Hirntumor-Chemotherapie: Ablauf, Medikamente und Begleitmassnahmen

Die Diagnose eines Hirntumors ist für Betroffene und Angehörige ein einschneidendes Ereignis. Glücklicherweise gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um das Tumorwachstum zu kontrollieren, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Eine wichtige Säule der Hirntumortherapie ist die Chemotherapie. Dieser Artikel beleuchtet den Ablauf einer Chemotherapie bei Hirntumoren, die eingesetzten Medikamente, mögliche Nebenwirkungen und begleitende Massnahmen.

Einführung

Hirntumore stellen eine besondere Herausforderung in der Onkologie dar. Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen müssen Zytostatika, die in der Chemotherapie eingesetzt werden, die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Diese natürliche Barriere schützt das Gehirn vor schädlichen Substanzen, kann aber auch den Zugang von Medikamenten zum Tumorgewebe erschweren. Dennoch ist die Chemotherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung bösartiger Hirntumoren, insbesondere in Kombination mit Operation und Strahlentherapie.

Grundlagen der Chemotherapie bei Hirntumoren

Die Blut-Hirn-Schranke

Die Blutgefässe im Gehirn sind besonders "abgedichtet", um den Übertritt von schädlichen Stoffen aus dem Blut ins Gehirn zu verhindern. Dies stellt bei der Chemotherapie von Hirntumoren eine Herausforderung dar, da nicht alle Zytostatika diese Schranke überwinden können. Allerdings ist die Blut-Hirn-Schranke bei bestimmten bösartigen Hirntumoren, insbesondere Glioblastomen, oft gestört und durchlässiger. Dies ermöglicht es einigen Chemotherapeutika, in das Tumorgewebe einzudringen.

Chemotherapieprotokolle und Zyklen

Die Chemotherapie bei Hirntumoren erfolgt im Rahmen von standardisierten Chemotherapieprotokollen. Diese Protokolle legen fest, welche Substanzen in welcher Dosierung und an welchen Tagen zum Einsatz kommen. Da eine einmalige Durchführung des Protokolls in der Regel nicht ausreicht, um alle Tumorzellen abzutöten, wird die Behandlung in Zyklen wiederholt. Zwischen den Zyklen liegen Therapiepausen, die dem Körper Zeit geben, sich zu erholen.

Ziele der Chemotherapie

Die Chemotherapie kann bei Hirntumoren unterschiedliche Ziele verfolgen:

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  • Alleinige Therapie: In bestimmten Fällen, insbesondere wenn Operation und Strahlentherapie nicht möglich sind, kann die Chemotherapie als alleinige Therapie eingesetzt werden.
  • Adjuvante Therapie: Nach Operation oder Strahlentherapie kann die Chemotherapie eingesetzt werden, um verbliebene Tumorzellen abzutöten und das Risiko eines Rückfalls zu verringern.
  • Neoadjuvante Therapie: In seltenen Fällen wird die Chemotherapie vor der Operation eingesetzt, um den Tumor zu verkleinern und die Operation zu erleichtern.

Resistenzmechanismen

Es kann vorkommen, dass Tumorzellen von Anfang an nicht auf das Zytostatikum ansprechen (primäre Resistenz) oder dass sich im Verlauf der Therapie eine Resistenz entwickelt (sekundäre Resistenz). Eine wichtige Rolle bei der Resistenz spielt das Enzym 6-Hydroxy-Methyl-Guanin-Methyltransferase (MGMT).

Ablauf der Chemotherapie

Vorbereitung

Vor Beginn der Chemotherapie sind verschiedene Voruntersuchungen und Planungen erforderlich:

  • Diagnosestellung: Eine gesicherte Diagnose des Hirntumors ist unerlässlich. Hierzu gehören bildgebende Verfahren wie MRT und CT sowie eine Biopsie zur Bestimmung des Tumortyps und -grades.
  • Therapieplanung: Basierend auf der Diagnose und dem Allgemeinzustand des Patienten wird ein individueller Therapieplan erstellt. Dieser umfasst die Auswahl der geeigneten Chemotherapeutika, die Dosierung, den Behandlungszyklus und mögliche Begleitmedikamente.
  • Voruntersuchungen: Um die Verträglichkeit der Chemotherapie zu beurteilen, werden verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt, darunter Blutuntersuchungen, EKG und gegebenenfalls Lungenfunktionstests.
  • Aufklärung: Der Patient wird umfassend über die Chemotherapie, ihre möglichen Nebenwirkungen und begleitende Massnahmen aufgeklärt.

Durchführung

Die Chemotherapie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden, abhängig von den eingesetzten Medikamenten, dem Allgemeinzustand des Patienten und den individuellen Bedürfnissen.

