Die Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster ist eine führende Einrichtung für die Diagnose und operative Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des Gehirns und des Nervensystems. Mit einem Team von hochqualifizierten Spezialisten und modernster Medizintechnik bietet das Krankenhaus ein umfassendes Spektrum an neurochirurgischen Leistungen auf international anerkanntem Niveau.
Einführung in die Neurochirurgie
Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems befasst. Dazu gehören Gehirn, Rückenmark, Nervenwurzeln und periphere Nerven. Neurochirurgen behandeln eine Vielzahl von Erkrankungen, darunter Tumore, Gefäßerkrankungen, Verletzungen, degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und angeborene Fehlbildungen.
Leistungsspektrum der Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster
Die Klinik für Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster deckt das gesamte Spektrum neurochirurgischer Operationen und Behandlungen ab. Dazu gehören unter anderem:
- Tumorchirurgie: Operative Entfernung von Tumoren und Metastasen des Gehirns und des Rückenmarks.
- Wirbelsäulenchirurgie: Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, Skoliose, Brüchen und Spinalkanalstenosen.
- Gefäßchirurgie: Behandlung von Gefäßerkrankungen wie Aneurysmen und arteriovenösen Malformationen.
- Kinderneurochirurgie: Behandlung von kindlichen Hirntumoren, offenem Rücken (Spina bifida) und Wasserkopf (Hydrozephalus).
- Chirurgie peripherer Nerven: Behandlung von Nervenblockaden, Nervenschädigungen und Nervenverletzungen.
- Schmerztherapie: Behandlung von Schmerzsyndromen durch Nervenblockaden oder andere operative Verfahren.
- Epilepsiechirurgie: Operative Behandlung von Epilepsie.
Jährlich werden in der Neurochirurgischen Klinik Münster mehr als 3.000 Operationen durchgeführt, 7.000 Patientinnen ambulant betreut und zahlreiche Kliniken sowie Ärztinnen aus dem In- und Ausland anhand von zugesandtem Bildmaterial beraten.
Spezialisierung auf Wirbelsäulenchirurgie und Skoliosezentrum
Ein besonderer Schwerpunkt der Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster liegt auf der Wirbelsäulenchirurgie. Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie bildet gemeinsam mit den Abteilungen Allgemeinorthopädie, Kinder- und Neuroorthopädie und Unfallchirurgie das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Franziskus-Hospital.
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Neben der konservativen und operativen Behandlung von verschleißbedingten Erkrankungen der Hals- und Lendenwirbelsäule stellt die Spezialisierung auf Wirbelsäulendeformitäten wie z.B. Skoliosen und die operative Therapie von Wirbelsäulentumoren Schwerpunkte mit überregionaler Bedeutung dar.
Das operative Leistungsspektrum reicht von minimal-invasiven endoskopischen über mikrochirurgische Eingriffe bis zu den klassischen offenen Methoden, wobei neben stabilisierenden Titanimplantaten auch sogenannte dynamische Systeme einschließlich Bandscheibenprothesen zur Anwendung kommen.
Professor Dr. med. Ulf Liljenqvist, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie, rangiert seit Jahren auf den ersten Plätzen der bundesweiten Fokus-Ärzteliste und erhält jährlich in allen Kategorien (Patientenempfehlung, Kollegenempfehlung und Publikationen) als einer von bundesweit drei Wirbelsäulenchirurgen die höchste Bewertung.
Aufgrund des hohen Patientenaufkommens versorgt das Ärzteteam der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Skoliosezentrum des St. Franziskus Hospitals auch das Maria-Josef Hospital in Greven. An diesen zwei Standorten werden über 1500 Wirbelsäulenoperationen sämtlicher Schwierigkeitsgrade durchgeführt.
Moderne Behandlungsmethoden und Technologien
Die Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster setzt modernste Medizintechnik und innovative Behandlungsmethoden ein, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem:
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- Minimal-invasive Operationstechniken: Diese Techniken ermöglichen es, Operationen mit kleinen Hautschnitten und geringerer Gewebeverletzung durchzuführen, was zu einer schnelleren Genesung und weniger Schmerzen führt.
- Mikrochirurgische Eingriffe: Durch den Einsatz von Mikroskopen können Operationen mit höchster Präzision durchgeführt werden, was das Risiko von Komplikationen reduziert.
- Computergestützte Navigation: Spezielle computergestützte Verfahren (Stereotaxie, Navigationssystem) stehen zur Planung und Durchführung von Operationen oder Probeentnahmen an schwer zugänglichen Orten des Gehirns zur Verfügung.
