Filter für Fernseher zur Reduzierung von Epilepsie-Risiken: Eine umfassende Betrachtung

Einführung

In der heutigen digitalen Welt sind wir ständig Bildschirmen ausgesetzt, sei es durch Computer, Smartphones oder Fernseher. Flackernde Filme und Bildschirme können bei Personen mit fotosensitiver Epilepsie Anfälle hervorrufen. Besonders in actiongeladenen Serien treten viele derartige visuelle Effekte auf. Daher ist es wichtig, die potenziellen Risiken zu verstehen und Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu minimieren. Dieser Artikel beleuchtet die Thematik umfassend und gibt Einblicke in verschiedene Aspekte, von technischen Lösungen bis hin zu präventiven Maßnahmen.

Fotosensitive Epilepsie und Bildschirmflimmern

Fotosensitive Epilepsie ist eine Form der Epilepsie, bei der Anfälle durch visuelle Reize wie flackerndes Licht oder bestimmte Muster ausgelöst werden. Bildschirmflimmern, das bei Fernsehern und anderen digitalen Geräten auftreten kann, stellt ein erhebliches Risiko für Betroffene dar. Die Frequenz und Intensität des Flimmerns können die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls erhöhen.

Technische Lösungen zur Reduzierung des Flimmerns

"Flackerndes Licht dimmen" Funktion auf Apple-Geräten

Apple bietet auf vielen seiner Geräte eine Funktion namens "Flackerndes Licht dimmen" an, die helfen kann, das Risiko von Anfällen durch Bildschirmflimmern zu reduzieren. Diese Funktion ist auf iPhones, iPads, Apple TVs, MacBooks, Macs und der Vision Pro verfügbar.

Aktivierung auf iOS/iPadOS 16.4:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen-App.
  2. Tippen Sie auf "Bedienungshilfen".
  3. Wählen Sie unter "Sehen" den Punkt "Bewegung".
  4. Aktivieren Sie anschließend "Flackerndes Licht dimmen".

Aktivierung auf macOS 13.3:

  1. Klicken Sie oben links auf das Apple-Logo Ihres Displays.
  2. Öffnen Sie anschließend die Systemeinstellungen.
  3. Wählen Sie "Bedienungshilfen".
  4. Tippen Sie unter "Sehen" auf "Anzeige".
  5. Aktivieren Sie die Option "Flackerndes Licht dimmen".

Aktivierung auf tvOS 16.4:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen-App.
  2. Tippen Sie auf "Bedienungshilfen".
  3. Wählen Sie unter "Sehen" den Punkt "Bewegung".
  4. Aktivieren Sie "Flackerndes Licht dimmen".

Aktivierung auf der Vision Pro mit visionOS 1.0:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen.
  2. Tippen Sie auf "Bedienungshilfen".
  3. Wählen Sie "Bewegung".
  4. Aktivieren Sie "Flackerndes Licht dimmen".

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Funktion keinen absoluten Schutz bietet, aber sie kann helfen, das Bild dunkler zu machen und so das Risiko zu verringern.

Blaulichtfilter

Blaulichtfilter sind eine weitere Möglichkeit, die Belastung der Augen durch Bildschirme zu reduzieren. Geräte strahlen ein erhebliches Maß an blauem Licht aus, das nachweislich unsere Augen belastet und unsere Schlafqualität beeinträchtigen kann. Essilor hat spezielle Blaulichtfilter-Brillengläser entwickelt. Blaues Licht ist ein Teil des sichtbaren Lichtspektrums und besitzt eine Wellenlänge zwischen 380 und 500 Nanometern. Es kommt sowohl natürlich, durch Sonnenlicht, als auch künstlich, durch digitale Geräte, vor. Schlafstörungen: Blaues Licht hemmt die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das für die Regulierung des Schlafs verantwortlich ist. Essilor ist ein weltweit führender Hersteller von Brillengläsern und hat eine spezielle Technologie entwickelt, um die negativen Effekte von blauem Licht zu minimieren. Diese Technologie filtert schädliches blau-violettes Licht effektiv heraus, während sie das nützliche, türkisfarbene Licht durchlässt. Beschichtungsverfahren: Die spezielle Blaulichtfilter-Beschichtung wird auf die Gläser aufgetragen. Die Kosten für Blaulichtfilter-Brillengläser können je nach Modell und Beschichtung variieren. Essilor bietet eine breite Palette an Optionen an, die sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen erschwinglich sind.

