Hämatom nach Krampf: Ursachen und Behandlung

Muskelkrämpfe sind oft schmerzhaft und können in manchen Fällen zu einem Bluterguss (Hämatom) führen. Allerdings können Schmerzen im Bein in Verbindung mit einem Bluterguss auch andere, schwerwiegende Ursachen wie Thrombose haben. Daher ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.

Wie kommt es nach einem Wadenkrampf zu einem Bluterguss?

Blutergüsse entstehen, wenn Adern unter der Haut verletzt werden. Dies kann verschiedene Ursachen haben, meist eine Verletzung wie ein Unfall oder ein starker Stoß. In einigen Fällen entstehen Hämatome jedoch auch ohne äußere Einwirkung, zum Beispiel durch einen Wadenkrampf. Besonders gefährdet sind Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

Wenn ein Krampf stark ist und sich das Muskelgewebe zusammenzieht, kann es umliegende Areale verletzen. Es entsteht ein hoher Druck, der zum Platzen eines Blutgefäßes führen kann. Da sich die Arterie oder Vene im Gewebe befindet, kommt es zu einer Blutung unterhalb der obersten Hautschicht, die sich im Gewebe ausbreiten und als blauer Fleck sichtbar werden kann. Ein Bluterguss kann jedoch auch unabhängig von einem Wadenkrampf entstehen, beispielsweise durch unbemerkte Stöße.

Weitere Ursachen für Schmerzen und Hämatome in der Wade

Es ist möglich, dass Schmerzen in den Waden mit einem anschließenden blauen Fleck fehlgedeutet werden und eine gefährliche Erkrankung dahintersteckt.

Thrombose

Eine Thrombose im Bein kann plötzliche Schmerzen verursachen, die zunächst einem Wadenkrampf ähneln. Die Schmerzen können krampfartig oder ziehend sein und treten häufig im Unterschenkel auf. Weitere Anzeichen einer Beinvenenthrombose sind Schwellungen und eine blaue Verfärbung. Bei solchen Symptomen ist ein Arztbesuch erforderlich, um die Ursache abzuklären und mögliche Folgen wie eine Lungenembolie zu verhindern.

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Kompartment-Syndrom

Eine weitere schwere und gefährliche Erkrankung, die am Unterschenkel auftreten kann, ist das Kompartment-Syndrom. Nach Verletzungen oder Überlastung kommt es zu einer starken Schwellung, die innerhalb der Muskelhülle (Faszie) zu einem erhöhten Druck führt, was auch durch Blutergüsse bedingt sein kann. Heftige Schmerzen sind die Folge, oft begleitet von Schwellungen oder Verfärbungen am Bein. Da es rasch zu einer schweren Schädigung mit Absterben des Gewebes kommen kann, muss das Kompartment-Syndrom schnell behandelt werden.

Muskelfaserriss

Auch Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse oder Muskelbündelrisse sind möglich. Muskelkrämpfe und Muskelrisse können sich auf den ersten Blick ähneln. Wenn jedoch nicht nur akute Schmerzen auftreten, sondern auch ein Kraftverlust im betroffenen Bein, könnte ein Riss in einer oder mehreren Muskelfasern vorliegen. Neben einem blauen Fleck kann bei Rissen im Muskelgewebe eine Delle in der Haut entstehen, die jedoch nicht immer eindeutig tastbar ist. In solchen Fällen sollte bei starken Wadenschmerzen in Verbindung mit einem Hämatom ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären.

Was tun bei Schmerzen und Hämatomen?

Bei einem Muskelfaserriss hilft Kälte, während bei einem Krampf Wärme wohltuend ist. Eine Thrombose oder ein Kompartment-Syndrom erfordert möglicherweise eine notfallmäßige Behandlung durch den Arzt. Daher ist es wichtig, die genaue Ursache zu bestimmen, um keine falsche Behandlung zu versuchen.

Thrombose: Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Thrombose ist oft schwer zu erkennen. Symptome können Schmerzen oder ein Hitzegefühl in einem Bein sein. Jedes Jahr erkrankt etwa einer von 1.000 Menschen an einer Thrombose, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen.

