Die Parkinson-Krankheit, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Krebs, Viruserkrankungen, Migräne und das Leaky-Gut-Syndrom sind einige der vielen Beschwerden, bei denen natürliche Heilmittel und eine angepasste Ernährung eine unterstützende Rolle spielen können. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Wirkungen von Galgant, Dinkel, Bertram und weiteren natürlichen Substanzen auf diese Erkrankungen und gibt Einblicke in die Bedeutung eines gesunden Darms für die allgemeine Gesundheit.
Die Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Lebensmittel lediglich der Sättigung dienen. Hippokrates lehrte bereits, dass unsere Nahrungsmittel unsere Heilmittel sein sollten. Die moderne Forschung bestätigt, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Etwa 40 % unserer Gesundheit wird durch unsere Lebensführung und weitere 40 % durch unsere Ernährung gesteuert. Der Darm spielt hierbei eine zentrale Rolle.
Eine schlechte, säurelastige Ernährung, Stress und ein unregelmäßiger Lebensstil können die Darmflora zerstören und das Immunsystem schwächen. Dies kann zu einer Vielzahl von Erkrankungen führen, darunter Allergien, Viruserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Krebs und Parkinson.
Galgant und andere natürliche Heilmittel
Galgant
Galgant, ein Verwandter des Ingwers, hat entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die zur Reduktion von Entzündungen und zur Förderung der Verdauungsgesundheit beitragen können. Galgant- oder Kalmuswurzelstock eignen sich, um den Appetit anzuregen, da sie viele Bitterstoffe enthalten. Sie sind als Tinkturen erhältlich und vor den Mahlzeiten in Wasser gelöst einzunehmen.
Dinkel
Hildegard von Bingen empfahl Dinkel als Heilmittel. Bei Parkinson-Patienten fehlt beispielsweise Dopamin im Stoffwechsel. Da Dinkel Tryptophan enthält, eine Vorstufe von Neurotransmittern, kann eine Umstellung auf Dinkelkost mit Obst, Gemüse und wenig Fleisch das Gliederzittern vermindern.
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Bertram
Anacyclus pyrethrum, auch Bertram genannt, gilt als Universalmittel gegen schwere Erkrankungen. Laut Hildegard von Bingen verbessert Bertram im Essen die Nahrungsaufnahme, gleicht Mangelerscheinungen aus und reinigt das Blut von Viren und Parasiten.
Zitwer
Die Zitwerwurzel, auch Weiße Curcuma genannt, ist ein ausdauerndes Kraut, das in Ostasien als Heilpflanze gilt. Der essbare Wurzelstock hat einen ähnlichen Duft wie Ingwer oder Mango. Hildegard von Bingen empfahl eine Mischung aus Zitwerwurzel und Galgantwurzel, um einen Wein herzustellen, der täglich in kleinen Mengen getrunken werden kann.
Das Leaky-Gut-Syndrom
Das Leaky-Gut-Syndrom (LGS) ist keine neue Entdeckung. Seit den 1980er Jahren wird der undichte Darm erforscht. Das LGS betrifft hauptsächlich den Dünndarm. Die Darmschleimhaut bildet eine Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf. Bei einem Leaky Gut werden diese Barrieren durchlässig, sodass Giftstoffe, Pilze, Pilztoxine und unvollständig verdaute Partikel in den Blutkreislauf gelangen können.
Ursachen des Leaky-Gut-Syndroms
Das Leaky-Gut-Syndrom ist oft die Folge eines modernen Lebensstils, der die Darmbarriere schädigt. Dazu gehören:
- Schlechte Ernährung: Eine Ernährung mit vielen gesättigten Fettsäuren, raffinierten Pflanzenölen, Zucker und Weißmehl kann die Darmflora schädigen.
- Alkohol: Alkohol kann die Darmbarriere schädigen.
- Medikamente: Antibiotika, Schmerzmittel, Bestrahlungen und Chemotherapien können die Darmschleimhaut angreifen und die Darmflora irritieren.
- Pilzinfektionen: Der Hefepilz Candida albicans kann sich bei übermäßigem Verzehr von Zucker und Weißmehl vermehren und die Darmschleimhaut schädigen.
- Stress: Stress kann die Darmschleimhaut schädigen.
- Nährstoffmangel: Ein Mangel an Zink und anderen Vitalstoffen kann die Regeneration der Darmschleimhaut beeinträchtigen.
- Darminfektionen: Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren können das gesunde Milieu im Körper aus dem Gleichgewicht bringen.
