Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, unkontrollierbare Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch abnorme elektrische Aktivitäten im Gehirn. Die Symptome können vielfältig sein und reichen von Krämpfen und Zuckungen bis hin zu Bewusstseinsverlust und Gedächtnisverlust nach dem Anfall. Die Ursachen für Epilepsie sind ebenfalls vielfältig und können genetische Faktoren, Hirnschäden oder Infektionen des zentralen Nervensystems umfassen.
In Fürstenfeldbruck und Umgebung gibt es verschiedene Therapieansätze und komplementäre Behandlungsmethoden, die Patienten mit Epilepsie unterstützen können. Neben der klassischen schulmedizinischen Behandlung durch Neurologen und spezialisierte Kliniken, wie beispielsweise die Neurologische Klinik und Poliklinik des Klinikums der Universität München oder das Klinikum Fürstenfeldbruck, gibt es auch alternative und ergänzende Angebote.
Schulmedizinische Versorgung in Fürstenfeldbruck und Umgebung
Für die Diagnose und Behandlung von Epilepsie stehen in der Region Fürstenfeldbruck kompetente Fachärzte und Kliniken zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
- Neurologische Praxen: Mehrere neurologische Praxen in München und Umgebung bieten spezialisierte Diagnostik und Therapie für Epilepsiepatienten an. Dr. Meike Maehle bietet mit ihrer Expertise eine individuell angepasste Behandlung und begleitet Sie durch alle Phasen der Erkrankung.
- Kliniken: Das Klinikum Fürstenfeldbruck sowie weitere Kliniken in München, wie das Klinikum der Universität München, verfügen über neurologische Abteilungen, die auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert sind.
- Neurozentren: In München-Pasing gibt es mehrere Neurozentren, die von erfahrenen Neurologen geleitet werden und ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen anbieten.
Die schulmedizinische Behandlung von Epilepsie umfasst in der Regel die medikamentöse Therapie mit Antiepileptika. Ziel ist es, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren oder die Anfälle ganz zu verhindern. In einigen Fällen kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden, um die Anfallsursache zu beseitigen.
Komplementäre Behandlungsmethoden
Neben der schulmedizinischen Behandlung gibt es verschiedene komplementäre Behandlungsmethoden, die bei Epilepsie unterstützend eingesetzt werden können. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Methoden die schulmedizinische Behandlung nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen. Vor der Anwendung von komplementären Methoden sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden, insbesondere bei Vorliegen von Begleiterkrankungen oder bei der Einnahme von Medikamenten.
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Selbsthypnose
Selbsthypnose kann ein hilfreiches Werkzeug sein, um den Umgang mit Stress im Alltag zu verbessern, einen erholsamen Schlaf zu fördern und die Motivation zu stärken. In speziellen Kursen lernen die Teilnehmenden, wie sie durch einfache Techniken in einen Zustand tiefer Entspannung gelangen und diesen gezielt zur Förderung von Wohlbefinden, innerer Ruhe und Selbstwirksamkeit nutzen können. Der Kurs vermittelt Grundlagenwissen über Hypnose und räumt mit verbreiteten Mythen auf. In angeleiteten Übungen werden die Teilnehmenden Stück für Stück an die Selbsthypnose herangeführt und erfahren, wie sie Trancezustände selbst herbeiführen, selbst wohlgeformte Suggestionen erstellen und mit eben diesen an individuellen Themen arbeiten können.
Wichtige Hinweise: Der Kurs ersetzt keine Therapie. Bei psychischen Erkrankungen bitte vorab Rücksprache mit Ärztin oder Therapeut führen. Gleiches gilt für Interessierte mit Herz-Rhythmus-Störungen, Epilepsie, oder Thrombose. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung.