Lesen Sie auch: Selektion der Welt durch das Gehirn

Weitere technische Aspekte

Die Wahl des richtigen Fernsehers kann ebenfalls eine Rolle spielen. Einige Modelle verfügen über Technologien, die das Flimmern reduzieren oder die Bildwiederholfrequenz anpassen, um das Risiko von Anfällen zu minimieren. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren und gegebenenfalls Expertenrat einzuholen.

Präventive Maßnahmen und Verhaltensweisen

Neben technischen Lösungen gibt es auch eine Reihe von präventiven Maßnahmen und Verhaltensweisen, die helfen können, das Risiko von Anfällen zu reduzieren:

  • Abstand zum Bildschirm: Ein größerer Abstand zum Bildschirm kann die Intensität des visuellen Reizes verringern.
  • Pausen: Regelmäßige Pausen während des Fernsehens oder der Nutzung anderer digitaler Geräte können die Augen entlasten und das Risiko von Anfällen reduzieren.
  • Umgebungslicht: Eine gute Beleuchtung des Raumes kann den Kontrast zwischen dem Bildschirm und der Umgebung verringern und so die Belastung der Augen reduzieren.
  • Individuelle Auslöser: Es ist wichtig, die eigenen Auslöser zu kennen und zu vermeiden. Dies können bestimmte Farben, Muster oder Frequenzen sein.
  • Beratung: Eine Beratung durch einen Neurologen oder Epileptologen kann helfen, die individuellen Risiken besser einzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

EEG-Diagnostik bei Epilepsie

Die Elektroenzephalographie (EEG) ist eine wichtige Methode zur Diagnose und Überwachung von Epilepsie. Sie misst die elektrische Aktivität des Gehirns und kann helfen, epileptische Potenziale zu identifizieren. Das Buch wurde für die 4. Auflage grundlegend überarbeitet und aktualisiert, u.a. zu den epileptischen Erregungssteigerungen und prächirurgische Ableitungen sowie zu Medikamenteneffekten und zur Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls.