  • Ambulante Chemotherapie: Bei vielen Chemotherapien ist es möglich, sie ambulant durchzuführen. Das bedeutet, dass Patientinnen und Patienten nur an den Tagen in die Klinik-Ambulanz kommen, an denen sie ihre Medikamente erhalten. Nach der Behandlung können sie wieder nach Hause gehen.
  • Stationäre Chemotherapie: In bestimmten Fällen, insbesondere bei intensiven Chemotherapieprotokollen oder bei Patienten mit Begleiterkrankungen, ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

Die Medikamente werden in der Regel intravenös verabreicht, entweder über einen peripheren Venenkatheter oder über einen zentralen Venenkatheter (Port). Bei einer ambulanten Behandlungssitzung sitzen Patientinnen und Patienten meist in einem Behandlungsstuhl oder Sessel. Dabei erhalten sie ihre Medikamente über eine Infusion ins Blut. Während der Behandlung ist Pflegepersonal anwesend, das sie bei Fragen oder Problemen ansprechen können.

Medikamente

Bei der Chemotherapie von Hirntumoren werden verschiedene Zytostatika eingesetzt, die die Blut-Hirn-Schranke passieren können. Zu den häufig verwendeten Substanzen gehören:

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  • Alkylierende Substanzen: Temozolomid, Nitrosoharnstoffe (CCNU, Lomustin, ACNU, BCNU)
  • Mitosehemmstoffe: VP16 (Etoposid)
  • Platinverbindungen: Cisplatin, Carboplatin
  • Methotrexat (MTX): Spielt eine zentrale Rolle in der Chemotherapie der primären zerebralen Lymphome. Zudem wird MTX häufig für die lokale (intrathekale) Chemotherapie bei einer Tumorzellaussaat im Liquorraum bei zahlreichen Primärtumoren eingesetzt und für diesen Zweck direkt in den Liquorraum injiziert. Dies erfolgt über eine Lumbalpunktion am Rücken oder über ein Reservoir am Schädel (Ommaya-Reservoir, Rickham-Reservoir), dessen Ausgang im rechten Seitenventrikel des Gehirns liegt.
  • Vincristin: Vincristin ist ein "Spindelgift", das die Zellteilung stört und in der Neuroonkologie vor allem im Rahmen des PCV-Polychemotherapie-Protokolls bei der Behandlung der Gliome, vor allem der Oligodendrogliome, eingesetzt wird. Zudem spielt es eine Rolle in der Lymphom-Therapie. Wichtigste Nebenwirkung ist die Schädigung der peripheren Nerven (Polyneuropathie).

Bevacizumab (Avastin)

Bevacizumab hemmt die Neubildung von Blutgefässen im Tumor und normalisiert Blutgefässe. Es ist in den USA und einigen europäischen Ländern, nicht jedoch in Deutschland, für die Rezidivtherapie des Glioblastoms zugelassen. Aktuell ist es in Deutschland nur in klinischen Studien oder als individueller Heilversuch nach Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse verfügbar. Unter Avastin verbessern sich die bildgebenden Befunde oft dramatisch, die Dauer des Ansprechens auf die Therapie unterscheidet sich jedoch im Durchschnitt nur unwesentlich von dem anderer Chemotherapien.

Kombinationstherapien

Häufig werden verschiedene Zytostatika kombiniert, um eine höhere Wirksamkeit zu erzielen. Ein bekanntes Beispiel ist die PCV-Kombinationstherapie, die bei Gliomen eingesetzt wird.

Therapieüberwachung

Während der Chemotherapie werden regelmässig Blutuntersuchungen durchgeführt, um die Verträglichkeit der Behandlung zu überwachen und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Zudem werden in regelmässigen Abständen bildgebende Verfahren eingesetzt, um das Ansprechen des Tumors auf die Therapie zu beurteilen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Chemotherapie kann verschiedene Nebenwirkungen verursachen, da die Zytostatika nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen angreifen, die sich schnell teilen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  • Blutbildveränderungen: Verminderung der weissen Blutkörperchen (Leukopenie), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der roten Blutkörperchen (Anämie)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Entzündungen der Mundschleimhaut (Mukositis)
  • Durchfall
  • Haarausfall (eher selten bei den bei Hirntumoren eingesetzten Zytostatika)
  • Müdigkeit (Fatigue)

Viele dieser Nebenwirkungen lassen sich durch Begleitmedikamente und unterstützende Massnahmen lindern oder vermeiden. Es ist wichtig, dass Patienten und Angehörige sich über mögliche Nebenwirkungen informieren und bei Bedarf das Behandlungsteam kontaktieren.

