Das vegetative Nervensystem (VNS) steuert lebenswichtige Körperfunktionen, die nicht willentlich beeinflusst werden können. Störungen dieses Systems können sich vielfältig äußern und stellen in der Heilpraktikerprüfung ein wichtiges Themenfeld dar. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über relevante Aspekte, einschließlich typischer Prüfungsfragen und ihrer Lösungen.
Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung: Nervensystem
Die Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung im Fachgebiet Nervensystem erfordert ein fundiertes Wissen über Anatomie, Physiologie und Pathologie. Das Üben mit originalen Prüfungsfragen aus vergangenen Jahren ist dabei essenziell. Im Folgenden werden einige typische Fragen und Themenbereiche vorgestellt, die in der Prüfung relevant sein können.
Typische Prüfungsfragen und Themenbereiche
Multiple-Choice-Fragen zum Nervensystem
Die Multiple-Choice-Fragen in der Heilpraktikerprüfung decken ein breites Spektrum an Themen ab. Hier einige Beispiele:
- Diabetische Neuropathie: Welche Symptome passen zu einer diabetischen Neuropathie?
- Achillessehnenreflex (ASR) beidseitig nicht auslösbar
- Verminderte Herzfrequenzvariabilität
- Erektile Dysfunktion
- Schmerzhafte Missempfindungen der Füße ("burning feet")
- Blutdruckregulationsstörungen
- Funktionen des Sympathikus:Welche Begriffe beschreiben Funktionen des Sympathikus?
- Erweiterung der Bronchien
- Verminderung der Sekretion der Speicheldrüsen
- Zunahme des Herzschlages
- Anatomie des Gehirns: Welche Aussagen zur Anatomie des Gehirns treffen zu?
- Die beiden Großhirnhemisphären sind durch den Balken (Corpus callosum) miteinander verbunden
- Die Dura mater (harte Hirnhaut) bildet die äußere Hülle des Gehirns
- Das Ventrikelsystem steht mit dem Subarachnoidalraum in Verbindung
- Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS): Welche Aussagen treffen zu?
- Kernsymptom ist die post-exertionelle Malaise (PEM)
- Empfehlenswert sind das Einhalten der Energiegrenzen ("Pacing") sowie Stressreduktion.
- Das Vorliegen einer kognitiven Leistungseinbuße ist für die Diagnose erforderlich.
- Pyramidenbahnschädigung: Welche Symptome sind bei einer Pyramidenbahnschädigung zu erwarten?
- Babinskisches Zeichen
- Gesteigerte Muskeleigenreflexe
- Chorea Huntington: Welche Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu? (Wählen Sie zwei Antworten!)
- Morbus Parkinson: Charakteristische Symptome eines Morbus Parkinson sind:
- Tremor
- Akinese
- Rigor
- Hypokinese
- Hirnnerven: Welche der folgenden Nerven werden als Hirnnerv bezeichnet?
- Nervus vestibulocochlearis
- Nervus vagus
- Funktion der Hirnnerven: Welche Aussagen zur Funktion der Hirnnerven treffen zu?
- Sensorische Signale zum Gehirn leiten: N. opticus (II. Hirnnerv), N. vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv)
- Schädel-Hirn-Trauma: Bei einem Patienten tritt nach einem Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma eine zweistündige Erinnerungslücke für das Geschehen nach dem Unfall auf.
- Hirntumor: Welche der folgenden Symptome lassen Sie an einen Hirntumor denken?
- Persönlichkeitsveränderung
- Vorübergehende klonische Zuckungen des linken Beines
- Morgendliches Erbrechen
- Epileptische Anfälle: Auslöser eines epileptischen Anfalls können sein:
- Alkoholentzug
- Hirntumore
- Hirnblutungen
- Unregelmäßige Einnahmen der antiepileptischen Medikation
- Sympathikus: Welche der folgenden Aussagen zum Sympathikus trifft (treffen) zu?