Grundlagen des EEG

  1. Zu unterscheiden sind unmittelbare Potentialquellen (Potentialgeneratoren) des EEG und zerebrale Netzwerke, die den Rhythmus oder die verschiedenen Potentialmuster bedingen, mit denen die kortikalen Spannungsschwankungen registriert werden. Die eigentlichen Potentialgeneratoren liegen in der Hirnrinde und die physiologischen Grundlagen gelten als gut gesichert. Die verschiedenartigen Potentialmuster im EEG sind das Ergebnis von Netzwerkinteraktionen in kortikalen und subkortikalen Regionen, die noch nicht in allen Einzelheiten aufgeklärt werden konnten. Erläutert wird in diesem Kapitel u.a.
  2. Die Registrierung der Hirnrindenaktivität mit dem EEG unterliegt einer Reihe von Einflussfaktoren. Bedeutsam ist zum einen die Struktur der Neurone und deren Anordnung in der Hirnrinde, die die Ausrichtung und Ausdehnung der von ihnen ausgehenden elektrischen Dipole determinieren. Zum anderen sind die Synchronisierungsgrade der neuronalen Aktivität, die Leitfähigkeiten der verschiedenen Gewebsstrukturen und der Abstand der EEG-Elektrode zum jeweiligen Potentialgenerator bestimmende Faktoren. Schließlich beeinflusst auch die Art der Elektrodenverschaltung im gewählten EEG-Ableiteprogramm, wie die ableitbare kortikale Aktivität in der EEG-Registrierung „abgebildet“ wird.
  3. Die zur fachlich korrekten und detaillierten Beschreibung des „Laborbefundes“ EEG gängigen Definitionen und Bewertungskriterien werden für die klassischen Merkmale der Hirnstromkurve vermittelt: Frequenz, Form (Morphologie), Häufigkeit, zeitliche Abfolge (Modulation, Dynamik) und innere Beziehungen (Symmetrie zur Umgebung und Gegenseite) sowie topographische Verteilung. Alle diese Merkmale sind bei EEG-Ableitungen unter Ruhebedingungen, bei äußeren Reizen (Reagibilität des EEG) oder unter Provokationsmaßnahmen von Belang. Dargestellt werden die engen Bezüge des EEG zum klinischen Zustand der untersuchten Person, z. B. zu Lebensalter, Medikation, Kooperationsfähigkeit oder Wachheitszustand.
  4. Die Grundaktivität des normalen EEG (Erwachsener). Erläutert werden die klassischen Grundrhythmusformen (physiologische EEG-Typen, ({> }\,90) %) und ihre Aufteilung nach der Frequenz ((\upalpha), (\upbeta)) im Lichte ihrer Häufigkeiten in der Bevölkerung. Wichtige Varianten des Grundrhythmus ohne Krankheitswert (z. B. langsame 4(/)s Varianten) wie auch physiologische hirnregionale Besonderheiten (wie (\upmu)-, (\uptheta)- und (\uplambda)-Wellen) sind zur Abgrenzung dargestellt und das „Niederspannungs-EEG“ (Inzidenz bis zu 9 %) wird erläutert. Die hochfrequenten (\upgamma)-Frequenzen werden wegen bislang geringer klinischer Bedeutung kurz dargestellt.
  5. Im Hauptteil werden dann die einzelnen Graphoelemente des Schlafs und Schlafmuster wie hypnagoge Theta-Aktivität, subvigile Beta-Aktivität, Vertexwellen, K-Komplexe, positive okzipitale scharfe Transienten des Schlafs, Schlafspindeln, Delta-Aktivität im Schlaf u. a. ausführlich mit ihren Variationen dargestellt und mit Bildmaterial illustriert.
  6. Latente oder manifeste EEG-Befunde können mithilfe von Provokationsmethoden (englisch „activation methods“) verdeutlicht werden und so einen maßgebenden Zugewinn an Information beisteuern. Im Vordergrund des Interesses steht der Nachweis einer epileptischen Erregbarkeitssteigerung, aber auch nicht-epileptische Herdstörungen können ausgelöst bzw. akzentuiert werden. Die Grenzen und Möglichkeiten verschiedener Ansätze wie Hyperventilation (HV), Fotostimulation (FS) und Aktivierung durch Schlafentzug werden an vielen Beispielen dargestellt.
  7. Dieses Kapitel befasst sich mit den Grundlagen epilepsietypischer Hirnaktivität bei fokalen und generalisierten Epilepsien und den damit verbundenen messbaren EEG-Befunden im klinischen Alltag. Es bietet einen Überblick zu Begriffen, Klassifikation und Terminologie von Epilepsien und epileptischen Anfällen.
  8. Bei Patienten mit medikamentös schwer behandelbarer fokaler Epilepsie sollte die Möglichkeit nicht-medikamentöser Behandlungsoptionen, allen voran die Verfahren der Epilepsiechirurgie, geprüft werden. Die EEG-Diagnostik gehört neben den bildgebenden Untersuchungen und der neuropsychologischen Diagnostik zu den elementaren Bausteinen der prächirurgischen Epilepsiediagnostik. EEG-Untersuchungen im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik müssen spezielle Voraussetzungen erfüllen, unter anderem wegen der geforderten Anfallsaufzeichnung, Länge der Registrierung, sowie potentieller Artefaktüberlagerung. Im vorliegenden Kapitel werden Grundprinzipien und spezielle Aspekte der Video-EEG-Langzeitableitung, EEG-Befunde bei verschiedenen Epilepsieformen, die Wertigkeit interiktualer und iktualer EEG-Befunde, sowie weitere spezielle Anwendungsgebiete von EEG-Untersuchungen im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik (u. a.