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Besondere Nebenwirkungen von Temozolomid

Temozolomid ist insgesamt gut verträglich. Viele Patienten haben keine relevanten Nebenwirkungen unter der Chemotherapie und fühlen sich nicht in ihrem normalen Leben eingeschränkt. Wenn Nebenwirkungen auftreten, so sind dies am häufigsten Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Appetitverlust, Sprachstörungen, Kopfschmerzen, Ausschlag, Haarausfall oder Myelosuppression (Erniedrigung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) bzw. der neutrophilen Granulozyten oder Lymphozyten (Untergruppen der Leukozyten), aber auch der Thrombozyten (Blutplättchen)). Unter Umständen kann es auch zu einer Erhöhung der Leberwerte kommen.

Besondere Nebenwirkungen von Lomustin

Mit Lomustin treten als Nebenwirkungen am häufigsten Übelkeit/Erbrechen und Appetitlosigkeit sowie Myelosuppression auf, die Fieber und Infektionen nach sich ziehen kann. Auch Leberfunktionsstörungen können vorkommen.

Begleitmassnahmen

Neben der Chemotherapie selbst sind verschiedene Begleitmassnahmen wichtig, um die Therapie zu unterstützen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern:

  • Supportive Therapie: Medikamente zur Linderung von Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und anderen Nebenwirkungen
  • Ernährungsberatung: Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, den Körper zu stärken und Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Psychologische Unterstützung: Die Diagnose und Behandlung eines Hirntumors können psychisch sehr belastend sein. Eine psychologische Betreuung kann helfen, mit Ängsten, Depressionen und anderen Problemen umzugehen.
  • Physiotherapie und Ergotherapie: Diese Therapien können helfen, körperliche Funktionen zu erhalten oder wiederherzustellen, insbesondere wenn neurologische Ausfälle vorliegen.

Chemotherapie-Resistenz

Wirkt eine Chemotherapie nicht gegen Tumorzellen, sprechen Fachleute von einer Chemotherapie-Resistenz. Eine solche Resistenz kann bereits von Anfang an vorhanden sein - sie kann sich aber auch im Lauf einer Chemotherapie entwickeln. Hat eine Chemotherapie nicht den gewünschten Erfolg und die Krankheit schreitet weiter fort, kann dies verschiedene Ursachen haben. Ärztinnen und Ärzte können in dieser Situation möglicherweise

  • ein anderes Medikament einsetzen, das zum Beispiel einen anderen Wirkmechanismus hat.
  • eine andere Kombination aus Medikamenten ausprobieren.
  • weitere Therapien einsetzen, wie eine zielgerichtete Therapie oder eine Immuntherapie.

Ziele der Operation

Tumoren, die von Hirnzellen selbst ausgehen, können sich tief im Hirngewebe verteilen, hier kann entsprechend der Abgrenzbarkeit der Geschwülste nicht immer eine vollständige Entfernung gelingen. Die Strategie muss immer sein, unter optimaler Erhaltung der Hirnfunktionen die Geschwulst vollständig oder weitestgehend zu entfernen und damit die Voraussetzung für eine unterstützende Nachbehandlung mit Strahlen- oder Chemotherapie zu verbessern. Außerdem ist die Gewinnung einer möglichst großen Tumorprobe für die feingewebliche Untersuchung sehr wertvoll, da es mittlerweile möglich ist, Hirntumoren nach ihren biologisch-immunologischen Eigenschaften gezielt zu behandeln.

Nachsorge

Nach Abschluss der Chemotherapie sind regelmässige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um das Ansprechen des Tumors auf die Therapie zu überwachen und mögliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen. Die Nachsorge umfasst in der Regel regelmässige neurologische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie MRT.

Neue Substanzen und Therapieansätze

Die Forschung im Bereich der Hirntumortherapie schreitet stetig voran. Es werden laufend neue Substanzen und Therapieansätze entwickelt, die das Potenzial haben, die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Dazu gehören:

  • Zielgerichtete Therapien: Diese Therapien richten sich gegen spezifische Merkmale der Tumorzellen und greifen gezielt in deren Wachstum und Vermehrung ein.
  • Immuntherapien: Diese Therapien aktivieren das körpereigene Immunsystem, um die Tumorzellen zu bekämpfen.
  • Klinische Studien: Die Teilnahme an klinischen Studien ermöglicht den Zugang zu neuen Therapien, die noch nichtStandardtherapie sind.

Strahlentherapie

Hirntumore lassen sich oft nicht vollständig chirurgisch entfernen, ohne dabei wichtige benachbarte Hirnregionen zu schädigen. Deshalb spielt die Strahlentherapie eine wesentliche Rolle im Therapieansatz bei Hirntumoren.

