Gesichtsschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Auch häufige Kopfschmerzarten wie Migräne und Cluster-Kopfschmerzen können sich als reiner Gesichtsschmerz bemerkbar machen. Die Trigeminusneuralgie ist wohl die bekannteste Form des Gesichtsschmerzes. Es ist wichtig, die Ursache der Schmerzen zu identifizieren, um eine gezielte Therapie zu ermöglichen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Gesichtsschmerzen, einschließlich der Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, wobei ein besonderer Fokus auf der Trigeminusneuralgie und der fazialen Migräne liegt.
Was sind Gesichtsschmerzen?
„Unter Gesichtsschmerzen versteht man allgemein Schmerzen, die im Bereich von der Stirn bis zum Kinn auftreten“, erklärt Prof. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Gesichtsschmerzen können sich auf das gesamte Gesicht oder nur auf bestimmte Bereiche wie Nase, Augen, Mund und Kinn konzentrieren. Die Schmerzen können unterschiedlich intensiv sein und eine oder beide Gesichtshälften betreffen. Je nach Ursache können sie sich kribbelnd, stechend oder dumpf-drückend anfühlen.
Ursachen von Gesichtsschmerzen
Die möglichen Ursachen von Gesichtsschmerzen sind vielfältig. Einige der häufigsten Ursachen sind:
- Trigeminusneuralgie: Dies ist eine häufige Form des Gesichtsschmerzes, die durch blitzartige, sehr heftige, kurze Attacken gekennzeichnet ist. Die Schmerzattacken können spontan oder durch Reize wie Berührung im Versorgungsgebiet der Nervenäste auftreten, beispielsweise durch Kauen, Sprechen, Schlucken oder Zähneputzen. Bei der klassischen Trigeminusneuralgie ist die Hauptursache der Schmerzen ein Blutgefäß, das den Nerv komprimiert.
- Faziale Migräne: Dies ist eine Sonderform der Migräne, bei der der Schmerz im Gesichtsbereich lokalisiert ist. Patienten können hierbei weitere Migränesymptome wie Übelkeit oder Lichtscheu bemerken.
- Cluster-Kopfschmerzen: Auch der Clusterkopfschmerz kann, wenn auch selten, isoliert als Gesichtsschmerz auftreten. Bei dieser Kopfschmerzerkrankung tritt oft parallel eine Rötung und Schwellung der Wange auf.
- Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz: Unter einem sogenannten „anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz“ werden chronische Gesichtsschmerzen verstanden, die keiner eindeutigen organischen Ursache zugeordnet werden können. Im Hintergrund sind oft starke psychosomatische Einflussfaktoren vorhanden und es können Operationen oder Verletzungen von Gesicht oder Zähnen in der Vergangenheit liegen.
- Zahnprobleme: Zahnprobleme, entzündete Nasennebenhöhlen oder Trigeminusneuralgie - für Gesichtsschmerzen kommen viele verschiedene Ursachen infrage. Wichtig zu beachten - Auch wenn der Schmerz in die Zähne zieht, sind oft die Zähne nicht schuld am Schmerz.
- Nasennebenhöhlenentzündungen: Nasennebenhöhlen entzünden sich meist infolge einer Erkältung. Typisch sind Druckschmerzen in Stirn, Wangen oder um die Augen herum.
- Erkrankungen des Nervensystems: Entzündungen oder Schädigungen des zentralen Nervensystems (ZNS), etwa bei einem Schlaganfall, können ebenfalls zu Schmerzen im Gesicht führen.
- Augenerkrankungen: Eine Entzündung der Regenbogenhaut oder des Sehnervs sowie akuter Augenüberdruck können ebenfalls mit Gesichtsschmerzen einhergehen.
- Viruserkrankungen: Bei einer Gürtelrose im Gesicht (Gesichtsrose) werden Nervenknoten befallen. Neben Hautveränderungen mit Bläschen und Pusteln sind auch starke Schmerzen typisch.
- Verletzungen im Gesicht: Durch Schläge oder Stößen auf den Hals- und Gesichtsbereich können schmerzhafte Verletzungen entstehen.
Trigeminusneuralgie im Detail
Die Trigeminusneuralgie ist eine der bekanntesten und häufigsten Ursachen für Gesichtsschmerzen. Sie ist eine seltene, chronische Schmerzerkrankung des Trigeminusnervs. Der Trigeminusnerv leitet Sinnesempfindungen und Schmerzsignale aus dem Gesicht zum Gehirn und ist an der motorischen Steuerung der Kaumuskulatur beteiligt. Er besteht aus drei Hauptästen, die die Regionen um die Augen, den Oberkiefer und den Unterkiefer versorgen.
