Fliegen im Zimmer können innerhalb weniger Stunden zur echten Plage werden, besonders an warmen Sommertagen. Neben dem lästigen Gesumme stellen sie auch ein Hygieneproblem dar: Fliegen können Keime übertragen, die auf Lebensmitteln oder Oberflächen landen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie schnell Fliegen im Zimmer loswerden können, mit welchen Hausmitteln Sie sie vertreiben können und welche Präventionsmaßnahmen langfristig helfen. Wir zeigen Ihnen Sofortlösungen, natürliche Methoden und professionelle Insektenschutz-Systeme, damit Ihr Zuhause fliegenfrei bleibt.
Sofortmaßnahmen zur schnellen Fliegenbekämpfung
Um schnell Fliegen im Zimmer loszuwerden, sollten Sie sofort handeln. Hier sind einige Sofortlösungen, die Ihnen helfen können:
- Fenster und Türen sichern: Schließen Sie alle Zugänge oder statten Sie sie mit speziellen Insektenschutz-Produkten für Fenster aus. Fliegengitter sind eine effektive und nachhaltige Lösung, um Fliegen aus der Wohnung zu vertreiben. Sie bieten Schutz vor Fliegen in der Wohnung, auch wenn Fenster und Türen geöffnet sind.
- Fliegenfallen einsetzen: Nutzen Sie Klebefallen oder eine Essig-Spülmittel-Falle. Wer Geld sparen will, kann sich die Fallen einfach selber bauen. Es gibt aber auch Lebendfallen, die mit einem Lockstoff arbeiten. Eine der effektivsten und einfachsten Methoden ist die Essig-Spülmittel-Falle. Füllen Sie ein Glas mit Apfelessig und fügen Sie ein paar Tropfen Spülmittel hinzu.
- Elektrische Fliegenklatsche: Für gezielte Bekämpfung einzelner Tiere eignet sich eine elektrische Fliegenklatsche. Diese Geräte verwenden Licht, um Fliegen anzulocken, und töten sie dann mit Strom. Sie können in verschiedenen Räumen platziert werden.
- Sauberkeit bewahren: Fliegen werden oft von Essensresten und Abfällen angezogen. Sorgen Sie dafür, dass die Küche sauber ist, Lebensmittel richtig gelagert sind und der Müll regelmäßig entsorgt wird.
Tipp: Wenn Sie plötzlich viele Fliegen im Zimmer bemerken, könnte sich in der Nähe eine Brutstätte befinden.
Natürliche Hausmittel zur Fliegenabwehr
Fliegen im Zimmer sind lästig, doch Sie müssen nicht sofort zu chemischen Mitteln greifen. Hier sind einige natürliche Hausmittel, die Ihnen helfen können, Fliegen loszuwerden:
- Kräuter und Pflanzen: Bestimmte Pflanzen wirken wie ein natürlicher Schutzschild. Kräuter wie Basilikum, Lavendel, Minze und Zitronenmelisse verströmen Düfte, die Fliegen meiden. Stellen Sie beispielsweise einen Strauß Lavendel in die Nähe der Orte, wo Sie Fliegen sehen. Auch Tomatenpflanzen können helfen.
- Ätherische Öle: Nelkenöl, Zitronenöl oder Eukalyptusöl sind starke Duftstoffe, die Fliegen fernhalten. Sie können auch ätherische Öle und Duftkissen als wirkungsvolles Hausmittel gegen Stubenfliegen einsetzen. Besonders eignen sich dazu Eukalyptus- oder Lavendelöl. Einfach ein paar Tropfen auf ein Duftkissen träufeln oder in die Duftlampe geben - und schon suchen die Fliegen mit etwas Glück das Weite.
- Zitrone und Nelken: Ein Klassiker unter den Hausmitteln: Schneiden Sie eine Zitrone in zwei Hälften und spicken Sie sie mit Gewürznelken. Platzieren Sie diese auf einem Teller und stellen Sie sie in die Nähe von Orten, wo Sie Fliegen sehen. Auch Gewürznelken in Zwiebeln gelten als besonders effektiv.
- Duftstoffe verwenden: Einige Duftstoffe wie Lavendel, Eukalyptus oder Zitronengras können Fliegen abschrecken. Platzieren Sie ätherische Öle oder Pflanzen mit diesen Düften in der Nähe von Fenstern und Türen.
