Hundestaupe auf den Färöer-Inseln: Eine Bedrohung für asiatische Leopardkatzen und ein Blick auf die MS-Forschung

Einleitung

Die Hundestaupe ist eine Viruserkrankung, die vor allem Hunde, aber auch andere Tiere wie Katzen und Frettchen befallen kann. Der Ausbruch der Hundestaupe auf den Färöer-Inseln, der in engem Zusammenhang mit dem Auftreten von Multipler Sklerose (MS) steht, wirft ein Schlaglicht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Tiergesundheit, menschlicher Gesundheit und Umweltfaktoren. Dieser Artikel beleuchtet die Auswirkungen der Hundestaupe auf die asiatischen Leopardkatzen, die Forschungsergebnisse zu MS im Zusammenhang mit der Hundestaupe und gibt Einblicke in die Einreisebestimmungen für Hunde nach Dänemark, einschließlich der Färöer-Inseln und Grönland.

Asiatische Leopardkatzen und die Bedrohung durch die Hundestaupe

Asiatische Leopardkatzen (Prionailurus bengalensis), die in Süd-, Südost- und Ostasien vorkommen, sind in vielen Gebieten aufgrund sinkender Populationen geschützt. Außerhalb Indiens stellen der Pelzhandel und der Handel mit ihnen als exotische Haustiere die größten Bedrohungen dar. In Indien stellt die Jagd zwar ebenfalls eine Bedrohung dar, doch die größere Gefahr geht oft vom mitfühlenden, aber fehlgeleiteten Eingreifen des Menschen aus.

Schwierigkeiten bei der Aufzucht verwaister Jungtiere

Die Entscheidung, verwaiste Wildtiere von Hand aufzuziehen, wird nie leichtfertig getroffen. Nichts ist vergleichbar mit der Fürsorge, die eine Mutter ihren Jungen in freier Wildbahn zukommen lässt. Jeder Schritt, von der Beschaffung eines angemessenen Milchersatzes bis zur Bereitstellung geeigneter sozialer und entwicklungsbezogener Möglichkeiten, ist herausfordernd.

Es gibt nur wenige Forschungsergebnisse, die uns über die besonderen Bedürfnisse von asiatischen Leopardkatzen Aufschluss geben. Die Aufzucht von Jungtieren kann besonders schwierig sein, da sie noch sehr beeinflussbar sind. Es muss sorgfältig darauf geachtet werden, den Jungtieren die Pflege zukommen zu lassen, die sie brauchen, um gesund zu bleiben und wachsen zu können. Gleichzeitig muss streng darauf geachtet werden, die Interaktion mit Menschen stark einzuschränken, damit die Wildtiere auch wild bleiben. Die ersten Wochen sind entscheidend.

Junge Wildtierwaisen, die in einem Rehabilitationszentrum aufgenommen werden, erhalten umfassende tierärztliche Untersuchungen, Pflege und artspezifische Impfungen. Es wird versucht, die Pflege der Muttertiere zu reproduzieren. Doch auch das ist keine Garantie für ihr Überleben. Manchmal sind der Stress, die Verletzungen und die Krankheiten, die manche Waisenkinder vor ihrer Rettung erleiden mussten, zu viel.

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Tragische Todesfälle durch Hundestaupe

Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands bei der Aufnahme erlag eine asiatische Leopardkatze nur neun Tage nach ihrer Ankunft einer Sekundärinfektion. Eine weitere Katze starb an einer bakteriellen Infektion. Zwei weitere wurden positiv auf Hundestaupe getestet. Sie stellen möglicherweise die ersten beobachteten Todesfälle dieser Art bei asiatischen Leopardkatze in Indien dar.

Um die Kätzchen mit der Flasche füttern zu können, musste ein Ersatz für die natürliche Muttermilch beschafft werden. Doch die Ressourcen waren begrenzt. Kätzchenmilch-Ersatz kommt der Muttermilch von asiatischen Leopardkatzen im Hinblick auf die Makronährstoffverhältnisse am nächsten, war aber vor Ort nicht erhältlich, so dass stattdessen Kuhmilch verwendet werden musste.

Wildtiere müssen wild bleiben

Die Pflege von Wildtieren in freier Wildbahn ist ein schwieriger Balanceakt. Aus anderen Rehabilitationsprojekten wissen wir, dass Großkatzen, die sich an den Menschen gewöhnt haben, möglicherweise nie wieder sicher ausgewildert werden können.

