Gehirn einfach erklärt: Podcasts und die faszinierende Welt der Neurowissenschaften

Bis vor Kurzem war das Thema Podcasts für mich Neuland. Doch durch Begegnungen mit erfolgreichen Podcastern wie Brigitte Hagedorn und Tom Kaules habe ich nach und nach dieses Medium für mich entdeckt. Dies hat auch für dich einen Vorteil, denn mit meinem kostenlosen Podcast „Bring dein Hirn zum Leuchten“ möchte ich dir die faszinierende Welt der Neurowissenschaften näherbringen.

Was erwartet dich in „Bring dein Hirn zum Leuchten“?

In meinem Podcast, gelesen vom Autor selbst, Jens Voigt, tauchen wir ein in die Geheimnisse des Gehirns. Du erhältst wertvolle Tipps und Anregungen, um dein Gehirn optimal zu nutzen und dein volles Potenzial auszuschöpfen. Schicke mir gerne deine Anfragen und Themenwünsche.

Neben meinem Podcast möchte ich dir auch das Kinderbuchprojekt „Tommy Tropf erklärt die Welt“ ans Herz legen. Die Geschichten um den Tropfengroßvater Tommy und seinen Enkel Tröpfchen sind nicht nur für Kinder im Alter von 5-10 Jahren spannend, sondern enthalten auch viele Botschaften für ältere Kinder und Erwachsene.

Tommy Tropf erklärt die Welt

In „Tommy Tropf“ erlebt der Leser und Zuhörer die abenteuerliche Reise von Tommy und Tröpfchen, die sich auf die Suche nach Tröpfchens Mama Perla und deren Freundin Eau-Dette begeben. Dabei treffen sie auf Freunde wie die Staubkörner Staubi und Körnchen und erleben waghalsige Abenteuer an immer wieder wechselnden Schauplätzen.

Die Geschichten sind spannend, berührend, humorvoll und regen zum Nachdenken an. Mit der geplanten Internetseite für Kinder „Tommy Tropf erklärt die Welt“ werden die Geschichten um Tommy zum Projekt. Hier wird kindgerecht erklärt, wie die Phänomene zu erklären sind, die den Helden begegnen.

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Beispielsweise werden hier Antworten gegeben auf Fragen wie: Was ist eine Tropfsteinhöhle? Wie entsteht ein Regenbogen? Warum regnet es nicht aus jeder Wolke? Was mach Hagel so gefährlich? Wie gelangt Schnee in die Wüste? Es wird für Kinder eine Art Tommy- Pedia entstehen, also eine ganz besondere Art von Erklär-Seiten rund um unsere herrliche Natur.

Weitere spannende Podcasts zum Thema Gehirn und Neurowissenschaften

Neben meinem Podcast gibt es noch weitere empfehlenswerte Angebote, die sich mit dem Thema Gehirn beschäftigen.

IQ - Wissenschaft schnell erzählt (Bayern 2 Wissen)

Für alle, die wenig Zeit haben, aber trotzdem neugierig sind, ist der Podcast "IQ - Wissenschaft schnell erzählt" von Bayern 2 Wissen eine gute Wahl. Hier werden aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Gesundheit, Technik, Natur und Umwelt kurz, relevant und überraschend präsentiert.

Der Podcast für alle mit Köpfchen

Dieser Podcast beleuchtet die Neurowissenschaften aus verschiedenen Perspektiven. Moderatorin Katrin Wachauer und Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia unterhalten sich über die Funktionen und Aufgaben des Gehirns. Wie lernt, denkt, fühlt es? Wie bleibt es gesund und wie kann es trainiert und gestärkt werden?

