Homöopathische Behandlungen und Erfahrungen mit Borax bei verschiedenen Beschwerden

Hunde und Katzen sind beliebte Haustiere in Deutschland, und viele Tierhalter interessieren sich für homöopathische Behandlungen ihrer Vierbeiner. Es gibt eine Bandbreite von Problemen, bei denen Homöopathie in Betracht gezogen wird. Dieser Artikel beleuchtet einige häufige Beschwerden und die potenziellen homöopathischen Mittel, die in Betracht gezogen werden können. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Informationen keine tierärztliche Untersuchung ersetzen und bei ausbleibender Besserung oder unklaren Symptomen ein Tierarzt aufgesucht werden sollte.

Häufige Beschwerden und homöopathische Ansätze

Magen-Darm-Probleme

Magen-Darm-Probleme wie Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Verstopfung können vielfältige Ursachen haben, von viralen oder bakteriellen Infektionen bis hin zu Futtermittelunverträglichkeiten oder dem Verschlucken von Fremdkörpern.

  • Okoubaka D3 wird oft bei leichten bis mittelschweren Magen-Darmverstimmungen eingesetzt.
  • Nux vomica D6 (Brechnuss) kann bei übermäßiger Nahrungsaufnahme oder ungeeignetem Futter versucht werden, insbesondere wenn Übelkeit und Erbrechen auftreten.
  • Arsenicum album D12 (weißes Arsen) hat sich bei Erbrechen durch verdorbene Nahrung bewährt.
  • Carbo vegetabilis D6 (Holzkohle) kann bei stark geschwächten Tieren hinzugefügt werden.
  • Ipecacuanha D6 (Brechwurzel) ist angezeigt, wenn heftiges Würgen und Erbrechen im Vordergrund stehen, insbesondere von unverdauter Nahrung. Bei Katzen kann dies durch Haarbällchen verursacht werden.

Maulgeruch und Zahnfleischentzündung

Auch Maulgeruch und Zahnfleischentzündungen können verschiedene Ursachen haben und sollten vom Tierarzt abgeklärt werden, wenn die Selbstbehandlung keine Besserung bringt. Zu den bekannten zählen Verdauungsstörungen und Zahnstein.

  • Borax D6 (Natriumtetraborat) ist eines der bewährtesten Mittel.
  • Mercurius solubilis D12 (Quecksilber) kann bei starkem Mundgeruch mit starkem Speichelfluss wirksam sein (Vorsicht: Ansteckungsgefahr!).
  • Causticum Hahnemanni D12 (Ätzstoff) wird bei zähem Schleim, starkem Durstgefühl und Schluckbeschwerden eingesetzt.
  • Acidum hydrochloricum D12 (Salzsäure) kann bei ansonsten gesunden Tieren mit Maulgeruch einmal täglich gegeben werden.

Im akuten Fall können alle 30 Minuten 5 Globuli verabreicht werden, danach bei Besserung zweimal täglich 5 Globuli. Die Globuli können ins Trinkwasser gegeben oder direkt seitlich ins Maul.

Gelenk- und Knochenbeschwerden

Gelenk- und Knochenbeschwerden können verschiedene Ursachen haben, von Verletzungen bis hin zu degenerativen Veränderungen. Es ist ratsam, auf alle Komponenten des Gelenks einzuwirken, um eine umfassende Behandlung zu gewährleisten.

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  • Arnica D6 (Bergwohlverleih) ist ein bekanntes Mittel bei stumpfen Verletzungen, jedoch nicht bei offenen, blutenden Wunden.
  • Rhus toxicodendron D6 (Giftsumach) soll auf Bänder, Sehnen und Muskelansätze wirken.
  • Harpagophytum D6 (Teufelskalle) ist ein Begleitmittel bei entzündlichen Gelenkerkrankungen.
  • Bryonia D6 (Rotbeerige Zaunrübe) kann bei starken Schmerzen bei Bewegung in Betracht gezogen werden.

Übersteigerter Geschlechtstrieb

Bei übermäßigem Geschlechtstrieb, erhöhter Unruhe und Onanie können folgende Mittel versucht werden, bevor eine Kastration in Erwägung gezogen wird.

  • Agnus castus D12 (Mönchspfeffer) ist ein bekanntes Mittel zur Regulierung des Sexualtriebs.
  • Agaricus D12 (Fliegenpilz) kann bei sehr lebhaften und übernervösen Tieren helfen, Erregungszittern und Onanie einzudämmen.
  • Bufo rana D6 (Erdkröte) ist ein Mittel für äußerst übererregte und neurotische Tiere, das in tierärztliche Beratung gehört.

Kastration/Sterilisation

Nach einer Kastration/Sterilisation können folgende Mittel zur Beruhigung und Vermeidung von Blutungsrisiken eingesetzt werden:

  • Argentum nitricum D12 (Silbernitrat) und Aconitum D6 (Eisenhut) wirken nervenberuhigend.
  • Staphysagria D6 (Stephanskraut) kann zur Vermeidung von übermäßigen Blutungsrisiken gegeben werden.
  • Arnica D6 (Bergwohlverleih) kann nach der Operation zur Sicherheit gegeben werden.

