigenes elektrisches System, das den Herzrhythmus steuert.

Das elektromagnetische Feld des Herzens und seine Auswirkungen

Durch jeden Herzschlag entsteht ein elektrischer Impuls im Herzen. Dieser elektrische Impuls gelangt über die Blutbahnen zu allen Zellen und baut so ein elektromagnetisches Feld (EMF) auf, welches weit über den Körper hinaus strahlt. Das EMF eines Herzens ist 100 Mal stärker als das elektromagnetische Feld des Gehirns. Genauer gesagt sind es elektromagnetische Wellen. Das Herz erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das bis zu einigen Meter um den Körper einer Person herum reicht und die Menschen in ihrer Umgebung je nach emotionalem Zustand beeinflussen kann.

Einfluss auf das limbische System

Das elektromagnetische Feld wirkt sich auch auf das limbische System aus. Das limbische System ist eine komplexe Gruppe von Gehirnstrukturen, bestehend unter anderem aus Amygdala, Hippocampus und Hypothalamus, die eine entscheidende Rolle bei der Regulation von Emotionen, Verhalten, Motivation, und dem Gedächtnis spielen. Emotionen sind im Herzen und auch auf Verstandesebene zu spüren. Wenn Verstand und Herz eng miteinander verbunden sind, führt dies zu mehr Klarheit, Frieden und Konzentration. Eine Kohärenz zu erzeugen ist gleichzusetzen mit einer Balance, dem Ausgeglichensein, dem Herstellen und einer inneren Ordnung.

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Kohärenz und elektromagnetische Signale

Befindet sich nun das Herz eines Menschen in Kohärenz und schlägt in einem harmonischen Rhythmus, strahlt es ein kohärentes elektromagnetisches Signal nach außen aus. Eine wichtige Rolle spielt dabei, Stress und Angst zu reduzieren und für eine mentale und emotionale Stabilität Sorge zu tragen. Der Schlüssel für den Kohärenzprozess besteht darin, den analytischen Geist hinter sich zu lassen. Wenn das denkende Gehirn zur Ruhe kommt, wechselt es in Alpha- oder Thetawellen (der Zustand einer tiefen Entspannung), wodurch die Schwelle vom Bewusstsein zum Unterbewusstsein niedriger wird. Das wiederum verbindet dich mit deinem kreativen Potenzial.

Das Herz ist mehr als nur eine Pumpe

Das Herz ist keineswegs nur ein Befehlsempfänger, der auf die Kommandos des Gehirns reagiert. Im Gegenteil: Es wandern mehr Informationen vom Herzen zum Gehirn als umgekehrt! Spannend ist auch, dass das elektromagnetische Feld unseres Herzens mit dem anderer Menschen in Wechselwirkung tritt, wenn wir mit ihnen in engerem Kontakt stehen.

Obwohl viele von uns das Herz automatisch mit der Seele verknüpfen und zahlreiche Redewendungen eine Verbindung zwischen dem Herzen und unseren inneren Gefühlszuständen zugrunde legen (z. B. „Mein Herz hüpft vor Freude“, „Mein Herz stolpert vor Angst“ oder „Mein Herz ist vor Kummer gebrochen“), sehen weite Teile der Schulmedizin das Herz nur als Pumpe.

Einfluss auf den Organismus und die Denkweise

Wir können über das Herz Einfluss auf unseren Organismus nehmen. Die Art und Weise, wie unser Herz gestimmt ist, hat einen starken Einfluss darauf, wie wir in der Lage sind zu denken. Das Herz hat seine eigene Weisheit und teilt diese Weisheit auch dem Gehirn mit. Die zentrale Frage ist: Können wir lernen, diese Weisheit bewusst zu handhaben?

