Massaker: Bedeutung, Hintergründe und Beispiele

Das Wort "Massaker" begegnet uns in Nachrichten, Geschichtsbüchern und im kulturellen Kontext, oft verbunden mit Bildern von Gewalt und Grausamkeit. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung des Begriffs, seine historischen Wurzeln, die verschiedenen Kontexte, in denen er verwendet wird, und gibt Beispiele von Massakern aus der Geschichte und der Popkultur.

Definition und Ursprung

Ein Massaker (aus dem Französischen: massacre für "Blutbad, Gemetzel") bezeichnet die Tötung von Menschen unter besonders brutalen und grausamen Umständen. Es handelt sich um einen Massenmord, der oft politisch oder ethnisch motiviert ist. Im Krieg bezieht sich der Begriff auf die Ermordung von gefangenen Soldaten oder wehrlosen Zivilisten. Diese organisierten Massenhinrichtungen stehen oft am Rande der eigentlichen Kriegshandlungen und sind nicht militärisch notwendig, sondern entspringen blindem Hass oder Rachegefühlen. Sie dienen der Einschüchterung und dem Terror. Wenn sich Massaker gegen große Teile der Bevölkerung richten, spricht man von Völkermord.

Das Wort "Massaker" leitet sich vom altfranzösischen Wort für "Schlachthaus" ab. Das französische Substantiv massacre wurde im 17. Jahrhundert übernommen und im 19. Jahrhundert in der Schreibweise Massaker an die im Deutschen übliche Aussprache angeglichen. Das französische Substantiv ist zu frz. massacrer gebildet, woraus massakrieren Vb. ‘niedermetzeln, grausam hinmorden, quälen, mißhandeln’ (17. Jh.) entlehnt ist. Als Ausgangsform für das Verb wird ein frühgalloroman. *matteucculare ‘erschlagen’ als Ableitung von vlat. *matteūca ‘Schlegel’ angenommen, das seinerseits aus lat. mateola ‘Werkzeug zum Einschlagen in die Erde, Schlegel’ umgebildet sei.

Kontextuelle Verwendung des Begriffs

Der Begriff "Massaker" wird in verschiedenen Kontexten verwendet, darunter:

  • Kriegsverbrechen: Die Ermordung von Kriegsgefangenen oder Zivilisten während eines Krieges. Ein Beispiel hierfür ist das Massaker von Srebrenica im Sommer 1995, bei dem die serbische Armee mindestens 7.800 bosnische Muslime ermordete.
  • Politische Gewalt: Die gewaltsame Niederschlagung von Demonstrationen oder Aufständen, wie beispielsweise 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, wo Hunderte oder sogar Tausende von Demonstranten durch das chinesische Militär getötet wurden.
  • Terroristische Anschläge: Massenmorde, die von Terroristen verübt werden, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
  • Amokläufe: Gewalttaten, bei denen ein Täter wahllos Menschen tötet.

Beispiele aus der Geschichte

Die Geschichte ist voll von Massakern, die aus unterschiedlichen Gründen verübt wurden. Einige Beispiele sind:

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  • Das Septembermassaker (1792): Während der Französischen Revolution stürmten aufgebrachte Menschenmengen die Gefängnisse von Paris und anderen französischen Städten und töteten insgesamt 1.200 Menschen, darunter Gegner der Revolution und Kriminelle.
  • Das Massaker von Boston (1770): Britische Soldaten erschossen in Boston fünf Zivilisten, was die Spannungen zwischen den Kolonien und Großbritannien weiter verschärfte. Obwohl die Soldaten später freigesprochen wurden, wurde das Ereignis von den Kolonisten als "Massaker" bezeichnet und trug zur Eskalation des Konflikts bei.

"Massaka" im kulturellen Kontext: Rap und die Stimme der Straße

Der Begriff "Massaker" findet auch im kulturellen Kontext Verwendung, oft als Metapher für Zerstörung, Dominanz oder Aggression. Ein interessantes Beispiel hierfür ist die Berliner Rap-Gruppe "Massaka 36".

