Menschen mit einer Psychose erleben oft Dinge, die nicht der Realität entsprechen: Sie hören Stimmen oder haben Halluzinationen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Phänomen, und wie können Betroffene und Angehörige damit umgehen? Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Aspekte von Psychosen, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, und geht auch auf verwandte Themen wie Stimmstörungen und die Auswirkungen von Stress auf die Stimme ein.
Was ist eine Psychose?
Die Psychose ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern vielmehr eine Zusammenfassung von Symptomen. Auslöser können ganz unterschiedliche Störungen sein. Die häufigste Ursache ist Schizophrenie, aber auch Depressionen, Epilepsien, Drogenkonsum, Medikamente, Hirnverletzungen und Stoffwechselstörungen können zu einer Psychose führen.
Symptome einer Psychose
Menschen mit einer Psychose sprechen, handeln und denken anders als psychisch Gesunde. Es gibt fünf Hauptsymptome, die nicht immer alle gleichzeitig auftreten müssen:
- Wahn: Der Betroffene ist von einer Sache tief und unerschütterlich überzeugt und lässt sich auch durch Fakten, Argumente und Gegenbeweise nicht umstimmen. Beim Beziehungswahn denken Erkrankte, dass alle Welt über sie redet oder lacht.
- Halluzinationen: Die Menschen nehmen etwas wahr, wo nichts ist. Sie riechen Düfte oder sehen Dinge, die nicht vorhanden sind. Am häufigsten hören psychotische Menschen Stimmen, obwohl niemand spricht. Diese Sinneswahrnehmungen sind täuschend echt.
- Desorganisiertes Denken: Psychotische Menschen springen beim Reden von einem Thema zum anderen, ohne dass es einen inhaltlichen Zusammenhang gibt.
- Desorganisiertes Handeln/Katatonie: Menschen mit einer Psychose verhalten sich nicht passend zur Situation. Sie lachen z.B. unangebracht.
- Negative Symptome: Den Betroffenen "fehlt" etwas zum normalen Verhalten. Sie klingen monoton, zeigen kaum Emotionen, verziehen keine Miene und sind bewegungsarm. Sie können auch freud-, lust- und antriebslos sein, ähnlich wie bei einer Depression.
Die Ursache für diese Symptome liegt in einem Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn. Verschiedene Substanzen können psychotische Symptome auslösen. Ein Teil der Psychosen lässt sich jedoch nicht erklären.
Psychose durch Cannabis
Bis zu einem Viertel der Psychosen entwickeln sich nach der Einnahme von Medikamenten oder Drogen, darunter auch Cannabis. Kiffen kann nicht nur entspannen, euphorisch oder lustig machen, sondern auch in die Psychiatrie führen. Cannabis enthält Tetrahydrocannabinol (THC), das Psyche und Bewusstsein verändert. Im Gehirn kann THC die Wahrnehmung so verändern, dass man Dinge sieht und hört, die nicht echt sind. Betroffene berichten auch, dass sie sich wie in einem Film eingesperrt fühlen, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Sie bekommen Angst, Panik und fühlen sich allein.
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Nicht jeder, der kifft, bekommt eine Psychose. Gefährdet sind jedoch Menschen, die Cannabis mit sehr hohem THC-Gehalt konsumieren oder die täglich rauchen. Aber auch einmaliges Kiffen kann psychisch krank machen, vor allem, wenn das AKT1-Gen verändert ist. Ein weiteres Risiko ist das Alter, da Jugendliche aufgrund von Umbauprozessen im Gehirn anfälliger sind.
Diagnose und Behandlung
Psychotische Symptome kann jeder bekommen. Weltweit erkranken drei bis vier Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Psychose. Häufig beginnt sie zwischen der Pubertät und Mitte dreißig. Damit jemand eine psychotische Störung bekommt, müssen verschiedene Dinge zusammenkommen.