Kommunikation zwischen Herz und Gehirn

Unser Herz und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander. Geraten wir etwa in eine gefährliche Situation, sorgen Signale aus dem Gehirn dafür, dass der Puls steigt - und entsprechend wieder sinkt, wenn die Gefahr vorüber ist. Umgekehrt sendet auch das Herz Informationen ans Gehirn und beeinflusst darüber auch unsere Wahrnehmung. Bislang ist jedoch unklar, wie das funktioniert.

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Herzzyklus und Wahrnehmung

Schlägt das Herz in seinem regelmäßigen Rhythmus, zieht es sich während der sogenannten systolischen Phase zusammen und pumpt Blut in den Körper. In der anschließenden diastolischen Phase fließt das Blut zurück, das Herz füllt sich wieder. Im Laufe dieses Zyklus verändert sich unsere Wahrnehmung. Mit dem Herzzyklus verändert sich auch die Hirnaktivität. Während der ersten Zyklusphase ist ein entscheidender Teil der Hirnaktivität unterdrückt, die sogenannte P300-Komponente. Bei der geht man davon aus, dass sie sonst den Übergang ins Bewusstsein kennzeichnet. Wird sie unterbunden, wird demnach die eintreffende Information nicht bewusst wahrgenommen.

Das Gehirn scheint also zu erkennen, dass die durch den Puls hervorgerufenen Veränderungen im Körper nicht real als Reaktion auf eine veränderte Umgebung auftreten. Sie sind vielmehr nur eine Reaktion auf den regelmäßig wiederkehrenden Herzschlag. Dadurch stellt es sicher, dass wir uns nicht jedes Mal aufs Neue von unserem Puls stören lassen. Je stärker das Gehirn einer Person auf den Herzschlag reagiert, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie den äußeren Reiz wahrnimmt. „In dieser Zeit scheint sich die Aufmerksamkeit von Signalen, die von außen eintreffen, auf solche zu verschieben, die wir aus dem Inneren erhalten“, erklärt Esra Al, Erstautorin der Studie. Eine starke Reaktion des Gehirns auf den Herzschlag bedeute demnach, dass es sich in einem Zustand befindet, in dem es sich mehr auf Informationen aus dem Körper und den Organen konzentriere.

Medizinische Bedeutung

Die Ergebnisse sind auch medizinisch von Interesse. Sie erklären nicht nur bei Gesunden den Zusammenhang von Herz- und Hirnfunktion, sondern auch bei Erkrankungen dieser Organe.

Das Herz als zweites Gehirn

Das Herz scheint buchstäblich ein zweites Gehirn zu sein. Denn zum Erstaunen vieler Forscher enthält das hoch komplexe Nervensystem des Herzens etwa 40.000 Neuronen, die ein eigenständiges und vom Gehirn und unserem autonomen Nervensystem unabhängig agierendes Netzwerk bilden, das jedoch über vielfältige Wege in Kommunikation mit unserem Kopf-Gehirn steht. „Das Nervensystem im Herzen (das Herz-Gehirn) ermöglicht es dem Herzen unabhängig von der Großhirnrinde zu lernen, zu erinnern und Entscheidungen zu treffen. Dieses Herz-Feld pulsiert und sendet komplexe rhythmische Muster durch den ganzen Körper, wodurch es offenbar eine Vielzahl von Prozessen beeinflusst - auch unser Gehirn synchronisiert sich immer wieder auf diesen elektromagnetischen Puls. In Entspannung und Freude synchronisieren sich auch Atem und Blutdruck.

Beziehungen und Synchronisation der Gehirne

Schließlich wurde nun schon mehrfach nachgewiesen, dass sich auch die Gehirne von Menschen während eines tiefen Gesprächs soweit synchronisieren, bis die Gehirnwellen völlig identische und deckungsgleiche Muster aufweisen. „Experimente am Institute of HeartMath haben bemerkenswerte Hinweise darauf geliefert, dass das elektromagnetische Feld des Herzen Informationen zwischen Menschen übertragen kann. Wir konnten einen Austausch von Herz-Energie zwischen Individuen messen, die bis zu 1,5 Meter voneinander entfernt waren. [… ] Die Ergebnisse dieser Versuche haben uns veranlasst zu folgern, dass das Nervensystem als eine Art „Antenne“ fungiert, die auf die elektromagnetischen Felder eingestimmt ist, die von den Herzen anderer Individuen erzeugt werden und auf diese reagiert.

