Die Neurologie, als eigenständige medizinische Disziplin, hat eine faszinierende und vielschichtige Geschichte. Ihre Entwicklung ist eng verbunden mit Fortschritten in der Hirnforschung und den wechselnden Auffassungen über die Beziehung zwischen Gehirn und Geist. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Etappen der neurologischen Entwicklung, von den ersten anatomischen Untersuchungen bis hin zu den modernen bildgebenden Verfahren und den daraus resultierenden therapeutischen Fortschritten.
Anfänge und Entwicklung in Deutschland
In Deutschland entwickelte sich die Neurologie aus der Inneren Medizin und der Psychiatrie. Ein wichtiger Meilenstein war das erste Lehrbuch der Neurologie, „Lehrbuch der Nervenkrankheiten des Menschen“, das bereits 1840 von Moritz Romberg, dem Leiter der Medizinischen Poliklinik der Charité, verfasst wurde.
Die eigentliche Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) begann mit einer programmatischen Rede Wilhelm Erbs im Jahr 1905 anlässlich des Kongresses für Innere Medizin in Wiesbaden. Diese Rede veranlasste Hermann Oppenheim im Sommer 1906, zur Gründung einer „Gesellschaft Deutscher Nervenärzte“ aufzurufen. Die konstituierende Sitzung dieser Gesellschaft fand 1907 in Dresden unter dem Vorsitz von H. Oppenheim statt. W. Erb wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, gefolgt von bekannten Namen wie H. Oppenheim (1912-1917) und Max Nonne (1918-1924). Das Motiv für die Gründung war die Überzeugung, dass der Internist bei seinen vielfältigen Aufgaben nicht mehr in der Lage war, auch die Neurologie in Forschung und Lehre zu vertreten.
Die Abgrenzung von der Psychiatrie, dem zweiten „Elternteil“ der Neurologie, war zwischen den Weltkriegen bereits weit fortgeschritten, erlitt aber durch das Zwangsvereinigungsgesetz der Nationalsozialisten noch einmal einen erheblichen Rückschlag. Im niedergelassenen Bereich ist sie bis heute nicht abgeschlossen, ein eigener Berufsverband der Neurologen (BDN) besteht erst seit wenigen Jahren.
Frühe Hirnforschung und ihre Bedeutung
Voraussetzung für die Nervenheilkunde ist die Hirnforschung, also die Kenntnis von Aufbau und Funktionen des Nervensystems. Die Hirnforschung hat gezeigt, dass Wahrnehmen, Handlungsplanung und Handeln, Bewusstsein, Gedächtnis, Lernen, Sprache, Urteilsvermögen, Geist und Freiheit ihren Sitz im Gehirn haben. Diese Erkenntnisse sind eine späte Errungenschaft in der Menschheitsgeschichte.
Lesen Sie auch: Die Geschichte der neurologischen Forschung und Praxis in Berlin.
So glaubte Aristoteles, das Herz sei das Zentrum des Empfindens. Zwar gab es auch bei den Griechen hirnanatomische Befunde und Vorstellungen über die Wichtigkeit des Gehirns, doch blieben diese umstritten. Auch den Ägyptern galt das Herz als Sitz der Seele und aller geistigen Fähigkeiten. Das Gehirn wurde bei der Mumifizierung ihrer Toten bedenkenlos durch Absaugen über die Nase entfernt. In der Renaissance wurde der Aufbau des Gehirns bei Toten untersucht, wie zum Beispiel in den anatomischen Zeichnungen von Leonardo da Vinci zu sehen ist, doch blieben die Funktion und Bedeutung des Gehirns unklar.
Experimentelle Erkenntnisse ab dem 18. Jahrhundert
Erst seit dem 18. Jahrhundert standen Methoden zur Verfügung, um experimentelle Erkenntnisse über die Funktionen des Gehirns zu gewinnen, und konnte durch Luigi Galvani die Leitung von elektrischen Impulsen in Nerven bestätigt werden. Der größte Teil des heutigen Wissensstandes zur Hirnanatomie und Neurophysiologie wurde etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erworben. Erst dann begannen die systematische Hirnforschung an Tieren und Beobachtungen von Kranken und Verletzten. Es dauerte entsprechend bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, bis sich das klinische Fach Neurologie entwickelte. Das erste neurologische Lehrbuch stammt aus dem Jahr 1840, der erste neurologische Lehrstuhl wurde 1919 in Heidelberg eingerichtet. Erst seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es erste kontrollierte Therapiestudien, die das Prinzip der Behandlung nach den persönlichen Beobachtungen einzelner einflussreicher Mediziner ablösten.