  9. Obwohl viele umschriebene intrakranielle supratentorielle Prozesse zu Veränderungen im EEG führen, hat das EEG seit Einführung hochsensitiver Verfahren wie der Computer- und Magnetresonanztomografie in der Diagnostik lokaler zerebraler Funktionsstörungen seinen Stellenwert weitgehend verloren. EEG-Herdbefunde bleiben dennoch in Sondersituationen ohne leicht zugängliche neuroradiologische Bildgebung von klinischem Belang, wie z. B. im EEG-Intensivmonitoring. Wichtige Konstellationen, in denen das EEG Hinweise geben kann, ohne dass neuroradiologische Verfahren unterstützen, sind z. B. Herdbefunde nach transienten fokal-neurologischen Defiziten (z. B. bei Migräne, postiktuale Zustände, TIA, Vasospasmen). Nach wie vor können EEG-Befunde als einziges Verfahren konkrete Belege liefern, ob eine fokale Läsion von epileptische Funktionsstörungen begleitet wird und entsprechende therapeutische Maßnahmen Erfolg versprechend sind. Erläutert wird u. a.
  10. EEG bei Hirnstammfunktionsstörungen und Koma. Die Modulation der im EEG gefundenen Hirnrindentätigkeit durch tieferliegende Krankheitsprozesse manifestiert sich oft durch intermittierend rhythmisierte und frontal betonte (\updelta)-Gruppen. Die Genese dieser oft auch als subkortikale Störung oder FIRDA (frontal intermittierend rhythmisierte Delta-Aktivität) bezeichneten Befunde wird veranschaulicht und von anderen EEG-Befunden bei Hirnstammfunktionsstörungen und Koma abgegrenzt (Locked-In Syndrom/(\upalpha)-Koma).
  11. EEG bei diffusen Erkrankungen des Gehirns. Hypoxische und andere Enzephalopathien. Alle diffusen Hirnfunktionsstörungen durch äußere Auslöser (Enzephalopathien) führen mit fortschreitender Prozessentwicklung zu EEG-Abänderungen. In der Regel registriert generalisierte und anhaltende Verlangsamungen der Hirnrindenaktivität (Allgemeinveränderung) als Ausdruck einer Affektion der weißen und/oder grauen Hirnsubstanz. Der jeweilige EEG-Befund weist zwar auf den Schweregrad, aber nicht auf die Art der ursächlichen Erkrankung. Dargelegt werden u. a.
  12. Der vollständige Ausfall der Hirnrindenaktivität wird im deutschen Sprachraum allgemein als „isoelektrisches EEG“ oder auch plakativ als „Nulllinien-EEG“ bezeichnet. In jeder Altersgruppe kann dieser Zusatzbefund unter gegebenen, definierten Voraussetzungen den Nachweis der Irreversibilität eines klinisch eindeutigen Hirnfunktionsausfalls erbringen (IHA, irreversibler Hirnfunktionsausfall). Zwingend muss dabei der Ausfall der Reaktivität des EEG auf äußere Reize nachgewiesen werden und es dürfen keine Störfaktoren vorliegen (z. B. metabolisch/toxisch oder medikamentös).
  13. EEG-Veränderungen hängen bei entzündlichen Erkrankungen von Lokalisation und Ausbreitung der Inflammation ab, v. a. inwieweit die weiße und die graue Substanz des Hirns involviert sind. Im Falle der grauen Substanz richtet sich der EEG-Befund danach, ob vorherrschend die Hirnrinde selbst oder eher subkortikale Kerngebiete erkranken. Bakterielle Entzündungen führen auch in schweren Fällen meist nur zu uncharakteristischen Allgemeinveränderungen, teilweise jedoch zu schweren epileptischen Erregungssteigerungen und die Entwicklung von Herdbefunden kann auf eine vaskulitische Komplikation hinweisen. Durch Prionen und Viren induzierte Enzephalitiden können besondere EEG-Syndrome verursachen, die auf das jeweils typische neuropathologische Schädigungsmuster verweisen. Ebenso können bei autoimmun-vermittelten Syndromen einige richtungweisende EEG-Befunde erhoben werden.
  14. Vaskuläre und degenerative Hirnerkrankungen. Das EEG kann bei vaskulären zerebralen Syndromen durch allgemeine Abänderungen, durch Herdstörungen, und grundsätzlich auch durch Erregungssteigerungen gekennzeichnet sein. Diese unterscheiden sich in der Regel kaum von gleichartigen EEG-Veränderungen anderer Genese.
  15. Substanzeffekte im EEG. Zentralnervös wirksame Substanzen verändern mehr oder weniger das EEG. Einzelne psychotrope Effekte wie die anxiolytischen, antikonvulsiven, sedierenden und hypnotischen Wirkungen von Psychopharmaka sind bislang bestimmten EEG-Veränderungen nicht sicher zuzuordnen. Die Medikationen, die zur Frequenzzunahme und Erregbarkeitssteigerung führen oder im Gegenteil dämpfende Effekte auf das EEG ausüben, werden illustriert und in einer Gesamtübersicht der Stoffgruppeneffekte präsentiert.
