Neuropathische Schmerzen, oft als brennend, stechend oder elektrisierend beschrieben, können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene suchen nach ergänzenden, gut verträglichen Optionen neben klassischen Schmerzmitteln. CBD (Cannabidiol) rückt dabei immer häufiger in den Fokus - als potenziell beruhigender Begleiter bei neuropathischen Schmerzen. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit CBD-Öl bei Polyneuropathie, die wissenschaftliche Studienlage und die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten.
Was ist Polyneuropathie?
Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Diese Nerven sind für die Signalübertragung zwischen dem zentralen Nervensystem und den Körperregionen verantwortlich. Die Erkrankung ist durch Symptome wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und brennende Nervenschmerzen gekennzeichnet. Häufige Ursachen sind Diabetes mellitus und Alkoholmissbrauch, aber auch andere Faktoren können zur Entstehung beitragen.
Symptome der Polyneuropathie
Die Symptome der Polyneuropathie sind vielfältig und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Typische Beschwerden umfassen:
- Brennende oder stechende Schmerzen
- Kribbeln und Taubheitsgefühle
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen
- Muskelschwäche in den betroffenen Bereichen
- Koordinationsstörungen
Die Diagnose erfolgt durch eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und Tests wie die Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeitstests (ENG). Polyneuropathie wird häufig nach der zugrunde liegenden Ursache klassifiziert, wie zum Beispiel diabetische oder alkoholbedingte Polyneuropathie.
Wie kann CBD bei Polyneuropathie helfen?
CBD Öl hat sich als vielversprechende Behandlungsoption etabliert, da es über verschiedene Mechanismen zur Schmerzlinderung beitragen kann. Das Cannabinoid interagiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, welches eine zentrale Rolle bei der Schmerzverarbeitung und Entzündungsregulation spielt. Dadurch können die charakteristischen Symptome der Polyneuropathie gelindert werden.
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Wirkung von CBD auf das Endocannabinoid-System
Der menschliche Körper produziert Cannabinoide selbst und nutzt hierfür das Endocannabinoid-System (ECS). Dieses biologische Regelsystem im Körper beeinflusst u. a. Schmerzempfinden, Entzündungsreaktionen, Schlaf und Stimmung. Das ECS kommt im Gehirn und Nervensystem aller Säugetiere vor.
CBD ist in der Lage, mit dieser körpereigenen Steuerzentrale zu interagieren. Dabei dockt das extern zugeführte CBD an die CB1- und CB2- Rezeptoren des Körpers an, die verschiedene Aufgaben erfüllen.
- Schmerzwahrnehmung: Für das Schmerzempfinden sind die CB1-Rezeptoren verantwortlich, die als wichtige Bestandteile des Gehirns zum zentralen Nervensystem gehören. CBD ist in der Lage, sich an diese Rezeptoren zu binden und so eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung auszulösen. Insbesondere ein falsch programmiertes Schmerzgedächtnis lässt sich so löschen und neu starten.
- Entzündungshemmende Eigenschaften: Nervenschmerzen sind oft das Resultat von entzündlichen Erkrankungen, wie z.B. Multiple Sklerose. CBD kann bei MS auf zweierlei Art wirken. Einerseits sorgt die antiinflammatorische Wirkung dafür, dass Entzündungen weniger häufig entstehen. Andererseits kann CBD das Immunsystem stimulieren, das wiederum zur Abwehr von Entzündungen verantwortlich ist.
- Taubheitsgefühl: Taubheitsgefühle entstehen oft durch entzündliche oder verletzungsbedingte Schäden an den Nerven, die die Signalübertragung im Körper beeinträchtigen. CBD kann durch seine entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften dazu beitragen, die Nervenreizungen zu lindern. Dadurch könnte das allgemeine Empfinden und die Empfindlichkeit der betroffenen Bereiche verbessert werden, was die Taubheitsgefühle reduzieren kann.
