In unserer schnelllebigen und oft stressigen Welt kann es vorkommen, dass wir uns mental überfordert fühlen. Das Phänomen der "Franz Leere im Gehirn", auch bekannt als "Mind Blanking" oder Blackout, ist ein Zustand vorübergehender geistiger Leere, in dem das Gehirn keine bewussten Gedanken erzeugt und man das Gefühl hat, geistig "abgeschaltet" zu sein. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für dieses Phänomen und bietet Strategien zur Bewältigung und Vorbeugung.
Was ist "Franz Leere im Gehirn"?
"Franz Leere im Gehirn" beschreibt einen Zustand, in dem das Gehirn keinerlei erkennbare kognitive Aktivität zeigt. Normalerweise läuft unser Gehirn auch dann auf Hochtouren, wenn wir uns nicht auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren. Selbst, wenn wir in Tagträumen versinken, beschäftigen wir uns mit verschiedenen Gedanken oder Szenarien. Beim Mind Blanking jedoch scheint das Gehirn in eine Art Leerlauf zu schalten. Man ist zwar wach und bei Bewusstsein, aber es gibt keine aktiven, greifbaren Gedanken.
In diesem kognitiven Zustand sind Menschen vorübergehend nicht in der Lage, auf Informationen oder Gedächtnisinhalte zuzugreifen. Man kann dies mit einem Computer vergleichen, der sich aufgehängt hat: Er ist zwar eingeschaltet, aber reagiert nicht. Das Wort Blackout kommt aus dem Englischen und bedeutet, dass plötzlich alles schwarz (black) wird. In unserem Fall ist aber ein Ausfall des Gehirns gemeint - genauer gesagt, ein kurzzeitiger Ausfall der Fähigkeit, eine klaren Gedanken zu fassen oder sich an etwas Bestimmtes zu erinnern.
Ursachen für geistige Leere
Es gibt verschiedene Gründe, warum man in den Zustand des Mind Blankings verfallen kann. Diese können sowohl psychisch als auch physisch bedingt sein.
Überlastung: Unser Gehirn wird tagtäglich mit einer Vielzahl von Reizen und Informationen überflutet, wodurch eine kurzzeitige Überlastung entstehen kann. In solchen Momenten schaltet sich das Gehirn quasi ab, um sich zu erholen.
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Stress und Angst: Starker Stress oder große Angst können dazu führen, dass das Gehirn Probleme damit hat, Gedanken zu sortieren, zu organisieren und abzurufen. Betroffene fühlen sich dann wie „blockiert“ und haben große Schwierigkeiten damit, sich zu konzentrieren. Auch dies kann zum Mind Blanking führen.
Schlafmangel: Wer unter Schlafmangel leidet, ist nicht nur müde, sondern auch weniger leistungsfähig. Nicht nur der Körper ist dann beeinträchtigt, sondern auch das Gehirn. Die kognitive Leistungs- und die Konzentrationsfähigkeit sind deutlich eingeschränkt und der Kopf schaltet irgendwann vorübergehend in den Leerlauf.
Multitasking: Wer zu viele verschiedene Aufgaben zeitgleich abarbeiten möchte, kann das Gehirn so überfordern, dass es eine kurze Erholungspause braucht und in einen Zustand geistiger Leere abdriftet.
Unterforderung: Auch Langeweile oder mangelnde Stimulation kann zum Mind Blanking führen, also auch eine Unterforderung des Gehirns.
Prüfungsstress: Da Blackouts häufig bei Prüfungsstress in der Schule auftreten, ist es hilfreich, die eigene Prüfungsvorbereitung zu optimieren. Stattdessen sollte es darum gehen, strukturierter und effektiver zu lernen. Mit effektiven Lerntechniken und Lernmethoden kannst du besser und stressfreier lernen. Du hast vielleicht trotzdem noch Angst davor, eine schlechte Note zu schreiben - das ist ganz normal. Doch das Gefühl, gut vorbereitet in eine Prüfung zu gehen, führt automatisch zu mehr Zuversicht und Optimismus. Achte darauf, auch in der Zeit der Prüfungsvorbereitung ausreichend Pausen zu machen und genügend Schlaf zu bekommen. Die Zeiten dazwischen sind für Freizeit und Entspannung.
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Wie entsteht Mind Blanking?