Extra-Tipp: Hausmittel sind ideal, um einzelne Fliegen oder kleine Plagen loszuwerden. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall sollten Sie zusätzlich präventive Maßnahmen umsetzen.
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Ursachenforschung: Warum kommen Fliegen in Ihr Zuhause?
Fliegen tauchen selten ohne Grund auf. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern und einem erneuten Befall vorbeugen. Oft sind es kleine, unbewusste Alltagsgewohnheiten, die Fliegen ideale Lebens- und Brutbedingungen bieten.
- Offene Lebensmittel und Mülleimer: Die häufigste Ursache für Fliegen im Zimmer sind offen herumstehende Lebensmittel oder schlecht verschlossene Mülleimer. Besonders organische Abfälle wie Obst- und Gemüseschalen ziehen Fruchtfliegen regelrecht an. Auch Essensreste auf Tellern, klebrige Arbeitsflächen, nicht ausgespülte Flaschen und Gläser sowie Tierfutter, das offen herumsteht, können schnell zum Fliegenmagneten werden.
- Feuchtigkeit und Brutstätten: Fliegen vermehren sich bevorzugt an warmen, feuchten Orten, da diese Bedingungen das Schlüpfen und Gedeihen der Larven begünstigen. Nasse Lappen, stehendes Wasser in Blumenuntersetzern oder feuchte Biomüllbehälter sind perfekte Brutstätten. Hinzu kommen Kondenswasser an Fenstern, schlecht gelüftete Badezimmer, undichte Wasserhähne oder verstopfte Abflüsse.
- Fliegenarten und ihre Vorlieben: Nicht jede Fliege ist gleich: Stubenfliegen werden meist durch Essensgerüche und Abfallreste angelockt, Fruchtfliegen vor allem durch reifes Obst oder gärende Flüssigkeiten, Fleischfliegen eher durch tierische Abfälle und verwesendes Material. Die genaue Bestimmung der Fliegenart kann wertvolle Hinweise auf die Ursache des Befalls geben und ermöglicht gezieltere Maßnahmen.
- Versteckte Brutstätten: Neben den offensichtlichen Ursachen gibt es versteckte Brutstätten, die oft übersehen werden: vergessene Essensreste unter Möbeln, Abflusssiebe mit organischen Ablagerungen oder offene Getränkeflaschen in Abstellräumen.
Langfristige Präventionsmaßnahmen für ein fliegenfreies Zuhause
Die wirksamste Methode, um Fliegen langfristig fernzuhalten, ist es, ihnen erst gar keine Chance zum Eindringen oder Vermehren zu geben. Hier sind einige Tipps für langfristige Präventionsmaßnahmen:
- Insektenschutz an Fenstern und Türen: Statten Sie Ihre Fenster und Türen mit passgenauen Insektenschutzlösungen wie Insektenschutz-Spannrahmen oder Insektenschutz für Fenster aus. Diese halten Fliegen und andere Insekten zuverlässig ab, ohne den Luftaustausch zu beeinträchtigen. Für Balkon- oder Terrassentüren bieten sich Pendel- oder Schiebetüren mit integriertem Insektenschutz an.
- Lebensmittel richtig lagern: Lagern Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank oder in geschlossenen Behältern, um Fruchtfliegen keine Chance zu geben. Decken Sie Obst und andere offene Lebensmittel im Sommer stets ab und waschen Sie das Obst direkt nach dem Einkauf gründlich. Denn die Eier der Fruchtfliegen befinden sich häufig schon auf den Früchten im Supermarkt. Generell sollten Sie Ihr Obst richtig lagern und nicht überreif oder sogar vergammelt in der Obstschale liegen lassen.
- Sauberkeit und Hygiene: Halten Sie Arbeitsflächen, Essbereiche und Spülbecken sauber. Entfernen Sie Krümel, wischen Sie klebrige Stellen sofort auf und spülen Sie Geschirr zeitnah ab. Schmutziges Geschirr sollten Sie sofort abwaschen oder in die Spülmaschine räumen und den Müll im Sommer häufig leeren. Vor allem Essensreste ziehen die Fliegen magisch an. Falls Sie Ihren eigenen Biomüll oder Kompost haben, stellen Sie diesen nicht in der Nähe von Fenstern auf.