Die Hallesche Psychiatrische und Nervenklinik: Ein Zentrum der neurologischen Forschung
Die Hallesche Psychiatrische und Nervenklinik wurde am 29. April 1891 durch Eduard Hitzig (1838-1907) eingeweiht. Bevor Hitzig dem Ruf nach Halle folgte, war er Direktor der Irrenanstalt Burghölzli in Zürich. Hitzig leitete die Klinik in Halle bis 1903. Er ist bekannt für die von ihm zusammen mit Gustav Fritsch durchgeführten experimentellen Arbeiten über die Auslösbarkeit von Bewegungen kontralateraler Extremitäten durch elektrische Reizung der Hirnrinde. Hierdurch wurde zum ersten Mal die Existenz des motorischen Kortex nachgewiesen. Zudem erlangte seine Monographie "Der Schwindel" große Bedeutung.
Weitere bedeutende Persönlichkeiten in Halle
- Adolph Seeligmüller (1837-1912): Leiter der Poliklinik für Nervenkrankheiten in Halle. Beschrieb 1876 die Myotonia congenita.
- Theodor Ziehen: Leitete die Hallesche Nervenklinik von 1903-1904. Beschäftigte sich mit der vergleichenden Anatomie des Kleinhirns bei Primaten.
- Carl Wernicke (1848-1905): Übernahm 1904 die Leitung der Nervenklinik. Bekannt für seine hirnphysiologischen Arbeiten, insbesondere das nach ihm benannte Sprachzentrum.
- Gabriel Anton (1858-1933): Direktor der Klinik bis 1926. Entwickelte die Balkenstich-Operation und beschrieb das Anton-Syndrom.
- Alfred Hauptmann (1881-1948): Veröffentlichte seine bekannteste Arbeit „Luminal bei Epilepsie“. Emigrierte 1939 in die USA.
- Fritz Flügel: Übernahm 1939 die Leitung der Klinik. Trat besonders mit der Entwicklung der Pneumenzephalographie in Deutschland hervor.
- Karl Pönitz: Leitete die Klinik kommissarisch und später von 1950 bis 1958. Forschte überwiegend auf psychiatrischem Gebiet.
- Helmut Rennert: Führte die Klinik von 1958-1983. Begann die Etablierung der Neurologie als selbständige Fachdisziplin innerhalb der Nervenklinik.
- Rudolf M. Schmidt: Bekannt durch seine Monographien zum Liquor cerebrospinalis und zur Multiplen Sklerose.
Die Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie
Ein wichtiger Schritt zur Institutionalisierung der Neurologie war die Gründung der "Berliner medicinisch-psychologischen Gesellschaft" im Jahr 1867 durch Wilhelm Griesinger und neun weitere Gründungsmitglieder. Die erste Sitzung der Gesellschaft fand am 29. Januar 1867 mit Griesinger als gewähltem Vorsitzenden und Carl Westphal als Schriftführer statt. Die Gesellschaft widmete sich besonders psychiatrischen Fragen, aber auch praktischen Problemen, besonders den forensischen. Ab 1879 überwogen die neurologischen Themen. 1879 erfolgte deshalb die Namensänderung in "Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenkrankheiten". 1933 wurde erneut der Name geändert in "Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie".
Entwicklung im 20. Jahrhundert
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Verhältnis der psychiatrischen zu den neurologischen Beiträgen annähernd ausgeglichen. Der erste neurochirurgische Vortrag erfolgte 1895. Neben den psychiatrischen und neurologischen Vorträgen und Demonstrationen wurden neuroanatomische, neuropathologische und allgemeine neurowissenschaftliche Themen behandelt.
Lesen Sie auch: Epilepsiebehandlung: Eine historische Perspektive
Die Mitgliederzahl stieg von 24 im Gründungsjahr auf ca. 400 in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. In den beiden letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges (1939 - 1945) fanden keine Sitzungen mehr statt, und mit dem Zusammenbruch Deutschlands 1945 hatte die Gesellschaft zu bestehen aufgehört.
Neugründung und Wiedervereinigung
Durch Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland vom 21. Mai 1947 wurde die Organisation medizinisch-wissenschaftlicher Gesellschaften wieder zugelassen. Infolge der weiteren politischen Entwicklung in Berlin mit der Teilung der Stadt erfolgte durch im Westteil der Stadt wohnende Fachkollegen am 25. Februar 1953 eine Gründung der BGPN für die damaligen "Westsektoren" der Stadt. Durch die neuen politischen Möglichkeiten erfolgten 1989 umgehend Kontakte zwischen den Vorsitzenden der Regionalgesellschaften im ehemaligen Ost- und West-Berlin.
Die Charité in Berlin: Ein Zentrum neurologischer Forschung und Lehre
Die Charité in Berlin spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Neurologie. Wilhelm Griesinger leitete zwischen 1865 und 1868 als erster Direktor die kombinierte neurologische und psychiatrische Abteilung und formulierte das Dogma "Geisteskrankheiten sind Hirnkrankheiten". Sein Schüler Carl Westphal war als erster ordentlicher Professor für Neurologie/Psychiatrie (1874) für die Einführung der Nervenheilkunde zum Lehrfach verantwortlich.
