Die Welt von Harry Potter ist voller Intrigen, Geheimnisse und überraschender Wendungen. Ein zentrales Thema, das sich durch die gesamte Reihe zieht, ist das Misstrauen gegenüber dem, was man nicht versteht oder nicht sehen kann. Dieser Artikel beleuchtet diese Thematik anhand verschiedener Aspekte und Charaktere.
Einführung
In einer Welt, in der Magie allgegenwärtig ist, wird das Misstrauen gegenüber dem Unbekannten zu einem wichtigen Überlebensinstinkt. Es ist eine Mahnung, vorsichtig zu sein und nicht alles für bare Münze zu nehmen, besonders wenn es um Dinge geht, die man nicht vollständig begreifen kann. Das Sprichwort "Traue keiner Sache, deren Gehirn du nicht sehen kannst" fasst diese Vorsicht perfekt zusammen.
Die Bedeutung von Geheimnissen und Täuschung
Geheimnisse und Täuschung spielen in der Welt von Harry Potter eine entscheidende Rolle. Charaktere verbergen ihre wahren Absichten, Informationen werden zurückgehalten, und die Wahrheit wird oft verzerrt. Dies führt zu einem Klima des Misstrauens, in dem es schwierig ist, Freund von Feind zu unterscheiden.
Mira und die Suche nach der Wahrheit
Ein Beispiel für diese Thematik findet sich in der Geschichte von Mira, die nach Hogwarts kommt, um mehr über Harry Potter und seine Vergangenheit zu erfahren. Sie muss die Aufgabe erfüllen, die ihr Vater, Voldemort, ihr gegeben hat. Ihre Begegnungen mit Harry und Ron sind von Misstrauen geprägt, da sie nicht sicher ist, wem sie trauen kann.
„Es tut mir wirklich leid, Draco, ich hab heute noch ein wichtiges Treffen!“, entschuldigt sich Mira und legt ihre Bücher zur Seite. In den zwei Tagen, die sie in Hogwarts verbracht hat, gewöhnte sie sich schon dran, dass sie immer alles Draco sagen soll. Jetzt ist es auch so: sie muss unbedinngt die Geschichte von Harry Potter erfahren, sonst kann sie die Aufgabe von ihrem Vater garnicht erfüllen.
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Mira geht durch die Gänge. Es ist kühl. Man hört Schritte, die immer wieder vom Echo wiederholt werden. „Harry! Das ist doch dämlich!Ich meine, ein Mädchen, dass deine Geschichte nicht kennt! „Jaja, aber ich meine sie ist Reinblut! REINBLUT! „Ja, aber denk doch mal nach. Malfoy zum Beispiel - das reinblutigste Reinblut, aber er hat versucht sich mit mir anzufreunden, wobei er doch genau wissen müsste, dass ich Voldemort hasse. Sein Vater ist Todesesser.
Mira schluckt. Bei der Erwähnung des Namens ihres Vaters wird ihr schlecht zu Mute. „Ah. „Voldemort“, unterbricht ihn das Mädchen, „Es erschien Voldemort. Er brachte deine Eltern um.
„W-wirklich?“, die letzten drei Sätze schockieren sie. Voldemorts Gegner, der Mensch, den er versucht hat zu töten, liest im Schlaf seine Gedanken und kann auch Parsel. Voldemort wird verlieren. Sein Gegner ist stark. Sie ist schockiert. Sie wusste nie, dass sie Parsel kann. Und das, das war eine einfache Falle. Dieser Harry Potter kann jetzt drauf kommen, wer sie in Wirklichkeit ist und das, das könnte ihren Vater verraten. Will sie das? „Wer bist du?“, Harry fängt an ihr zu drohen. Sie hat Angst. Sie weiß nicht, was sie antworten kann. „Ich weiß es nicht. Ich habe auch nie gewusst, dass ich Parsel kann!“, Mira ist nervös, sie hofft, dass Harry Potter nicht drauf kommen wird, dass sie eine Riddle ist. Niemals erraten wird, wieso sie hier ist. Er soll nichts wissen! Der Gryffindor nimmt seinen Zauberstab aus seinem Mantel und hält ihn an den Hals der Slytherin. Sie hat das Gefühl, als ob er für einen Moment wie ein Löwe aussieht. Nein, nein! Sie soll nicht aufgeben! Am zweiten Tag schon? „Eine Zauberin aus Amerika, deren Nachname Shimer ist“, sie versucht es sehr wahrheitsgemäß zu sagen, aber der junge Gryffindor scheint ihr nicht zu glauben. „Ach echt?“, jetzt fällt Mira endlich ein, wa sie ihm antworten kann, „Sag mal, aber Voldemorts Eltern waren doch auch nichts besonderes. Doch der Junge Tom Riddle ist Parselmund“. Jetzt bemerk sie, wie viel es ihrem Gegenüber sagen kann. Aber eine Sache würde sie ganz bestimmt retten: Niemand weiß, dass Voldemort eine Tochter hat und niemand würde je darauf kommen. „Mira! Verdammt nochmal, wo treibst du dich rum?“, es ertönt eine sehr bekannte Stimme. Harrys Zauberstab wendet sich in Richtung Stimme. Oh ja, er hasst ihn. Das Auftauchen des Slytherin scheint Harry sehr sauer gemacht zu haben. Er geht an den Beiden vorbei und schaut den blonden Jungen an, als wäre es er, der seine Eltern getötet hat. Aber er hat da teilweise auch Recht. Voldemort und die Todesesser sind eines. Was einer von ihnen macht, machen alle zusammen.