Mind Blanking ist ein noch relativ junges Forschungsgebiet. Es konnten jedoch bereits einige interessante Daten in Studien gesammelt werden. So wurde herausgefunden, dass bestimmte Regionen im Gehirn während des Mind Blankings weniger aktiv sind. Insbesondere der präfrontale Kortex, der für das Planen, Entscheiden und die Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit zuständig ist, scheint in diesen Momenten weniger stark zu arbeiten. Dies deutet darauf hin, dass Mind Blanking ein Zustand verminderter Hirnaktivität ist, in dem das Gehirn vorübergehend die bewusste Kontrolle verliert. Des Weiteren konnte herausgefunden werden, dass die messbaren Hirnwellen während des Mind Blankings jenen ähnelnd, die während des Schlafens nachgewiesen werden können. Die Forscher schließen daraus, dass es im Gehirn nicht nur den Zustand des Schlafens oder des Wachseins gibt, sondern dass es zu Überschneidungen kommen kann. Während Teile des Gehirns wach sind, können andere Regionen zeitgleich Anzeichen von Schlaf aufweisen.
Schlaf vs. Mind Blanking
Es gibt einige grundlegende Gemeinsamkeiten zwischen Schlaf und Mind Blanking. So sind beides Phasen, die durch eine reduzierte oder veränderte kognitive Aktivität gekennzeichnet sind. Die bewusste Gedankenverarbeitung ist sowohl beim Mind Blanking als auch beim Schlaf - insbesondere in der Non-REM-Phase - stark vermindert. Beide Zustände dienen der Regeneration, sorgen für geistige Erholung und können somit als eine Art Schutzmechanismus des Gehirns angesehen werden. Jedoch gibt es auch einen markanten Unterschied: Während Schlaf ein tieferer, längerer Zustand mit verschiedenen Phasen ist, der essenziell für die Erholung und das Überleben ist, dauert das Mind Blanking nur kurze Zeit an und ist dann so schnell vorbei wie es gekommen ist.
Tagträume vs. Mind Blanking
Tagträume und Mind Blanking weisen charakteristische Unterschiede auf, obwohl sie einander auf den ersten Blick zu ähneln scheinen. Bei Tagträumen schweift das Bewusstsein von der aktuellen Umgebung in eine innere Welt voller Fantasie und Vorstellungskraft ab. Diesem Zustand ist sich der Tagträumende bewusst und kann die Gedanken oftmals in eine bestimmte Richtung steuern. Das Gehirn ist während eines Tagtraums besonders aktiv und erzeugt eine Vielzahl überaus kreativer und assoziativer Gedanken. Ursächlich für Tagträume sind häufig Langeweile oder Routineaufgaben, also wenn das Gehirn zu wenig stimuliert wird.
Das sogenannte Mind Blanking ist dagegen ein Zustand von Gedankenleere, in dem Betroffene eine Pause von kognitiver Aktivität erleben. Zwar sind sich viele dieses Zustands durchaus bewusst, haben aber keine Kontrolle darüber. Geistige Prozesse sind in diesem Moment so gut wie nicht vorhanden. Mind Blanking ist wie ein Stillstand der Gedanken, der unerwartet und ungewollt auftritt und häufig eine Folge von Überlastung, Müdigkeit oder Stress ist. Es kann also als eine Art Schutzmechanismus des Gehirns vor Überstimulation angesehen werden.
Strategien zur Vorbeugung von Mind Blanking
Es gibt diverse Strategien, die helfen können, das Auftreten von Mind Blanking zu verringern.
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Pausen: Wenn die Aufgaben und die Arbeit überhandnehmen, sollte man regelmäßig Pausen einlegen, um den mentalen Akku wieder aufzuladen und das Gehirn zu entlasten.
Stressbewältigung: Auch Übungen zur Stressbewältigung wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können eine beruhigende und erholsame Wirkung haben. Achtsamkeit und Meditation sind mächtige Werkzeuge im Kampf gegen den Alltagsstress. Sie helfen, den Moment zu leben, negative Gedankenspiralen zu durchbrechen und eine tiefere Verbindung zu sich selbst zu finden. Es gibt zahlreiche Apps und Online-Kurse, die einen leichten Einstieg ermöglichen. Die mkk - meine krankenkasse hat viele Angebote, zum Beispiel Gesundheitskurse und die digitale Angsttherapie.
Kein Multitasking: Multitasking und das Aufbürden vieler verschiedener Aufgaben sollte nach Möglichkeit vermieden werden, um eine eventuelle Überlastung des Gehirns zu vermeiden. Viel besser ist es, eine Aufgabe komplett abzuarbeiten und dann erst die nächste zu beginnen. Dabei sollte auf Langeweile und Monotonie verzichtet werden. Unser Gehirn braucht eine gewisse mentale Stimulation, um aktiv zu bleiben und dies gelingt am besten durch interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten.
