Homöopathische Behandlung von Spastik nach Operationen: Ein umfassender Überblick

Die homöopathische Behandlung von Spastik, insbesondere nach operativen Eingriffen, stellt einen vielversprechenden komplementären Ansatz dar. Dieser Artikel beleuchtet die Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie in diesem speziellen Anwendungsbereich, unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Einführung

Spastik, definiert als eine Tonuserhöhung der Muskulatur, die zu Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt, kann eine erhebliche Belastung für Betroffene darstellen. Sie tritt häufig nach neurologischen Schädigungen wie Schlaganfall, Rückenmarksverletzungen oder Multipler Sklerose auf. Operative Eingriffe können in manchen Fällen Spastik verstärken oder neue Spastiken auslösen. Die konventionelle Behandlung umfasst in der Regel Physiotherapie, Medikamente und in schweren Fällen auch operative Eingriffe. Die Homöopathie bietet hier eine zusätzliche Option, die darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Symptome auf ganzheitliche Weise zu lindern.

Homöopathie im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil

Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil hat im Januar 2015 eine Pilotphase zur homöopathischen Behandlung von Querschnittgelähmten gestartet. In Zusammenarbeit mit der SHI Homöopathischen Praxis Zug wurde ein Konsiliardienst eingerichtet, um homöopathische Behandlungen anzubieten. Diese Initiative wurde als wichtige Erweiterung des umfassenden Behandlungsspektrums des SPZ angesehen, insbesondere bei chronischen Gesundheitsstörungen.

Erfahrungen und Anwendungsbereiche

In der Neuro-Urologie des SPZ wurden bereits positive Erfahrungen mit der homöopathischen Behandlung und Vorbeugung von Harnwegsinfekten bei querschnittgelähmten Patienten gemacht. Betroffene berichteten auch über verbesserte Darmfunktion und weniger Spastik (Muskelkrämpfe). Der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti ist ein prominenter Befürworter dieser Methode, da sich seine Harnwegsinfektion durch die homöopathische Behandlung verbessert hat.

Die homöopathische Behandlung kann auch bei urologischen Erkrankungen, Dekubitus (Wundliegen), Sexualstörungen, Infektneigung oder psychischen Verstimmungen eingesetzt werden. Diese Probleme sind oft schwerwiegender für Querschnittgelähmte als die Tatsache, nicht mehr laufen zu können.

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Ganzheitlicher Ansatz und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein ganzheitlicher Therapieansatz ist für eine optimale Akutbehandlung, Rehabilitation und lebenslange medizinische Betreuung unerlässlich. Patienten im SPZ steht eine breite Palette klassisch-medizinischer sowie komplementär-medizinischer Angebote zur Auswahl. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Fachgebiete ist während der Rehabilitation der Querschnittgelähmten massgeblich, damit die Betroffenen rasch wieder selbständig und selbstbestimmt zurück in ihr eigenes Leben können.

Neurogene Blasenfunktionsstörung und Homöopathie

Die neurogene Blasenfunktionsstörung (nBFS) ist eine häufige Komplikation nach Rückenmarkverletzungen. Sie entsteht durch den Verlust der zentralen Steuerung des Harntrakts. Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Schädigung des oberen Harntrakts sind ein erhöhter Detrusordruck, eine eingeschränkte Elastizität, ein vesiko-renaler Reflux und eine Detrusorüberaktivität in Kombination mit einer Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie (DSD).

Die konventionelle Therapie zielt darauf ab, den Druck in der Blase zu senken, um die Nierenfunktion zu schützen. Hierzu stehen medikamentöse, minimalinvasive oder operative Behandlungsverfahren zur Verfügung. Harnwegsinfekte (HWI) treten bei Personen mit nBFS gehäuft auf.

Homöopathische Therapie bei rezidivierenden Harnwegsinfekten

In einer retrospektiven Fallserie konnte durch eine additive konstitutionelle homöopathische Therapie mit Einzelmitteln bei Patienten mit mehr als 3 symptomatischen HWI pro Jahr die Infektrate drastisch reduziert werden. Die homöopathischen Mittel wurden nach den Prinzipien der klassischen Homöopathie ausgewählt, basierend auf der Totalität der Symptome des individuellen Patienten.

