Hippocampus Temperaturregulation: Ein umfassender Überblick

Die Temperaturregulation ist ein lebenswichtiger Prozess, der es Organismen ermöglicht, eine stabile Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, unabhängig von den Umgebungstemperaturen. Der Hippocampus, eine Hirnregion, die hauptsächlich für das Gedächtnis zuständig ist, spielt auch eine Rolle bei der Temperaturregulation. Dieser Artikel untersucht die Mechanismen der Temperaturregulation im Hippocampus und seine Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Einführung in die Temperaturregulation

Die Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren, ist für das Überleben von entscheidender Bedeutung. Enzyme und andere biologische Prozesse funktionieren nur innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs optimal. Eine Abweichung von diesem Bereich kann zu Stoffwechselstörungen, Zellschäden und sogar zum Tod führen.

Die Rolle des Hypothalamus

Der Hypothalamus ist eine Region im Gehirn, die als das Hauptsteuerzentrum für die Temperaturregulation fungiert. Er empfängt Informationen von verschiedenen Messstationen im Körper, wie z.B. über Blutzucker, Blutdruck und Temperatur. Basierend auf diesen Informationen kann der Hypothalamus Hormone ausschütten, um die Körpertemperatur je nach Bedarf zu regulieren.

Der Hypothalamus steuert die Körpertemperatur, den Schlaf-Wach-Rhythmus, das Gefühl für Hunger und Durst, den Sexualtrieb und das Schmerzempfinden.

Hypothalamus-Hormone

Die Hypothalamus-Hormone lassen sich in drei Gruppen einteilen:

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  • Effektorhormone: Zu dieser Gruppe gehören Oxytocin und Adiuretin. Oxytocin regt die Wehentätigkeit bei der Geburt sowie das Einschießen der Muttermilch in die weibliche Brust aus. Adiuretin ist für die Wasserrückresorption in der Niere zuständig. Beide Hormone werden in den Hypothalamus-Kernen synthetisiert, dann zum Hypophysenhinterlappen transportiert, von wo aus sie in den Körperkreislauf abgegeben werden.
  • Steuerhormone: Diese Gruppe umfasst Releasing- und Inhibiting-Hormone. Über Releasing-Hormone regt der Hypothalamus die Hypophyse zur Synthese und Sekretion diverser Hormone an. Beispielsweise stößt das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) die Freisetzung des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des Luteinisierenden Hormons (LH) an. Mit Inhibiting-Hormonen bremst der Hypothalamus die Sekretion der Hypophysenhormone. So hemmt zum Beispiel das Prolaktin-Release-Inhibiting-Hormon (PIH) die Ausschüttung von Prolaktin.
  • Weitere Hormone: Neben Effektor- und Steuerhormonen verfügt der Hypothalamus noch über einige weitere Hormone (Neuropeptide). Diese beeinflussen zusammen mit den beiden anderen Gruppen von Hypothalamus-Hormonen die Funktion des Hypophysenvorderlappens oder fungieren als Kommunikatoren zwischen dem Hypothalamus und anderen Bereichen des Gehirns. Zu diesen weiteren Neuropeptiden des Hypothalamus zählen beispielsweise Enkephaline und Neuropeptid Y.

Regelkreise

Die Wirkungen der Hormone müssen immer genau an die Bedürfnisse des Organismus angepasst sein. Deshalb müssen die Systeme der Synthese, der Sekretion, des Rezeptors, des Transports an das Zielorgan und der Stoffwechsel des jeweiligen Hormons exakt aufeinander abgestimmt sein. Um das zu erreichen, gibt es Regelkreise, die all dies beeinflussen - wozu in besonderem Maße das Hypothalamus-Hypophysen-System gehört.