Symptome der Trigeminusneuralgie
Wiederkehrende, stechende, blitzartig einschießende, starke Schmerzattacken in einer Gesichtshälfte sind typische Symptome einer Trigeminusneuralgie. Sie halten Sekundenbruchteile bis maximal ein bis zwei Minuten an. In schweren Fällen können bis zu 100 Attacken pro Tag auftreten. Auch spontane Schmerzen ohne Auslöser sind möglich, ebenso wie Dauerschmerzen bei vereinzelten Patienten.
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Patienten berichten von folgenden Symptomen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:
- Schwere blitzartige Schmerzen, die sich wie ein Elektroschock anfühlen
- Spontane starke Schmerzen, die durch Berührung des Gesichtes oder Kauen und Sprechen ausgelöst werden
- Serien hintereinander einschießender, starker Schmerzen, die wenige Sekunden bis Minuten anhalten
- Episoden schwerer Schmerzattacken über Wochen oder Monate, die sich mit Perioden abwechseln, in denen Betroffene keine Schmerzen haben
- Ein andauerndes, brennendes Gefühl kann bereits vor dem eigentlichen Auftreten des Gesichtsschmerzes vorhanden sein
- Schmerzen in der Region, die vom Trigeminusnerv versorgt werden, beispielsweise Augen, Wange, Lippen, Kiefer, Zähne, Zahnfleisch
Ursachen der Trigeminusneuralgie
Bei der Trigeminusneuralgie unterscheidet man einerseits die Ursachen der Erkrankung und andererseits die Triggerreize (Auslöser) der jeweiligen Schmerzattacken.
Die Symptome der klassischen Trigeminusneuralgie entstehen wahrscheinlich durch elektrische Ladungsübersprünge zwischen dem Blutgefäß, welches eng am Nervus trigeminus (fünfte Hirnnerv) anliegt, und dem Nerv selbst. Der Druck des Gefäßes verformt und schädigt damit Strukturen im Nervengewebe, das die reizleitenden Zellen umhüllt. Blutgefäße werden im Laufe des Lebens länger, was den Druck auf besonders sensible Strukturen erhöhen kann. Das erklärt auch, warum die Trigeminusneuralgie vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auftritt.
Neben der klassischen Trigeminusneuralgie, der häufigsten Form, gibt es noch die sekundäre und die idiopathische. Die Schmerzen einer sekundären Trigeminusneuralgie, von der auch häufiger jüngere Menschen betroffen sind, gehen auf Erkrankungen wie Multiple Sklerose, einen Tumor oder zum Beispiel Fehlbildungen von Gefäßen zurück. Lassen sich trotz typischer Symptome keine konkreten Ursachen finden, sprechen Mediziner von einer so genannten idiopathischen Trigeminusneuralgie, einer Neuralgie ohne erkennbare Ursache.
Triggerreize bei Trigeminusneuralgie
Während die symptomatische Trigeminusneuralgie meist durch eine Grunderkrankung ausgelöst wird, gibt es bei der klassischen Form sogenannte Triggerreize. Diese beziehen sich nicht auf die Ursache der Erkrankung selbst, sondern auf den Auslöser der jeweiligen Schmerzattacke. Die Trigger können bei der Trigeminusneuralgie sehr unterschiedlich sein. Oft rufen ganz alltägliche Dinge den Schmerz hervor. Dazu gehören:
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- Berühren des Gesichtes
- Lächeln beziehungsweise Lachen
- Kauen beziehungsweise Essen kalter oder heißer Speisen
- Trinken
- Zähneputzen
- Waschen des Gesichtes
- Sprechen
- Auftragen von Make-up
- Rasieren
- Zugluft
Unabhängig von Triggerreizen können die stechenden Schmerzen auch spontan auftreten, das heißt ohne Anlass. Sie strahlen meist in eines, selten in mehrere der drei Territorien der Gesichtshälfte aus, die durch die Äste des Nervus trigeminus versorgt werden. Am häufigsten ist der Gesichtsbereich betroffen, der vom Unterkieferast versorgt wird, seltener der Bereich des Oberkieferastes und in sehr seltenen Fällen der Bereich des Augenastes.
Da Patient:innen versuchen, mögliche Ursachen zu vermeiden, hat die Neuralgie nicht nur durch den starken Gesichtsschmerz selbst einen Einfluss auf die Lebensqualität.
Diagnose der Trigeminusneuralgie
Eine Trigeminusneuralgie lässt sich aufgrund der typischen, triggerbaren Schmerzen durch klinische Untersuchungen eindeutig diagnostizieren. Ein zusätzliches MRT dient vor allem dazu, einen Tumor als Ursache auszuschließen. Wichtig ist auch die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Trigeminusneuropathie. Bei einer Neuropathie ist der Trigeminusnerv selbst geschädigt.