- Nahrungsmittelallergien: Unbemerkte Nahrungsmittelallergien können den Darm reizen.
- Kryptopyrrolurie (KPU): Diese Stoffwechselstörung kann zu einem Mangel an Vitamin B6, Zink und Mangan führen, die für einen gesunden Darm wichtig sind.
Folgen des Leaky-Gut-Syndroms
Ein Leaky Gut kann eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verursachen, darunter:
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- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
- Allergien
- Asthma
- Autoimmunerkrankungen
- Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
- Multiple Sklerose
- Herzerkrankungen
- Migräne
- Parkinson
Diagnose des Leaky-Gut-Syndroms
Es gibt verschiedene Tests, um ein Leaky-Gut-Syndrom zu diagnostizieren:
- Lactulose-Mannitol-Test: Dieser Test misst die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut anhand der Resorption von zwei verschiedenen Zuckerarten.
- Zonulin-Test: Zonulin ist ein Protein, das die Tight Junctions in der Darmschleimhaut öffnen kann. Ein erhöhter Zonulin-Wert im Blutserum oder Stuhl kann auf ein Leaky-Gut-Syndrom hinweisen.
- sIgA-Test: Ein Mangel an sIgA (einem Antikörper) im Stuhl kann auf eine geschwächte Immunabwehr im Darm hindeuten.
- Nahrungsmittelintoleranz-Test: Dieser Test kann helfen, Nahrungsmittel zu identifizieren, die den Darm reizen.
Maßnahmen zur Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um ein Leaky-Gut-Syndrom zu behandeln:
- Schädigende Lebensmittel und Getränke meiden: Vermeiden Sie Zucker, Weißmehl, Alkohol, raffinierte Pflanzenöle und verarbeitete Lebensmittel.
- Gesunde Darmflora aufbauen: Nehmen Sie Probiotika ein, um die Darmflora zu stärken. Essen Sie präbiotische Lebensmittel wie Inulin und FOS, um die probiotischen Bakterien zu ernähren.
- Darmsanierung durchführen: Eine Darmsanierung umfasst die Einnahme von Probiotika, Mineralerde (Bentonit oder Zeolith) und Flohsamenschalenpulver.
- Schleimhaut schützen: Essen Sie schleimbildende Lebensmittel wie Leinsamen, Flohsamenschalen und Chiasamen. Trinken Sie schleimhautschützende Tees aus Eibischwurzel oder Süßholzwurzel.
- Nährstoffmängel ausgleichen: Nehmen Sie Zink und andere Vitalstoffe ein, die für die Regeneration der Darmschleimhaut wichtig sind.
- Entzündungen reduzieren: Essen Sie entzündungshemmende Lebensmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Kurkuma und Ingwer.
- Stress reduzieren: Finden Sie Wege, um Stress abzubauen, z. B. durch Meditation, Yoga oder Spaziergänge in der Natur.
- Nahrungsmittelintoleranzen berücksichtigen: Vermeiden Sie Nahrungsmittel, auf die Sie intolerant reagieren.
Natürliche Verbindungen mit neuroprotektiven Eigenschaften bei Parkinson
Neben den genannten Heilmitteln gibt es auch natürliche Verbindungen, die in der Forschung an Parkinson-Modellen vielversprechende Ergebnisse gezeigt haben:
- Protocatechussäure und Chrysin aus Alpinia oxyphylla: Diese Polyphenole haben in Kombination eine erhöhte Zellüberlebensfähigkeit und einen reduzierten Verlust dopaminerzeugender Neuronen gezeigt.
- β-Caryophyllen: Dieser Bestandteil vieler ätherischer Öle zeigt antioxidative und entzündungshemmende Effekte, die die dopaminproduzierenden Zellen im Gehirn schützen könnten.
- Capsaicin aus Chilischoten: Capsaicin hat in der Forschung an Parkinson-Modellen überraschende neuroprotektive Eigenschaften gezeigt.
- Sesamin aus Acanthopanax senticosus: Sesamin hat die Fähigkeit gezeigt, wichtige antioxidative Enzyme zu modulieren und den Neurotransmitter-Spiegel zu erhöhen.
- Epigallocatechingallat (EGCG) aus grünem Tee: EGCG schützt Neuronen vor durch Toxine induzierten Schäden und verbessert die Überlebenschancen der Zellen.
- Resveratrol aus Trauben und Beeren: Resveratrol ist ein Antioxidans, das in vielen Früchten vorkommt.