Das Herz als Hormondrüse

Aber auch ganz biologisch tut das Herz weit mehr, als nur zu pumpen: In den achtziger Jahren wurde das Herz erstmals als eine Hormondrüse klassifiziert. Im Nervensystem des Herzens werden genau wie im Gehirn verschiedene Neurotransmitter und Hormone ausgeschüttet, die Einfluss auf den ganzen Körper haben.

Die Theorie von Prof. Al Abdulgader

Prof. Abdullah A. Al Abdulgader ist ein angesehener Kardiologe aus Saudi-Arabien sowie ein enger Freund und Forschungskollege von Rollin McCraty, dem Forschungsdirektor des HeartMath Institute. Seine Theorie beschreibt die Resonanz als ein universelles Phänomen, das alle lebenden Systeme miteinander verbindet - von biologischen Organismen bis hin zu astrophysikalischen Systemen. Im Mittelpunkt dieser Theorie steht das Herz, das ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das 5000-mal stärker ist als das des Gehirns und mehr Informationen an das Gehirn sendet als umgekehrt. Das Herz fungiert als zentraler Taktgeber des menschlichen Lebens und beeinflusst maßgeblich die Gehirnfunktionen.

Prof. Al Abdulgader betont, dass das Herz das energetisch dominante Organ des Menschen ist und als „König der Organe“ eine Schlüsselrolle für das Bewusstsein spielt. In langjährigen Studien mit Rollin McCraty untersuchte er die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die HRV und stellte eine universelle Symphonie zwischen dem menschlichen Herzen und dem Kosmos fest. Seine HBRF-Theorie beschreibt das menschliche Herz als Zentrum der Bewusstseinserfahrung, das mit planetaren und kosmischen Energiefeldern in Verbindung steht. Daraus ergibt sich für ihn die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Revolution: Die materialistische Wissenschaft, die das Herz weitgehend ignoriert, müsse durch ein neues, herzzentriertes Wissenschaftssystem ersetzt werden.

Auch die Quantenphysik spielt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle - insbesondere David Bohms Konzept der „impliziten Ordnung“. Neben der biologischen und physikalischen Dimension unterstreicht Al Abdulgader die spirituelle Bedeutung des Herzens. Die Seele, als göttliches Wesen, lebt im Herzen, beeinflusst seinen Rhythmus und steht in direkter Verbindung zu Allah oder Gott. Al Abdulgader fordert eine „Heart-Based Universal Science“, in der Liebe und Altruismus als Basis für eine globale Bewusstseinsentwicklung dienen. Er widerspricht der gängigen Auffassung, dass das Bewusstsein allein im Gehirn entstehe, und verweist auf Paul Brunton, der das Herz als wahres Zentrum des Bewusstseins beschreibt.

Die Theorie von Prof. Al Abdulgader stellt das Herz in den Mittelpunkt des Bewusstseins, sowohl biologisch als auch spirituell. Es erzeugt ein starkes elektromagnetisches Feld, das mit kosmischen Frequenzen in Resonanz tritt und das Gehirn dominiert. Diese Erkenntnisse erfordern eine Neuausrichtung der Wissenschaft: Anstelle eines rein materialistischen Ansatzes müsse ein neues Paradigma entstehen, das das Bewusstsein als ganzheitliches Phänomen begreift.

Herz-Kohärenz und ihre Vorteile

Herz-Kohärenz bedeutet und welche gesundheitliche, emotionale und mentale Vorteile sie hat. Herz und Gehirn kommunizieren miteinander und wie du die Intelligenz deines Herzens einsetzen kannst, um ein gesundes Leben nach deinen Vorstellungen zu erschaffen.