- Der Sympathikus gehört zum autonomen Nervensystem
- Verstärkte Aktivität führt zur Erweiterung der Bronchien
- Reflexe: Welche Aussagen zu den Reflexen sind FALSCH?
- Der Bauchhautreflex gehört zu den Eigenreflexen.
- Bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule sind der Bizepssehnenreflex und der Trizepssehnenreflex grundsätzlich erhalten.
- Ischämischer Schlaganfall: Therapeutische Maßnahmen bei einem ischämischen Schlaganfall sind:
- Lysetherapie bei einem thrombotischen Verschluss einer Hirnarterie
- Regulation des Blutzuckers
- Thromboseprophylaxe bei Bettlägerigkeit
- Rückenmarksverletzungen: Welche der folgenden Aussagen zur Rückenmarksverletzungen treffen zu? (Wählen Sie bitte zwei Antworten!)
- Hirnödem: Welche der folgenden Aussagen zum Hirnödem treffen zu?
- Hirnödeme treten u. a. in der Umgebung von Hirntumoren auf
- Typische Zeichen für ein Hirnödem sind u.a. Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen
- Am Augenhintergrund kann man bei einem Hirnödem eine Vorwölbung der Papille erkennen
- Schlaganfall: Welche der folgenden Aussagen zum Schlaganfall treffen zu?
- Grand Mal-Anfall: In Ihrer Praxis erleidet eine Patientin/ein Patient erstmalig einen Grand Mal-Anfall. Welche Aussage zur Ersten Hilfe/Notfallhilfe sind richtig?
- Umherstehende Möbel wie Stühle oder ein Tisch sollten aus dem unmittelbaren Bereich um die Patientin/ den Patienten entfernt werden, um sekundäre Verletzungen zu vermeiden.
- Der Rettungsdienst muss gerufen werden.
- Kleinhirn (Cerebellum): Welche der folgenden Aussagen zum Kleinhirn (Cerebellum) treffen zu?
- Demenz bei Alzheimer-Krankheit: Sie vermuten bei einem 78-jährigen Patienten, der Ihnen wegen einer Abnahme des Denkvermögens vorgestellt wird, eine Demenz bei Alzheimer-Krankheit. Welche der folgenden anamnestischen Angaben und Symptome stützen Ihren Verdacht?
- Generalisierter tonisch-klonischer Anfall: Welche Aussagen zu einem generalisierten tonisch-klonischen Anfall (früher: Grand mal) sind richtig?
- Dauert ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall sehr lange, oder folgen mehrere generalisierte tonisch-klonische Anfälle aufeinander, so handelt es sich um einen lebensbedrohlichen konvulsiven Status epilepticus.
- Eine mögliche Ursache für einen neu aufgetretenen generalisierten tonischklonischen Anfall im Erwachsenenalter ist eine gutartige oder bösartige Gewebeneubildung des Gehirns.
- Schlafentzug ist ein möglicher Auslöser für einen Krampfanfall.
- Ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall ist in der Regel selbstlimitierend.
- Migräne: Welche der folgenden Aussagen zur Migräne treffen zu?
- Bei einer Migräne mit Aura treten zusätzlich Symptome wie Lichtblitze, Gefühlsstörungen oder Sehstörungen auf.
- Bei typischer Migräne ohne Aura wird die Diagnose aufgrund der Anamnese und der Symptomatik gestellt, die neurologische Untersuchung ist in der Regel unauffällig
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Regulierung des Tagesrhythmus, regelmäßiger Schlafrhythmus und regelmäßiger Ausdauersport können Einfluss auf die Häufigkeit der Migräneattacken haben
- Typisch sind pulsierende, meist einseitig auftretende Kopfschmerzen
- Subduralblutung (Subduralhämatom): Welche Aussage zur Subduralblutung (Subduralhämatom) trifft zu?
- Subarachnoidalblutung (SAB): Welche Aussagen passen zu einer Subarachnoidalblutung (SAB)? Wählen Sie zwei Antworten!