Schreck und Angst

Bei Schreck und Angst ist es wichtig, dass sich der Tierhalter ruhig und souverän verhält.

  • Argentum nitricum D12 (Silbernitrat) hat sich bei Angst vor Menschenansammlungen mit Unruhe, Durchfall aus Angst und Angst vor Unbekanntem bewährt.
  • Belladonna D6 (Tollkirsche) nimmt man bei Überempfindlichkeit aller Sinne, plötzlichem Wechsel von Angst in Aggression bzw. Aggression aus Angst.
  • Aconitum D6 (Eisenhut) nimmt man oft bei allerstärksten Angstzuständen, z.B. bei Gewitter oder Silvesterböllerangst.

Reisenervosität

Bei Reisenervosität können homöopathische Mittel helfen, die Stresssituation gelassener zu bewältigen.

  • Cocculus D6 (Kockelskörner) hilft gegen Heimweh, Jetlag, Reiseübelkeit und Nervosität.
  • Nux vomica D6 (Brechnuss) kann bei Übelkeit mit Erbrechen in Verbindung mit eingenommener Nahrung gegeben werden.

Heimweh

Bei Heimweh, z.B. in einer Tierpension oder bei Besitzerwechsel, können folgende Mittel in Betracht gezogen werden:

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  • Ignatia D12 ist angezeigt bei den Symptomen: Frisst nicht, traurig, mag nicht spielen.
  • Cocculus D6 (Kockelskörner) ist ebenfalls einen Versuch wert.

Insektenstiche/Insektenbisse

Bei Insektenstichen in Zunge, Maul oder Hals liegt ein Notfall vor.

  • Ledum D6 (Sumpfporst) ist das erste Mittel der Wahl, wenn unklar ist, was den Stich/Biss verursacht hat.
  • Apis mellifica D6 (Honigbiene) spricht für Stichverletzungen durch Bienen oder Wespen.

Zecken

Zur Vorbeugung vor Zeckenbissen kann Sulfur D12 in Betracht gezogen werden.

Quecksilberbelastung und Ausleitungstherapie

Die dramatische Zunahme vor allem chronischer Erkrankungen stellt Patienten und Behandler heute vor immer größere Probleme. Unter den vielen Umweltgiften, mit denen wir heute permanent konfrontiert sind, spielt das Schwermetall Quecksilber eine besondere Rolle.

Mögliche Symptome einer Quecksilberbelastung

  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindelanfälle
  • Nervosität, Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Gedächtnisstörungen
  • Zittern
  • Allergien, Neurodermitis, Asthma
  • Haarausfall bei Frauen
  • Funktionseinschränkungen und Beschwerden der Niere, der Leber, des Lymphsytems
  • Rheuma, Gicht
  • Alzheimer Erkrankung
  • multiple Sklerose
  • Polyarthritis
  • Parkinson Erkrankung
  • chronische Darmprobleme
  • Metallgeschmack
  • Rücken - Gelenkschmerzen
  • Seh - Hör - Sprachstörungen

Voraussetzungen für eine Ausleitungs- und Entgiftungstherapie

  • Beseitigung der Schadstoffe aus dem Umfeld unseres Körpers, z. B. Entfernung aller Amalgamfüllungen
  • Ernährungsumstellung zum Ausgleich des Säure - Basen -Haushaltes
  • Aktivierung und Stabilisierung unserer Körperregulationsfähigkeit (durch gesünderen Lebensrhythmus, Unterstützung unserer Körperfunktionen durch Mittel der Naturheilkunde)

Durchführung der Ausleitungs- und Entgiftungstherapie

  • Ausleitung mit pflanzlichen Extrakten
  • Ausleitung mit biochemisch wirkenden Medikamenten
  • Ausleitung mit homöopathischen Mitteln
  • Ausleitung durch Kombination verschiedener Systeme

Die aktive, medikamentöse Ausleitungstherapie dauert, je nach Vorgehensweise, 3 Wochen bis 3 Monate. Ihr schließt sich ein Warteintervall von 4 - 6 Monaten an. Danach muss erneut geprüft werden, ob noch weitere Behandlungsphasen notwendig sind.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit aus dem Kreis der atopischen Krankheiten. Die konventionelle Therapie besteht in der Gabe von Antihistaminika, Kortison sowie Immunsuppressiva. Ziel einer homöopathischen Behandlung bei Neurodermitis ist die Heilung zu erreichen, indem der Mensch seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Nach der Anamnese wird der Homöopath ein Einzelmittel auswählen, das die entscheidenden Symptome der Erkrankten abdeckt.

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Grundsätzlich sprechen Kinder und Jugendliche gut auf Homöopathie bei Neurodermitis an und die Erfolgsaussichten sind deutlich besser als bei Erwachsenen. Chronische Hautkrankheiten wie die Neurodermitis sollten nicht von Betroffenen selbst homöopathisch behandelt werden.

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