Wird eine Thrombose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können langwierige Probleme mit den Beinvenen (postthrombotisches Syndrom) entstehen. In seltenen Fällen, insbesondere bei Thrombosen im Oberschenkel, kann es sogar zu lebensgefährlichen Komplikationen wie einer Lungenembolie kommen. Dies geschieht, wenn sich ein Thrombus oder ein Teil davon löst und vom Blutstrom in die Lunge gespült wird.

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Risikofaktoren für eine Thrombose

Eine Reihe biochemischer Prozesse halten Blutgerinnung und Blutfluss im Gleichgewicht. Manchmal stockt das Blut jedoch, beispielsweise bei Bewegungsmangel oder einer erhöhten Gerinnungsneigung. Wo das Blut ins Stocken gerät, kann sich ein Blutpfropf (Thrombus) bilden, der den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindert und im Extremfall das Gefäß vollständig verschließt.

Symptome einer tiefen Venenthrombose (TVT)

Typische Symptome einer tiefen Venenthrombose (TVT) betreffen nur ein Bein, was gut von Muskelkater zu unterscheiden ist, der meist beide Beine betrifft. Wenn das Blut über die verstopfte Vene nicht mehr richtig abfließen kann, können sich am Bein sogenannte Warnvenen bilden. Dies sind oberflächlich gelegene Venen, die als Umweg genutzt werden und beispielsweise am Schienbein auftreten und deutlich zu erkennen sind. Sie gelten als Anzeichen für eine Thrombose.

Da die Symptome einer Thrombose oft nicht eindeutig sind, müssen solche Beschwerden schnell durch einen Arzt abgeklärt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Mit dem D-Dimere-Test wird im Blut bestimmt, ob die Gerinnung aktiviert ist. Für die Diagnose ist auch die Ermittlung der Risikofaktoren wichtig. Liegen mehrere Risikofaktoren vor, ist eine Thrombose wahrscheinlicher.

Ursachen und Diagnose

Ursachen, die zu einer Thrombose führen können, gliedern sich in zwei große Bereiche. Ein wichtiger Faktor, der den Blutfluss behindert, ist mangelnde Bewegung, wie bei einer langen Flugreise oder längerem Liegen im Krankenhaus. Nach einer Operation kommt hinzu, dass der Körper auf die während der OP entstandenen Gefäßverletzungen mit einer gesteigerten Blutgerinnung reagiert.

Eine krankhaft verstärkte Blutgerinnung besteht auch bei manchen Krebserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen, beispielsweise beim Antiphospholipid-Syndrom. Eine Gerinnungsstörung kann auch genetische Ursachen haben. Um eine genetische Gerinnungsstörung wie APC-Resistenz (Faktor-V-Leiden-Mutation), Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel zu entdecken, sind spezielle Bluttests nötig.

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Behandlung

Thrombosen werden mit Gerinnungshemmern behandelt. In der Regel kommen moderne Gerinnungshemmer als Tabletten zum Einsatz, die als NOAK oder DOAK bezeichnet werden (neue orale Antikoagulanzien oder direkte orale Antikoagulantien). Dazu gehören Thrombin-Hemmer wie Dabigatran oder Faktor-Xa-Hemmer wie Edoxaban, Apixaban oder Rivaroxaban. Ihre Wirkung setzt schnell ein, lässt aber auch schnell wieder nach, wenn die Einnahme vergessen wird. Je nach Ausprägung der Thrombose und Risikofaktoren werden die Gerinnungshemmer mindestens für drei, sechs oder zwölf Monate verschrieben. Ist eine Krebserkrankung die Ursache der Thrombose, müssen die Tabletten so lange eingenommen werden, bis die Erkrankung so gut behandelt ist, dass sie kein Risiko mehr darstellt.

Wenn wichtige Gründe gegen die Einnahme von NOAK/DOAK sprechen, beispielsweise bei Nierenschwäche oder weil trotz Einnahme erneut eine Thrombose aufgetreten ist, werden alternativ sogenannte Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon (auch bekannt als Marcumar®) eingesetzt. Diese haben sich über viele Jahrzehnte bewährt. Es dauert allerdings einige Zeit, bis die richtige Dosis gefunden ist - und es erfordert eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnung, um eine ausreichende Wirkung sicherzustellen und keine gefährlichen Blutungen zu riskieren.