Das Herz ist das erste Organ, das mit etwa drei Wochen im menschlichen Körper angelegt wird und zu schlagen beginnt, noch bevor das Gehirn seine Aktivität aufnimmt. Ab diesem Moment schlägt es unser ganzes Leben lang. Die alten Ägypter/innen glaubten, dass das Herz - statt des Gehirns - der Speicher aller Lebenserfahrungen und der Sitz des Verstandes war. Für die Mesopotamier/innen und im antiken Griechenland galt das Herz als Zentrum der Seele. Im Römischen Reich wurde das Herz als das vitalste Organ des Körpers erachtet, das die Lebenskraft schenkte.

Herz-Kohärenz und das Gesetz der Anziehung

Am HeartMath Institut (HMI), einer nonprofit Forschungs- und Bildungsorganisation in Kalifornien, wird untersucht, wie Herz und Gehirn sich gegenseitig und unser Sein in der Welt beeinflussen. Dort haben Wissenschaftler/innen herausgefunden, dass das Herz das stärkste elektromagnetische Feld des Körpers erzeugt. Dieses ist so stark, dass es noch mehrere Meter vom Körper entfernt nachgewiesen werden kann. Die elektrische Komponente dieses Feldes ist 60-mal stärker als die des Gehirns. Und die magnetische sogar bis zu 5000-mal stärker als das Magnetfeld, das vom Gehirn erzeugt wird. Dieses elektromagnetische Feld zieht alles an, was mit dem resoniert, woran du glaubst und was du fühlst. Das ist, was man als Gesetz der Anziehung oder law of attraction bezeichnet. Denn auch unsere Gefühle sind Energie. Als Energie erzeugen sie ein Magnetfeld.

Gefühle und Herzschlag

Dem HeartMath Institut zufolge, beeinflussen unsere Gefühle zu jedem Moment das Schlagen unseres Herzens und die Stärke unseres Magnetfeldes. Gefühle wie Freude, Verbundenheit, Akzeptanz, Dankbarkeit, Empathie und Liebe lassen das Herz gleichmäßig schlagen (kohärent). Diese Gefühle sind Energien mit einer höheren Frequenz. Gefühle wie Kummer, Scham, Wut, Neid und Angst schwingen auf einer niedrigeren Frequenz und lassen das Herz unrhythmisch schlagen. Je stärker die erhöhten Gefühle und je kohärenter der Herzschlag, desto stärker das magnetische Feld. Und desto stärker folglich die Anziehungskraft.

Gedanken und Gefühle im Einklang

Studien haben gezeigt, dass unsere Gedanken unsere Gefühle - und demnach unsere Schwingungen - beeinflussen. Der Arzt und Autor D. Joe Dispenza schreibt in seinem Buch Supernatural / Werde Übernatürlich, dass wir bewusst unser Herz aktivieren und erhöhte Gefühle wachrufen können. Denn erreichen die kohärenten Signale unseres Herzens das Gehirn, dann werden biochemische Botenstoffe in den Körper ausgeschüttet. Diese Ausschüttung nennt man Gefühl. Positive Gefühle lassen uns leichter und freier fühlen (denn sie haben eine höhere Frequenz). Unsere gesamte Energie ist dann erhöht. Und es wird noch besser, denn in dem erhöhten Zustand von Wohlbefinden und Genuss, setzt die Energie dieser Gefühle wasserfallartig 1.400 biochemische Veränderungen in Gang, die Wachstum und Heilung anregen.

Jeder Gedanke produziert einen äquivalenten biochemischen Botenstoff, der wiederum eine Emotion erzeugt. Du bist nur von den Gedanken beeinflussbar, die deinem emotionalen Befinden entsprechen. Veränderungen sind nur möglich sind, wenn Gedanken und emotionales Befinden des Körpers übereinstimmen.