- Vegetatives Nervensystem: Welche der folgenden Aussagen zum vegetativen Nervensystem treffen zu?
- Nervus ulnaris Ausfall: Welche der folgenden Aussagen zu einem vollständigen Ausfall des Nervus ulnaris treffen zu?A) Bei dem Ausfall sind sensible Hautbezirke von Ringfinger und Kleinfinger des angrenzenden Handrückens betroffenB) Der Ausfall führt zur sog.
- Pyramidenbahnzeichen: Welche Aussage zu Pyramidenbahnzeichen trifft zu?
- Kornealreflex: Die Untersuchung des Kornealreflexes dient der Prüfung des Hirnnerven:A) N. oculomotorius (III)B) N. trochlearis (IV)C) N. trigeminus (V)D) N. abducens (VI)E) N.
- Parkinson-Syndrom: Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Ursachen eines symptomatischen (sekundären) Parkinson-Syndroms können sein:
- Pharmakologisch
- Toxisch
- Infektiös
- Metabolisch
- Myasthenia gravis: Was trifft auf die Myasthenia gravis zu? Wählen Sie zwei Antworten!
- Meningeome: Welche der folgenden Aussagen zu Meningeomen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
- Morbus Parkinson: Welche der folgenden Symptome sind für einen Morbus Parkinson typisch?
- Hypokinese
- Rigor
- Ruhetremor
- Trigeminusneuralgie: Welche Aussage zur Trigeminusneuralgie trifft zu?
- Epilepsie: Welche der folgenden Aussagen zur Epilepsie treffen zu?
- Im Rahmen eines Status epilepticus kann es zu einer hypoxischen Hirnschädigung kommen
- Auf dem Boden einer langjährig bestehenden Epilepsie kann sich ein chronisches organisches Psychosyndrom entwickeln
- Bei Hypoglykämie besteht ein erhöhtes Anfallrisiko
- Diabetes mellitus: Eine 65-jährige Frau ist seit mehreren Jahren an Diabetes mellitus erkrankt. In den letzten Monaten klagt sie über eine vermehrte Gangunsicherheit. Anamnestisch besteht eine distal betonte Sensibilitätsstörung. Der Achillessehnenreflex ist nicht auslösbar.
- Gehirn: Zum Gehirn gehören:
- Großhirn, Zwischenhirn, Hirnstamm und Kleinhirn
- Im Hypothalamus werden Hormone gebildet
- Die Medulla oblongata enthält wichtige Steuerungszentren von Herz, Kreislauf und Atmung
- Einseitige Pupillenerweiterung: Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Als Ursache einer einseitigen Pupillenerweiterung kommen in Betracht:
- subdurale Blutung
- Hirninfarkt
- systemische Vergiftung
- Intrakranielle Druckerhöhung: Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Hinweise auf eine intrakranielle Druckerhöhung sind:
- Schwallartiges Erbrechen
- Sehen von Doppelbildern
- Psychische Veränderung, z. B. Aggressivität
Fallbeispiele und Anamnese
Fallbeispiele sind ein wichtiger Bestandteil der Heilpraktikerprüfung. Sie sollen zeigen, dass der Prüfling in der Lage ist, Symptome zu erkennen, Differentialdiagnosen zu stellen und einen Behandlungsplan zu entwickeln.
- Fallbeispiel 1: Eine 30-jährige Frau kommt in Begleitung ihres Ehemannes mit unsicherem Gang und starken Kopfschmerzen in die Praxis. Die Anamnese wird überwiegend durch den Mann erhoben, da die Frau schläfrig wirkt.
- Fallbeispiel 2: Ein Patient gibt in der Anamnese an, vor 2 Jahren eine rechtsseitige Hirnblutung erlitten zu haben. Welche Befunde sind typischerweise zu erwarten?
- Fallbeispiel 3: Ein 80-jähriger Patient wird wegen Vergesslichkeit vorgestellt. Es fallen ein kleinschrittiger Gang, Zittern der Hände und verminderte Mimik auf.