Rudel- und Herdentiere sind bei der Rehabilitation im Vorteil, weil wir ihnen zur Seite stehen und einige Aufgaben an Mitglieder ihrer eigenen Art abgeben können. Von älteren Elefanten können junge Kälber die Futtersuche lernen, Rudeltiere können Jüngeren das Jagen beibringen, und auch Herdentiere können Waisenkinder auf eine Weise erziehen, wie wir Menschen es nie könnten.

Allerdings sind asiatische Leopardkatzen von Natur aus Einzelgänger. Erwachsene Tiere haben nur bei der Paarung Kontakt. Ihren Wurf von zwei oder drei Jungen zieht eine Mutter nur wenige Monate auf. Danach sind die jungen asiatischen Leopardkatzen bereits vollständig auf sich allein gestellt.

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In Abwesenheit der Mutter musste das Team den Waisenkindern die Möglichkeit geben, selbständig zu lernen. Sobald die asiatischen Leopardkatzen alt genug waren, um die Pflegestation zu verlassen, folgte der Umzug in große Außengehege. Der menschliche Kontakt wurde unterbunden, und die Fütterung erfolgte aus der Ferne. Hühner, Nagetiere und Kleintiere wurden in die Gehege entlassen, damit die Katzen lernen konnten, sich anzuschleichen und ihre Beute zu jagen.

Einzelne Katzen wurden paarweise gehalten, um die Langeweile zu vertreiben und das soziale Lernen zu fördern, wie es bei einem Wurf der Fall wäre. Obwohl sie anfangs nur zögerlich miteinander umgingen, begannen sie sich nach einer Woche Rückzugsorte zu teilen. Im Alter von drei Monaten waren alle Katzen in der Lage, sich eigenständig zu ernähren. Das stellte den Beweis dar, dass die verwaisten Katzen bereit für die Freilassung waren.

Rückkehr in die Wildnis

Die Katzen blieben im Durchschnitt 20 Tage lang in kleinen Gehegen, um sich an die Auswilderungsorte zu gewöhnen. Dabei wurden sie mit ferngesteuerten Kameras überwacht. Sobald sich die Türen öffneten, verließen die Katzen das Gehege. Sie wurden allerdings nach ihrer Freilassung nicht von den Kameras, die in der näheren Umgebung aufgestellt wurden, aufgezeichnet.

Es wurden keine Forschungsergebnisse über die Größe der Gehege oder die Tage, die asiatische Leopardkatzen zur Eingewöhnung benötigen, gefunden. Vergleicht man allerdings die Wiederauswilderung dieser asiatischen Leopardkatzen mit denen anderer Großkatzen, sind wir der Meinung, dass die Katzen bei größeren Gehegen in der Lage gewesen wären, mehr von der direkten Umgebung zu erkunden und sie sich an den Ort der Freilassung gewöhnt hätten.

Die Bedeutung jeder einzelnen Geschichte

Die Rettung von Wildtieren mit begrenzten Ressourcen an abgelegenen Orten ist herausfordernd. Teilen wir unsere Erfahrungen, können wir uns mit anderen austauschen und Lösungen für die Herausforderungen diskutieren. Der WTI-Artikel erreichte 1.500 professionell in der Wildtierrettung tätige Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt und machte die Erfahrungen dieser fünfzehn asiatischen Leopardkatzen zu einem Teil der kollektiven Weisheit.

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Jedes Tier ist ein Individuum und jede Rettung ist einzigartig, aber IFAWs Wildtierrettung geht über das einzelne Tier hinaus, das in die Wildnis zurückkehrt. Die Geschichten der Tiere, die wir retten und rehabilitieren, sind eine lebende Enzyklopädie der Erfahrungen, die jeden Tag mit jedem neuen Tier, das wir betreuen, wächst und uns zeigt, wie wir es besser machen können. Wenn wir diese Erfahrungen mit anderen teilen, haben wir einen Einfluss auf die Tierwelt, der weit über unsere unmittelbare Reichweite hinausgeht.