Wissenschaftler vermuten, dass CBD Öl die Freisetzung von Entzündungsmediatoren reduziert und gleichzeitig die Regeneration geschädigter Nervenfasern unterstützt. Eine randomisierte kontrollierte Studie zeigte eine durchschnittliche Schmerzlinderung von 30% bei Patienten mit Polyneuropathie nach 12-wöchiger Anwendung von hochdosiertem CBD-Öl.
Ursachen der Polyneuropathie
Die häufigsten Ursachen der Polyneuropathie sind vielfältig und umfassen metabolische, toxische und entzündliche Faktoren. Diabetes mellitus stellt die häufigste Ursache dar, gefolgt von Alkoholmissbrauch. Weitere Auslöser können Vitaminmangel, Autoimmunerkrankungen oder bestimmte Medikamente sein. Unabhängig von der Ursache führt die Erkrankung zu ähnlichen Symptomen, die durch die Schädigung der peripheren Nerven entstehen. Hier kann CBD Öl als unterstützende Therapie eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von CBD bei Nervenschmerzen
Die Wirkung von CBD bei Nervenschmerzen ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Forschung gerückt. Zwar steht die Wissenschaft noch am Anfang, doch erste Ergebnisse aus präklinischen Studien, kleinen klinischen Studien und systematischen Reviews lassen hoffen: CBD kann tatsächlich helfen, neuropathische Schmerzen zu lindern - bei guter Verträglichkeit.
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- Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 29 Patient:innen wurde eine CBD-Creme mit 250 mg auf schmerzende Hautareale aufgetragen. Ergebnis: Die Teilnehmenden, die CBD erhielten, berichteten über eine signifikante Reduktion ihrer Schmerzen, besonders bei Stechen, Brennen und Kribbeln - und das ohne Nebenwirkungen (Quelle: Xu et al., Current Pharmaceutical Biotechnology, 2020).
- Eine vielbeachtete Studie aus dem Fachjournal PAIN (2019) zeigt, dass CBD nicht nur über das Endocannabinoid-System, sondern auch über das Serotonin-System wirkt. Im Tiermodell reduzierte Cannabidiol nicht nur die typische Schmerzüberempfindlichkeit (Allodynie), sondern auch Angstverhalten, das häufig mit chronischen Nervenschmerzen einhergeht. Entscheidend war dabei die Aktivierung der 5-HT1A-Rezeptoren - ein wichtiger Teil der serotonergen Signalübertragung im Gehirn. CBD förderte dabei die Serotoninfreisetzung, ohne psychoaktive Effekte zu verursachen.
- In Studien zu Sativex (ein Mundspray mit CBD und THC) zeigte sich eine signifikante Linderung chronischer Nervenschmerzen, z. B. bei MS. Zwar enthält Sativex auch THC (verschreibungspflichtig), die Rolle von CBD als schmerzlindernder Wirkstoff wurde auch hier bestätigt (Quelle: Rog et al., Journal of Neurology, 2005).
- Abrams, D. I., et al. (2007): Diese Studie zeigt, dass Cannabis die neuropathischen Schmerzen bei HIV-bedingter Polyneuropathie signifikant reduzieren kann und eine effektive Ergänzung zur Schmerztherapie darstellt (Neurology, 68(7), 515-521).
- Wallace, M., et al. (2015): Diese Untersuchung fand heraus, dass inhalatives Cannabis Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie signifikant reduzieren kann und dabei nur geringe Nebenwirkungen hat (Journal of Pain, 16(7), 616-627).
- Russo, E. B. (2011): Russo beschreibt die entzündungshemmende Wirkung von Terpenen wie Beta-Caryophyllen und deren potenziellen Nutzen bei chronischen Schmerz- und Nervenerkrankungen (British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344-1364).
Diese Erkenntnisse unterstreichen das Potenzial von CBD bei neuropathischen Schmerzen mit psychischer Belastung.
Fazit zur Studienlage
Die Studienlage zeigt deutlich:
- CBD hat schmerzlindernde, entzündungshemmende und nervenschützende Eigenschaften
- Besonders bei peripheren Neuropathien bietet CBD eine natürliche und gut verträgliche Alternative
- Es sind jedoch weitere Langzeit- und Humanstudien nötig, um Dosierung und Wirkung noch klarer zu definieren
CBD Öl Nervenschmerzen Erfahrungen (Forum, Facebook etc.)