Autogenes Training
Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auf Autosuggestion basiert. Durch die Konzentration auf bestimmte Formeln, wie "mein rechter Arm wird schwer" oder "meine Stirn ist kühl", kann ein Zustand tiefer Entspannung erreicht werden. Autogenes Training kann helfen, Stress abzubauen, die Konzentration zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Es wird meist innerhalb einer Gruppe erlernt. Jedoch sind auch Einzelsitzungen möglich. Mittlerweile ist eine große Anzahl an CD´s zum selber Lernen auf dem Markt, die die Grundlagen des AT vermitteln sollen. Am besten ist es, Autogenes Training unter fachlicher Anleitung zu erlernen.
Grundlagen des Autogenen Trainings: Der Psychiater J.H.Schultz beschäftigte sich jahrelang mit Hypnose. Beobachtungen, die er dabei machte, waren die Grundlagen für das Entstehen des Autogenen Trainings. Sein Entspannungsverfahren nannte er konzentrative Selbstentspannung, die er bei der Psychotherapie einsetzte. Schultz stellte fest, dass durch Muskelentspannung das Gehirn die Information „Ruhe“ erhält, so dass Körper und Seele zu einer Entspannung kommen. AT ist eine Art Selbsthypnose, bei der sich der Ausübende durch Autosuggestion in einen sogenannten „Umschaltzustand“ bringen kann. Dieses „Umschalten“ ist das Hinübergleiten aus dem Wachzustand in eine Art hypnotischen Bewusstseinszustand. In den einzelnen Übungseinheiten im Autogenen Training konzentriert sich der Trainierende auf bestimmte Formeln. Diese bestehen aus kurzen, prägnanten Sätzen, wie zum Beispiel „mein rechtes Bein wird warm“. Der Übende versucht sich dies intensiv vor seinem geistigen Auge vorzustellen, zu visualisieren und zu fühlen. Nach jedem Autogenen Training muss die Umschaltung wieder aufgehoben werden, das heißt, der normale Wachzustand tritt wieder ein.
Autogenes Training Übungen:
- Die Grundstufe: Die Grundstufe bildet die Basis. Dabei wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, den Körper in einen Ruhezustand zu bringen, was zugleich eine seelische Entspannung bewirkt. Der „Anfänger“ übt anfangs mit einem Therapeuten die Grundbegriffe ein oder übt selbst mit Hilfe einer CD. „Geschehen lassen, zulassen“ ist der Grundsatz für das Autogene Training. Die Grundstufe richtet sich mit ihren Übungen vor allem an das das Vegetativum. Sechs verschiedene Trainingseinheiten kommen zum Einsatz. Das sind Übungen zur Schwere, Wärme, für das Herz, den Atem , den Solarplexus und die Stirn beziehungsweise den Kopf.
- Mittelstufe: Regelmäßiges Üben der Grundstufe ist Voraussetzung für das Erlernen der Mittelstufe. Die Mittelstufe verbindet die Grundstufe mit der Oberstufe. Zuerst wird die Grundstufe durchgeführt um einen Entspannungszustand zu erlangen. In der Mittelstufe werden dann sogenannte formelhafte Vorsätze verwendet. Diese werden kurz und prägnant formuliert. Am besten geschieht dies anfangs mit der Hilfe des Therapeuten beziehungsweise eines Lehrers.
- Oberstufe: Das Beherrschen der Grund- und Mittelstufe sind Voraussetzungen für die Durchführung der Oberstufe. Die Grundstufe muss so automatisiert sein, dass sich der Übende wie auf „Knopfdruck“ in einen Entspannungszustand versetzten kann. Auch sollte dieser darin Übung haben, die formelhafte Vorsatzbildung aus der Mittelstufe zu praktizieren. Der Ausführende muss in der Lage sein, in kürzester Zeit in einen Zustand tiefster Entspannung zu gelangen. In der Oberstufe werden Meditationstechniken eingesetzt, mit inneren Bildern und Symbolen gearbeitet. Die Oberstufe soll dem Übenden den Blick nach innen vermitteln.