- Richtig lüften: Lüften Sie stoßweise, anstatt Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. So sorgen Sie für frische Luft, ohne den Insekten eine ständige Einflugschneise zu bieten. Dafür bieten sich die frühen Morgenstunden an, um frische Luft hereinzulassen. Zu dieser Zeit kommen erfahrungsgemäß die wenigsten Fliegen ins Innere. Mit regelmäßigen Stoßlüften erzeugen Sie einen ordentlichen Durchzug.
- Luftzirkulation: Fliegen mögen keinen Luftzug. Wenn Sie Ventilatoren verwenden oder Fenster und Türen gegenüberliegend öffnen, können Sie damit eventuell auch die eine oder andere Fliege abschrecken. Zudem können Sie so bei Hitze für einen angenehmen Durchzug sorgen.
Professionelle Insektenschutzsysteme für dauerhaften Schutz
Für alle, die nicht nur kurzfristig Ruhe haben, sondern dauerhaft fliegenfrei leben wollen, sind professionelle Insektenschutzsysteme die beste Wahl. Hochwertige Lösungen wie Insektenschutz-Spannrahmen oder Insektenschutz für Fenster passen millimetergenau und lassen sich einfach montieren. Professionelle Systeme sind eine umweltfreundliche Alternative zu Sprays oder chemischen Fallen. Auch wenn die Anschaffungskosten höher erscheinen, lohnt sich die Investition.
Verschiedene Arten von Fliegengittern
- Spannrahmen-Fliegengitter: Ideal gegen Fliegen und Mücken. Sie werden nach Maß an den Fensterrahmen angepasst und bieten einen dauerhaften Schutz. Diese Gitter helfen nicht nur gegen große Stubenfliegen, sondern sind auch besonders nützlich, wenn man regelmäßig mit kleinen Fliegen, wie Fruchtfliegen und Mücken, zu tun hat. Sie sind robust und können leicht gereinigt werden, was sie zu einer langlebigen Lösung macht. Außerdem lassen sie sich durch eine einfache Montage ohne Bohren am Fensterrahmen anbringen. Als Gewebe kann hierbei standardmäßiges Insektenschutzgewebe aus Fiberglas verwendet werden oder effizientes Pollengewebe für Menschen mit Pollenallergie. Für Haustierbesitzer eignet sich hervorragend die Verwendung von Haustiergewebe (Pet-Screen), welches aus Polyester besteht und besonders kratzfest und haustiersicher ist.
- Klettband-Fliegengitter: Eine einfachere und kostengünstige Option, um Insekten in der Wohnung trotz geschlossenem Fenster fernzuhalten. Sie lassen sich leicht montieren, indem das Gitter mit Klettband direkt am Fensterrahmen befestigt wird. Die Stabilität und Langlebigkeit von Klettband-Fliegengitter sind im Vergleich zu robusteren Fliegengittern eingeschränkt, was zu häufigerem Austausch oder Reparaturbedarf führen kann. Diese Gitter sind oft nicht so feinmaschig wie andere Optionen, was sie weniger effektiv gegen kleinere Insektenarten macht. Auch die Befestigung mit Klettband kann mit der Zeit an Haftkraft verlieren, was zu Lücken im Schutz führen kann. Optisch sind sie oft weniger ansprechend und können das ästhetische Erscheinungsbild von Fenstern und Türen beeinträchtigen. Zudem sind sie anfällig für Beschädigungen durch Wind und Wetter, was ihre Wirksamkeit und das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigen kann.
- Rollos und Schiebesysteme für Türen: Für größere Fenster oder Balkontüren können auch Rollos und Schiebesysteme als Fliegengitter genutzt werden. Sie bieten nicht nur Schutz vor Insekten in der Wohnung, sondern können auch bei Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. Solche Systeme sind besonders nützlich für Bereiche, die regelmäßig genutzt werden. Rollo- und Schiebesysteme sind eine teurere Option für Fliegengitter, die neben höheren Anschaffungs- und Installationskosten auch Wartungsbedarf mit sich bringen können, insbesondere bei beweglichen Teilen wie Rollen und Schienen. Ihre Installation kann komplex sein und sie benötigen zusätzlichen Platz. Zudem erfordern sie manuelle Bedienung, was weniger bequem sein kann, und ihre Optik passt möglicherweise nicht zu jedem Einrichtungsstil, da sie auffälliger sind als einfache Fliegengitter.