Eindeutige Anzeichen für eine beginnende Psychose gibt es nicht; die Hochs und Tiefs, die damit verbunden sind, müssen nicht immer krankhaft erscheinen. Oft ähneln die Anzeichen denen anderer psychischer Erkrankungen und sind sehr unspezifisch, wie z.B. Ängste.
Eine Psychose sollte immer vom Facharzt diagnostiziert und behandelt werden. Menschen, die gerade eine akute Psychose durchmachen, merken das in der Regel selbst nicht. Sie sind von ihren Wahnvorstellungen, Halluzinationen und ihrem Verhalten überzeugt und können daran nichts Ungewöhnliches oder Irrationales feststellen. Daher ist es schwierig, sie zu einem Arztbesuch zu überreden.
Der Psychiater sucht zunächst nach einer körperlichen Ursache für die Symptome. Begleiterkrankungen, die zu einer Psychose führen können, sollten therapiert werden. Die Psychose selbst wird mit Medikamenten behandelt, die das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn ausgleichen sollen. Diese Medikamente haben jedoch oft Nebenwirkungen, über die man die Patienten aufklären muss, damit sie die Therapie fortführen.
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Zusätzlich ist eine kognitive Verhaltenstherapie empfehlenswert. Dabei erfahren die Betroffenen mehr über ihre Krankheit und den Umgang damit. Sie lernen auch, erste Anzeichen einer Psychose zu erkennen, um Rückfälle frühzeitig zu bemerken.
Es macht wenig Sinn, Betroffene davon zu überzeugen, dass das, was sie sehen, hören oder empfinden, nicht der Realität entspricht. Das beunruhigt die Menschen nur noch mehr. Oft sind Psychotiker ohnehin sehr misstrauisch, da sie sich verfolgt und beobachtet fühlen. Daher sollte man Betroffene ernst nehmen und sich auf keinen Fall über die Symptome lustig machen. Statt auf Wahn und Halluzinationen einzugehen, kann man seine Sorge mitteilen, dass der Betroffene antriebslos oder unruhig ist, keine Freude empfindet oder schlecht schläft. Ermutigen Sie vermeintlich Betroffene, sich professionelle Hilfe zu holen.
Das veränderte Verhalten infolge der Psychose bleibt für die Familie, für Freunde und Kollegen oft unerklärlich. Es mutet bizarr und irritierend, verängstigend und bedrohlich an. Die Erkrankung löst Entfremdung, Verunsicherung, Verstörung und auch Überforderung, Angst und Scham aus und strapaziert zwischenmenschliche Beziehungen bis aufs Äußerste. Die schwierige Aufgabe ist es daher, miteinander in einem guten, verständnisvollen Kontakt zu bleiben.
Das Flüstern der Stimme: Stimmstörungen und Heiserkeit
Nicht nur psychische Erkrankungen können die Wahrnehmung beeinflussen, auch körperliche Beschwerden wie Stimmstörungen können das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.
Ursachen und Symptome von Stimmstörungen
Ärzte sprechen von Heiserkeit, Dysphonie oder Stimmstörung, wenn die Stimme heiser, kratzig und rau klingt oder im schlimmsten Fall ganz wegbleibt. Durch die Erkrankung schwellen die Schleimhäute und Stimmlippen an, was Heiserkeit oder das komplette Versagen der Stimme nach sich ziehen kann. Die Stimmlippen können nicht mehr richtig in Schwingungen versetzt werden.
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Meist handelt es sich um ein kurzzeitiges Leiden, das innerhalb weniger Tage überstanden ist. Es gibt jedoch auch die chronische Heiserkeit, wenn die Beschwerden länger als drei bis vier Monate anhalten und man ständig heiser ist.