Die Rolle des Hippocampus

Obwohl der Hypothalamus das Hauptsteuerzentrum für die Temperaturregulation ist, spielt auch der Hippocampus eine wichtige Rolle. Studien haben gezeigt, dass der Hippocampus an der Verarbeitung von Informationen über die Umgebungstemperatur beteiligt ist. Dies ermöglicht es dem Körper, sich an Veränderungen der Umgebungstemperatur anzupassen und die Körpertemperatur entsprechend zu regulieren.

Der thermische Kortex

Forscher haben im Gehirn von Mäusen einen "thermischen Kortex" identifiziert und Nervenzellen (Neuronen) gefunden, die Kälte oder Wärme registrieren. Dieser Kortex befindet sich im hinteren Teil der Inselrinde.

Kalt- und Warm-Neuronen

Manche der Neuronen im thermischen Kortex antworten nur auf Kälte, andere nur auf Wärme. Die Reaktion auf Wärme und Kälte läuft recht unterschiedlich ab. Die für Wärme zuständigen Neuronen sprachen auf die absolute Temperatur an, während die für Kälte zuständigen Neuronen auch Temperaturunterschiede registrierten. Die Reaktionen auf Kälte waren schneller, sie ließen außerdem schneller wieder nach. Dies legt nahe, dass es unterschiedliche Signalwege für die Wahrnehmung von Kälte und Wärme gibt.

Der Weg der Temperatur

Forscher wollen den ganzen Weg der Temperatur von der Haut über das Rückenmark in den Thalamus und schließlich zum Kortex analysieren. Sie wollen wissen, wo und wie die Informationen zur Temperatur an den unterschiedlichen Stationen repräsentiert sind und wie sie sich entlang des Weges verändern.

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TRPM2: Ein Wärmesensor im Gehirn

Wissenschaftler haben mit dem Protein TRPM2 den ersten Wärmesensor entdeckt, mit dem das körpereigene Thermostat die drohende Überhitzung überhaupt wahrnimmt: TRPM2 lässt bei Mäusen ab rund 39 Grad Celsius, wie wahrscheinlich auch bei Menschen, Kalzium in die Synapsen fluten und setzt eine Signalkette in Gang, die schließlich dazu führt, dass der Körper Wärme ableitet, beispielsweise durch geweitete Blutgefäße in der Haut.

Bedeutung der Temperaturregulation für die Gesundheit

Eine gestörte Temperaturregulation kann zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen, darunter:

  • Hitzschlag: Ein Hitzschlag tritt auf, wenn der Körper überhitzt und nicht mehr in der Lage ist, die Körpertemperatur zu regulieren. Dies kann zu Organschäden und sogar zum Tod führen.
  • Hypothermie: Hypothermie tritt auf, wenn der Körper zu viel Wärme verliert und die Körpertemperatur unter den Normalwert sinkt. Dies kann zu Herzproblemen, Atembeschwerden und sogar zum Tod führen.
  • Fieber: Fieber ist eine Erhöhung der Körpertemperatur, die oft durch eine Infektion verursacht wird. Fieber kann dazu beitragen, die Infektion zu bekämpfen, aber es kann auch unangenehme Symptome wie Schüttelfrost, Schwitzen und Kopfschmerzen verursachen.

Faktoren, die die Temperaturregulation beeinflussen

Viele Faktoren können die Temperaturregulation beeinflussen, darunter:

  • Umgebungstemperatur: Die Umgebungstemperatur ist ein wichtiger Faktor, der die Körpertemperatur beeinflusst. Bei hohen Umgebungstemperaturen muss der Körper mehr Wärme abgeben, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Bei niedrigen Umgebungstemperaturen muss der Körper mehr Wärme produzieren, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.
  • Aktivitätsniveau: Das Aktivitätsniveau beeinflusst auch die Körpertemperatur. Bei körperlicher Aktivität produziert der Körper mehr Wärme, die abgeführt werden muss.
  • Alter: Ältere Menschen und kleine Kinder haben oft Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Dies liegt daran, dass ihre Körper weniger effizient Wärme produzieren und abgeben können.
  • Gesundheitszustand: Einige Erkrankungen, wie z. B. Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes, können die Temperaturregulation beeinträchtigen.
  • Medikamente: Einige Medikamente, wie z. B. Antidepressiva und Diuretika, können die Temperaturregulation beeinträchtigen.