Massaka36: Kreuzberg, "Blutbeton" und die Realität der Straße

"Massaka36" ist eine Rap-Gruppe aus Berlin-Kreuzberg, die 2002 gegründet wurde und deren intensive Arbeit Mitte 2003 begann. Die Rapper Murdoc und Monstar von Massaka36 sehen ganz Kreuzberg als ihr Gebiet, wobei Murdoc den 36er-Bereich und Monstar das Gebiet 61 repräsentiert. Ihr Album "Blutbeton" spiegelt die harte und blutige Realität der Straßen von Kreuzberg wider.

Entstehung und Bedeutung von "Blutbeton"

Der Titel "Blutbeton" beschreibt die Straßen von Kreuzberg als hart und blutig. Die Gruppe möchte mit ihrer Musik die Geschehnisse und Erfahrungen widerspiegeln, die sie in ihrem Kiez gemacht haben. Das Album wurde hauptsächlich von Woroc produziert, wobei auch DJ Ses aka. Aksit an den Beats beteiligt war. Massaka36 legt Wert auf interne Zusammenarbeit und plant zukünftig weitere Projekte mit Killa Hakan und Ceza.

Zusammenarbeit und Einflüsse

Die Zusammenarbeit mit Kaisa bestand bereits beim ersten Projekt „36 Night Crime“. Die Zusammenarbeit mit Deso war reiner Zufall. Murdoc rappt auf dem Track „Katliam“ auf Türkisch, was bei den Hörern gut ankommt. Zukünftig möchte er vielleicht öfter auf Türkisch rappen, um seine türkischsprachigen Fans zu erreichen.

Kritik und Authentizität

Murdoc kritisiert Rapper aus anderen Bezirken, die seiner Meinung nach nicht authentisch sind. Er betont, dass Massaka36 die Stimme der Straße ist und die Realität in Kreuzberg widerspiegelt. Monstar ergänzt, dass es in Kreuzberg einen starken Zusammenhalt zwischen verschiedenen Nationen gibt. Massaka36 definiert sich durch ihren Lebensstil, ihre Musik und ihre Herkunft. Sie wollen mit ihrer Musik eine neue Richtung einschlagen und nicht mit Gangsterrap in Verbindung gebracht werden. Sie haben mit „Königsrasse“ etwas Neues aus Berlin-Kreuzberg geschaffen.

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Zukunftspläne

Massaka36 plant eine Doppel-DVD mit EP, die einen tiefen Einblick in das Leben in Kreuzberg geben soll. Sie wollen, dass die Menschen selbst entscheiden, wie sie Kreuzberg und Massaka36 sehen, unabhängig von Medienberichten und Kritiken.

Farid Bang: Humor, Provokation und "Asphalt Massaka"

Ein weiteres Beispiel für die Verwendung des Begriffs "Massaker" im übertragenen Sinne findet sich in der Karriere des Rappers Farid Bang. Seine "Asphalt Massaka"-Albenreihe, bekannt für Battlerap, Dissing und provokante Texte, hat sich in der deutschen Rapszene einen Namen gemacht.

"Asphalt Massaka": Ein Markenzeichen

Farid Bang debütierte mit "Asphalt Massaka" und etablierte damit seinen Stil: Battlen, Dissen und Pöbeln. Die Alben dieser Reihe zeichnen sich durch Wortwitz und provokante Punchlines aus.

Punchlines und Kontroversen

Farid Bang ist bekannt für seine provokanten und humorvollen Punchlines, die oft auf Kosten anderer gehen. Seine Texte balancieren oft auf dem schmalen Grat zwischen Facepalm und Lachen. Die jahrelange Fehde zwischen Farid Bang und Fler fand ihren Höhepunkt auf "Asphalt Massaka 3", bevor die beiden sich aussprachen und ihre Streitigkeiten beilegten.

Kollaborationen und "Jung Brutal Gutaussehend"

Zusammen mit Kollegah bildete Farid Bang das Duo "Jung Brutal Gutaussehend", das mit seinen Alben große Erfolge feierte. Allerdings sorgte das Album "Jung Brutal Gutaussehend 3" für eine Kontroverse, die zur Abschaffung des Musikpreises Echo führte.

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