Nach Operationen, bei Bettlägerigkeit oder Immobilisation werden zur Thrombose-Vorbeugung Kompressionsstrümpfe und Anti-Thrombose-Spritzen mit Heparin verordnet. Heparin setzt die Gerinnungsfähigkeit des Blutes für kurze Zeit herab. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem individuellen Risiko und kann zu Hause durchgeführt werden. Dafür wird mit einer Hand die Einmalspritze wie ein Dartpfeil gehalten und mit der anderen Hand am Unterbauch eine Hautfalte gegriffen, damit die feine Nadel das Unterhautfettgewebe erreicht. Bei Operationen mit Gelenkersatz an Hüfte oder Knie werden zunehmend auch NOAK/DOAK als Thrombose-Prophylaxe eingesetzt.

Vorbeugung und Folgen

Bewegung sorgt für guten Blutfluss in den Beinvenen, weil mit jedem Schritt die sogenannte Muskelpumpe aktiviert wird. Sie hilft, dass das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zurückfließen kann.

Wurden durch die tiefe Beinvenenthrombose Gefäßwände oder Venenklappen beschädigt, kann ein sogenanntes postthrombotisches Syndrom (PTS) entstehen. Das passiert üblicherweise erst einige Wochen oder Monate nach der Thrombose. Beim PTS staut sich das Blut dauerhaft in den Venen und führt dazu, dass das Bein anschwillt, sich schwer anfühlt und schmerzt. Auch Krampfadern können so entstehen. Deshalb sind Krampfadern nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern sollten immer ärztlich begutachtet werden. Andere mögliche Folgen sind Verfärbungen der Haut, Juckreiz und Ausschlag. Diese Hautveränderungen können der Auslöser von chronischen Wunden sein.

Ursachen für blaue Flecken

Zahlreiche Umstände können zu blauen Flecken führen. Ein ungünstiger Stoß des Schienbeins an der Bettkante ist oft die eindeutige Ursache. Es gibt jedoch auch verborgene oder komplizierte Ursachen.

Medikamente und Blutgerinnungsstörungen

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann das Risiko für blaue Flecken erhöhen. Blutverdünner und Gerinnungshemmer, die häufig älteren Menschen verschrieben werden, können zu einer erhöhten Neigung für Hämatome führen, da sie die Blutgerinnung als Teil der Therapie reduzieren. Blutgerinnungsstörungen können angeboren oder erworben sein und zu einer erhöhten Häufigkeit von blauen Flecken führen. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, insbesondere Vitamin C und Vitamin K, kann die Blutgerinnung beeinträchtigen und somit die Entstehung von blauen Flecken begünstigen.

Äußere Einwirkungen und Alter

Die häufigste Ursache sind äußere Einwirkungen wie Stöße, Prellungen oder stumpfe Gewalt, die kleine Blutgefäße unter der Haut verletzen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für blaue Flecken, da die Elastizität und Stabilität der Blutgefäße nachlassen und die Haut dünner wird.

Krankheiten

Verschiedene Krankheiten können zu einer erhöhten Neigung zu blauen Flecken führen, darunter Lebererkrankungen, eine vergrößerte Milz und Blutplättchenmangel. Auch ein Lipödem kann eine Ursache für schnelle blaue Flecken sein, wobei meist zunächst die Beine betroffen sind und berührungs- und schmerzempfindlicher werden.

Hämatom: Definition, Symptome und Ursachen

Ein Hämatom ist die medizinische Bezeichnung für einen Bluterguss oder umgangssprachlich „blauen Fleck“. Es entsteht, wenn Blut aus den Blutgefäßen ins Körpergewebe oder in Körperhöhlen gelangt, meist durch äußere Gewalt. In seltenen Fällen treten Hämatome jedoch schon bei Bagatellverletzungen oder sogar nach Berührungen auf, zum Beispiel bei Patienten mit erhöhter Blutungsneigung.