Dein Gehirn - Dein Potential

Dieser Podcast hilft dir, dein Gehirn besser zu verstehen und dein volles Potenzial zu entfalten. Dr. Neurocoach und Hirnerklärer Dr. näher kommen. Wir gehen auf die 4 Schritte des Gehirns ein: Z. B. aus? Verspricht das Spaß? Kann ich dieses Tier essen? essen? Droht hier Gefahr? Wahrnehmungen. konnotierte Vorurteile zu widerlegen. Erfahrungen mit euch zu teilen. Persönlichkeit. um Dein eigenes Wohlbefinden zu erhalten. reflektieren. die Deine Konzentration verbessern. Schön, dass Du da bist! und Folgen des Gehirns. verpackt. Ernährung, Gewohnheiten und Mindset. kannst und einen entspannten Lebensstil führst. Wohlfühlgewicht zu erreichen. wird: in deinem Kopf und deinem Darm. anderen Weg einschlagen getreu meinem Motto: Train smart. smart. Willkommen in meinem Kopf. gehören zu meiner Krankheit dazu. ÜsterEi! Beschränkungen erzählen kann. wissenschaftlichen Studien aus der Forschung. und vieles mehr.

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Hirngehört

Karsten Brocke, der PodKarsten von Hirngehört, präsentiert einen Podcast, der sich von vielen anderen abhebt. Hier geht es um BRAINSET® statt um „Mindset-Geschwätz“. Der Podcast zeigt, wie BRAINSET® im Alltag wirkt und hilft dir, Pilotin/Pilot oder nur Passagier deines Lebens zu sein.

Quantenwissen für den Alltag

Jens & Friends - der Podcast von Prof. Corssen und Prof. Stefan Gröner - vermittelt Quantenwissen unterhaltsam und verständlich. Hier treffen Quantenphysik und Katerstimmung aufeinander, aber garantiert mit Erkenntnisgewinn. Lerne, wie du Quantenwissen im Alltag nutzen kannst - von Datenanalyse bis KI-Beschleunigung.

Die Plastizität des Gehirns: Ein Leben lang lernen

Das menschliche Gehirn ist das komplizierteste Organ, das die Natur je hervorgebracht hat. Mit 100 Milliarden Nervenzellen und einem Vielfachen davon an Kontaktpunkten besitzt es Fähigkeiten, an die kein Supercomputer bis heute heranreicht. Eine der wichtigsten Eigenschaften ist seine Lernfähigkeit.

Bis vor wenigen Jahren galt unter Wissenschaftlern als ausgemacht: Das Gehirn eines Erwachsenen verändert sich nicht mehr. Heute weiß man jedoch, dass das Gehirn bis ins hohe Alter laufend umgebaut wird. Manche Neurobiologen vergleichen es sogar mit einem Muskel, der trainiert werden kann.

Die Vorstellung, dass das Gehirn ein Leben lang lernfähig bleibt, ist aus wissenschaftlicher Sicht unbestritten. Anders hätte der Mensch die vielfältigen Herausforderungen, denen er im Laufe eines Lebens begegnet, auch gar nicht bewältigen können. So können wir bis ins hohe Alter eine Fremdsprache und Yoga lernen, uns Gesicht und Stimme eines neuen Arbeitskollegen merken oder den Weg zu einer neuen Pizzeria.

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Synaptische Plastizität: Die Grundlage des Lernens

Was passiert überhaupt, wenn unser Gehirn etwas Neues lernt und speichert? Lernen findet an den Synapsen statt - also den Orten, an denen die elektrischen Signale von einer Nervenzelle zur nächsten übertragen werden. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass Synapsen die Effektivität der Übertragung variieren können. Man bezeichnet dieses Phänomen auch als synaptische Plastizität.

So kann eine Synapse durch einen Vorgang namens Langzeitpotenzierung (LTP) verstärkt werden, indem sie mehr Botenstoff ausschüttet oder mehr Botenstoffrezeptoren bildet. So wissen Neurowissenschaftler heute, dass Synapsen selbst im erwachsenen Gehirn noch komplett neu gebildet oder abgebaut werden können. An wenigen Stellen wie zum Beispiel im Riechsystem können sogar zeitlebens neue Nervenzellen gebildet werden. Es ist also nicht übertrieben, wenn man sagt: Unser Gehirn gleicht zeitlebens einer Baustelle.

