Facharzt Neurologie Beelitz-Heilstätten: Parkinson-Behandlung auf höchstem Niveau

Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Zittrig, langsam, mit gebeugter Haltung und kurzen Schritte gehend - so beschrieb 1817, also vor genau 200 Jahren, der englische Arzt James Parkinson den Zustand der Menschen, die an der später nach ihm benannten Krankheit leiden. Das neurologische Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/Parkinson in Beelitz-Heilstätten bei Berlin hat sich auf die Behandlung dieser komplexen Erkrankung spezialisiert und bietet ein umfassendes Therapieangebot, das auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse basiert.

Expertise und Erfahrung in der Parkinson-Behandlung

Das Ärzteteam in Beelitz-Heilstätten besteht aus Fachärzten für Neurologie und Ärzten in Weiterbildung. Die langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Bewegungsstörungen gewährleistet eine qualifizierte Betreuung der Patienten. Neben dem Anspruch, auf dem neuesten Stand der Forschung zu behandeln, ist es den Ärzten ein Anliegen, die spezifische Lebenssituation der Patienten zu verstehen und zu begleiten.

Chefarzt Prof. Dr. Georg Ebersbach ist ein ausgewiesener Parkinson-Experte und wurde für seinen langjährigen Einsatz bei der Erforschung und Therapie von Parkinson mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Er und sein Team behandeln inzwischen jedes Jahr etwa 2000 Parkinson-Erkrankte aus ganz Deutschland und aus dem Ausland. Prof. Ebersbach zählt zu den Initiatoren der „Parkinson-Nurse“-Ausbildung, bei der Pflegekräfte unter Anderem lernen, Patienten mit den komplexen Parkinsontherapien, zum Beispiel Medikamentenpumpen und Hirnschrittmachern, zu versorgen.

Multidisziplinärer Therapieansatz

Die verschiedenen Therapieverfahren werden nach neuestem Forschungsstand von einem interdisziplinär arbeitenden Team um Chefarzt Prof. Dr. Med. Ebersbach durchgeführt. Ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzepts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen. In Beelitz-Heilstätten arbeiten Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen und weitere spezialisierte Therapeuten zusammen. Die unterschiedlichen Berufsgruppen sind durch ihre vielseitigen Qualifikationen in der Lage, auf die individuellen Defizite der Patienten mit hoher Fachkompetenz einzugehen. Ziel ist es, den Patienten in seinen Alltagsfunktionen auf breiter Ebene zu fördern. Neben der individuellen Einstellung der Medikation gehören aktivierende Therapien zum Standard der Parkinson-Behandlung.

Aktivierende Therapien zur Verbesserung der Lebensqualität

Aktuelle Studien zeigen nun, dass gezieltes Bewegungstraining den Patienten deutlich hilft. Aktive Therapien sind immer individualisierte Behandlungen, die sich an den Beschwerden und Einschränkungen des einzelnen Patienten orientieren. Die Betroffenen üben mit speziell ausgebildeten Therapeuten lautes Sprechen (LSVT-LOUD) oder das Ausführen von Bewegungen mit großer Amplitude (LSVT-BIG).

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Das neurologische Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/Parkinson in Beelitz-Heilstätten bei Berlin informiert zum Welt-Parkinson-Tag am 11. 6. April 2017 - Tanzen, Tai-Chi, Sprach- oder Musiktherapie beeinflussen den Verlauf einer Parkinson-Erkrankung positiv. Diese aktivierenden Therapien trainieren Funktionen wie Gleichgewicht, Gehen, Sprechen, Schlucken und Kognition, die durch die Erkrankung häufig beeinträchtigt sind. „Übungsbehandlungen haben hohen Stellenwert für den Erhalt der Lebensqualität bei unseren Patienten - und gehören neben der individuellen Einstellung der Medikation zum Standard der Parkinson-Behandlung“, sagt Prof. Dr. Georg Ebersbach, Chefarzt des Neurologischen Fachkrankenhauses für Bewegungsstörungen/Parkinson in Beelitz. „Es wird immer deutlicher, dass Parkinson-Patienten bereits früh im Krankheits-verlauf von aktivierenden Therapien profitieren. Wir haben auch Anhaltspunkte dafür, dass körperliches Training die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.“

"Durch Übungen, die entweder die allgemeine körperliche Fitness stärken oder auf spezielle Symptome wie Sprechstörungen, Probleme mit der Feinmotorik oder Stürze ausgerichtet sind, lernt das Gehirn, krankheitsbedingte Defizite zu kompensieren", erklärt der Parkinson-Experte Professor Georg Ebersbach.