Bedeutende Neurologen an der Charité
- Heinrich-Moritz Romberg: Begründete durch sein Lehrbuch der Nervenkrankheiten die Neurologie als eigenständige Disziplin.
- Carl Wernicke: Vertreter der Lokalisationslehre und untrennbar mit der Sprachforschung verbunden (Wernicke-Aphasie).
- Hugo Liepmann: Beschrieb das Krankheitsbild der Apraxie.
- Hermann Oppenheim: Schuf mit seinem Lehrbuch der Nervenkrankheiten ein Standardwerk der modernen Neurologie.
- Friedrich Jolly: Erreichte den Bau einer eigenen Psychiatrischen- und Nervenklinik an der Charité.
- Theodor Ziehen: Leitete die Klinik bis 1912.
- Karl Bonhoeffer: Erwarb sich als Kliniker mit psychiatrischer Orientierung durch die Darstellung der Alkoholpsychosen und symptomatischen Psychosen einen internationalen Ruf.
Die Zeit des Nationalsozialismus
Im Exodus ab 1933 mussten eine Reihe bedeutender jüdischer Wissenschaftler, Neurologen und Psychiater die Berliner Universität verlassen und emigrierten zumeist in die USA, nach England und Kanada. Nach Karl Bonhoeffers Emeritierung 1938 wurde Max de Crinis neuer Leiter der Klinik. De Crinis war einflussreichster Nationalsozialist im Establishment der deutschen Psychiatrie und ein Protagonist der "Aktion Gnadentod".
Nachkriegszeit und Wiederaufbau
Mit Karl Leonhard wurde dann 1957 ein Psychiater und Neurologe berufen, der besonders durch die bislang differenzierteste Klassifikation der endogenen Psychosen nach nosologischen Kriterien für internationales Renommé sorgte. Nach Leonhard übernahm Karl Seidel von 1970 - 1978 die Leitung Nervenklinik. Es entstand so die ersten Abteilung für Computertomographie innerhalb der Neurologie in der DDR.
Lesen Sie auch: Von "Altersblödsinn" zu globaler Herausforderung
Ab 1989 wurden dann selbstständige Lehrstühle für Neurologie, Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie eingerichtet. Die Neurologische Klinik der Charité wurde seit 1993 von Karl Max Einhäupl geleitet.
Die Entwicklung der Neurologie in Hamburg
Die Neurologie besitzt eine lange Tradition in Hamburg. Ihre erste Entwicklung als eigenständiges Fachgebiet wurde in Hamburg wesentlich von Carl Eisenlohr (1847-1896) und vor allem Max Nonne (1861-1959) betrieben. Beide waren Schüler des Heidelbergers Wilhelm Erb (1840-1921).
Max Nonne: Pionier der Neurologie in Hamburg
Nach Eisenlohrs frühem Tode übernahm Max Nonne 1896 die Leitung der II. Medizinischen Abteilung des damaligen Allgemeinen Krankenhauses Eppendorf (AKE) und gründete recht bald die erste eigenständige Neurologische Abteilung. Mit Gründung der Universität im Jahre 1919 wurde seine Abteilung zur Neurologischen Universitätsklinik. Nonne erhielt damit den ersten deutschen Lehrstuhl für Neurologie und war Pionier für dieses neue Fachgebiet. Seine Arbeiten über Neurolues machten ihn international bekannt.
Weitere bedeutende Neurologen in Hamburg
- Heinrich Pette: Nachfolger Nonnes in der Klinikleitung.
- Rudolf Janzen: Gründete eine eigenständige Abteilung für Neurochirurgie und eine Abteilung für Neuroradiologie.
- Hartmut Pilz: Leitete die Klinik kurzzeitig.
- Klaus Kunze: Rief mehrere Spezialsprechstunden ins Leben und eröffnete die erste Stroke Unit in Hamburg.
- Cornelius Weiller: Trieb vor allem die neurologische Forschung der Bildgebung voran.
- Christian Gerloff: Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung des Schlaganfalls, insbesondere Mechanismen der Neuroplastizität sowie die Hirnbildgebung im akuten Schlaganfall.
- Tim Magnus und Götz Thomalla: Leiten die Klinik seit 2023 als Doppelspitze.