  16. Methodische Grundlagen. Die ursprünglich komplett analogen und mechanischen EEG-Maschinen begegnen uns heutzutage als portable EEG-Geräte im PC-Format. Diese ermöglichen eine nahezu wartungsfreie Aufzeichnung, Speicherung und Re-Formatierung großer Datenmengen zur wiederholten Nutzung. Die digital wie analog gültigen Grundbegriffe des EEG haben ihre Bedeutung nicht einbüßt, z. B. die der (physikalischen) Elektrodenpotentiale und alle Verstärkungs- und Filtercharakteristika. Vermittelt werden die zur EEG-Interpretationen wesentlichen Determinanten wie u. a. Grenzfrequenzen und die möglichen Störeffekten durch die Digitalisierung.
  17. Im EEG als kontinuierlichem und unregelmäßig auftretendem Signal scheint sich kein beliebiger Abschnitt zu einem anderen Zeitpunkt exakt zu wiederholen, die Signaleigenschaften des EEG - wie Amplitude, Frequenz und Phase - scheinen zufällig entlang der Zeitachse verteilt. In die Prinzipien der zum Monitoring notwendigen Datenkompression und Befundpräsentation wird eingeführt.
  18. Die mit der EEG-Dauerregistrierung verbundenen Herausforderungen in Bezug auf Ableitung, Speicherung und Auswertung werden entlang der spezifischen Anforderungen dargestellt. Bereits etablierte Lösungswege werden aufgezeigt, z. B. Einzelelektroden als „wearables“ im ambulanten Setting. Die im stationär-klinischen Umfeld bewährten und aussagekräftigen Elektrodenplazierungen werden vorgestellt. Illustriert werden u. a. sedationsbedingte EEG-Veränderungen als Störfaktor.
  19. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten der nichtlinearen EEG-Analyse. Nach einer Einführung in die zugrundeliegenden Konzepte werden die bei der Analyse häufig verwendeten Kenngrößen zur Charakterisierung von Dynamiken einzelner Hirnregionen aber auch von Wechselwirkungen zwischen Hirnregionen vorgestellt. Neben Einsatzmöglichkeiten bei der Charakterisierung physiologischer Vorgänge (z. B.
  20. Wie entstehen Spikes und Alphawellen? Worin unterscheiden sich evozierte Potentiale und induzierte Aktivität? Wie bestimme ich den physikalischen Ursprung des Oberflächen-EEGs? Welche Methoden helfen mir, EEG-Merkmale in Bezug zur Hirnfunktion zu setzen? Das vorliegende Kapitel versucht, diese Fragen in verständlicher Form zu beantworten und dabei exakt zu bleiben. Es wird eine Brücke geschlagen von der klinischen, seitenweisen Perzeption des EEGs in der Zeitdomäne zu quantitativen EEG-Analysemethoden.
  21. Unter EEG-Artefakten versteht man alle Potentialschwankungen, die nicht vom Gehirn ausgehen. Ihre Erkennung und Verhütung ist eines der wichtigsten Probleme in der klinischen Elektroenzephalographie! Stets sollen Artefakte beschrieben werden und auch Stellung zu ihrer Ursache genommen werden. Dargestellt werden die zahlreichen patientenbezogenen biologischen Artefakte und die technische Störungen. Die Ersteren werden durch die Patienten verursacht und sind nur teilweise vermeidbar. Technische Artefakte sind durch Elektrodendefekte, apparative Mängel oder technische Fremdeinwirkungen bedingt und (fast) stets vermeidbar. Patientenbezogene EEG-Artefakte begegnen uns als lästige Störungen, aber teilweise sind sie als diagnostischer Zusatzaspekt relevant (z. B. Tremor, Nystagmus, Arrhythmie, Apnoe, Myoklonus). Gelegentlich sind dann polygraphische Erweiterungen der EEG-Ableitung sinnvoll (z. B.
  22. Die hirneigenen elektrischen neuronalen Ströme generieren aus physikalischen Gründen zeitgleich ein Magnetfeld, das Magnetenzephalogramm (MEG). Dieses ist - insbesondere im Vergleich zu externen Störfeldern - sehr schwach und kann deshalb nur mit speziellen quantenmechanischen Sensoren in abgeschirmten Messräumen gemessen werden. Daher sind die Kosten aktueller MEG-Systeme gegenüber dem EEG deutlich höher. Das MEG erfasst indessen umschriebene neurale Quellen mit höherer räumlicher Auflösung als das EEG, bildet allerdings nur tangential orientierte Ströme ab. Zur Lokalisation neuraler Aktivität werden Verfahren der Quellenanalyse genutzt. Diese passen die räumliche Verteilung, Stärke und Orientierung modellhaft angenommener intracerebraler Stromdipole an die extern gemessene Aktivität an.
  23. Das Kapitel EEG in der Neuropädiatrie umfasst in den ersten beiden Abschnitten die Darstellung des normalen und des pathologischen EEG im Säuglings- und Kindesalter. Es werden die physiologischen Varianten und die Veränderungen im Laufe der Entwicklung vom Frühgeborenen bis zur Adoleszenz beschrieben und beispielhaft abgebildet. In einem Unterkapitel werden die wesentlichen Aspekte des amplitudenintegrierten EEG (aEEG) bei Neugeborenen dargestellt. Der 3. Abschnitt behandelt iktuale und interiktuale EEG-Muster pädiatrischer Epilepsiesyndrome und der letzte Abschnitt beschreibt EEG-Veränderungen bei verschiedenen genetischen und metabolischen Erkrankungen sowie bei kortikalen Fehlbildungen.

