Die geriatrische Behandlung von Alzheimer ist ein komplexes und vielschichtiges Feld, das darauf abzielt, die Lebensqualität und Selbstständigkeit älterer Menschen mit Demenz zu erhalten oder zu verbessern. Angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Zahl älterer Menschen gewinnt die Geriatrie, die Altersmedizin, zunehmend an Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der geriatrischen Behandlung von Alzheimer, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Rehabilitation und Prävention.
Einführung in die Geriatrie und ihre Bedeutung für die Alzheimer-Behandlung
Die Geriatrie ist der medizinische Fachbereich, der sich speziell mit der Gesundheit und den Bedürfnissen älterer Menschen auseinandersetzt. Im Fokus steht dabei nicht nur die Behandlung einzelner Krankheiten, sondern die ganzheitliche Betrachtung des Patienten im Kontext seiner persönlichen Möglichkeiten, Defizite, Wünsche und seines gesamten Umfelds. Gerade bei älteren Menschen mit Alzheimer, die oft unter mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden (Multimorbidität), ist dieser Ansatz von entscheidender Bedeutung.
Die Multidisziplinäre Natur der Geriatrischen Versorgung
Geriatrische Patientinnen leiden oft unter Multimorbidität, was bedeutet, dass sie gleichzeitig an mehreren Krankheiten leiden. Diese Krankheiten können verschiedene Fachgebiete betreffen, was die Geriatrie zu einer fachübergreifenden Disziplin macht. Ziel ist es, die Patientinnen im Kontext ihrer persönlichen Möglichkeiten, Defizite und Wünsche, aber auch ihres gesamten Umfeldes, vollumfänglich zu betrachten. Fachkliniken für geriatrische Rehabilitation sind auf diese Mehrfacherkrankungen spezialisiert.
Ziele und Besonderheiten geriatrischer Arbeit
Vorrangiges Ziel der Geriatrie ist es, „geriatrische Patienten“ zu identifizieren, dem funktionellen Abbau und der Beeinträchtigung des gesamten Organismus entgegenzuwirken und das bisherige Niveau an Autonomie zu erhalten oder wiederherzustellen. Wegen der komplexen Situation dieser Patienten nutzt der Geriater zusätzlich zu den klassischen ärztlichen Untersuchungsmethoden das geriatrische Assessment, um alterstypische Multimorbidität, funktionelle Defizite, aber auch mentale und psychische Probleme sowie das soziale Umfeld des Patienten abzubilden, die multiprofessionelle Therapie im therapeutischen Team zu planen, zu leiten und die Ergebnisse der Behandlung zu überprüfen.
Was muss ein Geriater können?
Neben dem multidisziplinären geriatrischen Assessment, der Kenntnis geriatrischer Syndrome sowie der Planung und Leitung des multiprofessionellen Teams, muss der Geriater vor allem gute differentialdiagnostische und pharmakologische Kenntnisse vorweisen. Unter Berücksichtigung der häufigsten chronischen Alterskrankheiten wie Hypertonie, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, koronare Herzerkrankung, Diabetes mellitus , chronische Atemwegserkrankungen, Durchblutungsstörungen, Niereninsuffizienz, Mangelernährung, Anämie, Arthrose, Osteoporose, Demenz, Depression, chronische Schmerzen u. a. wird deutlich, dass der Geriater über umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten in der Inneren Medizin, ergänzt durch Aspekte anderer Fachgebiete verfügen muss. Hierzu gehören beispielsweise die Beurteilung von EKG, Langzeit-EKG und -Blutdruckmessung, Spirometrie, Endoskopie inkl. PEG-Anlage, Sonographie inkl. Duplexdiagnostik, Echokardiographie, Doppler-Druck-Messung, Schluckdiagnostik, Beurteilung von Standard- Röntgenuntersuchungen u.a. Eine qualifizierte Geriatrie ist zudem ohne Kenntnisse der internistischen Intensivmedizin nicht machbar.
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Geriatrische Syndrome und ihre Bedeutung
Wegen der altersbedingt eingeschränkten Organreserven reagieren betagte Patienten auf unterschiedliche Auslöser häufig mit ähnlichen Reaktionsmustern. Diese werden als geriatrische Syndrome bezeichnet wie Sturz und Immobilität, Inkontinenz, Mangelernährung, Sarkopenie, Frailty/Gebrechlichkeit, Exsikkose, chronischer Schmerz, Delir u. a. Aufgrund ihrer multikausalen Verursachung unterscheiden sich diese vom klassischen Syndrom-begriff. Eine Behandlung muss sowohl die Auslöser aber auch die Reaktionen der verschiedenen Organsysteme im Kontext der Multimorbidität berücksichtigen.