Behandlung der Trigeminusneuralgie
Eine Trigeminusneuralgie wird konservativ mit dem Medikament Carbamazepin behandelt, das eigentlich aus der Therapie gegen Epilepsie kommt. Es verhindert, dass die Nervenzellen schnelle Stromimpulse abfeuern. Allerdings sind Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit häufige Nebenwirkungen. Weitere Medikamente können ergänzend oder bei akuten Schmerzattacken zusätzlich eingesetzt werden.
Das einzige Verfahren, das die eigentliche Ursache der klassischen Trigeminusneuralgie beseitigt, ist die minimalinvasive Jannetta-Operation oder mikrovaskuläre Dekompression, kurz MVD. Bei diesem Eingriff wird das Gefäß, das auf den Trigeminusnerven drückt, durch eine Schlinge oder künstliches Material so gelagert und fixiert, dass der Nerv dauerhaft entlastet wird. Anschließend wird die kleine Eröffnung des Schädels, durch die der Eingriff vorgenommen wird, wieder verschlossen. Nur wenige Tage Klinikaufenthalt sind notwendig. Rund 98 Prozent der Patienten sind anschließend schmerzfrei oder verspüren eine deutliche Schmerzlinderung. Bei etwas weniger als zehn Prozent der Patientinnen und Patienten kommt es im Laufe der Zeit zu einem Rückfall mit neuerlichen Schmerzen. Das wiederum hängt oft mit dem Zeitpunkt des Eingriffs zusammen.
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Ist die minimalinvasive Jannetta-Operation zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine Reihe weiterer Therapieoptionen. Sie alle zielen auf unterschiedliche Weise darauf ab, bestimmte Bereiche der Nervenwurzel zu veröden und damit Schmerzen zu verhindern. Die strahlentherapeutische Radiochirurgie ist ein nichtinvasives Verfahren. Mit einer hochpräzisen Strahlenquelle, zum Beispiel dem so genannten Gamma- oder auch dem Cyber-Knife, wird die Wurzel des Trigeminusnervs einmalig bestrahlt. Außerdem gibt es noch weitere, solche als Ablation bezeichnete Therapieverfahren. Sie alle werden minimalinvasiv mit einer Punktion durchgeführt, ohne dass dabei aber die Schädeldecke eröffnet werden muss. Die Thermokoagulation zum Beispiel nutzt zur Verödung die Hitze einer Radiofrequenz-Sonde, die Glyzerinhizolyse eine chemische Behandlung und die Ballonkompression mechanischen Druck.
Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist, sich in spezialisierten Zentren beraten und behandeln zu lassen, die eine große Palette an Verfahren anbieten. Auch für Akupunktur zur Behandlung einer Trigeminusneuralgie gibt es eine Reihe Studien, die auf positive Effekte hinweisen. Grundsätzliche Belege fehlen bisher aber noch.
Faziale Migräne
Die Migräne tritt typischerweise nicht als Gesichtsschmerz auf. „Es gibt jedoch die Sonderform der sogenannten fazialen Migräne, bei der der Schmerz im Gesichtsbereich lokalisiert ist. Patienten können hierbei weitere Migränesymptomen wie Übelkeit oder Lichtscheu bemerken“, ergänzt Prof. Nelles.
Die Behandlung der fazialen Migräne erfolgt in der Regel mit den gleichen Medikamenten wie bei anderen Migräneformen. Bei stärkeren Kopfschmerzen vom Spannungstyp oder leichteren Migräneattacken können klassische Analgetika wie Ibuprofen oder ASS eingesetzt werden. Bei mittelschweren bis schweren Migräneattacken werden oft Triptane eingesetzt, die spezifisch auf die Attacken wirken und Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit reduzieren können. Bei Migräne und Clusterkopfschmerz kommt der medikamentösen Prophylaxe eine wichtige Bedeutung zu.
Atypischer Gesichtsschmerz (Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz)
Schmerzen im Gesicht können sich zu chronischen Beschwerden ohne erkennbare Ursache entwickeln. Medizinerinnen und Mediziner haben das früher als atypischen Gesichtsschmerz bezeichnet. Heute sprechen sie von einem anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz. Idiopathisch bedeutet, dass sich keine genaue Ursache finden lässt. Frauen sind deutlich häufiger von solchen Gesichtsschmerzen betroffen als Männer. Mitunter tritt der Schmerz in Zusammenhang mit einer anderen chronischen Schmerzerkrankung auf.