Du kannst also so viele Affirmationen aufsagen und positiv denken, wie du möchtest. Aber wenn du diese Information nicht auch fühlst, kann die Botschaft nicht vom Rest des Körpers verstanden - gefühlt - werden. Das Gefühl trägt die emotionale Ladung, also die Energie, die zur Stimulation des Zentralen Nervensystems gebraucht wird. Und schließlich, um eine neue Zukunft hervorzurufen. Erst mit dem entsprechenden Gefühl kann die Brücke zwischen Körper und Gehirn geschlagen werden (zwischen dem Gedanken an Liebe und Verbundenheit und dem Gefühl von Liebe und Verbundenheit). Erst mit dem Gefühl kannst du dieses neue Sein verkörpern.

Gesundheitliche Vorteile eines kohärenten Herzens

Wir können unser Herz aktivieren, indem wir bewusst erhöhte Gefühle in uns wachrufen - zum Beispiel indem wir auf schöne Erinnerungen zurückgreifen. Damit können wir zu Herz-Kohärenz zurück kehren und unser Magnetfeld beeinflussen. Wenn du Dankbarkeit, Freude oder Liebe empfindest, schickst du die hohe Frequenz dieser Energie zu jeder Zelle deines Körpers und in deine Umgebung. Du vibrierst so zu sagen diese Stimmung und sendest sie nach Außen. Diese harmonische Energie wirkt sich nicht nur positiv auf dein Wohlbefinden, sondern nachweislich auch auf deine körperliche und mentale Gesundheit aus.

Die kohärenten Schwingungen eines gleichmäßig-rhythmischen Herzschlags haben eine Reihe Vorteile für die mentale, emotionale und physische Verfassung von uns Menschen. So bestätigen Tests von Dr. Joe Dispenza und seinem Team Erkenntnisse des HMI und zeigen, dass Herz-Kohärenz den Blutdruck senkt, die Verfassung des Nervensystems sowie der hormonellen Balance verbessert und sogar eine gesündere Gen-Ausbildung begünstigt.

Stress dagegen lässt unser Herz unregelmäßig schlagen, regelrecht chaotisch zwischen Beschleunigung und Verlangsamung wechseln. Es verwundert nicht, dass Stress einer der Hauptfaktoren für Herzerkrankungen ist und uns vorzeitig altern lässt.

Herz-Hirn-Kohärenz

Wenn dein Herz kohärent schlägt, reagiert dein Nervensystem, indem es die Energie, Kreativität und Intuition des Gehirns erhöht, was wiederum einen positiven Effekt auf jedes Organ deines Körpers hat. Wenn Herz und Gehirn zusammenarbeiten, fühlst du dich zufrieden, vollständig und verbunden - und das nicht nur mit dir, sondern mit allen Dingen und allen Menschen.

Anziehend wirken mit Herz-Hirn-Kohärenz

Auch Dr. Gary Schwartz und seine Kolleg/innen an der Universität von Arizona haben herausgefunden, dass der Herzschlag als Verstärker zu wirken scheint, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unser Herz und Gefühle richten. Synchronisieren sich Herz und Gehirn, erzeugt das nicht nur eine Herz-Hirn-Kohärenz im Körper, sondern auch eine Sychronisation des elektromagentischen Feldes, das unseren Körper umgibt.

Wenn dein Herz rhythmisch schlägt und das magnetische Feld deines Körpers durch erhöhte Schwingungen kräftig und weit ausstrahlt, dann wirkt sich das auch positiv auf die Schwingungen von Menschen in der näheren Umgebung aus. Gute Laune sind nicht nur sprichwörtlich ansteckend. Jetzt weißt du, dass die Herz-Kohärenz etwas damit zu tun hat.