Alzheimer und Demenz: Eine Einführung
Demenz ist keine Einzelerkrankung, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen einhergehen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und macht etwa 60 bis 70 Prozent aller Fälle aus. Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch den Verlust von Nervenzellen und Synapsen im Gehirn gekennzeichnet ist. Dies führt zu einem allmählichen Abbau der kognitiven Fähigkeiten, einschließlich Gedächtnis, Sprache, Denken und Orientierung.
Symptome und Diagnose von Alzheimer
Die ersten Anzeichen einer Demenz zeigen sich oft unauffällig und allmählich. Dazu gehören unter anderem:
- Gedächtnisprobleme, z. B. das Vergessen von Namen, Gesprächen oder Terminen
- Orientierungsschwierigkeiten, etwa in vertrauter Umgebung oder bei Tageszeiten
- Wortfindungsstörungen und Sprachprobleme
- Verhaltensveränderungen, z. B. vermehrte Reizbarkeit oder Antriebslosigkeit
In unseren Kliniken führen wir eine strukturierte und fachübergreifende Diagnostik durch. Dazu gehören:
- Ausführliche Gespräche zur Erhebung der Krankengeschichte
- Standardisierte Tests, z. B. zur Gedächtnisleistung und Orientierung (z. B. DemTect, MMST)
- Körperliche und neurologische Untersuchungen
- Falls erforderlich: Bildgebung des Gehirns (z. B. MRT oder CT)
Ziel der Untersuchung ist es, die Art der Demenz zu erkennen, andere Ursachen auszuschließen und eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln. Eine rechtzeitige Abklärung hilft, dass Betroffene und Angehörige sich auf Veränderungen vorbereiten können - etwa durch Gespräche, Beratung und die Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten.
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Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, umweltbedingten und lebensstilbedingten Faktoren eine Rolle spielt. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören:
- Alter: Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.
- Genetik: Bestimmte Genvarianten erhöhen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
- Familiengeschichte: Menschen, deren Eltern oder Geschwister an Alzheimer erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, selbst daran zu erkranken.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes, erhöhen auch das Risiko für Alzheimer.
- Kopfverletzungen: Schwere Kopfverletzungen können das Risiko für Alzheimer erhöhen.
- Lebensstilfaktoren: Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Rauchen können das Risiko für Alzheimer erhöhen.
Geriatrische Behandlung von Alzheimer: Ein Multimodaler Ansatz
Die geriatrische Behandlung von Alzheimer umfasst einen multimodalen Ansatz, der verschiedene Therapieformen kombiniert, um die Symptome zu lindern, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Medikamentöse Therapie
Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung der Symptome der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden können. Diese Medikamente können die kognitiven Funktionen verbessern, Verhaltensauffälligkeiten reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehören:
- Acetylcholinesterase-Hemmer: Diese Medikamente erhöhen den Spiegel des Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn, der für die Gedächtnisfunktion wichtig ist.
- NMDA-Rezeptor-Antagonisten: Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Glutamat, einem anderen Neurotransmitter im Gehirn, der bei Alzheimer eine Rolle spielt.
Nicht-Medikamentöse Therapie
Neben der medikamentösen Therapie spielen nicht-medikamentöse Therapieansätze eine wichtige Rolle bei der geriatrischen Behandlung von Alzheimer. Diese Therapien zielen darauf ab, die kognitiven Funktionen zu verbessern, die körperliche Aktivität zu fördern, die soziale Interaktion zu stärken und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten. Zu den häufig verwendeten nicht-medikamentösen Therapien gehören:
- Kognitives Training: Spezifische Übung zur Verbesserung der Gedächtnisleistung, z.B.
- Ergotherapie: Unterstützung bei der Wiederherstellung oder Verbesserung der Fähigkeiten zur Bewältigung alltäglicher Aktivitäten (ADLs - Activities of Daily Living). Dies kann Aktivitäten wie Anziehen, Essen, Baden und Hausarbeit einschließen.
- Physiotherapie: Übungen zur Verbesserung der Mobilität, Balance, Kraft und Ausdauer. Dies kann auch Gangtraining und Sturzprävention umfassen.