Obwohl die Behandlung konstitutionell war, wurden Mittel mit einem Tropismus zum unteren Harntrakt und Katheterisierung, wie Staphysagria und Lycopodium, am häufigsten verwendet. Bei HWI unter Therapie konnte durch eine Intervention mit z.B. Berberis, Benzoicum acidum bzw. Oleum Terebinthinae Tropfen eine antibiotische Behandlung häufig vermieden werden, bei Patienten mit langjähriger Antibiotika-Therapie in der Anamnese wurde oft Nux vomica erfolgreich eingesetzt.

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Fallbeispiele

Ein 24-jähriger Mann mit inkompletter Paraplegie sub Th4 seit 2008 litt unter rezidivierenden HWI mit E. coli und Klebsiellen. Er berichtete über brennende Schmerzen und zunehmende Spastik in den unteren Extremitäten, war erschöpft trotz gutem Schlaf, hatte Angst vor Hunden und Operationen. Nach der Gabe von Staphysagria LM3 und später Phosphorus LM1 traten keine HWI mehr auf.

Ein 45-jähriger Mann mit inkompletter Tetraplegie sub C7 seit 1999 litt seit 9 Jahren unter 12 HWI/Jahr, teils fieberhaft, mit wechselnden Erregern. Nach der Gabe von Lycopodium clavatum LM1 und später Staphysagria LM1 traten deutlich weniger HWI auf.

Ein 34-jähriger Mann mit kompletter Paraplegie sub Th 6 seit 2001 berichtete über 10 HWI/Jahr, jeweils mit E. coli, seit 2003. Zudem bestand eine vermehrte Spastik. Nach der Gabe von Staphysagria LM3 erlitt er lediglich unter Stress und massiver körperlicher Belastung ein HWI-Rezidiv, seitdem keine HWI mehr.

Homöopathie bei perioperativen Komplikationen

Vor operativen Eingriffen bei Patienten mit bekannter Blutungsneigung und Anspannung vor der Intervention wurden gute Erfahrungen mit Arnika montana C200 gemacht, direkt prä- und postoperativ. Bei einem Patienten, der nach einer transurethralen Operation der Prostata trotz aller urologischen Interventionen rezidivierend dunkle, venöse Blutungen ausbildete, konnten diese mit Hamamelis erfolgreich therapiert werden.

Fallbeispiele

Bei einem 67-jährigen Patienten mit einer inkompletten Tetraparese bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson erfolgte die Harnableitung über einen suprapubischen Katheter. Beim Wechsel des suprapubischen Katheters entstand eine Schleimhautläsion, die zu einer konservativ nicht beherrschbaren Blutung mit Ausbildung einer Blasentamponade führte. Nach Gabe von Arnika C 200 sistierte die Blutung.

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Bei einem 40-jähriger Patient mit kompletter Tetraplegie sub C5 seit 11 Jahren erfolgte wegen einer Sphinktersklerose mit Restharnbildung und autonomer Dysregulation eine Sphinkterotomie; wegen einer ausgeprägten Nachblutung musste eine Nachkoagulation durchgeführt werden. Unter einer Therapie mit Hamamelis C200 sistierte die Blutung.

Homöopathie bei postoperativer Darmparalyse

Bei postoperativ aufgetretenen prolongierten Darmparalysen konnte mit Opium eine schnelle Besserung erreicht werden. Wichtig bei allen Behandlungen der akuten urologischen Probleme war, nicht nur die lokalen Symptome, sondern auch die Symptome der Gemütsebene mit zu berücksichtigen.