Stärkung und Schwächung, Auf- und Abbau - die Stärke, mit der Signale zwischen Nervenzellen übertragen werden, wird laufend angepasst. Etwas vereinfacht könnte man sich also vorstellen, dass die Signalübertragung verstärkt wird, wenn das Gehirn etwas speichert - und abgeschwächt wird, wenn es vergisst. Ohne die Plastizität würde dem Gehirn folglich etwas Fundamentales fehlen: seine Lernfähigkeit.

Trainingseffekte im Gehirn

Mit dem Lernen verhält es sich wie mit dem Sport: Je mehr eine bestimmte Fähigkeit gefordert wird, desto effektiver wird sie erledigt. Wer beispielsweise Taxi fährt, muss sich gut orientieren und Routen merken können. Durch die tägliche Arbeit wird so das Ortsgedächtnis immer besser. Das hinterlässt auch Spuren im Gehirn, zum Beispiel im Gehirn Londoner Taxifahrer: Forscher haben herausgefunden, dass in ihrem Gehirn der Hippocampus - ein für das Ortsgedächtnis zentrale Region im Gehirn - über die Jahre größer wird. Offenbar braucht ein derart trainiertes Orientierungsvermögen auch mehr Raum!

Reparaturmechanismen des Gehirns

Seine Plastizität hilft dem Gehirn zudem, Schäden zumindest teilweise zu reparieren. Sterben beispielsweise bei einem Schlaganfall Nervenzellen ab, können benachbarte Hirnregionen die Aufgaben des betroffenen Gebiets zum Teil übernehmen. Am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben Forscher herausgefunden, dass das Gehirn so die Schäden nach einem Schlaganfall zum Teil kompensieren kann.

Die Vernetzung des Gehirns: Ein komplexes Netzwerk

Das menschliche Gehirn lässt sich nach verschiedenen Kriterien untergliedern. Entwicklungsgeschichtlich beispielsweise besteht es wie das aller Wirbeltiere aus dem End-, Zwischen-, Mittel-, Hinter- und Markhirn, auch als Tel-, Di-, Mes-, Met- und Myelencephalon bezeichnet. Anatomisch fallen besonders die Bereiche ins Auge, die als Groß-, Zwischen- und Kleinhirn (Cerebellum) bezeichnet werden, sowie der Hirnstamm.

Besonders auffällig ist die zum Endhirn gehörende sogenannte Großhirnrinde, der sogenannte Kortex. Sie ist im Laufe der Evolution so stark gewachsen, dass sie fast das gesamte Gehirn umgibt. Die Großhirnrinde ist Sitz vieler höherer geistiger Fähigkeiten. Einzelne Bereiche haben dabei unterschiedliche Aufgaben. So sind manche Areale darauf spezialisiert, Sprache zu verstehen, Gesichter zu erkennen oder Erinnerungen abzuspeichern. In der Regel ist aber keine Region allein für eine bestimmte Fähigkeit verantwortlich, sondern nur im Zusammenspiel mit anderen.

Untersuchungsmethoden der Hirnaktivität

Welche Gehirngebiete miteinander verbunden sind, untersuchen Wissenschaftler mithilfe der sogenannten Magnetresonanztomografie (MRT). Mit dieser Technik können sie die zu Fasersträngen gebündelten Fortsätze von Nervenzellen sichtbar machen, die die Areale der Großhirnrinde miteinander verbinden.

Mit einer Variante dieser Technik, der sogenannten funktionellen Magnetresonanztomografie, können Wissenschaftler zwischen aktiven und nicht aktiven Gehirnregionen unterscheiden. Damit haben sie viel über den Aufbau und die Funktionsweise des Gehirns gelernt. So haben Max-Planck-Forscher aus Leipzig herausgefunden, warum bei Menschen, die stottern, ein Ungleichgewicht zwischen der Hirnaktivität von linker und rechter Großhirnhälfte auftritt: Innerhalb des überaktiven rechten Netzwerkes haben sie eine Faserbahn entdeckt, die bei den Betroffenen deutlich stärker ausgebildet ist, als bei Menschen ohne Sprechprobleme. Je stärker der sogenannte Frontale Aslant Trakt ist, desto stärker stottert ein Mensch.