- Logopädie: Therapie zur Verbesserung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen.
- Musiktherapie: Einsatz von Musik zur Förderung der Entspannung, Verbesserung der Stimmung und Anregung der kognitiven Funktionen.
- Kunsttherapie: Einsatz von Kunst zur Förderung des Selbstausdrucks, Verbesserung der Stimmung und Anregung der kognitiven Funktionen.
- Realitätsorientierungstraining (ROT): Ziel ist die Verbesserung der Orientierung des Betroffenen durch wiederholtes Ansprechen von Zeit, Ort und Person.
- Validationstherapie: Wertschätzender Umgang mit den Gefühlen und Bedürfnissen des Betroffenen, um sein Selbstwertgefühl zu stärken.
Die Rolle der Angehörigen und Betreuer
Die Unterstützung und Einbeziehung von Angehörigen und Betreuern ist ein wesentlicher Bestandteil der geriatrischen Behandlung von Alzheimer. Angehörige sind oft die Hauptbezugspersonen für die Betroffenen und spielen eine wichtige Rolle bei der Pflege, Betreuung und Unterstützung im Alltag. Es ist wichtig, dass Angehörige über die Erkrankung informiert sind, die Symptome erkennen und wissen, wie sie mit den Herausforderungen umgehen können. Zudem sollten Angehörige auch auf ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden achten, um langfristig die Betreuung leisten zu können.
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Geriatrische Rehabilitation
Die geriatrische Rehabilitation richtet sich an ältere Menschen, die aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen Unterstützung benötigen, um ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern. Sie ist speziell darauf ausgerichtet, den besonderen Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren gerecht zu werden. Auch Angehörige werden miteinbezogen, wenn dies erforderlich ist.
Hier sind die häufigsten Situationen, in denen eine geriatrische Reha sinnvoll und möglich ist:
- Ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt
- Patient*innen mit chronischen Erkrankungen
- Menschen mit Mobilitäts- und Funktionsverlust
- Patient*innen nach einem Schlaganfall oder Sturz
- Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
- Patient*innen mit Multimorbidität
Prävention von Stürzen bei Alzheimer-Patienten
Stürze stellen eine erhebliche Gefahr für ältere Menschen mit Alzheimer dar. Sie können zu Verletzungen, Krankenhausaufenthalten und einer Einschränkung der Lebensqualität führen. Daher ist die Sturzprävention ein wichtiger Bestandteil der geriatrischen Behandlung von Alzheimer.
Risikofaktoren für Stürze
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Sturzrisiko bei Alzheimer-Patienten erhöhen. Dazu gehören:
- Kognitive Beeinträchtigungen: Gedächtnisprobleme, Orientierungsschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsdefizite können dazu führen, dass Alzheimer-Patienten sich in ihrer Umgebung nicht mehr sicher bewegen können.
- Motorische Beeinträchtigungen: Muskelschwäche, Gleichgewichtsstörungen und Gangunsicherheiten erhöhen das Sturzrisiko.
- Sehstörungen: Eingeschränktes Sehvermögen kann dazu führen, dass Alzheimer-Patienten Hindernisse nicht erkennen und stolpern.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Beruhigungsmittel, Antidepressiva und blutdrucksenkende Mittel, können das Sturzrisiko erhöhen.
- Umweltfaktoren: Stolperfallen wie Teppiche, Kabel und unebene Böden erhöhen das Sturzrisiko.
Maßnahmen zur Sturzprävention
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Sturzrisiko bei Alzheimer-Patienten zu verringern. Dazu gehören:
- Anpassung der Wohnumgebung: Entfernen von Stolperfallen, Installation von Handläufen und guter Beleuchtung.
- Körperliches Training: Übungen zur Verbesserung der Muskelkraft, des Gleichgewichts und der Koordination.
- Sehüberprüfung: Regelmäßige Überprüfung des Sehvermögens und Anpassung der Brille.
- Medikamentenüberprüfung: Überprüfung der Medikamente auf mögliche Nebenwirkungen, die das Sturzrisiko erhöhen.
- Hilfsmittel: Verwendung von Gehhilfen, wie Rollatoren oder Gehstöcken.
- Schulung von Angehörigen und Betreuern: Aufklärung über die Risikofaktoren für Stürze und die Maßnahmen zur Sturzprävention.