Neben Studien und wissenschaftlichen Erklärungen sind es vor allem reale Erfahrungsberichte, die vielen Betroffenen Mut machen. Ob bei diabetischen Nervenschmerzen, Polyneuropathie, Ischiasschmerzen oder diffusen Nervenreizungen: Viele berichten von spürbarer Linderung, besserem Schlaf und einer neuen Lebensqualität - besonders dann, wenn herkömmliche Medikamente nicht mehr ausreichen oder zu starke Nebenwirkungen verursachen.
Einige Beispiele aus dem Netz:
- Ralf B.: „Ich habe eine schwere Polyneuropathie und nehme das Öl seit zwei Jahren. Es hilft mir gut gegen die Nervenschmerzen. Beginnen tut man mit 5% und 2 bis 3 Tropfen morgens und abends.“
- Jumpy T.: „Hallo zusammen, ich konnte meine Medikamente dank CBD Öl komplett ausschleichen.“
- Thomas S.: „Laut Ärzten beginnt eine Therapie gegen Nervenschmerzen mit CBD ab 300 mg pro Tag. Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass es ab 70 mg am Tag auch möglich ist. Man muss rausfinden welches CBD Öl am besten hilft und welche Dosierung…ich nehme es selber bei Polyneuropathie…“
- Ein Anwender berichtet: „Ich leide seit 8 Jahren an diabetischer Polyneuropathie. Das brennende Gefühl in meinen Füßen war unerträglich. Nach 3 Wochen mit 15% CBD Öl (2x 4 Tropfen täglich) kann ich wieder normale Schuhe tragen und nachts durchschlafen.“
- Ein anderer Anwender erzählt: „Meine Polyneuropathie entstand durch jahrelangen Alkoholkonsum. Die Ärzte sagten, ich müsse mit den Schmerzen leben. CBD Öl 20% hat mir nach 6 Wochen so geholfen, dass ich meine Morphin-Dosis halbieren konnte.“
- Eine weitere Person berichtet: „Nach der Chemotherapie entwickelte ich eine schmerzhafte Polyneuropathie. CBD Öl 10% hilft mir besonders bei den nächtlichen Schmerzen.“
CBD gegen Neuropathie - welche Produkte eignen sich?
Wer unter Neuropathie oder chronischen Nervenschmerzen leidet, möchte oft mehr als nur schnelle Schmerzlinderung - gefragt sind Produkte, die gezielt, natürlich und möglichst gut verträglich wirken. Dabei hat sich besonders CBD in zwei Anwendungsformen bewährt: innerlich über CBD Öl und äußerlich über CBD-haltige Cremes oder Gele.
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Innerliche Anwendung: Hochdosierte CBD Öle ab 15 %
Bei stärkeren oder chronischen Nervenschmerzen empfehlen sich hochkonzentrierte CBD Öle ab 15 %, da sie eine spürbar tiefere Wirkung entfalten können als niedrig dosierte Produkte. Sie eignen sich besonders bei:
- ausgedehnter Nervenschädigung (z. B. diabetische Polyneuropathie)
- diffusem Brennen oder Kribbeln
- innerer Unruhe oder Schlafstörungen durch Dauerschmerz
CBD Tropfen wirken systemisch: Sie unterstützen die Schmerzwahrnehmung im Gehirn, regulieren entzündliche Prozesse und können gleichzeitig beruhigend wirken.
Äußerliche Anwendung: CBD-haltige Cremes oder Gele
Bei lokalem Brennen, Stechen oder Überempfindlichkeit kann ein direkt aufgetragener CBD-Gel oder -Balsam sinnvoll sein. In einer Studie zeigte topisches CBD bei peripherer Neuropathie eine statistisch signifikante Linderung.
Dosierungsempfehlungen für CBD bei Polyneuropathie
Die richtige Dosierung von CBD Öl bei Polyneuropathie ist individuell verschieden und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Experten empfehlen einen schrittweisen Ansatz, der mit einer niedrigen Dosis beginnt und bei Bedarf langsam gesteigert wird.