Symptome

Oberflächliche Hämatome zeigen sich als blauer Fleck, dessen Farben je nach Alter des Blutergusses von rot über blau und grün bis hin zu gelb und braun wechseln. Diese Verfärbungen entstehen, weil der Bluterguss im Körper biochemisch abgebaut wird. Nach 2 bis 3 Wochen ist üblicherweise nichts mehr vom Hämatom zu sehen. Weitere Symptome sind Schmerzen, Schwellungen sowie dumpfe Druck- oder Taubheitsgefühle.

Tiefe Hämatome sind weniger sichtbar und äußern sich hauptsächlich durch Schmerzen und Schwellungen. Hämatome im Gehirn können lebensbedrohlich sein und erfordern schnelle ärztliche Hilfe.

Ursachen

Ursache von Hämatomen ist häufig ein Stoß, Schlag, Sturz oder ein Unfall. Eine erhöhte Gefahr für Hämatome besteht insbesondere bei Blutgerinnungsstörungen und erhöhter Blutungsneigung, Venenschwäche und bei Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente.

Diagnose

Die Diagnose eines Hämatoms stellt der Arzt häufig bereits anhand des Unfallhergangs und der typischen Symptome. Eine Ultraschalluntersuchung kann zusätzlich Klarheit über Größe und Lage des Hämatoms liefern. Des Weiteren können bildgebende Verfahren wie Gefäßdarstellungen (Angiografie) und Computertomographie (CT), im Falle von Gehirnblutungen auch eine Lumbalpunktion, die Diagnose bestätigen.

Behandlung

Die meisten Hämatome heilen ohne therapeutische Maßnahmen von selbst ab. Je nach Ausprägung des Hämatoms können unterstützend schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkstoffe als Tabletten oder in Form von Creme, Salbe, Gel oder Spray genutzt werden. Bei ausgedehnten Hämatomen und sehr starken Schmerzen können vom Arzt opioide Schmerzmittel verschrieben werden. Hämatome in Gelenkkapseln, Organen oder im Gehirn müssen in der Regel operativ versorgt werden.

Selbsthilfe

Bei Hämatomen reicht es häufig aus, den betroffenen Bereich schnellstmöglich zu kühlen und hochzulagern. Um den Bluterguss schneller abzubauen, helfen im weiteren Verlauf (etwa nach 3 Tagen) Wärmeanwendungen. Medikamente mit den Enzymen Bromelain und Papain fördern den Heilungsprozess. Umschläge mit Heilerde sowie Salben und Gele mit Heparin-Natrium, Hirudin oder Hydroxyethylsalicylat können den Heilungsverlauf beschleunigen. Auch pflanzliche Einreibungen mit Arnika, Beinwellwurzel, Johanniskraut und anderen Kräutern sollen unterstützend wirken.

Vorbeugung von Muskelverletzungen

Muskelzerrungen und Muskelfaserrisse gehören zu den häufigsten Sportverletzungen, insbesondere bei schnellen oder abrupten Lauf- und Drehbewegungen.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Muskelzerrung oder ein Muskelfaserriss kann entstehen, wenn ein Muskel überlastet oder überdehnt wird, etwa bei einer schnellen, plötzlichen oder unkontrollierten Bewegung. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Zu wenig Aufwärmen vor dem Training
  • Eine nicht ausreichend trainierte Muskulatur
  • Eine ermüdete Muskulatur
  • Eine frühere Muskelverletzung

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt durch eine ärztliche Untersuchung, bei der der Unfallhergang und die Symptome erfragt werden. Manchmal werden eine Ultraschalluntersuchung oder ein MRT gemacht, um die Diagnose abzusichern oder andere Verletzungen auszuschließen.

Die Behandlung umfasst in der Regel die PECH-Regel:

  • Pause: das Bein 1 bis 2 Tage nicht belasten
  • Eis: die schmerzende Stelle wiederholt kühlen
  • Compression (Druck): einen Druckverband oder eine elastische Bandage anlegen
  • Hochlagern: das Bein hochlegen, sodass es über dem Herzen liegt

Muskelzerrungen und Muskelfaserrisse heilen normalerweise von allein. Nach der Ruhepause ist es sinnvoll, mit angepassten Bewegungen zu starten und das Bein nicht zu lange ruhigzustellen. Gegen die Schmerzen können für wenige Tage frei verkäufliche Schmerzmittel eingenommen werden.