Ausreichend Schlaf: Zu guter Letzt ist es auch förderlich, ausreichend und gut zu schlafen. Denn Schlafmangel ist einer der Gründe für Mind Blanking. Es ist eine einfache, aber überaus effektive Methode, dem Gehirn Erholung zu verschaffen und die geistige Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Digitale Balance: Verliere dich nicht in virtuellen Welten. Natürlich kann man mal surfen, swipen und zocken. Aber Social Media, Onlinespiele und Co. sollten nicht deinen Alltag bestimmen. Die ständige Konfrontation mit sozialen Medien kann Druck erzeugen und das Selbstbild negativ beeinflussen. Versuche, bewusst Pausen einzulegen und lege das Smartphone oder das Gamepad auch mal beiseite. Nutze die gewonnene Zeit für Aktivitäten, die dir guttun und bei denen du nicht ständig auf Likes und Kommentare achtest. Fällt es dir schwer abzuschalten, leidest du möglicherweise unter Internetsucht.
Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Psyche. Sport setzt Endorphine frei, die sogenannten Glückshormone, und kann helfen, Stress, Angst und depressive Symptome zu reduzieren. Finde eine Sportart, die dir Spaß macht - es muss nicht immer das Fitnessstudio sein. Tanzen, Wandern oder ein entspannter Spaziergang können Wunder wirken. Auch Schwimmen ist gesund.
Gesunde Lebensgewohnheiten: Eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und der bewusste Umgang mit Genussmitteln sind die Basis für psychische Gesundheit. Versuche, einen regelmäßigen Tagesrhythmus zu finden und schaffe Rituale, die dir helfen, zur inneren Ruhe zu kommen.
Kreative Ausdrucksformen: Malen, Schreiben, Musik machen - kreative Tätigkeiten bieten eine hervorragende Möglichkeit, Gefühle zu verarbeiten und Stress abzubauen. Du musst dabei kein Meisterwerk erschaffen; es geht um den Prozess und das Ausleben der eigenen Kreativität.
Umgang mit einem Blackout in Prüfungssituationen
Teile dich mit: Indem du dem Prüfer oder der Prüferin sagst, dass du gerade einen Blackout hast, gewinnst du etwas Zeit und außerdem das Verständnis deines Gegenübers. Das nimmt viel Druck aus der Situation.
Bleibe ruhig und atme tief durch: Es klingt banal, doch ruhiges, bewusstes Atmen entspannt deinen ganzen Körper und wirkt dem Stress schnell und effektiv entgegen. langsame Bauch- bzw.
Trinke einen Schluck: Körper und Gehirn sind für den Moment mit dem Trinken beschäftigt und das Stresslevel sinkt.
Konzentriere dich auf einen Gegenstand im Raum: Indem du deine Aufmerksamkeit um- bzw. dein Gehirn ablenkst, kannst du den Stresskreislauf beenden.
Beschäftige dich mit einer anderen Aufgabe: In einer schriftlichen Prüfung kannst du einfach eine andere Aufgabe bearbeiten. In einer mündlichen Prüfung kannst du den Prüfer bzw. die Prüferin bitten, die aktuelle Frage anders zu formulieren oder zurückzustellen.
Hab keine Angst davor, deinen Blackout mitzuteilen: Zum einen gewinnst du etwas Zeit, zum anderen hilft das Sprechen über die Situation dabei, den Stress abzubauen. Formuliere die Frage noch einmal in eigenen Worten, sprich darüber, was du gelernt hast und gerne auch darüber, was dich im Moment verunsichert.
Psychosomatische Aspekte und Alexithymie
Es ist wichtig zu beachten, dass "Franz Leere im Gehirn" auch im Zusammenhang mit psychosomatischen Beschwerden und Alexithymie auftreten kann. Alexithymie beschreibt die Unfähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen oder auszudrücken. Menschen mit Alexithymie können Schwierigkeiten haben, ihre Emotionen zu erkennen und zu benennen, was sich in einem Gefühl der inneren Leere äußern kann.