Provokationsmethoden

Latente oder manifeste EEG-Befunde können mithilfe von Provokationsmethoden (englisch „activation methods“) verdeutlicht werden und so einen maßgebenden Zugewinn an Information beisteuern. Im Vordergrund des Interesses steht der Nachweis einer epileptischen Erregbarkeitssteigerung, aber auch nicht-epileptische Herdstörungen können ausgelöst bzw. akzentuiert werden. Die Grenzen und Möglichkeiten verschiedener Ansätze wie Hyperventilation (HV), Fotostimulation (FS) und Aktivierung durch Schlafentzug werden an vielen Beispielen dargestellt.

EEG bei fokalen Epilepsien

Bei Patienten mit medikamentös schwer behandelbarer fokaler Epilepsie sollte die Möglichkeit nicht-medikamentöser Behandlungsoptionen, allen voran die Verfahren der Epilepsiechirurgie, geprüft werden. Die EEG-Diagnostik gehört neben den bildgebenden Untersuchungen und der neuropsychologischen Diagnostik zu den elementaren Bausteinen der prächirurgischen Epilepsiediagnostik. EEG-Untersuchungen im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik müssen spezielle Voraussetzungen erfüllen, unter anderem wegen der geforderten Anfallsaufzeichnung, Länge der Registrierung, sowie potentieller Artefaktüberlagerung. Im vorliegenden Kapitel werden Grundprinzipien und spezielle Aspekte der Video-EEG-Langzeitableitung, EEG-Befunde bei verschiedenen Epilepsieformen, die Wertigkeit interiktualer und iktualer EEG-Befunde, sowie weitere spezielle Anwendungsgebiete von EEG-Untersuchungen im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik (u. a.