Musik erleichtert Menschen mit Parkinson, das durch die Krankheit gestörte Rhythmusgefühl zu verbessern. Allein das Hören von lauter und rhythmischer Musik führt zu einer messbaren Verbesserung der Beweglichkeit. Viele Parkinson-Patienten kennen dies aus eigenem Erleben. Manchmal klingt im Radio anregende Musik, und man bewegt sich spontan tänzelnd durch die Küche - und das, obwohl eben noch die Füße wie mit Blei beschwert am Boden klebten.

Tai-Chi ist eine Kampf- und Bewegungskunst, die ihren Ursprung im China des 17. Jahrhunderts hat. Tai-Chi zielt auf Entschleunigung, Konzentration und Entspannung bei körperlicher Aktivität ab. Mit dieser Technik können Menschen mit Parkinson Körperwahrnehmung und Bewegungskontrolle trainieren. In der Parkinson-Fachklinik in Beelitz-Heilstätten werden mit Unterstützung der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V., der Deutschen Parkinson Hilfe e.V. und der Gesundheitskasse AOK-Nordost LSVT künstlerische Therapien und Tai-Chi/Keep Moving angeboten, gelehrt und in wissenschaftlichen Studien untersucht. Für Betroffene und Therapeuten wurden zahlreiche Lehrmaterialien entwickelt.

LSVT BIG: Therapie für große Bewegungen

Unter seiner Leitung wurde zum Beispiel in einer großen Vergleichsstudie die Wirksamkeit der Methode LSVT BIG nachgewiesen. Dabei handelt es sich um eine speziell für Parkinson entwickelte Bewegungstherapie. Hierbei erlernen Patienten ausladende, "große" Bewegungen - also genau das Gegenteil von dem zu machen, was Parkinson bedeutet. Dadurch sollen sie dazu befähigt werden, das Erlernte nahezu "automatisch" in den Alltag zu integrieren.

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Tiefe Hirnstimulation: Ein Hirnschrittmacher für mehr Lebensqualität

Im Langzeitverlauf wirken die Medikamente meist zunehmend ungleichmäßig: Für die Betroffenen bedeutet dies ständige abrupte Wechsel zwischen guter Beweglichkeit und Bewegungsstarre. Ein Hirnschrittmacher sorgt dafür, dass der Zustand des Patienten wieder gleichmäßiger wird. Dazu werden Elektroden im Gehirn platziert, um bestimmte Hirnareale zu stimulieren. Diese Elektroden erhalten elektrische Impulse von einem Impulsgenerator, der sich meist im Brustbereich unter der Haut befindet.

Pflege und Menschlichkeit im Fokus

Ein weiterer wichtiger Teil des Teams sind Mitarbeiter aus dem Bereich Pflege. Sie haben langjährige Erfahrung in der Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Parkinson. Regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen sorgen dafür, dass die Pflegekräfte eine hohe Kompetenz in fachlichen, aber auch menschlichen Fragen, mitbringen. In enger Abstimmung mit den Ärzten und den Therapeuten wirken die Pflegekräfte als Teil des multidisziplinären Teams an der ganzheitlichen Versorgung unserer Patienten mit. Unser Pflegeteam verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Parkinson.

Patienten schätzen die Parkinsonklinik für den menschlichen Umgang. Das ganzheitliche und multiprofessionelle Konzept kommt auch bei den Patienten an, die die Klinik in Online-Portalen sehr positiv bewerten. So betont ein Patient etwa den respektvollen Umgang des Teams mit den Patienten. „Als Patient fühlt man sich gut aufgehoben: Das gesamte Personal ist zugewandt, hat Zeit für Beratung oder die Erläuterung medizinischer Hintergründe.“ Eine andere Patienten schreibt: „Jeder einzelne hat dazu beigetragen, das ich meine Lebensfreude wieder gefunden habe. Es erfordert immer den ganzen Menschen der sich dem kranken Patienten zuwendet, das ist in dieser Klinik fühlbar.“

Ausgezeichnete Qualität und Zentrum für Bewegungsstörungen

Die Parkinsonklinik zählt zu den Top-Kliniken Deutschlands. Die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten und Pflege ist einer der Gründe, weshalb das Krankenhaus in der FOCUS-Liste, dem größten deutschen Krankenhausvergleich, wiederholt mit der Auszeichnung „Top Nationales Krankenhaus / Parkinson“ geehrt wurde - zuletzt 2017. „Eine Spezialklinik, die es ein zweites Mal nicht zu geben scheint,“ wie ein Patient auf einem einschlägigen Portal kommentiert. Das Fachkrankenhaus wurde nun auch noch zum Zentrum für Bewegungsstörungen mit Schwerpunkt Parkinson erklärt. Die Ausweisung erfolgt im Rahmen des aktuellen Krankenhausplans des Landes Brandenburg und beweist die herausragende Stellung der Klinik für Patienten und Mediziner.

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