Viele Menschen suchen nach Wegen, ihre Gehirnleistung zu verbessern. Gehirnjogging-Apps und Sudoku-Hefte sind populär, aber was bringt das wirklich? Dieser Artikel untersucht die Möglichkeiten des Gehirntrainings und zeigt, dass es mehr braucht als nur das Lösen von Rätseln.
Die Funktionsweise des Gehirns
Das menschliche Gehirn ist ein komplexes Organ, das aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen besteht. Seine Speicherkapazität ist enorm, und wir nutzen nur einen Bruchteil davon. Täglich entstehen neue Gehirnzellen, unabhängig vom Alter. Diese Zellen brauchen jedoch Zeit, um zu reifen und sich in das Netzwerk des Gehirns zu integrieren. Werden sie innerhalb von zwei Wochen nicht gefordert, sterben sie wieder ab.
Gehirnjogging: Mehr Schein als Sein?
Gehirnjogging-Übungen wie Sudoku und Kreuzworträtsel sind weit verbreitet, aber ihre Wirksamkeit ist umstritten. Es ist zwar erwiesen, dass man bis ins hohe Alter neue Fähigkeiten erlernen kann, wie z.B. eine neue Sprache, die Bedienung eines Computers oder das Spielen eines Musikinstruments. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich die Merkfähigkeit und die Gehirnleistungsfähigkeit insgesamt verbessern.
Forscher haben bisher keine Beweise dafür gefunden, dass Gehirnjogging-Übungen das Gehirn fitter machen, jung halten oder gar verjüngen. Der sogenannte "Nahtransfer", also die Verbesserung einer bestimmten Fähigkeit durch wiederholtes Üben, führt nicht zwangsläufig zu einem "Ferntransfer", also einer übergreifenden Verbesserung der Fähigkeiten in anderen Bereichen.
Allerdings können Gehirnjogging-Übungen bei Patienten mit Hirnstörungen, etwa nach einem Schlaganfall, wertvolle Dienste leisten, um die Hirnfunktion langsam wieder zu verbessern.
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Life Kinetik: Eine Alternative zum klassischen Gehirnjogging
Eine interessante Alternative zum klassischen Gehirnjogging ist Life Kinetik. Diese Methode kombiniert körperliche und geistige Herausforderungen, um das Gehirn aus seinem gewohnten Trott zu holen. Durch ungewohnte Bewegungsaufgaben wird das Gehirn gezwungen, neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zu schaffen. Je mehr Verbindungen bestehen, desto höher ist die Leistungsfähigkeit des Gehirns.
Das Ziel ist nicht, eine Aufgabe perfekt zu beherrschen, sondern das Lernen durch Abwechslung zu fördern. Sobald eine Aufgabe besser beherrscht wird, sollte man zu einer neuen Herausforderung übergehen, um das Gehirn weiter zu fordern und weitere Vernetzungen entstehen zu lassen.
Ein Beispiel für eine Life Kinetik Übung ist das gleichzeitige Werfen von zwei Bällen in die Luft, wobei ein Ball mit der einen Hand hochgeworfen und mit der anderen Hand gefangen wird.
Weitere Möglichkeiten zur Steigerung der Gehirnleistung
Neben Life Kinetik gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Gehirnleistung zu steigern:
- Regelmäßige und moderate körperliche Bewegung: Sport fördert die Durchblutung des Gehirns und versorgt die grauen Zellen mit Nähr- und Wuchsstoffen.
- Soziale Kontakte: Der Austausch mit anderen Menschen hält den Geist aktiv und fördert die Vernetzung im Gehirn.
- Geistige Förderung: Lesen, Lernen und das Ausprobieren neuer Dinge fordern das Gehirn und halten es fit.
- Konsequente Behandlung von Krankheiten: Krankheiten, die die Hirndurchblutung stören können, wie Bluthochdruck, sollten konsequent behandelt werden.
Die Bedeutung der Offenheit für Neues
Um das Gehirn optimal zu trainieren, ist es wichtig, offen für Neues zu sein und Routinen zu hinterfragen. Die Entwicklung eines postkonventionellen Mindsets, also die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszublicken und neue Perspektiven einzunehmen, ist entscheidend für Innovation und Kreativität.
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Eine einfache Übung, um die Offenheit für Neues zu schulen, ist, gewohnte Alltagstätigkeiten mit der ungewohnten Hand auszuführen. Dies zwingt das Gehirn, sich neu zu orientieren und neue Verbindungen zu knüpfen.
Die Rolle der Ernährung und des Lebensstils
Ein gesunder Lebensstil spielt eine wichtige Rolle für die Gehirnleistung. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und der Verzicht auf schädliche Substanzen wie Alkohol und Nikotin.
Es gibt auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, die die Gehirnfunktion unterstützen können, wie z.B. Chlorella-Algen zur Ausleitung von Schwermetallen.
Die Bedeutung der Zirbeldrüse
Die Zirbeldrüse, auch Epiphyse genannt, ist eine kleine Drüse im Gehirn, die eine wichtige Rolle für den Schlaf-Wach-Rhythmus und die Produktion von Melatonin spielt. Ein Mangel an Sonnenlicht, unzureichende Nachtruhe, Hormone, Quecksilber, Koffein, Tabak, Alkohol und raffinierter Zucker können die Funktion der Zirbeldrüse beeinträchtigen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Zirbeldrüsenfunktion zu unterstützen, wie z.B. das Meiden von Fluoriden, die Entgiftung des Körpers, die Entlastung der Leber, eine Darmreinigung, die Einnahme von Chlorella-Algen, das Trinken von gutem Quellwasser, das Einatmen von ätherischem Neroliöl, das tägliche Sonnenbaden, das Singen und die Meditation.
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Umgang mit dem Smartphone
In der heutigen Zeit ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Es ist wichtig, einen gesunden Umgang mit dem Gerät zu pflegen, um eine mögliche Handysucht zu vermeiden.
Tipps für einen gesunden Umgang mit dem Smartphone:
- Schaffen Sie sich Inseln, in denen Sie vom Smartphone ungestört sind.
- Erobern Sie sich Struktur im Alltag zurück, die ohne Handy auskommt.
- Löschen Sie alle Push-Nachrichten für Apps, die ständig aufploppen.
- Platzieren Sie Social-Media-Apps in Unterordnern, um den Zugriff zu erschweren.
- Verbannen Sie das Smartphone bei konzentrierten Arbeiten aus dem Raum.
- Gewöhnen Sie sich an, das Telefon auch öfter mal in klassischen „Griff-zum-Handy“-Situationen in der Tasche zu lassen.
Speed Reading
Eine weitere Möglichkeit, die Gehirnleistung zu steigern, ist das Speed Reading. Diese Lesetechnik ermöglicht es, Texte mit hoher Geschwindigkeit aufzunehmen und zu verarbeiten. Durch gezieltes Üben kann die Lesegeschwindigkeit verdoppelt werden.
Anleitungen zum Weinen
Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen zum Weinen. Diese Anleitungen können für Schauspieler*innen hilfreich sein, um sich schneller in eine emotionale Stimmung zu versetzen. Sie können aber auch im Zuge des Achtsamkeitstrends als eine Form der Selbstregulation verwendet werden.
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