Severus Snape: Ein Meister der Täuschung
Severus Snape ist eine der komplexesten und rätselhaftesten Figuren der Harry-Potter-Reihe. Seine Loyalität ist lange Zeit unklar, und er wird von vielen als Verräter angesehen. Snape ist ein Meister der Täuschung, der seine wahren Absichten und Gefühle hinter einer Maske aus Sarkasmus und Verbitterung verbirgt.
Potters wutentbrannten Worte hallten ungebeten in seinem Kopf wider und durchzüngelten ihn wie leckende Flammen. "Dann töte mich doch! Töte mich, wie du ihn getötet hast, du Feigling!"Severus spürte, wie der Zorn in ihm pulsierte. Was hatte dieser dumme Junge denn für eine Ahnung? Potter konnte nicht im Geringsten wissen, wie Severus sich fühlte. Das arrogante Balg wusste nicht, was für ein Opfer er in dieser sternenlosen Nacht eingegangen war, was für einen Preis er bezahlt hatte für Dumbledore und seine Pläne. Von diesem Tag an war Severus heimatlos. Alle Menschen hassten ihn entweder, weil sie nicht wussten, wer er war, oder sie würden ihn hassen, wenn sie es wüssten.
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Albus Dumbledore, der so ungekannt schwach und alt und zerbrechlich an der Brüstung des höchsten Turmes lehnte und um seinen eigenen Tod flehte … Er selbst, wie er den Zauberstab hob und ihn geradewegs auf Dumbledores Brust richtete, wie er jene zwei schicksalhaften Worte sprach …Worte, die bewogen, dass ein blendend heller Lichtblitz aus seinem Stab hervorschnellte, ein Blitz, der Dumbledore in zerstörerischer Macht traf … Worte, die bewogen, dass der größte weiße Magier der Geschichte leblos in die finstere Nacht geschleudert wurde, tief in die einsame Dunkelheit stürzte …So ist es doch immer, oder?, erklang ein Wispern am Rande von Severus' schmerzerfülltem Bewusstsein, Du merkst erst, wie viel dir jemand wirklich bedeutet, wenn du ihn bereits unwiederbringlich verloren hast.
Seine Handlungen sind oft schwer zu durchschauen, und es ist lange Zeit unklar, ob er tatsächlich auf der Seite des Guten oder des Bösen steht. Erst spät in der Reihe wird seine wahre Loyalität zu Dumbledore und seine Liebe zu Harrys Mutter Lily enthüllt. Snape ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig es ist, über den Schein hinauszublicken und die wahren Motive hinter den Handlungen einer Person zu erkennen.
Vorurteile und falsche Annahmen
Vorurteile und falsche Annahmen sind ein weiteres zentrales Thema, das zu Misstrauen und Konflikten führt. Viele Charaktere in der Harry-Potter-Reihe werden aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Überzeugungen voreingenommen behandelt.
Reinblüter und der Hass auf Voldemort
Die Reinblüter, wie Draco Malfoy, sind oft von Vorurteilen geprägt und betrachten Muggelstämmige oder Halbblüter als minderwertig. Dieses Denken führt zu Konflikten und Misstrauen zwischen den verschiedenen Gruppen in der Zaubererwelt.
„Ja, aber denk doch mal nach. Malfoy zum Beispiel - das reinblutigste Reinblut, aber er hat versucht sich mit mir anzufreunden, wobei er doch genau wissen müsste, dass ich Voldemort hasse. Sein Vater ist Todesesser.
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Die Angst vor dem Unbekannten
Die Angst vor dem Unbekannten spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Menschen in der Zaubererwelt fürchten Voldemort und seine Anhänger, weil sie ihre Methoden und Ziele nicht verstehen. Diese Angst führt zu Misstrauen und Feindseligkeit gegenüber allen, die mit Voldemort in Verbindung stehen.