Indikationen: Autogenes Training kann jeder erlernen. Allein durch das Beherrschen der Grundstufe kann gelassener mit dem Alltag umgegangen werden, das Abschalten fällt leichter, ein allgemeines Wohlbefinden stellt sich ein. In der Mittelstufe werden dann persönliche Ziele verfolgt, das bedeutet zum Beispiel Ängste, Konzentrationsstörungen und Anderes können durch Autosuggestion direkt angegangen werden. Die Oberstufe vermittelt zudem das Rüstzeug zur Selbsterkenntnis, Problembewältigung und Persönlichkeitsbildung. Autogenes Training eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bis hinein ins hohe Alter. Zum Einsatz kommt diese Entspannungsform bei Ängsten, zur Schmerzbehandlung, bei Konzentrationsstörungen, zur Suchtbehandlung, bei Stress und zahlreichen körperlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Reizdarm, Magengeschwüren, Bauchschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Diabetes, bei hormonellen Störungen, in der Menopause und vielem mehr.
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Kontraindikationen: Das Autogene Training sollte bei bestimmten Krankheiten wie Epilepsie, Herzerkrankungen und psychischen Erkrankungen nicht in jedem Fall angewendet werden. Daher sollten Patienten vor der Anwendung unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten.
Neurofeedback
Neurofeedback ist eine Methode, bei der die Gehirnaktivität in Echtzeit gemessen und dem Patienten zurückgemeldet wird. Durch gezieltes Training können Patienten lernen, ihre Hirnströme positiv zu beeinflussen und so beispielsweise die Anfallshäufigkeit bei Epilepsie zu reduzieren. Neurofeedback verbessert die gezielte Einflussnahme auf die Hirnströme/Gehirnaktivität. Dadurch können epileptische Anfälle vorgebeugt und in ihrer Anzahl reduziert werden. Zudem kann das Auftreten von Auren reduziert werden.
Die EEG Diagnostik spielt bei der Epilepsie generell eine große Rolle. Mit der quantitativen Auswertung können einzelne Herde und Hinweise auf Begleitsymptome identifiziert werden. Häufig sind auch im regulären EEG keine eindeutig epileptischen Muster zu erkennen, die spezielle quantitative Analyse zeigt aber trotzdem Hinweise auf Anfälle auf. Anschließend kann ein ganz individuelles Neurofeedback-Protokoll erstellt werden, welches genau an den auffälligen Aktivitätsmustern ansetzt.
Osteopathie
Als Osteopathin betrachte ich Ihr Kind ganzheitlich. Es geht darum, dass der kleine Körper in Balance kommt und physiologisch funktionsfähig wird. Der Körper Ihres Kindes heilt sich von Natur aus selbst. Damit ihm dies gelingt und er sich gesund entwickeln kann, löse ich funktionelle Einschränkungen und Dysbalancen. Mit gezielten Handgriffen kann ich mögliche Läsionen ausfindig machen und behandeln, noch bevor sich ein Problem bemerkbar macht. Die Arbeit mit Kindern fasziniert mich, da hier die größten Behandlungserfolge zu verzeichnen sind. Der kindliche Körper ist flexibel und an vielen Stellen noch unverknöchert.
Weitere alternative Ansätze
- Ketogene Diät: Bei Kindern, insbesondere bei schwer behandelbaren Epilepsieformen, kann eine ketogene Diät in Betracht gezogen werden. Diese Diät ist sehr kohlenhydratarm und fettreich und kann die Anfallshäufigkeit reduzieren.
- Magnesium: Ein Magnesiummangel kann epileptische Anfälle begünstigen. Die Bestimmung des Magnesiumspiegels und gegebenenfalls die Einnahme von Magnesiumpräparaten kann sinnvoll sein.
Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Rücksprache mit dem Arzt: Vor der Anwendung von komplementären Behandlungsmethoden sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen mit Medikamenten auszuschließen.
- Schulmedizinische Behandlung nicht ersetzen: Komplementäre Methoden sollten die schulmedizinische Behandlung nicht ersetzen, sondern ergänzen.
- Individuelle Anpassung: Die Wahl der geeigneten komplementären Methoden sollte individuell auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Patienten abgestimmt werden.
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