Weitere unterstützende Maßnahmen
MADENA Produkte
MADENA bietet verschiedene Produkte zur Unterstützung der Darmgesundheit an, darunter:
- MADENA Darmkur Beauty: Enthält Darmbakterien, L-Glutamin, Knoblauchextrakt, Galgantpulver, Meerrettichextrakt, MCT-Pulver aus Kokos, Olivenblattextrakt, Thymianpulver, Oreganopulver, Grapefruitkernextrakt, Zitronensaftpulver, Gewürznelkenpulver, Brunnenkresse, Schwarzkümmelpulver und Zimtpulver.
- MADENA Omega-3 Forte: Wird direkt aus der Mikroalge Schizochytrium sp. gewonnen und überzeugt durch sein optimales Verhältnis an DHA & EPA von 2:1.
- MADENA Kurkuma-Kapseln: Durch ein patentiertes Verfahren verteilt sich das Kurkuma-Pulver optimal und über eine große Fläche im Darm.
- MADENA Pro Protein Shake: Vereint alle wichtigen Vitamine, Aminosäuren und Polyphenole zur Unterstützung der Darmfunktion.
- MADENA Astaxanthin-Komplex: Enthält hochdosiertes Q10 und Lutemax2020®, welcher die hochwertigen Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin aus der Ringelblume vereint.
Antientzündliche Ernährung
Eine antientzündliche Ernährung kann helfen, die Darmgesundheit zu unterstützen. Dazu gehören:
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- Gemüse und Obst: Essen Sie viel frisches Gemüse und Obst, insbesondere Beeren, grünes Blattgemüse und Kreuzblütler.
- Gesunde Fette: Verwenden Sie gesunde Fette wie Olivenöl, Kokosöl und Avocadoöl.
- Omega-3-Fettsäuren: Essen Sie fettreichen Fisch, Leinsamen und Chiasamen.
- Probiotische Lebensmittel: Essen Sie fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi.
- Präbiotische Lebensmittel: Essen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Spargel und Artischocken.
Heilpflanzen und Tees
Bestimmte Heilpflanzen und Tees können bei der Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms hilfreich sein:
- Hibiscus sabdariffa L. und Plantago lanceolata L.: Diese Pflanzen haben sich als besonders wirksam bei der Behandlung des Leaky Gut erwiesen, da sie unter anderem das Darmmikrobiom sowie die Darmbarriere regulieren sowie positiv auf Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit wirken können.
- Leinsamen: Am Vorabend zwei Esslöffel Leinsamen mit etwas Wasser anrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag trinken.
Vitamine und Aminosäuren
- Vitamine A, B2, D, Biotin und Niacin: Unterstützen die Schleimhautregeneration, entzündungshemmende Prozesse und den Zellschutz.
- Aminosäuren: Fördern die Reparatur und Aufrechterhaltung der Darmwand und Darmschleimhaut. Glutamin ist eine entscheidende Aminosäure, die dafür sorgt, dass die Darmzellen undurchlässig bleiben.
- Polyphenole: Schützen vor oxidativem Stress und unterstützen somit die Gesundheit der Darmschleimhaut.
Chemotherapie und ihre Nebenwirkungen
Die Chemotherapie ist eine gefürchtete Behandlung, die mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden ist. Viele Krebspatienten kämpfen nach der Chemotherapie mit Gedächtnisproblemen und eingeschränkter Feinmotorik. Mediziner sprechen auch von einem "Chemo-Brain". Auch das psychische Befinden des Kranken leidet unter der Chemotherapie. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die schlimmsten Nebenwirkungen deutlich zu reduzieren:
- Übelkeit und Erbrechen: Medikamente wie Setrone und Kortison können vorbeugend gegeben werden. Ingwerkapseln können zusätzlich eingenommen werden.
- Appetitlosigkeit: Galgant- oder Kalmuswurzelstock können den Appetit anregen.
- Verdauungsprobleme: Pflanzliche Prokinetika wie Iberogast® oder Curcumen-Kapseln können die Verdauung steigern.
- Schleimhautentzündung: Eine sorgfältige Mundpflege und Mundspülungen mit Chlorhexidin und Salbei können helfen.
- Venenreizung: Ein Portsystem kann das Einpflanzen eines Portsystems helfen.
- Haarausfall: Es ist empfehlenswert, sich rechtzeitig eine Perücke anfertigen zu lassen.
- Mangel an Blutkörperchen: Das Wachstum der weißen Blutkörperchen kann bei Bedarf medikamentös mit G-CSF angeregt werden.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Die Anwendung von Arzneipflanzen erfolgt auf eigene Verantwortung. Konsultieren Sie immer einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit einer Eigenbehandlung beginnen.