Herz-Intelligenz

Das alles ist tatsächlich schwer mit dem Verstand zu begreifen, weil diese neueren Erkenntnisse der Neurokardiologie noch nicht im Bewusstsein der Allgemeinheit verankert sind und unser Gehirn auf die ihm vorhandenen Informationen zurückgreift. Und diese lauten eben, dass es das Gehirn ist, das über unsere Biologie regiert. Das stimmt zwar zum Teil, allerdings ist unser Herz ein autorhythmisches Organ. Das bedeutet so viel, als dass der Herzschlag selbstinitiiert ist und nicht vom Gehirn gesteuert wird.

Das Bewusstsein des Herzens

Das HeartMath Institut definiert Herz-Intelligenz als einen Fluss von Bewusstsein und Erkenntnis, den wir erleben, sobald Geist und Gefühle durch einen selbstinitiierten Prozess in Balance und Kohärenz gebracht werden. Diese Form der Intelligenz wird als direktes, intuitives Wissen erlebt, das sich in Gedanken und Gefühle manifestiert, die für uns selbst und andere von Vorteil sind. Inzwischen ist bekannt, dass unser Herz unser Bewusstsein erschafft. Das Herz ist nicht nur ein Muskel, der Blut durch unseren Körper pumpt und uns so am Leben hält. Das Herz ist das einzige Organ unseres Körpers, das eine Intelligenz besitzt. Es verfügt sogar über die gleichen Nervenzellen wie unser Gehirn. Einer der Pioniere der Neurokardiologie, Dr. J. Andrew Armour, war einer der ersten, der von Herz-Intelligenz und dem Herz-Gehirn sprach. Denn mit etwa 40.000 Neuronen kommuniziert das Herz-Gehirn selbständig mit den Zellen unseres Körpers und dem Zentralen Nervensystem. Dieses sensorische Organ ist also ganz unabhängig vom Gehirn in der Lage, Informationen aufzunehmen, zu lernen und sich zu erinnern - und damit unsere Gefühle und Entscheidungen zu beeinflussen und unser Selbstverständnis zu formen.

Unser Herz verfügt sogar über Nerven von beiden Zweigen des Zentralen Nervensystems, dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem, die beide sämtliche Veränderungen direkt an das Herz kommunizieren und dessen Rhythmus Schlag für Schlag beeinflussen. Das Herz erhält die Informationen also direkt vom Körper, nicht vom Gehirn. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht: JEDE Emotion beeinflusst unseren Herzschlag. Das limbische System, der Sitz des Zentralen Nervensystems, wird auch als das emotionale Gehirn bezeichnet, denn in diesem Teil des Gehirns werden Emotionen verarbeitet. Wenn du also veränderst, wie du dich fühlst, beeinflusst du, wie dein Zentrales Nervensystem arbeitet. Wissenschaftler/innen können mit 75 prozentiger Wahrscheinlichkeit voraussagen, wie sich eine Person fühlt, nur mit Blick auf den Herzschlag - genauer auf die Herzfrequenzvariabilität, also die zeitlichen Abweichungen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Herzschlägen

Self-Empowerment durch Herz-Kohärenz

Es braucht nur eine klare Intention oder einen Gedanken (den elektrischen Impuls) in Verbindung mit einer Emotion oder einem Gefühl (den magnetischen Impuls), um unsere Energie zu verändern. Wenn wir unsere Energie ändern, ändern wir unsere Leben. Indem du bewusst die erhöhten Gefühle des Herzens wachrufst, statt auf etwas im Außen zu warten, das diese Gefühle in dir auslöst, empowerst du dich selbst und lebst dein volles Potenzial. Wenn du mit und nach deinem Herzen lebst, wählst du ganz automatisch die Liebe und lässt Angst hinter dir. Dann lebst du dein mitfühlendes, authentisches Selbst und sorgst für dich genau so gut wie für andere und die Natur. Dann schwingst du auf der Frequenz von Liebe und Fülle, fühlst dich mit dir und allem verbunden.

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