Es gibt verschiedene Ursachen für Heiserkeit, darunter eine trockene Mund- und Rachenschleimhaut (zum Beispiel durch lautes, langes Sprechen) oder geschwollene Stimmlippen (beispielsweise durch eine Virusinfektion). Eine Überbeanspruchung der Stimme ist eine häufige Ursache von Heiserkeit. Auch wer beispielsweise in einem langen Telefonat viel gelacht und geredet oder bei einem spannenden Fußballspiel die Lieblingsmannschaft lautstark angefeuert hat, bekommt oftmals am nächsten Tag die Quittung.
Für berufliche Vielsprecher kann eine dauernde Heiserkeit existenzgefährdend werden. Schreitet die Stimmproblematik voran, hat das sowohl Auswirkungen auf den Beruf als auch auf das Privatleben. Hobbys, Sport und soziale Kontakte werden gemieden, um die Stimme zu schonen und eine Verschlechterung der Symptome abzuwenden.
Eine falsche Atemtechnik oder eine verkrampfte Hals- und Schultermuskulatur kann Halsbeschwerden beeinflussen.
Stimmlippenknötchen
Bei Stimmlippenknötchen handelt es sich um gutartige Neubildungen auf den Stimmlippen, die etwa so groß sind wie ein Stecknadelkopf. Sie werden mitunter auch als Stimmbandknötchen oder (speziell bei Sängern) als Sängerknötchen bezeichnet. Von Schreiknötchen ist dagegen eher die Rede, wenn Kinder unter den Knötchen auf den Stimmbändern leiden. Unabhängig von der Bezeichnung bleiben die Folgen gleich: Die Stimmbildung ist gestört, die Stimme klingt heiser und rau.
Wer an derartigen Stimmbandproblemen leidet, sollte einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Darüber hinaus gilt es, die Stimme möglichst zu schonen. Zudem ist ein Stimmtraining oft sinnvoll, um eine bessere Sprech- oder Singtechnik zu erlernen und so die Stimme zu entlasten. Das kann die Rückbildung der Knötchen unterstützen und einer Neubildung entgegenwirken.
Heiserkeit im Rahmen von Erkältungen und Grippe
Vor allem bei einer Erkältung oder Grippe zählt Heiserkeit neben Schnupfen, Halsschmerzen und Reizhusten zu den Symptomen. Hierzu kommt es, wenn sich Erkältungs- oder Grippeviren auf den Stimmapparat ausbreiten. Bei Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege (Mundhöhle, Nase, Nasennebenhöhlen, Rachenraum) und des Kehlkopfes sind die Schleimhäute trocken und gereizt. Eine der häufigeren Ursachen für Heiserkeit ist eine akute Kehlkopfentzündung (Laryngitis), die meist viral bedingt ist und im Zusammenhang mit einer Erkältung auftritt. Die Stimme ist daraufhin heiser, Husten und ein wundes Gefühl im Hals können auftreten. Auch eine chronische Laryngitis ist eine mögliche Ursache für Heiserkeit. Rauchen kann außerdem zum sogenannten Reinke-Ödem führen. Als Folge einer Kehlkopfentzündung kann auch eine sogenannte Aphonie auftreten.
Stimme und Psyche
Stimme und Psyche sind eng miteinander verknüpft. Alle Nerven und Muskeln im Körper reagieren auf seelische Vorgänge. Freude oder Aufregung zeichnet sich durch eine gewisse Körperspannung ab, was die Stimmlage höher werden lässt. Bei Kummer oder schlechter Stimmung geschieht genau das Gegenteil. Der saure Mageninhalt kann allerdings auch bis in den Rachenraum gelangen und dort eine Rachenentzündung oder Kehlkopfentzündung verursachen - mit Heiserkeit als Symptom.
Diagnose und Behandlung von Heiserkeit
Obwohl viele Ursachen bei Heiserkeit infrage kommen, wirken sie sich in der Regel ganz ähnlich auf die Stimme aus. Meist leiden Betroffene nicht nur an Heiserkeit, sondern auch unter einem Kratzen im Hals und Hustenreiz. Sicherheit bei der Diagnose bringt jedoch nur ein Besuch beim Arzt, der anschließend eine geeignete Behandlung der Heiserkeit empfehlen kann.