Die Bedeutung von Vertrauen und Freundschaft
Trotz des allgegenwärtigen Misstrauens gibt es in der Harry-Potter-Reihe auch starke Beispiele für Vertrauen und Freundschaft. Harry, Ron und Hermine bilden ein unzertrennliches Trio, das sich gegenseitig unterstützt und blind vertraut. Ihre Freundschaft ist ein Bollwerk gegen die Dunkelheit und ein Beweis dafür, dass Vertrauen auch in den schwierigsten Zeiten möglich ist.
Hermine und Ron: Eine unerwartete Trennung
Die Trennung von Ron und Hermine zeigt, wie schwierig es sein kann, Vertrauen und Freundschaft aufrechtzuerhalten, wenn äußere Umstände und persönliche Differenzen eine Rolle spielen.
Missmutig lief Hermione durchs Ministerium. Seit über einem halben Jahr waren Ron und sie nun schon getrennt, aber es hörte nicht auf. Ständig wurde sie drauf angesprochen, als ob sie das Traumpaar der magischen Welt gewesen waren! Warum sprach niemand über Harry und Ginny? Weil die beiden noch zusammen waren, deshalb. Sie waren sogar schon verheiratet. Aber ihre und Rons Liebe war beendet, in beiderseitigem Einverständnis und ohne, dass etwas Schlimmes vorgefallen wäre. Dennoch schien niemand damit zufrieden zu sein. Während sie an einer Traube Menschen vorbei lief, hörte sie das leise Tuscheln ihres und Rons Namen. Seit Monaten war das ein Dauerzustand, der ihr ziemlich auf die Nerven ging.Inzwischen wunderte sie sich regelrecht, dass es im Tagespropheten noch keinen Artikel über sie und Ron gegeben hatte. Aber da hatte sie wohl nicht mit Rita Kimmkorn gerechnet, die ihr gerade auf dem Korridor entgegen kam. Auf ihre unverschämte Weise sprach die Reporterin sie an. Dabei nahm sie sie am Arm und zog sie ein wenig in einen der offenen Räume, in denen gerade niemand war.
„Hermione, wie geht es dir… nach allem?“ Überdrüssig seufzte Hermione.„Na allem?“, fragte sie genervt und wusste schon, was kam.„Na, nach deiner Trennung von Ron.“„Erstens ist das schon ein halbes Jahr her. Zweitens haben wir uns im gegenseitigen Einverständnis getrennt. Nicht ich von Ron oder er von mir. Und Drittens, geht das eigentlich niemand etwas an.“„Oh, entschuldige bitte. Ich wollte dir nicht zu nahe treten“, erwiderte Hannah aufrichtig schuldbewusst. Gleich tat es Hermione leid, sie so angefahren zu haben, nur weil sie noch wütend über Kimmkorn war. Einige Leute liefen an ihr vorbei und Hermione fühlte sich so unwohl, dass sie ihre einstige Mitschülerin ein wenig abseits zog und dort leise sagte:„Schon gut, Hannah. Ich verstehe deine Neugier. Aber es ist wirklich nichts Besonderes. Leute kommen zusammen, Leute trennen sich. So ist das nun mal.“„Ach, Hermione … ich dachte immer, du und Ron, das ist die große Liebe!“ Hannah meinte es ernst, wie sie sah. Schuldbewusst seufzte sie leise.„Nun ja, war es nun mal nicht.“
Pansy Parkinsons Intrigen und die Macht der Information
Pansy Parkinson, eine Slytherin-Schülerin, ist bekannt für ihre Intrigen und ihre Bereitschaft, Informationen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie belauscht Gespräche und versucht, Geheimnisse aufzudecken, um ihre eigene Position zu stärken.