Hundestaupe und Multiple Sklerose: Eine Verbindung auf den Färöer-Inseln

Die Forschung hat eine mögliche Verbindung zwischen der Hundestaupe und dem Auftreten von Multipler Sklerose (MS) auf den Färöer-Inseln nahegelegt.

Die Färöer-Inseln als Fallstudie

Ein weiteres Indiz fanden Cook und Dowling auf den dänischen Färöer-Inseln. Auf der Inselgruppe, die seit 1900 von MS frei gewesen war, wurden zwischen 1943 und 1960 gleich 27 Erkrankungen bekannt. In einem Zeitraum, in dem - von britischen Soldaten auf die Inseln gebrachte - Hunde eine Staupe-Epidemie verursacht hatten. Auf die Färöer Krankheitsfälle berufen sich freilich auch Forscher des National Institute of Health im US-Staat Maryland.

Die Virus-These und genetische Anfälligkeit

Bislang sind alle Versuche gescheitert, diese Eigenheiten der Nervenkrankheit mit der Virus-These völlig in Einklang zu bringen. Andererseits konnten in der Hirnraum-Flüssigkeit vieler MS-Kranker Abwehrstoffe gegen - unterschiedliche - Viren nachgewiesen werden. Gegen die Ein-Virus-These spricht auch, daß es offenbar eine genetisch bedingte Anfälligkeit für die Multiple Sklerose gibt. So ist die Wahrscheinlichkeit, daß nach einem Geschwisterteil auch Bruder oder Schwester erkranken, für eineiige Zwillinge nahezu doppelt so groß wie für zweieiige. Die Krankheit selbst, die Frauen häufiger befällt als Männer, wird nicht vererbt; aber eine gewisse Anfälligkeit.

Schon auf dem »24. Dahlem Workshop« im Dezember 1980 in Berlin waren sich die Wissenschaftler einig, daß bei dieser genetischen Anfälligkeit wahrscheinlich unterschiedliche Viren (also etwa Staupe- oder Herpes-Viren) die Krankheit auslösen können. Gelingt es solchen Viren, infolge der genetisch bedingten Abwehrschwäche, über Jahre im Körper zu überdauern, führt das vermutlich zu einer fatalen Abwehrreaktion des Organismus. Dabei greift das körpereigene Immunsystem die Zellen in Hirn- und Rückenmark an, in denen sich die Viren abkapseln konnten. Als Folge der Immunreaktion kommt es an zahlreichen ("multiplen") Stellen zum Angriff auf die Nervenschutz-Substanz Myelin. Diese »Autoimmun-Reaktion« gilt Wissenschaftlern heute als sicherste Basis für weitere Forschung.

Fortschritte in der MS-Forschung

Die Erkenntnisse der Immunforschung stimmen den amerikanischen MS-Forscher Cedric Raine optimistisch. Obwohl auch die Max-Planck-Wissenschaftler Wekerle und Dierk Dommasch auf die Immunforschung setzen, ist ihnen der Amerikaner zu optimistisch. Der »gegenwärtige Stand der Forschung«, so Wekerle und Dommasch, »verbietet es, übertriebene oder unbegründete Erwartungen bei den Betroffenen zu wecken«.

Urlaub mit Hund in Dänemark: Einreisebestimmungen und wichtige Hinweise

Dänemark ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber mit Hund. Es gibt jedoch einige wichtige Bestimmungen zu beachten, insbesondere bei der Einreise nach Bornholm, den Färöer-Inseln und Grönland.

Allgemeine Einreisebestimmungen für Hunde nach Dänemark

  • Mikrochip oder Tätowierung: Der Hund muss gechippt oder tätowiert sein.
  • EU-Heimtierausweis: Die Impfungen und Nachimpfungen gegen Tollwut müssen aus dem EU-Heimtierausweis hervorgehen. Dabei dürfen die letzten Impfungen nicht älter als das Chippen oder das Tätowieren und die letzte Impfung bei Grenzübertritt nicht jünger als 3 Wochen sein.
  • Leinenpflicht: Generell gilt in ganz Dänemark an öffentlichen Orten Leinenpflicht. In der Zeit vom 1. April bis 30. September wird dieses besonders streng am Strand eingefordert. Außerhalb dieser Zeit darf sich hier der Hund zumeist frei bewegen.
  • Hundewälder: Spezielle Hundewälder bieten jede Menge Auslaufmöglichkeiten für die Vierbeiner. Hierbei handelt es sich in der Regel um abgegrenzte, manchmal sogar eingezäunte Waldgebiete, wo Hunde frei laufen dürfen.