- Magnet-Fliegengitter zum Öffnen: Mit Magnet-Fliegengittern lassen sich Fliegen leicht aus der Wohnung vertreiben. Sie sind besonders geeignet für Türen und schließen automatisch durch Magnetstreifen. Dies erleichtert das Durchgehen, ohne dass man sich um das Schließen des Gitters kümmern muss. Sie sind einfach zu installieren und zu entfernen, was sie ideal für temporäre oder saisonale Anwendungen macht. Allerdings zeigen Magnet-Fliegengitter, obwohl praktisch in der Handhabung, Schwächen in ihrer Stabilität und Haltbarkeit. Sie sind anfälliger für Beschädigungen und die Magnetstreifen können im Laufe der Zeit an Haftkraft verlieren, was zu Lücken führen kann, durch die Insekten eindringen. Ihre Passform ist nicht immer ideal für alle Türgrößen, und die Optik kann in manchen Fällen als weniger ansprechend empfunden werden.
Was tun, wenn es schon zu spät ist?
Entfernen Sie sofort offene Lebensmittel, verschließen Sie Abfälle und setzen Sie eine Essig-Spülmittel-Falle auf.
Fliegenarten und ihre Besonderheiten
Es existieren zahlreiche Fliegenarten. Im niederländischen Artenregister sind zusammen mit den Mückenarten mehr als 5.000 Arten erfasst. Hier sind einige der häufigsten Fliegenarten, die in Wohnungen vorkommen:
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- Stubenfliege (Musca domestica): Die Stubenfliege ist die häufigste Fliegenart, die in Wohnungen stört. Sie sind etwa 6 bis 7 Millimeter groß und haben eine gräuliche Färbung. Das Tier mag hohe Temperaturen. Daher zieht es sie gerade an kalten Tagen in Wohnungen und Häuser. Offen herumstehende Lebensmittel sowie Speisereste wie Krümel auf dem Boden oder Tisch ziehen Fliegen an. Im Freien halten sich Stubenfliegen gern auf dem Kompost auf. Auch Misthaufen und ähnliche Orte nutzen sie als Ablageplatz für ihre Eier. Dabei nehmen sie Krankheitserreger auf. Übertragen sie diese im Haus auf Lebensmittel, mindern sie im besten Fall nur das Haltbarkeitsdatum. Im schlechtesten Fall können Sie sich dadurch mit Krankheiten anstecken.
- Schmeißfliege (Calliphoridae): Auch als Fleischfliege bekannt, ernährt sich vor allem von verrottendem Fleisch. Aber auch andere Abfälle und Fäkalien gehören zu ihrer Nahrung. Diese Fliege könnte die störendste Fliege in Ihrer Wohnung sein, da die dicke Fliege sehr laut summen kann.
- Stallfliege (Stomoxys calcitrans): Hat einen schlanken Körper und eine dunkle Färbung. Sie ernährt sich von Dung und legt ihre Eier in diesem Material ab. Die Stallfliege ähnelt der Stubenfliege, kann jedoch bissig stechen. Die Stallfliege besitzt einen nach vorne gerichteten Stachel am Kopf. Damit sticht sie normalerweise Kühe oder Pferde. Wenn eine Stallfliege in Ihr Haus gelangt, kann sie auch Menschen stechen.
- Bremsenfliege (Tabanidae): Auch als Blindfliege bekannt, kann stechen. Oder besser gesagt: beißen. Denn sie besitzt scharfe kleine Zähne, mit denen sie einen ziemlich schmerzhaften Biss verursacht. Ein Biss kann sogar eine bakterielle Infektion auslösen. Vorsicht!
- Fruchtfliege (Drosophilidae): Vielleicht eine der störendsten Fliegen, die in der Wohnung auftreten können. Diese kleinen Fliegen verbreiten sich sehr schnell und sind oft schwer zu fangen. Eine Fruchtfliege legt bis zu 100 Eier pro Tag.