Fallbeispiel

Ein 37-jähriger Patient mit einer kompletten Paraplegie sub Th 5 seit 2004 entwickelte eine neurogene Blasenfunktionsstörung mit kleinkapazitärer low-compliance Blase und massiver Detrusorüberaktivität. Nach einer Ileum-Augmentation der Blase entwickelte sich ein massiver paralytischer Ileus. Da es unter einer intensivmedizinischen Therapie zu keiner Besserung kam, wurde eine begleitende homöopathische Therapie mit Staphysagria eingeleitet. Bereits am Folgetage kam es zu einer signifikanten Besserung des Allgemeinbefindens, die Darmperistaltik nahm sukzessiv zu, so dass die Magensonde entfernt und ein Kostaufbau begonnen werden konnte.

Homöopathie zur Vermeidung chirurgischer Therapie

In ausgewählten Fällen kann eine homöopathische Behandlung auch helfen, eine definitive chirurgische Therapie zu vermeiden.

Fallbeispiel

Ein 35-jähriger Mann mit einer kompletten Tetraplegie sub C6 seit 2001 stellte sich mit Fieber und einer Schwellung des linken Hodens vor. Die sonographische Untersuchung zeigte einen ausgeprägten Nebenhodenabszess. Der Patient lehnte die vorgeschlagene operative Entfernung des Hodens und Nebenhodens ab. Nach der Einleitung einer homöopathischen Behandlung mit Hamamelis virginiana C30 und später Hamamelis C 200 wurde der Abszess sukzessive kleiner, und die Entzündungsparameter normalisierten sich. Der Abszess entleerte sich nach subkutan und konnte durch eine kleine Hautinzision vollständig abgelassen werden.

Diskussion

Die Behandlung der neurogenen Blasenfunktionsstörung ist für Patienten mit einer Rückenmarkschädigung extrem wichtig zum Schutz der Nierenfunktion, aber auch zum bestmöglichen Erhalt der Lebensqualität. Untersuchungen haben gezeigt, dass die nBFS und ihre Folgen einen massiven Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen haben kann. Besonders Inkontinenz und Harnwegsinfektionen haben stark negative Einflüsse auf das Befinden der Betroffenen.

Eine Kooperation zwischen Homöopathen und Urologen kann bei querschnittgelähmten Patienten mit rezidivierenden HWI einen deutlichen therapeutischen Zugewinn erbringen.

Viele Patienten mit Rückenmarkverletzungen leiden unter komplexen gesundheitlichen Folgen der Querschnittlähmung. Das erhöhte Thromboserisiko macht oft medikamentöse Massnahmen zur Antikoagulation erforderlich, die wiederum das Blutungsrisiko bei operativen Eingriffen erhöhen. Auch andere perioperative Komplikationen sind bei diesen Patienten häufiger (z.B. postoperative Darmparalyse aufgrund neurogener Darmfunktionsstörung). Auch hierbei sind die Erfahrungen mit einer homöopathischen Behandlung vielversprechend.

Komplementäre und alternative Therapien (KAT) bei Multipler Sklerose

Patienten mit Multipler Sklerose (MS) verwenden häufig komplementäre und alternative Therapien (KAT). Ein Teil der KAT beruht auf nachvollziehbaren pathophysiologischen Grundlagen und positiven Ergebnissen kleinerer Studien. Bei der Mehrzahl der KAT ist die Wirkung hypothetisch oder auf Erfahrungsberichte gestützt. Von einigen KAT muss wegen potenzieller Risiken abgeraten werden.

Es ist wichtig, einen Überblick über die zahlreichen KAT zu haben, da einige Therapien durchaus pharmakologische Wirkungen sowie unerwünschte Wirkungen aufweisen und mit der konventionellen Therapie interagieren können.

Häufigkeit und Bedeutung von KAT bei MS-Patienten

Mehr als die Hälfte aller Patienten mit MS im Laufe ihrer Erkrankung KAT anwenden. Ein Hauptmotiv der Patienten ist, nichts unversucht zu lassen und keine Chance zu verpassen. Ein wichtiges Motiv ist auch, im Sinne einer Coping-Strategie mithilfe von KAT Eigeninitiative und Kontrolle über die Erkrankung zu erlangen.