Tipps zur Aufrechterhaltung einer gesunden Körpertemperatur

Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um eine gesunde Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, darunter:

  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie den ganzen Tag über ausreichend Flüssigkeit, um Ihren Körper hydriert zu halten. Dies ist besonders wichtig bei heißem Wetter oder bei körperlicher Aktivität.
  • Tragen Sie lockere, helle Kleidung: Lockere, helle Kleidung hilft, den Körper kühl zu halten. Vermeiden Sie dunkle Kleidung, da diese mehr Wärme absorbiert.
  • Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten bei heißem Wetter: Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten bei heißem Wetter. Wenn Sie sich körperlich betätigen müssen, tun Sie dies in den kühleren Stunden des Tages.
  • Nehmen Sie kühle Bäder oder Duschen: Kühle Bäder oder Duschen können helfen, den Körper abzukühlen.
  • Verwenden Sie Klimaanlage oder Ventilatoren: Klimaanlage oder Ventilatoren können helfen, die Umgebungstemperatur zu senken.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Koffein: Alkohol und Koffein können den Körper dehydrieren und die Temperaturregulation beeinträchtigen.
  • Suchen Sie bei Bedarf einen Arzt auf: Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Körpertemperatur zu regulieren, suchen Sie einen Arzt auf.

Hippocampus erectus: Ein Beispiel für Temperaturregulation im Tierreich

Hippocampus erectus, auch bekannt als Aufrichtiges Seepferdchen, ist eine Art, die in Seegrasfeldern lebt. Diese Art ist relativ leicht zu pflegen und sollte in einem Artbecken gehalten werden. Zur Vergesellschaftung eignen sich ähnlich lebende Tiere, wie z.B. Seenadeln. Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen sind zu beachten.

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Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, dass Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Hippocampus pontohi: Ein weiteres Beispiel

Hippocampus pontohi, auf Englisch "Pontoh's pygmy seahorse", ist ein Fisch aus der Familie der Seenadeln (Syngnathidae) und der Gattung Seepferdchen (Hippocampus). Seepferdchen zählen zu den zu den bedrohten Arten. Der internationale Handel findet unter der Kontrolle des Washingtoner Artenschutzabkommen statt.

Seine Körperform ist typisch für Seepferdchen. Sein Körper einschl. die Körperfärbung ist in den meisten Fällen gelblich-braun, manchmal auch weißlich-gelb. Wie bei allen Seepferdchen dient der meist zusammengewickelte Schwanz (Wickelschwanz) zur Verankerung an ihren Wirtskorallen oder auch an Artgenossen. Dieser Schwanz wird nicht seitlich (wie bei Knochenfischen), sondern nach unten bewegt. Hippocampus pontohi wird maximal ca. 1,7 cm lang.

Das Verbreitungsgebiet von Hippocampus pontohi ist Südostasien: Indonesien und Papua-Neuguinea. Es lebt meistens paarweise in der Kalkalge Halimeda und auf dem Hydroiden (Seefarn) Aglaephenia cupressina (besonders auf Riff-Wänden oder Felsspalten) in Wassertiefen von ca. 8-25 m.

Die Haltung von Seepferdchen ist meldepflichtig (CITES). Beim Kauf sollte daher unbedingt auf entsprechende Nachweise geachtet werden. Die Fortpflanzung dieser Art ist sehr umstritten: laut einigen Wissenschaftlern besitzen die Männchen keine Bruttasche. Sie gehen davon aus, dass sich Eier und Embryos im Körper des Weibchens entwickeln, und diese somit lebendgebärend wären. Andere wiederum gehen davon aus, dass auch bei dieser Art die Männchen Bruttaschen besitzen und die Eier und Embryos ausbrüten. Über die Ernährungsweise von Hippocampus pontohi liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor.

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