Symptome des atypischen Gesichtsschmerzes
Die allermeisten Menschen mit einem atypischen Gesichtsschmerz klagen über einen Dauerschmerz mit gleicher oder wechselnder Intensität. Nur bei wenigen verschwinden die Beschwerden für mehrere Monate und kommen dann wieder. Typischerweise tritt der Schmerz einseitig auf und lässt sich schlecht lokalisieren. Betroffene beschreiben ihn oft als tief, brennend, bohrend und quälend. Selten schießt der Schmerz ein.
Ursachen des atypischen Gesichtsschmerzes
Es ist unklar, welche Ursachen diese Form von Gesichtsschmerz hat. Möglicherweise ist er eine Spätfolge einer ausgeheilten Verletzung im Gesicht, an Zähnen und Kiefer oder einem operativen Eingriff. Ein tatsächlicher Zusammenhang lässt sich aber meist nicht finden.
Für Betroffene bedeutet das oft, dass sie etliche Ärztinnen und Ärzte aufsuchen und teils unnötige Eingriffe über sich ergehen lassen. Mit der Zeit entwickeln viele psychische Symptome wie Depressivität oder Ängstlichkeit.
Behandlung des atypischen Gesichtsschmerzes
Bei anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerzen sollte bei gesundem Zahnstatus auf weitere zahnärztliche operative Eingriffe verzichtet werden, um eine Ausbreitung der Schmerzen zu verhindern. Bei Erkrankungen der Zähne oder des Zahnhalteapparates ist eine ausführliche Abwägung von Vor- und Nachteilen wichtig. Zur Linderung der anhaltenden Schmerzen können - wie bei Nervenschmerzen (Neuralgien) - trizyklische Antidepressiva verschrieben werden, die auch bei Spannungskopfschmerzen gut wirken. Auch krampflösende Medikamente (Antikonvulsiva) und Schmerzmittel wie Opioide können sinnvoll sein.
Neben der medikamentösen Therapie ist es in einigen Fällen zudem möglich, Gesichtsschmerzen durch operative Eingriffe zu behandeln. Dann ist es ratsam, mehrere Fachleute heranzuziehen. Auch der Aufenthalt in einer Schmerzklinik hilft einigen Betroffenen. Gesichtsschmerzen können mit einem starken Leidensdruck verbunden sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, dass Patient*innen beispielsweise mithilfe verhaltenstherapeutischer Maßnahmen lernen, besser mit den Schmerzen umzugehen. Entspannungsübungen können dazu beitragen, Stress abzubauen.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Schmerzen im Gesicht sollte man generell vom Arzt oder von der Ärztin abklären lassen, da sie ernste Gründe haben können. Auch Kopfschmerzarten wie Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen machen sich mitunter in Form von Gesichtsschmerzen bemerkbar. Um die genauen Ursachen für die Schmerzen zu finden, ist ein ärztliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung notwendig.
Wenn Sie Symptome einer Trigeminusneuralgie verspüren, sollten Sie Ihre hausärztliche Praxis aufsuchen.
Wichtig: Treten Kieferschmerzen bevorzugt im linken Unterkiefer auf und kommen Symptome hinzu wie Schmerzen hinter dem Brustbein, Engegefühl und Übelkeit, sind das Hinweise auf einen Herzinfarkt. Dann ist eine sofortige Abklärung nötig (Notruf 112).
Diagnose von Gesichtsschmerzen
Damit eine korrekte Diagnose gestellt werden kann, sollten die Schmerzen sowie mögliche Auslöser und Begleitsymptome möglichst genau erfasst werden. Das Führen eines Schmerztagebuchs kann hierfür hilfreich sein.
Bei Gesichtsschmerzen wird dieder ÄrztinArzt die betroffene Person zunächst ausführlich befragen. Wo sind die Schmerzen genau lokalisiert? Wann treten die Beschwerden auf? Sind die Schmerzen konstant? Wie fühlen sich die Schmerzen an? Bestehen weitere Symptome? Anschließend erfolgt in der Regel eine ausführliche Untersuchung des Gesichtes, wobei die Druckempfindlichkeit beurteilt wird. Auch Kopfhaut, Nacken, Lymphknoten und Speicheldrüsen werden meist untersucht. Darüber hinaus können Blutuntersuchungen zur Feststellung von Entzündungen oder bildgebende Verfahren, etwa eine Computertomografie (CT) des Kopfes zum Einsatz kommen. Bei Zahnproblemen werden Patientinnen an eine zahnärztliche Praxis verwiesen, wo Kiefer und Zähne näher beurteilt werden. Besteht der Verdacht auf eine ernste Erkrankung wie eine Trigeminusneuralgie, Augenentzündung oder Tumoren, erfolgt zur weiteren Diagnostik eine Überweisung an ein Krankenhaus oder eineneine Spezialist*in.