Die Herausforderung der Konnektom-Entschlüsselung

Einen exakten Schaltplan des Gehirns lässt sich jedoch mit der MRT-Technik nicht erstellen, dafür ist die Genauigkeit der Methode nicht hoch genug. Schließlich sitzen bis zu 10.000 Synapsen auf einer Nervenzelle, 100 Billionen sind es insgesamt. Dies zeigt, wie dicht das Kommunikationsnetz im Gehirn ist. In diesem Netz können einerseits benachbarte Nervenzellen miteinander verknüpft sein, andererseits auch Zellen, die weit voneinander entfernt sind.

Die Wissenschaftler entwickeln deshalb neue Methoden, mit denen sie das Konnektom entschlüsseln können. Als Modellfälle dienen ihnen dafür Mäuse: Sie haben zum Beispiel die Verschaltung von Bereichen der Netzhaut des Auges sowie der Großhirnrinde aufgeklärt und herausgefunden, dass Nervenzellen im sogenannten entorhinalen Kortex der Großhirnrinde wie ein Transistor organisiert sind: Bevor eine Nervenzelle eine andere Zelle aktivieren kann, kontaktiert sie eine hemmende Zelle und wird so in ihrer eigenen Aktivität behindert. Anhand solcher Schaltpläne wollen Wissenschaftler lernen, wie das Gehirn funktioniert.

Modellorganismen in der Neurowissenschaft

An Max-Planck-Instituten arbeiten sie bereits heute daran, die Prinzipien der Informationsverarbeitung aufzuklären. Derzeit konzentrieren sie sich auf einfacher aufgebaute Gehirne, die weniger Nervenzellen und -fasern besitzen als das Gehirn des Menschen.

Mäuse sind ein solcher Modellfall für Neurowissenschaftler. Sie besitzen als Säugetiere ein ähnlich aufgebautes und funktionierendes Gehirn wie der Mensch. Trotz aller Ähnlichkeit zum Gehirn des Menschen gibt es natürlich auch Unterschiede. So haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung entdeckt, dass der Mensch ein dichtes Netz aus hemmenden Interneuronen besitzt, die mit anderen Interneuronen in Verbindung stehen. Mäuse haben dies in dieser Form nicht.

Noch einfacher aufgebaut und leichter zu untersuchen ist das Gehirn von Zebrafischen und ihrer Larven. So besitzt das Gehirn einer Fischlarve nicht nur lediglich 100.000 Nervenzellen und damit eine Million Mal weniger als das des Menschen, es ist auch noch nahezu völlig transparent. Wissenschaftler können deshalb ohne operativen Eingriff mit ihren Mikroskopen ins Gehirninnere blicken.

Auch Wirbellose können ein Modell für Neurowissenschaftler sein. Ihre Nervenzellen sind zwar sehr klein, dadurch kann ihre Aktivität nicht so leicht gemessen werden. Dafür lassen sich wegen der vergleichsweise einfacheren Architektur die Prinzipien von Verschaltungen zur Wahrnehmung und Verarbeitung von Umweltreizen analysieren.

Dankbarkeit, Schenken und Tanzen: Positive Einflüsse auf das Gehirn

Dankbarkeit fühlt sich gut an und das wissen wir alle aus dem Alltag. Ein kurzer Moment des Innehaltens, ein warmes Gefühl im Brustkorb, manchmal sogar ein kleines inneres Aufatmen. Aber warum wirkt Dankbarkeit so stark? Dankbarkeit ist weit mehr als ein nettes Gefühl. Neurowissenschaftliche Studien zeigen: Sie aktiviert zentrale Bereiche unseres Belohnungssystems, reguliert Stressreaktionen und beeinflusst sogar unsere Fähigkeit, Beziehungen positiv wahrzunehmen.

Schenken macht glücklich - das spüren wir intuitiv. Schenken gehört zu den stärksten sozialen Ritualen, die wir kennen. Es verbindet uns, schafft Nähe und löst in unserem Gehirn messbare Glücksreaktionen aus.

Auch Tanzen hat positive Auswirkungen auf unser Gehirn. Beim Tanzen werden im Gehirn gleichzeitig motorische Areale, das auditorische System, das limbische System und das Belohnungsnetzwerk aktiviert.

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