- Grasfliege (Chloropidae): Sind winzige Fliegen, die sich von Blumen-Nektar und Pollen ernähren. Sie finden oft ihren Weg ins Haus durch offene Fenster und Türen. Grasfliegen neigen dazu, an Fenstern, Wänden und Decken zu sitzen, auf der Suche nach Löchern oder Rissen, in denen sie überwintern können. Sieht man viele kleine Fliegen in seinem Haus nahe des Fensters, ähneln diese Fliegen den Kammerfliegen stark, sind jedoch ein wenig größer.
- Trauermücke (Sciaridae): Kommt also nie alleine. Wenn sie sich bei Ihnen den Weg in die Wohnung gebahnt haben, hilft Ihnen dieser Artikel vielleicht weiter. Das Fangen dieser Fliegen kann eine echte Herausforderung sein. Hast du irgendwo einen Schwarm dieser Fliegen und willst sie ungiftig fangen, solltest du am besten sofort mit einer Falle oder einer Fliegenlampe beginnen.
Fliegenfallen zum Selberbauen
Fliegenfallen gibt es verschiedene. Hier sind drei einfache Fallen, die Sie selber bauen können. Mit ihnen fangen Sie die häufigsten hierzulande anzutreffenden Arten. Alle nötigen Materialien haben Sie in der Regel bereits im Haus. Die Fliegenfallen lassen sich daher in wenigen Minuten anfertigen.
- Fliegenfalle für Stubenfliegen: Mit Honig oder Sirup bestrichenes Backpapier ist eine einfache Fliegenfalle. Hängen Sie die Falle an einem Ort mit besonders vielen Fliegen auf. Für diese Fliegenfalle für Stubenfliegen brauchen Sie Backpapier. Schneiden Sie dieses in feine Streifen. Hängen Sie die Streifen auf. Dafür eignen sich zum Beispiel die Arbeitsfläche in der Küche oder der Esstisch. Der süße Geruch zieht die Fliegen an. Hinweis: Prüfen Sie aber, ob durch diese Falle nicht noch mehr Insekten angelockt werden.
- Fruchtfliegenfalle: Für Ihre Fruchtfliegenfalle benötigen Sie: Ein Glas, Zucker, Apfelessig und Spülmittel. Das Glas füllen Sie zu einem Achtel mit Zucker. Anschließend geben Sie ein Viertel Apfelessig hinzu. Vermischen Sie beide Zutaten. Fertig ist das Lockmittel für die Fliegen. Geben Sie nun noch einen Tropfen Spülmittel hinzu. Dadurch verändert sich die Festigkeit der Mischung. Das Glas stellen Sie offen in Ihre Küche oder ins Esszimmer. Alternativ verschließen Sie es zuerst mit Frischhaltefolie und einem Gummiband. Stechen Sie maximal 1 cm große Löcher in die Folie. Der Deckel hindert die Tiere daran, aus der Falle zu fliegen. Bereits nach zwei bis drei Tagen sind die meisten Insekten in die Falle gegangen.
- Falle für Trauermücken: Gelbtafeln sind bewährte Fallen für Trauermücken. Sie können aber auch eine eigene Falle für die Insekten bauen. Auch wenn sie Trauermücken heißen, gehören sie zu den Fliegen. Sie treten häufig in großer Anzahl auf. Im Gegensatz zu Fruchtfliegen gelangen Trauermücken über Zimmerpflanzen ins Haus. Sie befinden sich in der Blumenerde. In diese legt jedes Weibchen bis zu 100 Eier. Die Tiere bevorzugen feuchte, humusreiche Erde. Dort entwickeln sich die Larven besonders gut. Eine klassische Methode gegen die Mücken sind Gelbstecker und Gelbtafeln. Eine Falle für Trauermücken ist aber auch schnell selber gebaut. Dafür brauchen Sie zunächst ein paar Streichhölzer. Die Streichholzköpfe enthalten Schwefel. Gießen Sie nun die Pflanze, löst sich der Schwefel und verteilt sich in der Erde. Die Wurzeln nehmen diesen dann auf. Da die Larven der Trauermücken sich von den Wurzeln der Pflanzen ernähren, fressen sie auch den Schwefel. Dieser tötet die Larven ab.
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