Psychosomatische Störungen sind körperliche Funktionsstörungen, die so stark durch psychosoziale Faktoren verursacht wurden, dass medizinische Ursachen allein das Geschehen nicht hinreichend erklären können. Patienten, die von solchen psychosomatischen Krankheiten betroffen sind, verstehen oft lange Zeit das Zusammenspiel von Körper und Seele selbst nicht. Sie trennen den körperlichen und den seelischen Bereich strikt voneinander, sodass sie zu einseitigen, rein körperlichen Behandlungsversuchen neigen, dies wird häufig durch die Vertreter der entsprechenden Behandlergruppen verstärkt. Sie stehen ihren Beschwerden oft verständnislos gegenüber, verharren in einer organisch fixierten Krankenrolle und wandern von Arzt zu Arzt in der Hoffnung auf eine rein organische Problemlösung. Die Betroffenen erleben ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht mehr direkt, sondern nur mehr verfremdet über ihren Körper und müssen lernen, ihr Leiden vom Körperlichen und vom Seelischen her zu verstehen und zu verändern.
ADHS und "Franz Leere im Gehirn"
Auch bei Menschen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) kann es zu Phasen geistiger Leere kommen. Das ADHS-Gehirn funktioniert anders und kann sich unter bestimmten Umständen verweigern, insbesondere bei Tätigkeiten, die keinen Spaß machen oder keine Belohnung versprechen. Dies kann sich in Prokrastination und Trägheit äußern, bis hin zu einer Denkblockade.
Strategien für Menschen mit ADHS:
Flow-Effekte nutzen: Konzentriere dich auf Tätigkeiten, die dir Spaß machen und dich fesseln. Schaffe dir ungestörte Zeiten, in denen du dich deinen Interessen widmen kannst.
Gedanken festhalten: Schreibe spontane Einfälle und Gedanken sofort auf, da sie sonst schnell vergessen sind.
Struktur schaffen: Ordne und sortiere deine Gedanken, um vom Chaos in die Struktur zu kommen.
Reizüberflutung vermeiden: Reduziere Ablenkungen und Störfaktoren, um deine Konzentration zu verbessern.
Wiederholung beim Lernen: Wiederhole Gelerntes laut, um es besser im Gedächtnis zu verankern.
Belohnungen setzen: Stelle dir Belohnungen für erledigte Aufgaben in Aussicht, um deine Motivation zu steigern.
Depressionen und "Franz Leere im Gehirn"
Eine Depression kann ebenfalls zu einem Gefühl der inneren Leere führen. Laut dem Diagnostikhandbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kennzeichnet eine Depression eine gedrückte Stimmung, die mindestens zwei Wochen anhält. Das kann Traurigkeit bedeuten, möglich ist auch beispielsweise ein anhaltendes Gefühl der inneren Leere. Weitere Hauptsymptome laut Diagnoseleitlinien sind zum einen ein Interessenverlust, gerade an alltäglichen Aufgaben, dem Job oder Hobbys, die früher Spaß gemacht haben.
Wenn du glaubst, selbst an einer Depression erkrankt zu sein, ist es wichtig, so schnell wie möglich Hilfe zu suchen. Am einfachsten ist es, zuerst einen Termin bei der eigenen Hausarztpraxis zu vereinbaren.
Gelassenheit im Umgang mit globalen Herausforderungen
In einer Welt, in der sich Nachrichten und globale Herausforderungen ständig überschlagen, bekommt man leicht das Gefühl, von Problemen überrollt zu werden, auf die man als Einzelner nur begrenzt Einfluss nehmen kann. Sich ständig mit globalen oder gesellschaftlichen Problemen wie dem Klimawandel, politischen Konflikten oder sozialen Ungerechtigkeiten zu beschäftigen, schadet jedoch der eigenen psychischen Gesundheit. Dies bedeutet nicht, dass man desinteressiert oder untätig sein sollte. Vielmehr geht es darum, ein gesundes Gleichgewicht zu finden zwischen dem Bewusstsein für diese Herausforderungen und der Fähigkeit, auch die positiven Aspekte des Lebens zu sehen und zu schätzen. Jeder von uns kann nur einen Teil zum großen Ganzen beitragen. Konzentriere dich auf die Bereiche, in denen du wirklich etwas bewirken kannst, sei es durch persönliches Engagement, durch Bildung oder durch die Unterstützung entsprechender Projekte und Organisationen. Gleichzeitig sollte man sich bewusst Zeit für Dinge nehmen, die einem Spaß machen und das Wohlgefühl steigern. Das Genießen der schönen Seiten, wie Zeit mit Freunden und Familie, Hobbys oder in der Natur, spenden Kraft und Ausgeglichenheit. Insgesamt ist es wichtig, sich selbst nicht zu überfordern und achtsam mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen umzugehen. Das Ziel ist nicht, ständig perfekt zu funktionieren, sondern ein gesundes Gleichgewicht zu finden und zu erhalten.