Globuli für Nerven und Konzentration: Eine homöopathische Perspektive

Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten sind weit verbreitete Probleme, die Menschen jeden Alters betreffen können. Ob im Beruf, im Studium oder im Alltag - ein klarer Kopf und ein ruhiges Nervensystem sind essentiell für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Homöopathische Globuli bieten eine sanfte und natürliche Möglichkeit, diese Herausforderungen anzugehen.

Was ist Nervosität?

Nervosität ist ein Zustand, der sowohl den Körper als auch die Psyche beeinflusst. Sie tritt oft in Stresssituationen oder Phasen starker seelischer Belastung auf. Typische Symptome sind:

  • Zittern
  • Herzrasen
  • Kalte Schweißausbrüche
  • Innere Unruhe
  • Hektische Aktivität
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit

In den meisten Fällen ist Nervosität harmlos, aber unangenehm. Wenn sie jedoch häufig auftritt, kann sie als belastend empfunden werden.

Ursachen von Nervosität

Nervöse Beschwerden können durch Stress, Ängste, innere Unruhe, Schlafstörungen oder auch zu wenig Bewegung ausgelöst werden. Auslöser können Prüfungen, wichtige Gespräche wie ein Vorstellungsgespräch sein.

Homöopathie bei Nervosität

Die Homöopathie betrachtet den Menschen ganzheitlich und zielt darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Bei Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten können homöopathische Arzneien helfen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen und die Symptome zu lindern.

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Um Nervosität mit homöopathischen Arzneien richtig zu behandeln, muss das passende Mittel gewählt werden. Welches Mittel sich zur Linderung der jeweiligen Symptome eignet, hängt davon ab, welche Beschwerden auftreten, unter welchen Umständen sie auftreten und wann sie sich bessern. Die passende Arznei wirkt schon nach wenigen Gaben in niedriger Dosierung. Stellt sich keine Wirkung ein, sollte ein anderes Mittel ausprobiert werden. Zur Selbstbehandlung empfehlen sich niedrige D-Potenzen (D 6 bis D 30).

Einige bewährte Mittel sind:

  • Argentum nitricum: Dieses Mittel kommt besonders bei Lampenfieber oder Prüfungsangst zum Einsatz. Körperliche Symptome, die dabei entstehen können, sind Zittrigkeit, Nervosität, Schwindel oder nervöse Verdauungsbeschwerden. Die betroffene Person leidet unter großer Schwäche, seine Hände zittern, er friert ständig. Er fühlt sich gehetzt, antriebslos, ist scheu und ängstlich. Er fürchtet sich vor Prüfungen, vor Menschenmengen und der Dunkelheit. Typische Symptome und Beschwerden, die auf Argentum nitricum als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen sollen, sind: heftige, stechende Schmerzen, schnell einsetzende Schmerzen, Kopfschmerzen mit dem Gefühl, der Kopf wäre vergrößert, aufgeblähter, schmerzhafter Bauch, lautes, explosives Aufstoßen, heftiges Verlangen nach Süßigkeiten und Zucker, auch in kalter Umgebung friert man nicht, Husten durch Lachen, Verlangen nach frischer Luft, Nervosität, Eile, Schwäche und Abmagerung. Die Beschwerden werden besser durch Kälte, an der frischen Luft, durch Aufstoßen, durch festen Druck von außen. Die Beschwerden werden schlimmer: durch Wärme in jeder Form, durch Süßigkeiten (obwohl man danach ein Verlangen hat), wenn man auf der rechten Seite liegt, nachts, bei Angst vor einer bevorstehenden Verabredung, Prüfung oder ähnlichem. Argentum nitricum ist ein homöopathisches Mittel, das aus Silbernitrat (auch salpetersaures Silber genannt) hergestellt wird. Unverdünntes Silbernitrat kann Vergiftungen mit Symptomen wie Speichelfluss, Magenschleimhautentzündung, Eiweißausscheidung im Urin, Ohrensausen, Benommenheit und Gedächtnisschwäche auslösen. Vor allem auf die Psyche scheint Argentum nitricum zu wirken. Der Hauptangriffspunkt ist das Nervensystem und damit beeinflusst es beispielsweise Verdauung und Atmung. Unter anderem soll es stressbedingten Heißhunger dämpfen und so auch beim Abnehmen helfen. Außerdem hat Argentum nitricum eventuell einen Einfluss auf die Schleimhäute. Sie können Argentum nitricum direkt bei Nervenproblemen wie zum Beispiel Ängsten, Unruhe, Gedächtnisschwäche oder Zittrigkeit einsetzen. Aber auch daraus resultierende Beschwerden wie nervöse Verdauungsbeschwerden, Schlafprobleme oder Kopfschmerzen sollen mit homöopathischem Silbernitrat behandelbar sein. Da das Mittel eventuell auch an den Schleimhäuten des Körpers wirken kann, werden damit außerdem Entzündungen und andere Erkrankungen der Augen, der Verdauungsorgane, des Kehlkopfs und der Harnwege mit Argentum nitricum behandelt.
  • Coffea: Dieses Mittel passt zu reizbaren, rastlosen und überempfindlichen Personen. Alle Sinne sind geschärft, sodass Geräusche, Berührungen und optische Eindrücke als unerträglich empfunden werden können.
  • Kalium bromatum: Personen, zu denen dieses Mittel passt, sind nervös, zappelig und zittern. Sie können ihre Hände nicht ruhig halten und sind immer geschäftig.
  • Phosphorus: eignet sich für Patienten, die besonders erregbar sind und zu cholerischen Ausbrüchen neigen. Andererseits sind sie ängstlich und fürchten sich in der Dämmerung. Besonders die gelegentlichen Anflüge von Angst führen zu großer äußerer Unruhe.
  • Tarantula hispanica: Diese Arznei wirkt vor allem auf die Nerven, die zum Zerreißen gespannt sind. Zuckungen (Chorea), Hysterie und zittern der Gliedmaßen gehören zu den Symptomen. Herzschlag und Atmung sind beschleunigt. Es kommt zu Stimmungsschwankungen, nervösem und hysterischem Lachen und impulsiven, unkontrollierten Handlungen.
  • Avena sativa: (Hafer) wird bei nervöser Unruhe, nervöser Erschöpfung (Neurasthenie) sowie bei Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt. Es eignet sich gut zur Anwendung bei Kindern.
  • Nux vomica: (Brechnuss) beruhigt vor allem bei erhöhter Reizbarkeit, gesteigerter Empfindlichkeit sowie Nervosität, zum Beispiel auch auf Reisen. Nux vomica hilft auch bei nervösen oder stressbedingten Magen-Darm-Beschwerden.
  • Zincum valerianicum: (Zinkisovalerianat) fördert den Schlaf und lindert nervös bedingte Beschwerden.