Lesen Sie auch: Wichtiges von Unwichtigem trennen

Neuartige Ansätze und Forschung

Mit Versuchen an Rattenhirnen haben Physiker und Neurologen an der George Mason University in Virginia eine Methode entwickelt, die das chaotische Verhalten von Hirnzellen bei epileptischen Anfällen verhindern soll. Profitieren könnten vor allem Patienten, die an so genannter fokaler Epilepsie leiden und auf Antiepileptika nicht ansprechen. Bislang konnte ihnen allenfalls mit einer Operation geholfen werden, bei der die von Krämpfen betroffene Hirnregion entfernt wurde. Mit dem neuen System soll die Aktivität der Neuronen im Hirn des Epileptikers ständig kontrolliert werden. Sobald sie vom Normalzustand abweicht, bauen Elektroden ein »adaptives elektrisches Feld« auf, das dem drohenden Anfall entgegenwirkt. Diese Elektroden schwimmen in der Hirnflüssigkeit, oder sie werden auf der Hirnoberfläche angebracht.

Das richtige Licht und Wohlbefinden

Das richtige Licht macht den Unterschied - schaffen Sie Behaglichkeit in jedem Raum. Das richtige Leuchtmittel bringt Ihre Räume zum Strahlen - warmes Licht zum Wohlfühlen oder helles Licht zum Arbeiten. Sie brauchen eine Leuchte? Wir haben garantiert die richtige! Egal ob für die Außenbeleuchtung oder die Innenbeleuchtung, ob für Decke, Wand, Tisch oder Boden - im Nox-Divendo Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an allen möglichen Leuchten. Dabei führen wir alle Top Marken im Sortiment und bieten neben Leuchten auch verschiedene Leuchtmittelan.

Geräuschfilter im Gehirn

US-Forscher haben gezeigt, dass die Aktivität des Gehirns nicht nur die akustischen Signale der Umgebung widerspiegelt, sondern auch das, was ein Mensch wahrnehmen möchte. Zwei US-Forscher berichten darüber im Fachjournal "Nature". Sie fanden heraus, dass die Aktivität von Nervenzellen in bestimmten Teilen der Hörrinde die akustischen Signale einer bestimmten Stimme widerspiegelt. Dies traf auch zu, wenn die Stimme in ein Gewirr von Sprechern eingebettet war, ihr aber gezielt zugehört wurde. Unwichtige Informationen wurden demnach unterdrückt.Menschen haben die bemerkenswerte Fähigkeit, einer einzelnen Stimme und komplexen Gesprächen auch bei lauten und vielfältigen Hintergrundgeräuschen gut folgen zu können. Wie das genau funktioniere und warum manche Menschen Schwierigkeiten damit hätten, sei noch offen, schreiben Edward Chang und Nima Mesgarani von der University of California in San Francisco. Sie maßen nun die Hirnströme von Patienten, die wegen schwerer Krampfanfälle operiert werden sollten. Vor solchen Eingriffen wird den Patienten ein Netz von Elektroden auf das Gehirn gesetzt, um herauszufinden, von wo die Krampfanfälle ausgehen.

Stimmauswahl sichtbar gemacht

Die Erkenntnisse entstanden auch über die Entwicklung eines Rechenmodells, bei dem mehrere unterschiedliche Sprecher zum Einsatz kamen. Mit dem Modell konnte anhand der aufgezeichneten Hirnströme festgestellt werden, welcher Stimme ein Proband lauschte. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Spracherkennungssysteme zu verbessern, schreiben die Studienautoren. Darüber hinaus könnten sie das Verständnis darüber verbessern, warum beispielsweise ältere Menschen schlechter Hintergrundgeräusche filtern können.

PRiSMA Blaulichtschutzbrillen

Fast 30 Jahre Erfahrung, Forschungs- und Entwicklungsarbeit fließen in die Marke PRiSMA. Wir sind Spezialist für besten Blaulichtschutz-, Farblicht- und Augentherapiebrillen mit Vision und Verantwortung. Weltweiter Service & Vertrieb direkt aus Weilheim in Oberbayern. Kostenlosen Rundbrief sichern! Werden Sie Teil unserer PRiSMA-Familie und erhalten Sie interessante Neuigkeiten rund um die Themen Licht & Farbe, Produktneuheiten, Webinar-Angebote und vieles mehr in unserem kostenfreien Rundbrief! » Hier geht es zur Anmeldung

Lesen Sie auch: Der "Realitätsfilter" im Gehirn erklärt

tags: #filter #fernseher #epilepsie