Besondere Bestimmungen für Bornholm, die Färöer-Inseln und Grönland

  • Bornholm: Bei der Überfahrt mit der Fähre von Sassnitz nach Rønne gibt es für Hund und Besitzer keinerlei Probleme. Auch von Kopenhagen aus kann der Hund problemlos mitgenommen werden. Wer über Schweden einreist, muss jedoch bedenken, dass dabei die schwedischen Einfuhrbestimmungen gelten.
  • Färöer-Inseln und Grönland: Die autonomen Gebiete Färöer Inseln und Grönland sind strenger bezüglich der Mitnahme von Hunden. Hier sind kurze und mittelfristige Einreisen von Hunden nicht erlaubt.

Listenhunde

Für folgende Hunderassen gilt Einfuhrverbot, falls diese nach dem 17. 03. Diese Tiere gelten als gefährlich - Bitte versuchen Sie den Grenzübertritt erst gar nicht, denn Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern oder gar einer Haftstrafe geahndet. Ferner wird der Hund eingeschläfert. Das Einreiseverbot gilt übrigens nicht nur für reinrassige Hunde sondern auch für Kreuzungen der oben genannten Rassen. Wer seinen Anlagehund vor dem 17. März 2010 in Besitz genommen hat, darf diesen mitnehmen, muss ihn jedoch stets an einer maximal zwei Meter langen Leine halten sowie ihm einen verschlossenen Maulkorb anlegen. Übrigens ist die Durchreise durch Dänemark, um etwa nach Schweden oder Norwegen zu gelangen, für diese Anlagehunde gestattet.

Weitere wichtige Hinweise für den Urlaub mit Hund in Dänemark

  • Unterkünfte: Viele Ferienhausanbieter heißen Urlauber mit Hund herzlich willkommen, bieten große Auslaufflächen direkt am Haus und nehmen nicht einmal Geld für die Unterbringung des Hundes. Auch das Übernachten in einem Wohnwagen, einem Wohnmobil oder in einem Zelt ist eine ideale Art, seinen Urlaub zu verbringen. Hierbei besteht jedenfalls die größte Chance, dass Ihr Hund erwünscht ist.
  • Temperaturen: Dänemark weist übers Jahr verteilt keine besonders extremen Temperaturschwankungen auf. Im Sommer ist es mäßig warm - also angenehm für den Hund -, und auch die Winter sind in der Regel relativ mild. Mit Regen muss man - ähnlich wie bei uns - ganzjährig rechnen.
  • Gefahren: In den Dünen- und Heidegebieten jedoch, wo nicht selten auch die Ferienunterkünfte stehen, findet man im Sommer Kreuzottern.
  • Restaurants: Zwar dürfen Hunde mit an den Strand und es gibt spezielle Hundewälder, in den meisten Restaurants jedoch ist das Mitbringen der Tiere verboten. Das liegt an der Lebensmittelhygieneverordnung Dänemarks. Es gibt jedoch auch Gastronomiebetriebe mit Ausnahmegenehmigungen.
  • Strände: Wer an die See nach Dänemark fährt, der trifft auf über 7.400 Kilometer lange Küste mit breiten Sandstränden. Eine Aufteilung in Badestrand und Hundestrand fehlt hier normalerweise, so dass Sie mit Ihrem Vierbeiner an nahezu jeden Strand gehen können. Allerdings besteht eine Einschränkung: Vom 1. April bis zum 30.
  • Verhalten des Hundes: Wenn Sie einen eher aggressiven Vertreter einer sonst friedlichen Rasse besitzen, und sollte dieser gar Menschen angreifen oder anderweitig eine Gefahr darstellen, so obliegt den örtlichen Behörden die Entscheidung, ob sie einen Maulkorbzwang aussprechen oder gar das Tier einschläfern lassen.
  • Fundhunde: Kommt Ihnen in Dänemark - aus welchen Gründen auch immer - der Hund mal abhanden, so müssen Sie wissen, dass es hier, anders als bei uns, kein weit verbreitetes Netz von Tierheimen gibt. Fundhunde können und werden demnach bereits nach kurzer Zeit eingeschläfert.

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