Ärzte unterscheiden anhand der Dauer, ob es sich um eine akute oder chronische Heiserkeit handelt. Bei einer Erkältung oder einer erhöhten kurzfristigen Stimmbelastung sprechen Mediziner von der akuten Form. Um eine chronische Erkrankung geht es, wenn die Heiserkeit mehrere Monate dauert. In diesem Fall haben sich zum Beispiel nicht nur die Stimmlippen verdickt, sondern häufig bilden sich auch Stimmlippenknötchen. Das sind ungleichmäßige Verdickungen am Rand der Stimmlippen, die durch eine dauerhafte Überlastung der Stimme zustande kommen können. Vor allem Sänger oder berufsbedingte Vielsprecher laufen Gefahr, solche Knötchen zu entwickeln.
Was tun bei Heiserkeit?
Bei Heiserkeit sollte man seine Stimme schonen, um zu verhindern, dass sie vollständig versagt. Um die kratzige, raue Stimme wieder zu stärken, gilt es das Sprechen auf ein Minimum zu reduzieren. Was noch hilft, wenn die Stimme weg ist:
- Spürbare Linderung bei Halskratzen, Hustenreiz und Heiserkeit verschaffen GeloRevoice® Halstabletten: Beim Lutschen bilden sie das spezielle Revoice Hydro-Depot®, das sich als lang anhaltender Schutzfilm auf die Mund- und Rachenschleimhaut legt. Mineralstoffe und ein leichter Brauseeffekt regen den Speichelfluss intensiv an, damit sich das Revoice Hydro-Depot® gleichmäßig verteilen kann. Lutsche je nach Bedarf mehrmals täglich, zum Beispiel alle 2 bis 3 Stunden, eine GeloRevoice® Halstabletten, bis zu 6 Tabletten täglich.
- Wenn die Heiserkeit trotz Eigenbehandlung immer wieder auftritt, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Wird Heiserkeit durch Ursachen wie eine Infektion der Schleimhäute oder eine Überbeanspruchung der Stimme verursacht, dauert sie meist nur wenige Tage an. Bei Heiserkeit sollte man die Stimme schonen, indem man weniger redet, nicht flüsterst und nicht laut sprichst. Verzichte besonders auf Alkoholkonsum und Rauchen. Auch trockene Heizungsluft kann die gereizten Schleimhäute austrocknen.
Zwischen Realität und Einbildung: Die Bedeutung von Verständnis und Unterstützung
Ob es sich um eine Psychose oder eine Stimmstörung handelt, das Verständnis und die Unterstützung durch Angehörige, Freunde und Fachleute sind entscheidend für das Wohlbefinden der Betroffenen. Es ist wichtig, Symptome ernst zu nehmen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und eine Umgebung zu schaffen, in der sich die Betroffenen sicher und verstanden fühlen. Nur so kann ein Weg aus der Dunkelheit gefunden werden.
Halloween-Special: Mythen und Wahrheiten rund um Energie
Passend zur Jahreszeit möchten wir noch einen Blick auf einige Energie-Mythen werfen, die sich hartnäckig halten:
- Mythos: Geräte im Standby-Modus sind große Stromfresser.
- Wahrheit: Moderne Geräte verbrauchen im Standby-Modus deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Es lohnt sich aber dennoch, Geräte ganz auszuschalten, um Energie zu sparen.
- Mythos: Eine Wärmepumpe ist nur etwas für Neubauten.
- Wahrheit: Wärmepumpen können auch in älteren Gebäuden effizient eingesetzt werden, insbesondere in Kombination mit einer guten Dämmung.
Mit den richtigen Informationen und den passenden Tarifen kann jeder seinen Energieverbrauch optimieren und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.