Fortschritte in der Diagnostik und Therapie
Die Entwicklung der Neurologie beruhte und beruht nach wie vor auf der Entfaltung der Hirnforschung und auf den Quantensprüngen ihrer Erkenntnisse, die sie oft durch die Entwicklung neuer Methoden erfährt. Ein Beispiel ist die Zuordnung von Funktionen des Gehirns zu spezifischen Orten der Hirnrinde. Den Durchbruch stellten dann die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zur Verfügung stehenden, nichtinvasiven Methoden der Bildgebung des Gehirns dar. Zu nennen ist dabei vor allem die funktionelle Kernspintomographie (fMRT) und die Positronenemissionstomographie (PET).
Fallbeispiele und ihre Bedeutung
- Patient HM: Durch die Entfernung des Hippocampus verlor er die Fähigkeit, sich an jüngste Ereignisse zu erinnern. Dies führte zu wichtigen Erkenntnissen über die Bedeutung des Hippocampus für Gedächtnisfunktionen.
- Phineas P. Gage: Eine Eisenstange zerstörte Teile seines Stirnhirns, was zu einer Wesensveränderung führte. Dies ermöglichte Rückschlüsse auf die Rolle des orbitofrontalen Cortex für soziales Verhalten und sittliches Urteil.
Therapieansätze am Beispiel der Parkinson-Erkrankung
Die Parkinson-Erkrankung ist ein Beispiel dafür, wie die Ergebnisse der Hirnforschung Schritt für Schritt zu neuen Therapien in der Neurologie geführt haben. Lange wusste man von dem funktionellen Netzwerk wenig und hatte weder die beteiligten Nervenzellen identifiziert, noch die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, die Synapsen, und ihre Botenstoffe, die Transmitter, charakterisiert. Erst die Entdeckung der Beteiligung von Dopa als einem entscheidenden Transmitter im Netzwerk erlaubte es ab 1960, den bei der Parkinson-Erkrankung verminderten Botenstoff durch die Gabe einer die Blut-Hirn-Schranke passierenden Vorstufe zu ersetzen und damit eine entscheidende Besserung der Krankheitssymptome zu erreichen.
Der genauen Kenntnis der Verschaltung im Netzwerk der extrapyramidalen Motorik verdanken wir die neuesten Entwicklungen der Parkinson-Therapie durch die tiefe Hirnstimulation seit 1991. Dabei wird eine Art Schrittmacher unter die Haut eingepflanzt. Er versorgt Elektroden, die durch die Schädeldecke ins Gehirn in den Nucleus subthalamicus abgesenkt werden, diesen Kern stimulieren und so die Inbalance im extrapyramidalen System vermindern.
Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen
Viele Erkrankungen des Gehirns sind Erkrankungen des Alters. So ist auch für die Parkinson-Erkrankung das zunehmende Alter ein Hauptrisikofaktor. Vermutlich würde die Kenntnis der dem Altern zugrundeliegenden Mechanismen erheblich zum Verständnis vor allem der neurodegenerativen Erkrankungen, wie der Alzheimer-Erkrankung, beitragen. So wissen wir erst seit einigen Jahren, dass die systemspezifische Degeneration der neuronalen Systeme mehrere Jahrzehnte vor der klinischen Manifestation beginnt.
Ein weiterer Ansatz zur Therapie der Alterserkrankungen des Gehirns richtet sich auf die zellulären Reparaturmechanismen, deren Effizienz mit dem Alter abnimmt und die Ursache der steilen Zunahme aller großen Volkskrankheiten im Alter sind. Es ist denkbar, dass es gelingt, Substanzen zu finden, die Reparaturmechanismen stimulieren und so altersbedingte Erkrankungen generell aufhalten oder zumindest ins höhere Lebensalter verschieben.
Auch weiß man heute, dass das Gehirn sich ständig anpasst, indem es auch beim alten Menschen, wenn auch in geringem Umfang, Nervenverbindungen verändert und neu aufbaut sowie Nervenzellen, wenn auch in einem vermutlich nur geringen Ausmaß, aus vorhandenen Stammzellen neu bildet. Noch wichtiger scheint die Erkenntnis, dass Inaktivität zum Rückbau von Synapsen und Nervennetzen führt. Das Ideal für den alten Menschen ist also nicht der inaktive Ruhestand, sondern der gewonnene Freiraum zu neuer körperlicher und geistiger Tätigkeit.
Neurorehabilitation und ihre Bedeutung
Die eingehende Kenntnis der Mechanismen synaptischer Plastizität verbessert die Strategien des Lernens und führt so zur Verminderung der Symptome, die nach Erkrankungen mit Zerstörung von Hirngewebe folgen. Das gilt nicht nur für Bewegung, sondern auch für höhere Hirnleistungen wie Konzentration, Gedächtnis, räumliche Orientierung und Sprache. Entsprechend sind in Deutschland seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts mehr als fünfzig Neurorehabilitationskliniken und erste Lehrstühle für eine wissenschaftlich fundierte Neurorehabilitation entstanden.
tags: #geschichte #der #neurologie #ppt