Geriatrische Forschung im Bereich Alzheimer
Die geriatrische Forschung spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Alzheimer. Sie umfasst verschiedene Bereiche, wie die Entwicklung neuer Medikamente, die Erforschung nicht-medikamentöser Therapieansätze, die Verbesserung der Diagnostik und die Entwicklung von Präventionsstrategien.
Schwerpunkte der geriatrischen Forschung
Grundlagen-orientierte Schwerpunkte (Alternsforschung) umfassen beispielsweise die Bereiche Sarkopenie, Frailty, Immunologie und körperlicher Aktivität/Ambient Assisted Living. Neben der Präzisierung des geriatrischen Assessments erlangen aktuell vor allem Themen im Bereich der Mangelernährung, des körperlichen Trainings auch von Demenzpatienten, der Sturzprävention und der Polypharmazie (Interaktionen, Einschätzung neuer Medikamente etc.) klinisch Relevanz.
Wo werden Geriater benötigt?
Krankheitsspezifische und funktionsorientierte Maßnahmen müssen sich bei der Behandlung alter, multimorbider Patienten sinnvoll ergänzen. Deshalb ist es zweckmäßig, dass Geriater auf unterschiedlichen Ebenen der medizinischen Versorgung in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Hochbetagte Patienten werden selbstverständlich nach den krankheitsspezifischen Leitlinien in den jeweiligen (Organ-)Abteilungen versorgt. Wenn jedoch Funktionsdefizite oder alterstypische Multimorbidität das klinische Bild bestimmen, können gleich zu Beginn oder im Verlauf einer akuten Erkrankung geriatrische Maßnahmen wie Assessment, multiprofessionelle Therapie und Rehabilitation in den Vordergrund rücken. Jeder Mediziner, der alte Patienten behandelt, sollte das Primat einer funktionserhaltenden Behandlung zum richtigen Zeitpunkt erkennen. Der Geriater muss gewährleisten, seine Therapie bedarfsweise zu Gunsten einer gezielten Intervention (etwa einer sofortigen PTA, einer Hüft-TEP, einer Krisenintervention bei schwerer Psychose, einer Lyse bei cerebraler Ischämie etc.) zurückzustellen oder zu unterbrechen. Dies stellt auch im aktuellen DRG-System für alle Beteiligten eine optimale Versorgungsform dar, da die übernahme der Patienten zur geriatrischen Komplexbehandlung die Verweildauer in den verlegenden Abteilungen verkürzt. Zudem können viele Hochbetagte durch Erhalt ihrer vorbestehenden Alltagskompetenz ins gewohnte Umfeld entlassen werden.
Für die ambulante Medizin gilt, dass alte Patienten natürlich von Ihren Haus- und Fachärzten behandelt werden.
Wie will sich die Geriatrie im Fächerkanon einordnen?
In den meisten europäischen Ländern ist Geriatrie ein eigenständiges Fach oder ein Schwerpunkt in der Inneren Medizin. In Deutschland ist sie als Schwerpunkt in der Inneren Medizin bereits in 3 Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) anerkannt. Da die Behandlung der häufigsten alters-assoziierten Erkrankungen Kenntnisse und Fertigkeiten der internistischen Basisweiterbildung voraussetzen und die meisten geriatrischen Kliniken (vor allem im Akutbereich) internistischen Abteilungen zugeordnet sind, ist ein Facharzt nur als Schwerpunkt in der Inneren Medizin (neben Gastroenterologie, Rheumatologie, Kardiologie etc.) sinnvoll. Für Fachbereiche mit hohem Anteil betagter Patienten wie der Neurologie, der Psychiatrie oder der Allgemeinmedizin, wird wie bisher eine fachbezogene klinische Zusatzweiterbildung in Geriatrie erhalten bleiben.
Welche Rolle spielt die Geriatrie in der Krankenversorgung bisher und in Zukunft?
Geriatrie verfügt nach der Kardiologie mittlerweile über die zweitgrößte Anzahl von spezialisierten internistischen Betten in deutschen Krankenhäusern. Die Geriater sind in die Bereitschaftsdienste der jeweiligen Kliniken und, wenn vorhanden auch in die internistische Notaufnahme integriert. Die frühzeitige und kontinuierliche Einbindung geriatrischer Kompetenz in die Behandlungsabläufe wird die Qualität der Versorgung hochbetagter, multimorbider Patienten steigern.
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