In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, die Chemotherapie parallel zur Bestrahlung oder im Anschluss daran durchzuführen. Um eine adäquate Strahlendosis im Tumorgewebe zu erzielen und gleichzeitig das gesunde Gehirn zu schonen, sind komplexe Bestrahlungsmethoden erforderlich, die wir alle anwenden können. Dazu zählt auch die sogenannte stereotaktische Radiochirurgie. Die Stereotaxie stellt eine nicht-invasive Option zur chirurgischen Intervention bei der Behandlung von Hirntumoren sowie Hirnmetastasen dar. In diesem Verfahren wird eine äußerst präzise Strahlendosis millimetergenau in nur wenigen Sitzungen der Bestrahlung angewendet. Diese hochintensive Präzisionsbestrahlung findet Anwendung, wenn die Bestrahlung auf ein begrenztes Krankheitsgebiet fokussiert ist. Um eine exakte Präzision und Sicherheit zu garantieren, kommen spezielle Hilfsmittel zur Lagerung zum Einsatz, wie etwa eine stabile Maske.

Dadurch gelingt es uns, das umliegende Gewebe, einschließlich des gesunden Gehirns, der Augen, Linsen, der Sehnervenkreuzung, des Gehörs, des Hirnstamms sowie des Rückenmarks, umfassend zu schützen. Unsere fortschrittliche technische Ausstattung erlaubt es uns, die Behandlungszeiten erheblich zu verkürzen. Im Verlauf der Bestrahlungsbehandlung können Kopfschmerzen sowie milde Übelkeit auftreten. Oftmals wird präventiv eine kurzfristige Behandlung mit Kortison durchgeführt. Zudem kann es zu lokalem Haarausfall kommen. Bitte fahren Sie während der gesamten Behandlungsphase sowie in den folgenden Monaten nicht selbst Auto und bedienen Sie keine Maschinen. Achten Sie darauf, sich ausgewogen zu ernähren und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin. Auch Aktivitäten wie Schwimmen, Saunabesuche, Vollbäder sowie der Gang ins Solarium sollten Sie meiden. Schützen Sie Ihren Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung. Konsultieren Sie uns bezüglich der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen und Spurenelementen.

Lebensqualität während der Chemotherapie

Sofern die Chemotherapie gut vertragen wird und keine relevanten Laborwertveränderungen auftreten, können Sie auch in dieser Phase aktiv sein, Sport treiben oder sogar in den Urlaub fahren. Empfehlenswert ist sicherlich, dass Sie sich vor Infektionen in dieser Zeit schützen, besondere Maßnahmen müssen Sie allerdings hierfür nicht treffen.

Kinderwunsch und Fruchtbarkeit

Eine Chemotherapie kann sich möglicherweise auf die Fruchtbarkeit von Patientinnen und Patienten auswirken. Deshalb ist es wichtig, sich möglichst vor der Therapie mit dem eigenen Kinderwunsch zu beschäftigen. Auch wenn das Thema "Familienplanung" noch weit weg ist, empfiehlt es sich, mit dem Behandlungsteam zu sprechen: Die Ärztinnen und Ärzte können beraten, ob und welche Möglichkeiten es gibt, die Fruchtbarkeit zu erhalten. Wie kann eine Chemo die Fruchtbarkeit beeinträchtigen? Eine Chemotherapie wirkt gegen Zellen, die sich schnell teilen. Doch sie kann auch die Zellen in der Gebärmutterschleimhaut, Eizellen oder die Zellen in den Hoden schädigen und dadurch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Ob eine Patientin oder ein Patient davon betroffen sein wird, lässt sich nicht vorhersagen.

Wichtige Hinweise für die Therapieüberwachung

Während der gesamten Chemotherapie und bis mindestens vier Wochen nach Beendigung sind regelmäßige Laborkontrollen Ihrer Blutwerte notwendig. Es wird empfohlen, wöchentlich ein Blutbild und mindestens alle vier Wochen ein Differenzialblutbild, inklusive der Elektrolyte, Gerinnungsparameter sowie der Leber- und Nierenwerte zu erstellen. Beachten Sie bitte, dass für die unmittelbare Befundung Ihrer Laborwerte die Ärzte verantwortlich sind, die bei Ihnen die Blutentnahme durchgeführt haben. Sollten Sie sich vorübergehend im Urlaub oder aus sonstigen Gründen auswärts befinden, so ist es normalerweise kein Problem, auch an anderen Orten (auch im Ausland) eine entsprechende Laborkontrolle durchzuführen. Bitte informieren Sie Ihr behandelndes Team zusätzlich, wenn Ihre Thrombozyten (Blutplättchen) unter 50.000/μl oder Ihre neutrophilen Granulozyten unter 1.000/µl (bzw. 1/nl) fallen.

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