Achenbach-Syndrom: Paroxysmales Fingerhämatom

Das Achenbach-Syndrom, auch paroxysmales Fingerhämatom genannt, ist eine seltene, harmlose Störung, bei der es anfallsweise zu Blutergüssen in den Fingern kommt. Die Ursache ist unklar, vermutet wird eine lokale Gefäßwandschwäche. Betroffen sind vor allem Frauen im mittleren Alter. Die Symptomatik bildet sich von selbst zurück, wobei Schonung und Kühlung helfen können.

Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind in der Regel harmlos, können aber sehr schmerzhaft sein. Sie treten meist plötzlich auf und können die Nachtruhe erheblich stören. Nach besonders schmerzhaften Krämpfen kann ein Muskelkater zurückbleiben.

Bluterguss im Oberschenkel

Ein Bluterguss im Oberschenkel ist eine Einblutung im Bereich des Oberschenkels, die durch verschiedene Ursachen entstehen kann.

Ursachen

Als Ursache für Blutergüsse am Oberschenkel können mehrere Ursachen infrage kommen:

  • Überlastungen und Fehlbelastungen
  • Verletzungen und Traumata
  • Druckstellen
  • Blutgerinnungsstörungen und medikamentöse Blutverdünnung
  • Muskelverletzungen
  • Hüftoperationen

Symptome

Das Hauptsymptom eines Hämatoms am Oberschenkel ist die flächenhafte Blaufärbung im Bereich des Oberschenkels. Neben der Blaufärbung kann es auch zu einer Schwellung in diesem Bereich kommen.

Diagnose

Die Diagnose eines Hämatoms im Oberschenkel ist meist eine Blickdiagnose. Eine weiterführende Diagnostik sollte nur dann durchgeführt werden, wenn man die Ursache des Hämatoms nicht kennt, oder aber wenn die Ausbreitung des Hämatoms immer weiter voranschreitet und ein Kompartmentsyndrom droht. Zu den diagnostischen Mitteln gehören die Krankenbefragung, die körperliche Untersuchung, der Ultraschall und gegebenenfalls ein MRT.

Behandlung

Oftmals ist eine Behandlung eines kleinen Blutergusses nicht notwendig, weil dieser in der Regel von alleine abheilt. Man sollte aber in jedem Fall den Bereich, in dem das Hämatom ist etwas schonen. Auch eine Kühlung des betroffenen Bereiches kann helfen die Ausbreitung des Hämatoms einzudämmen und auch entsprechende Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Heparinsalbe, Kompressionen, Punktion/Aspiration, Hämatomausräumung, Tapes und Hausmittel.

Hausmittel

Auch gibt es einige Hausmittel, die man bei einem Bluterguss am Oberschenkel anwenden kann und die zu einer deutlichen verbesserten Abheilung des Hämatoms beitragen können. Als Erstes wäre der Apfelessig zu nennen, mit dem man einen Umschlag tränken und dann auf das Hämatom legen kann. Schon eine 1-2 malige Anwendung am Tag für ca. 10 Minuten kann zu einer beschleunigten Abheilung des Hämatoms führen. Ein weiteres Hausmittel wäre eine halbierte Zwiebel, mit der man den hämatösen Bereich des Oberschenkels einreiben kann. Der in der Zwiebel gelöste Wirkstoff zieht in die Haut ein und sorgt für einen schnelleren Abbau des Hämatoms.

Heilungsdauer und Krankschreibung

Wie lange ein Bluterguss im Oberschenkel Zeit zur Abheilung benötigt hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Je nach Größe und einer Notwendigkeit einer operativen Behandlung kann es mit einer Abheilungszeit zwischen einer und ca. Wie lange eine Krankschreibung bei einem Hämatom andauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum einen wie stark und wie groß das Hämatom ist aber auch welcher beruflichen Tätigkeit nachgegangen wird.

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