Pansy hielt den Atem an, als sie den Namen ihres ehemaligen Hauslehrers in Hogwarts vernahm. Granger war ihr seit jeher ein Dorn im Auge. Dass sie sie nun ständig im Ministerium traf, machte ihre Abneigung kein bisschen besser, eher im Gegenteil. Als sie Granger mit Abbott um die Ecke verschwinden sah, pirschte sie sich leise an, um kurz zu lauschen. Informationen waren immer Gold wert. Manchmal wirkten sie erst harmlos und nichtig, aber manchmal ließ sich daraus etwas zu ihrem Vorteil machen. Enttäuscht hörte sie nun, dass es nur um das ewige Thema ging, was ihr schon zum Hals raushing. Als ob jemand Interesse an Granger und Weasley hatte! Man langweilte sich nur, weil es kaum anderes gab, über das man sich echauffieren und daran ergötzen konnte. Grangers Trennung war ein gefundenes Fressen für die magische Welt, die sich drei Jahre nach dem Tod Voldemorts in Langeweile und pazifistischer Stumpfheit wälzte und sich selbst beweihräucherte. Das widerte sie an. Als sie Granger allerdings Snapes Namen aussprechen hörte, erstarrte sie unwillkürlich. Heilige Scheiße, dachte sie begeistert und trat schnell den Rückweg an, um sich nicht zu verraten, weil sie lachen musste. Da hatte es sich doch endlich mal gelohnt ein fremdes Gespräch zu belauschen. Snape und Granger waren ein Liebespaar? Sie mussten ein heimliches Liebespaar sein, denn sie hatte bisher nirgends etwas über diese perverse Verbindung gehört. Aber wenn Granger das derart ernsthaft aussprach, musste es wahr sein. Abbott und Granger waren in Hogwarts vage befreundet gewesen, soweit sie sich erinnerte. Also würde Granger die ehemalige Hufflepuff-Schülerin doch wohl nicht dreist anlügen. Lügen war sowieso nicht Grangers Ding. Also musste es doch einfach die Wahrheit sein. Grundgütiger, Granger und Snape! Sie konnte es kaum glauben. Aber sie wollte es. Und instinktiv verstand Pansy, dass sie eine Information erhalten hatte, aus der sich Kapital schlagen ließ, wenn sie die Information richtig einsetzte.
Die Suche nach der Wahrheit und die Überwindung des Misstrauens
Letztendlich geht es in der Harry-Potter-Reihe darum, die Wahrheit zu finden und das Misstrauen zu überwinden. Die Charaktere müssen lernen, über den Schein hinauszublicken und die wahren Motive hinter den Handlungen anderer zu erkennen. Nur so können sie die Dunkelheit besiegen und eine bessere Zukunft schaffen.
Severus Snape und Hermione Granger: Eine unwahrscheinliche Verbindung?
Die Andeutung einer Beziehung zwischen Severus Snape und Hermione Granger, auch wenn sie nur als Scherz gemeint ist, wirft Fragen nach den Möglichkeiten unerwarteter Verbindungen und der Überwindung von Vorurteilen auf.
„Wirklich?“, fragte Hannah aufgeregt. Unbestimmt zuckte Hermione die Schultern, aber Hannahs Blick war begierig.„Wer, Hermione? Wer ist es?“ Plötzlich war sie richtig zornig, weil es ihr so zusetzte, dass alle derart unsensibel, respektlos und neugierig waren. Warum nahm niemand Rücksicht? Warum bedrängte man sie so? Warum traf sich Ron schon wieder mit anderen Frauen? Sie verstand es nicht. Lag es daran, dass sie nun berühmt war? Eine Prominente, über die man alles wissen wollte? Ein Schaudern überlief ihren Rücken und sie sagte harsch:„Severus Snape!“ Entsetzt schaute Hannah sie an, sprachlos, ganz eindeutig. Kurz fühlte Hermione einen erhebenden Triumph, dabei hatte sie wirklich nichts gegen Hannah. Dass sie ausgerechnet Snapes Namen genannt hatte, sollte die ultimative Abfuhr für jegliche Neugier sein. Sie selbst verstand ihre Antwort als so absurd und grotesk, dass man das auf keinen Fall glauben konnte und es eher als eine definitive Absage an die Neugier nehmen sollte. Aber Hannahs Augen waren weit und ungläubig und Hermione genoss kurz diese kleine Genugtuung.
Die Bedeutung von Offenheit und Ehrlichkeit
Offenheit und Ehrlichkeit sind entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Misstrauen abzubauen. Die Charaktere, die bereit sind, ihre Schwächen und Ängste zu zeigen, sind oft diejenigen, die die stärksten Beziehungen aufbauen.
Die Heiligtümer des Todes und die Überwindung des Todes
Die Geschichte der Heiligtümer des Todes ist eine Metapher für die Überwindung des Todes und die Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit. Nur wer bereit ist, den Tod zu akzeptieren, kann wirklich frei sein.
Der Film setzt genau dort ein, wo der erste Teil aufhörte: Lord Voldemort (Ralph Fiennes) raubt aus dem Grab von Professor Dumbledore dessen Zauberstab, welcher sich als eines der drei titelgebenden Heiligtümer herausgestellt hat. Nur, wer in Besitz von allen dreien ist, wird zum Herrn über den Tod und kann einen Verstorbenen wieder aufstehen lassen. Problem: Wo genau das dritte Heiligtum ist (das zweite, den Unsichtbarkeitsmantel, besaß Harry unwissenderweise bereits seit dem allerersten Teil), ist immer noch gänzlich unbekannt.