- Dynamische Stabilisierungsverfahren: Bei leicht- bis mittelgradigen Instabilitäten dienen diese Verfahren der Wiederherstellung von Stabilität unter Erhalt der Beweglichkeit.
- Minimal-invasive Stabilisierungstechniken bei Wirbelbrüchen: Osteoporotische Wirbelbrüche, die auf konservative Therapiemaßnahmen nicht ansprechen, können minimal-invasiv durch Zementinjektion aufgerichtet und stabilisiert werden.
- 7D Surgical Machine Vision Technologie: In der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des St. Franziskus-Hospitals kommt erstmalig in Europa ein neuartiges Navigationsgerät im OP zum Einsatz. Diese Technologie verwendet eine hochentwickelte Kameratechnologie, die der GPS-Navigation selbstfahrender Autos ähnelt und in nur wenigen Sekunden ein dreidimensionales Echtzeitbild erstellt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Zur Behandlung komplexer Krankheitsbilder arbeitet die Neurochirurgie innerhalb des Krankenhauses eng mit vielen anderen Fachabteilungen zusammen. Dazu gehören unter anderem die Neurologie, die Orthopädie, die Radiologie, die Onkologie und die Intensivmedizin. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende und individuelle Patientenversorgung.
Die moderne Neurochirurgie ist ohne die Intensivmedizin nicht mehr denkbar. Die spezialisierte Versorgung auf der neuromedizinisch ausgerichteten Intensivstation ermöglicht die zeitnahe Rehabilitation nach den Eingriffen.
Zertifizierung als Level 1 Wirbelsäulenzentrum der DWG
Das Wirbelsäulenzentrum St. Franziskus Hospital unter der Leitung von Prof. Dr. med. U. Liljenqvist wurde erfolgreich als Level 1 Wirbelsäulenzentrum der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zertifiziert. Level 1 ist dabei die höchste Stufe und entspricht einem Zentrum der Maximalversorgung.
Um den komplizierten Zertifizierungsprozess zu bestehen, werden höchste Anforderungen an die Qualifikation des Personals, die apparative Ausrüstung, an die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen im Hause und an die Vernetzung mit nachbehandelnden Einrichtungen gestellt. Ein umfassendes operatives Behandlungsspektrum und standardisierte Behandlungspfade werden vorausgesetzt. Ferner erfolgt die lückenlose Eingabe aller operativen Fälle in das nationale Wirbelsäulenregister der DWG, um dadurch einen wichtigen Beitrag zur Versorgungsqualität in Deutschland zu leisten.
Das Team der Neurochirurgie
Das Team der Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster besteht aus erfahrenen und hochqualifizierten Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Walter Stummer und Prof. Dr. med. Ulf Liljenqvist setzen sich die Spezialisten für das Wohl der Patienten ein und bieten eine individuelle und umfassende Betreuung.
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Zum Team gehören unter anderem:
- Univ.-Prof. Dr. med. Walter Stummer (Direktor der Klinik für Neurochirurgie)
- Prof. Dr. med. Ulf Liljenqvist (Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie)
- Dr. med. Marc Schneider (Sektionsleiter Halswirbelsäulenchirurgie)
- Dr. med. Justinus B. Kösters (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie)
- Dr. med. Sebastian Schmeil (Oberarzt)
- Dr. med. Philipp Salmen (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie)
- Dr. med. Matthias Drögsler (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie)
- Dr. med. Bent Grün (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie)
Forschung und Lehre
Die Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster engagiert sich aktiv in Forschung und Lehre. Die Ärzte der Klinik beteiligen sich an nationalen und internationalen Studien und veröffentlichen regelmäßig wissenschaftliche Artikel in renommierten Fachzeitschriften. Zudem ist die Klinik an der Ausbildung von Medizinstudenten und Assistenzärzten beteiligt.
Patienteninformation und Kontakt
Es ist dem Team der Neurochirurgie im Franziskus Hospital Münster ein wichtiges Anliegen, die Patienten umfassend über ihre Erkrankung und die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Schritte aufzuklären. Im Rahmen der ambulanten Vorstellung und spätestens während der stationären Behandlung erhalten die Patienten alle wichtigen Informationen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.
Patientenanfragen und Ambulanztermine können werktags von 8.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer +49 251 83-47489 vereinbart werden. In Notfällen ist die Klinik 24 Stunden täglich unter der Telefonnummer +49 251 83-48001 erreichbar.
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