- Empfohlene Anfangsdosis: 5 mg CBD täglich, aufgeteilt auf zwei Einnahmen
- Maximale Tagesdosis: 40 mg CBD pro Tag
- Steigerung: Wöchentliche Erhöhung um 5 mg bei unzureichender Wirkung
Studien haben gezeigt, dass eine Tagesdosis von 50 mg CBD, was etwa 10 Tropfen eines 10%igen CBD Öls zweimal täglich entspricht, bei vielen Patienten zu einer spürbaren Schmerzlinderung führt. Diese Dosierung sollte jedoch nur unter ärztlicher Begleitung erreicht werden.
Die folgenden Tipps können helfen, die optimale Dosierung zu finden:
- Starte niedrig: z. B. mit einem hochwertigen 10-15% Vollspektrum CBD Öl von einem seriösen Hersteller.
- Beobachte die Wirkung: Jeder Körper reagiert anders. Achten Sie auf Veränderungen in Ihren Symptomen und Ihrem allgemeinen Wohlbefinden.
- Steigere die Dosis langsam: In unserer ausführlichen Anleitung finden Sie Dosierungstabellen für alle üblichen CBD Produkte. Dort sehen Sie genau, wie viele Tropfen je nach Körpergewicht optimal sind, wobei CBD schrittweise in den Alltag integriert werden kann.
Anwendungsmöglichkeiten: Öl, Kapseln und Cremes
Jede Anwendungsform hat ihre spezifischen Vorteile:
- CBD Öl: Ermöglicht eine präzise Dosierung und schnelle Aufnahme über die Mundschleimhaut
- CBD Kapseln: Bieten eine konstante Dosierung und sind besonders praktisch für die regelmäßige Einnahme
- CBD Cremes: Können lokal auf betroffene Hautbereiche aufgetragen werden
Die sublinguale Einnahme von CBD Öl hat sich als besonders effektiv erwiesen, da das Cannabinoid direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird und somit den Verdauungstrakt umgeht. Dies führt zu einer schnelleren Wirkung und besseren Bioverfügbarkeit.
Vorteile der sublingualen Einnahme
Die sublinguale Anwendung von CBD Öl bietet mehrere Vorteile gegenüber anderen Einnahmeformen. Zunächst wird das CBD direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen, wodurch der First-Pass-Effekt der Leber umgangen wird. Dies führt zu einer höheren Bioverfügbarkeit und schnelleren Wirkung. Außerdem ermöglicht diese Methode eine präzise Dosierung, da die Tropfen genau gezählt werden können. Für Patienten mit Polyneuropathie ist dies besonders wichtig, da die optimale Dosis individuell ermittelt werden muss.
Topische Anwendung bei lokalen Schmerzen
Neben der oralen Einnahme kann CBD Öl auch topisch angewendet werden, um lokal zu wirken. CBD-haltige Cremes und Salben können direkt auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen werden und dort ihre Wirkung entfalten. Diese Anwendungsform ist besonders bei lokalisierten Schmerzen und Missempfindungen hilfreich. Die topische Anwendung führt zu einer geringeren systemischen Belastung und kann als Ergänzung zur oralen Therapie eingesetzt werden.
Qualität und Auswahl des richtigen CBD Öls
Für eine verlässliche Erfahrung mit CBD Öl als Unterstützung bei neuropathischen Erkrankungen ist die Produktqualität entscheidend. Achten Sie beim Kauf auf folgende Kriterien:
- Vollspektrum-Qualität: Vollspektrum-Öle enthalten neben CBD auch andere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide, die synergistisch wirken können. Dieser sogenannte Entourage-Effekt kann die therapeutische Wirkung verstärken.
- Angemessene Konzentration: Bei stärkeren Beschwerden empfiehlt sich ein hochkonzentriertes CBD Öl ab 15%.
- Laborgeprüfte Reinheit: Achten Sie auf laborgeprüfte Analysen mit Nachweis des CBD-Gehalts und den Ausschluss von Schadstoffen.