- Fallbeispiel 4: Patient mit morgentlichen LWS- Schmerzen, die nach dem Aufstehen nach lassen. Alter. Röntgenbilder vom Handgelenk. Es war eine Fehlstellung zu sehen.
- Fallbeispiel 5: 55-jährige Frau nach frischer Hüft-TEP kommt direkt aus der REHA mit einem dickeren Bein. Was denken Sie?= Tiefe BeinvenenthromboseWie gehen Sie vor?
- Fallbeispiel 6: Ein 30jähriger Mann kommt zu Ihnen in die Praxis. Er berichtet von morgentlich tiefsitzenden Rückenschmerzen, die bis zum Abend ganz verschwinden. M. Bechterew mit Entstehung. Was könnte es sonst noch sein. Tumore, welche? Was macht noch untere Rückenschmerzen? Nierenprobleme, Unterleibserkrankungen, hier war wohl das Schlagwort Aotenaneurysma.
- Fallbeispiel 7: Sie hat seit 3 Jahren Beschwerden und war vor 3 Tagen beim Orthopäden. Seit dem Arztbesuch sei das Knie sehr schmerzhaft.Wie gehen Sie vor?? Anamnese…Inspektion Schwellung ( Test tanzende Patella war wichtig zu nennen),V . a. Differentialdiagnosen nennen wie Infektionskrankheiten, Rheumatische Erkrankungen, wichtig: Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes (schädigt Knorpel!!)Behandlungsmethoden wissen: als KG kann man entstauende Maßnahmen und Eisanwendung machen, wichtig: Patient muss dann sofort in ärztliche Betreuung: Blutbild, chirurgische Spülung des Gelenks und antibiotische Einlagen…um Destruktion des Knorpels und um Sepsis( evtl. Typische Lokalisation und Deviationen nennen, bei C.P. Handdeformierungen Schwanenhalsdef. Fragen nach Blutbild, welche Werte sind verändert?? Allgemeine Entzündungszeichen erhöht, wie ist der Hämatokrit???( war die Frage an einen Kollegen…)Frage nach einem ganz neuen Rheumafaktor? Frage nach einer, gefährlichen‘ Komplikation von C.P.??
- Fallbeispiel 8: Es kommt jemand mit Schmerzen im Brustkorb zu ihnen. Brustkorbs. Er hat einen Thailandurlaub gemacht. Was könnten Ursachen sein?
- Fallbeispiel 9: Ein Manager kommt mit starken Kopfschmerzen in ihre Praxis und klagt auch über Doppelbilder. Es prüfte ein niedergelassener Orthopäde.Er fragte, was man machen soll, wenn der Pat. Korsett. Sprunggelenksfraktur, würde ich Bandage befürworten? Pat.
Differenzialdiagnose
Die Fähigkeit zur Differenzialdiagnose ist entscheidend. Es gilt, ähnliche Krankheitsbilder zu unterscheiden und die wahrscheinlichste Diagnose zu stellen.
Lesen Sie auch: Einblicke in Demenz durch Fallbeispiele
- Beispiel: Was macht die gleichen Symptome wie ein BSV ? ist aber Lebensbedrohlich bezieht sich auf ein Organ, liegt direkt auf der WS.
- Beispiel: Patientin 28 J war schon öfter mit var. Beschwerden bei Ihnen. Heute kommt sie mit hochakuten Schulterschmerzen. H.Z. - Welche Verbote gelten für Sie als HP, ggf. auch für allgem.
Gesetzeskunde und Berufspflichten
Ein wichtiger Teil der Prüfung ist die Gesetzeskunde, insbesondere das Heilpraktikergesetz und die damit verbundenen Berufspflichten.