Diese sind nur eine Auswahl der infrage kommenden Mittel bei Nervosität.

Konzentrationsschwäche und Homöopathie

Bei einer Konzentrationsschwäche liegt eine verminderte Fähigkeit vor, die Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum auf ein Thema oder eine Tätigkeit zu richten. Sie zeichnet sich zudem durch eine erhöhte Ablenkbarkeit aus. Die Vielfalt der homöopathischen Arzneimittel bei Konzentrationsschwäche ist groß, so dass im Folgenden eine Auswahl der gängigsten Mittel vorgenommen wurde. Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Die betroffene Person weiß häufig nicht was mit ihr geschieht.

Homöopathie kann bei Konzentrationsproblemen und Leistungsabfall helfen, indem sie den Körper und den Geist auf natürliche Weise unterstützt. In der heutigen schnelllebigen Welt sind Konzentration und Leistungsfähigkeit wichtiger denn je. Ob bei der Arbeit, im Studium oder im täglichen Leben, wir alle streben nach einem klaren und wachen Geist, um unsere Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.

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Aurum/Apis regina comp.

Aurum/Apis regina comp., Globuli velati. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei seelisch bedingten, funktionellen Organstörungen, die sich in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühlen, Kreuzschmerzen u.ä. äußern können (Neurasthenie, vegetative Dystonie), nervöse Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren (klimakterische Stimmungslabilität), depressive Verstimmung, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche.

Wirkung: Wirken beruhigend, stärken die Nerven und lindern Erschöpfung, bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren, wirken seelisch bedingten Organstörungen entgegen, die sich z.B. äußern können in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden oder Schwindelgefühlen.

Anwendung von Globuli

Die Streukügelchen lassen sich einfach im Mund zergehen und sind gut verträglich. Calmvalera Globuli Streukügelchen gibt man am besten direkt auf die Zunge und lässt sie im Mund zergehen. Bei akuten Beschwerden alle 15 min 5 Globuli im Mund zergehen lassen, bis Erleichterung eintritt, danach Abstände vergrößern. Die Anwendungsgebiete entsprechen den homöopathischen Arzneimittelbildern. Dazu gehören: Neurasthenie, nervöse Reizbarkeit.

Wichtige Hinweise

  • Wiederholt auftretende Nervosität ist zwar in aller Regel medizinisch unbedenklich, kann aber auch auf ernsthafte Erkrankungen, wie Diabetis mellitus, eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), eine Leberzirrhose oder ADHS hindeuten.
  • Lassen die Symptome sich nicht durch Selbstbehandlung kurieren, empfiehlt es sich einen Homöopathen aufzusuchen.
  • Bei einer einschränkenden Konzentrationsschwäche ist es generell ratsam, einen Facharzt, optimalerweise mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“, aufzusuchen, die Diagnose von ihm stellen zu lassen und den Therapieplan mit ihm abzusprechen.
  • Eine Anwendung von Aurum/Apis regina comp. über mehr als 6 Wochen erfordert eine Rücksprache mit dem Arzt.
  • Beim Auftreten von Erstverschlimmerungen unterbrechen Sie besser die Einnahme von Argentum nitricum. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

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