- Seriöser Hersteller: Vertrauen Sie auf seriöse Shops und Hersteller, die transparente Herstellungsverfahren und zertifizierte Produktionsstandards bieten.
- Biologischer Anbau: Wählen Sie CBD Öle aus biologisch angebautem Hanf, um Pestizide und Herbizide zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zu CBD Öl bei Polyneuropathie
- Wie schnell wirkt CBD Öl bei Polyneuropathie? Erste Effekte können bereits nach 30-90 Minuten spürbar sein, die volle Wirkung entwickelt sich jedoch erst nach 5-14 Tagen regelmäßiger Einnahme.
- Kann CBD Öl andere Schmerzmittel ersetzen? Viele Patienten können ihre herkömmlichen Schmerzmittel reduzieren oder teilweise ersetzen.
- Ist CBD Öl bei Polyneuropathie legal? Ja, CBD Öle mit einem THC-Gehalt unter 0,2% sind in Deutschland legal erhältlich und benötigen kein Rezept.
- Macht CBD Öl abhängig? Nein, CBD hat kein Suchtpotential und führt nicht zu körperlicher Abhängigkeit.
- Wie bewahre ich CBD Öl richtig auf? Kühl, trocken und dunkel lagern, idealerweise im Kühlschrank. Die dunkle Glasflasche schützt vor UV-Licht.
Sicherheitsaspekte und Nebenwirkungen
Cannabidiol (CBD) in handelsüblichen Mengen gilt generell als sicher und gut verträglich, auch für Menschen, die an Nervenschmerzen leiden. Die Reaktionen auf CBD können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Es wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese langsam zu steigern, um die individuelle Verträglichkeit zu testen. Bei anhaltenden oder verstärkten Beschwerden sollte die Anwendung von CBD unterbrochen und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Müdigkeit
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Veränderungen des Appetits
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Bei der Einnahme von CBD durch Menschen mit diversen Nervenschmerzen können Wechselwirkungen mit einigen häufig verschriebenen Medikamenten auftreten. Einige Antiepileptika werden auch zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eingesetzt. Insbesondere bei trizyklischen Antidepressiva und SSRIs könnte CBD deren Wirkung und Nebenwirkungen verstärken, da es den Abbau dieser Medikamente in der Leber hemmen kann. CBD könnte die sedierende Wirkung von Benzodiazepinen verstärken. CBD kann die Wirkung von Warfarin verstärken, was zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen kann. CBD kann den Abbau von NSAIDs in der Leber hemmen und dadurch deren Wirkung verstärken.
Es ist wichtig zu betonen, dass Patienten mit Nervenschmerzen vor der Einnahme von CBD unbedingt mit ihrem Arzt sprechen sollten, besonders wenn sie regelmäßig Medikamente einnehmen.
Alternative Therapiemöglichkeiten bei Neuropathie
Neben CBD Öl gibt es weitere Behandlungsoptionen für Polyneuropathie. Konventionelle Therapien umfassen Medikamente wie Gabapentin, Pregabalin oder trizyklische Antidepressiva. Diese können jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein. THC/CBD-Kombinationen stellen eine weitere Option dar, die in einigen Fällen effektiver sein kann als CBD allein. Bei Cannabis bei Nervenschmerzen zeigen Studien, dass die Kombination beider Cannabinoide die Schmerztoleranz erhöhen und bei der Bewältigung von Schmerzspitzen helfen kann.
Verschreibungspflichtige Cannabis-Präparate bei Neuropathie
In Deutschland sind bestimmte Cannabis-Präparate verschreibungspflichtig und können bei schweren Fällen von Polyneuropathie eingesetzt werden. Diese Medikamente enthalten meist THC/CBD-Kombinationen in standardisierten Dosierungen. Sativex ist ein bekanntes Beispiel für ein verschreibungspflichtiges Cannabis-Medikament, das bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird. Es enthält ein ausgewogenes Verhältnis von THC und CBD und wird als Mundspray angewendet.
Wichtiger Hinweis: Verschreibungspflichtige Cannabis-Präparate dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Die Behandlung erfordert eine sorgfältige Überwachung und regelmäßige Kontrollen.
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