- Beispiel: Welche Verbote gelten für Sie als HP, ggf. auch für allgem. Fallbsp.: 55-jährige Frau nach frischer Hüft-TEP kommt direkt aus der REHA mit einem dickeren Bein. Was denken Sie?= Tiefe BeinvenenthromboseWie gehen Sie vor? Wann darf ich nicht behandeln? Grenzen meiner Tätigkeit mit den zugehörigen Gesetzen? Was versteht man unter Heilkunde ( Paragraf 1 Satz 1-3 Heilpraktikergesetz)?
- Beispiel: Frage nach den Grenzen meiner Tätigkeit? Hier wollte der Prüfer auf die Heilkunde im Umherziehen hinaus.
- Beispiel: Nennen Sie mir die Behandlungsverbote für Heilpraktiker und deren gesetzliche Grundlage?
- Beispiel: Sie haben gerade ihre Praxis eröffnet. Die Räume sind schön eingerichtet und die Blumen stehen anlässlich der Feier noch auf dem Tisch. Jetzt kommen die ersten Patienten und eine Patientin mit BWS Beschwerden stellt sich vor. Während der Untersuchung klagt sie dann über Atembeschwerden und zunehmende Luftnot. Erläuterung aller wichtigen Zusammenhänge von Asthma in Bezug auf diese Situation.
Vegetative Dystonie / Somatoforme Störungen
Die vegetative Dystonie, in neuerer Zeit oft als somatoforme Störung bezeichnet, ist ein wichtiger Themenbereich. Es handelt sich um funktionelle Störungen, bei denen keine organischen Ursachen gefunden werden können.
- Symptome: Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, wechselnde Beschwerden, lange Krankheitsgeschichte
- Diagnose: Ausschluss organischer Ursachen
- Therapie: Stressreduktion, Entspannungstechniken, Psychotherapie
Wichtige Krankheitsbilder und ihre Symptome
- Schlaganfall: Sprachstörung, Halbseitenlähmung, Sehstörungen
- Multiple Sklerose (MS): Missempfindungen, Sehstörungen, Müdigkeit
- Morbus Parkinson: Tremor, Rigor, Akinese, posturale Instabilität
- Demenz: Vergesslichkeit, Orientierungsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen
- Epilepsie: Krampfanfälle, Bewusstseinsverlust
- Migräne: Kopfschmerzen, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Aura
- Trigeminusneuralgie: Blitzartige Schmerzen im Gesichtsbereich
- Diabetische Neuropathie: Schmerzen, Taubheit, Kribbeln in den Füßen, Erektile Dysfunktion, verminderte Herzfrequenzvariabilität
- Bandscheibenvorfall: Ausstrahlende Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche
- Meningitis: Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Fieber
Reflexprüfungen und ihre Bedeutung
Reflexprüfungen sind ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Untersuchung. Sie geben Aufschluss über die Funktion bestimmter Nervenbahnen und können Hinweise auf Erkrankungen des Nervensystems liefern.
- Eigenreflexe: Patellarsehnenreflex, Achillessehnenreflex, Bizepssehnenreflex, Trizepssehnenreflex
- Fremdreflexe: Bauchhautreflex, Kornealreflex
- Pathologische Reflexe: Babinski-Reflex (Hinweis auf Pyramidenbahnstörung)
Differentialdiagnostische Überlegungen
Die Differentialdiagnose ist ein zentraler Aspekt der Heilpraktikerprüfung. Es gilt, Symptome richtig zu interpretieren und mögliche Ursachen abzuwägen.
- Beispiel: Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, wie Bandscheibenvorfall, Muskelverspannungen, Nierenprobleme, Unterleibserkrankungen oder sogar ein Aortenaneurysma.
- Beispiel: Kniebeschwerden können durch Verletzungen, Arthrose, Entzündungen, rheumatische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes verursacht werden.
Hygiene und Desinfektion in der Praxis
Auch die Themen Hygiene und Desinfektion sind relevant für die Heilpraktikerprüfung. Es gilt, die grundlegenden Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen zu kennen.
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- Sterilisation: Abtötung aller Mikroorganismen
- Desinfektion: Reduktion der Anzahl von Mikroorganismen
- Händedesinfektion: Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionen
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