Epilepsie-Spezialisten im Vogelsbergkreis: Umfassende Versorgung und Expertise

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die Menschen jeden Alters betreffen kann. Im Vogelsbergkreis und Umgebung ist eine umfassende Versorgung von Epilepsie-Patienten von großer Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Epilepsiebehandlung, die verfügbaren Spezialisten und die Bedeutung einer ganzheitlichen Betreuung.

Neurologische und psychiatrische Versorgung in Fulda

In Fulda bieten Dr. med. Fabian Sprengel und Dr. med. Volkhard Sprengel in ihrer Praxis für Neurologie und Psychiatrie ein breites Spektrum an Leistungen an. Das erfahrene Team legt großen Wert auf eine vertrauensvolle Begegnung und eine individuelle, professionelle Beratung. Dabei wird der Mensch als Ganzes betrachtet und nicht nur auf einzelne Symptome fokussiert. Dr. Fabian Sprengel verstärkt das Team seit März 2021 und möchte neueste Entwicklungen in Diagnostik und Therapie in der Region etablieren. Das Therapieangebot umfasst sowohl neurologische als auch psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungen.

Neurologische Untersuchungen zur Erkennung von Erkrankungen des Nervensystems

Die neurologischen Untersuchungen dienen dazu, Krankheiten des Nervensystems zu erkennen. Hierzu gehören:

  • Klinisch neurologische Untersuchungen: Der Arzt überprüft den Zustand und die Funktionen von Nerven, Gehirn und Muskeln ohne größere technische Hilfsmittel.
  • EMG-Untersuchungen (Elektromyographie): Hierbei wird die elektrische Aktivität in ausgewählten Muskeln gemessen, um die Muskel- und Nervenfunktion zu beurteilen.
  • NLG-Messung (Nervenleitgeschwindigkeit): Mit leichten Stromimpulsen wird die Nervenfunktion an Armen und Beinen gemessen, um Nervenkompressionen oder Nervenerkrankungen zu entdecken.
  • EEG-Untersuchungen (Elektroenzephalographie): Das EEG überprüft die Gehirnaktivität und wird bei Verdacht auf Erkrankungen wie Epilepsie oder Enzephalitis eingesetzt.
  • Doppler/Farb-Duplex-Sonographie: Diese Ultraschalluntersuchung wird bei Verdacht auf Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße eingesetzt.
  • Evozierte Potentiale: Diese spezielle Form der Untersuchung der Gehirnaktivität wird im Rahmen einer Elektroenzephalografie (EEG) durchgeführt und spielt insbesondere bei Verdacht auf Tumore des Zentralnervensystems eine Rolle.

Behandlungsspektrum in Neurologie und Psychiatrie

Die Praxis behandelt das gesamte Spektrum der Neurologie und Psychiatrie. Zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern gehören:

  • Multiple Sklerose/Neuroimmunologie
  • Epilepsie
  • Parkinson-Syndrome
  • Gedächtnisstörungen (z.B. Demenz)
  • Kopfschmerz, Migräne, Clusterkopfschmerz
  • Synkopen (Ohnmacht, Kollaps)
  • Nervenengpass-Syndrome (z.B. Karpaltunnelsyndrom)
  • Abklärung von Gangstörungen
  • Halswirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulenerkrankungen/-schmerzen
  • Schwindelsyndrome
  • Schlaganfall-/vorsorge
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Syndrom der unruhigen Beine (Restless-Legs-Syndrom)
  • Rückenmarkserkrankungen
  • Neuralgien (z.B. nach Zoster, Trigeminusneuralgie)
  • Polyneuropathien
  • Muskelerkrankungen
  • Periphere Nervenerkrankungen, z.B. Bandscheibenvorfällen

Im Bereich der Psychiatrie werden unter anderem folgende Erkrankungen behandelt:

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  • Depressionen
  • Burn-Out
  • Anpassungsstörungen
  • Psychosen
  • Angsterkrankungen/Panikattacken
  • Psychosomatische Erkrankungen

Spezialisierte Epilepsiebehandlung

Epilepsie erfordert eine spezialisierte Behandlung, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Eine umfassende Diagnostik ist dabei entscheidend, um die Art der Epilepsie zu bestimmen und die geeignete Therapie einzuleiten.

Neuropädiatrie: Epilepsiebehandlung im Kindes- und Jugendalter

Für Kinder und Jugendliche mit Epilepsie ist die Neuropädiatrie ein wichtiger Anlaufpunkt. Neuropädiater sind Kinder- und Jugendärzte, die sich auf die Kinder-Neurologie spezialisiert haben. Sie verfügen über eine besondere Expertise in der Diagnostik und Therapie von Anfallserkrankungen (Epilepsien) sowie Entwicklungsstörungen und Bewegungsstörungen.

Ein Beispiel für eine spezialisierte Praxis ist die Praxis von Frau Dr. Langner, die als Schwerpunktpraxis Epileptologie im Kindes- und Jugendalter von der Deutschen Liga gegen Epilepsie zertifiziert ist. Hier werden Hirnstrom-Messungen (EEG) durchgeführt und individuelle Therapiepläne erstellt.

Therapieformen bei Epilepsie

Die Therapie von Epilepsie umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und nicht-medikamentösen Maßnahmen.

  • Medikamentöse Therapie: Antiepileptika sind dieStandardmedikamente zur Behandlung von Epilepsie. Sie können die Anfallshäufigkeit reduzieren oder die Anfälle ganz verhindern. Die Auswahl des geeigneten Medikaments hängt von der Art der Epilepsie, dem Alter des Patienten und anderen individuellen Faktoren ab.
  • Nicht-medikamentöse Therapie: In einigen Fällen können auch nicht-medikamentöse Maßnahmen wie eine spezielle Diät (ketogene Diät) oder eine Operation in Betracht gezogen werden.

Stimulationsverfahren bei therapieresistenter Epilepsie

Für Patienten, bei denen die medikamentöse Therapie nicht ausreichend wirksam ist, können Stimulationsverfahren eine Option sein. Hierzu gehört die Vagusnervstimulation (VNS), bei der ein peripherer Ast des Nervus vagus mit elektrischen Impulsen gereizt wird. Dieses Verfahren wird in spezialisierten Zentren wie dem Stimulationszentrum der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Heppenheim angeboten.

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Weitere Anlaufstellen und Unterstützung

Neben den genannten Spezialisten und Einrichtungen gibt es im Vogelsbergkreis und Umgebung weitere Anlaufstellen und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen. Hierzu gehören Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und spezialisierte Kliniken.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Telefonnummer 116 117 erreichbar und steht Patientinnen und Patienten zur Verfügung, die außerhalb der regulären Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigen. Die ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale Alsfeld befindet sich in der Georg-Dietrich-Bücking-Straße 20a in 36304 Alsfeld.

Soziales Netzwerk und Kooperationen

Eine gute Vernetzung mit anderen medizinischen Einrichtungen, Therapeuten und Selbsthilfegruppen ist für eine umfassende Versorgung von Epilepsie-Patienten unerlässlich. Dies ermöglicht eine integrative und individuelle Betreuung, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist.

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