Die große Mehrheit der Patienten berichtet einen positiven Therapieeffekt der KAT. Bei einer Erkrankung mit einem individuell so variablen Spontanverlauf wie der MS haben positive Erfahrungsberichte unabhängig vom wissenschaftlichen Evidenzgrad der Methode aber nur eine äußerst eingeschränkte Aussagekraft.

Risiken und Kosten von KAT

Von Patienten und Anbietern werden KAT üblicherweise als harmlos angesehen. Dieses Vorurteil kann nicht mehr aufrechterhalten werden, nachdem sich Berichte über Nebenwirkungen von Phytotherapeutika häuften und große Studien gezeigt haben, dass selbst von generell als ungefährlich betrachteten Vitaminen, Multivitaminpräparaten oder Mineralien bei langfristiger Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel negative Effekte zu erwarten sind.

Viele KAT sind teuer. Die Auswirkungen von KAT auf die Lebensqualität sind schwer einzuschätzen. Manche KAT beeinflussen auch die Lebensweise und den Tagesablauf der Patienten erheblich.

Spastik: Ursachen, Diagnose und Therapie

Spastik ist eine Tonuserhöhung der Muskulatur, die zu Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt. Sie tritt häufig nach neurologischen Schädigungen wie Schlaganfall, Rückenmarksverletzungen oder Multipler Sklerose auf.

Ursachen und Diagnose

Nach einer Schädigung des Zentralnervensystems gibt es Veränderungen, die sich auch auf Nerven, Muskeln und Weichteile auswirken. Eine Spastik wird dabei immer durch mehrere Faktoren verursacht. Für die Diagnose gibt es neben der körperlichen Untersuchung spezielle Diagnoseverfahren.

Therapie

Für die Behandlung gibt es Therapien mit und ohne Medikamente. Günstige Effekte auf Spastik haben systematisches Arm-Basis-Training, häufige Wiederholungen und die Kombination mit muskulärer Elektrostimulation. Besonders wichtig ist die passive Muskelstreckung zusätzlich zur ausgewählten Standardtherapie.

Für die Therapie von Standsicherheit, Gang, Treppensteigen oder der Arm-Hand-Funktion sieht man vielversprechende Verbesserungen bei einer Spastik durch den Einsatz von Robotern. Eine Lähmung ausgleichen und günstige Effekte auf die Muskelspannung und Muskellänge haben Schienen, Splints, Verbände (Casts) und Orthesen.

Elektrostimulation aktiviert über angeklebte Elektroden auf der Haut Nerven und Muskelfasern mit kleinen Strömen (transkutane elektrische Nervenstimulation, TENS). Auch die funktionelle Elektrostimulation (FES) kann neben der Verbesserung motorischer Funktionen einen Spastik-mindernden Effekt aufweisen.

Eine spastische Tonuserhöhung lässt sich mit gezielten Magnetfeldreizen zur Stimulation ausgewählter Nerven, Nervenwurzeln oder Hirnarealen behandeln (periphere repetitive Magnetstimulation, prMS; repetitive transkranielle Magnetstimulation, rTMS). Stoßwellentherapie kann über Wochen anhaltend einen spastisch erhöhten Muskeltonus mindern mit einer begleitenden Erweiterung des Bewegungsumfangs (extrakorporale Stoßwellentherapie, ESTW).

Für die Auswahl einer medikamentösen Behandlung ist entscheidend, wo die Spastik am Körper vorkommt und ob sich eine zugrundeliegende Schädigung im Rückenmark oder im Gehirn befindet. Mit Tabletten oder Spray (orale Therapie) werden vermehrte Muskelaktivität bei Spastik behandelt. Bei fokaler Spastik (ein oder zwei eng benachbarte Bewegungssegmente sind betroffen, z. B. BoNT wird bei einer Überaktivität von Muskeln angewendet, also auch zur Behandlung einer Spastik. Für die Behandlung einer schweren Spastik kann man das Medikament Baclofen auch über ein spezielles Infusionssystem mit einer Pumpe einsetzen. Bei schwerster Spastik, die anders nicht zu behandeln sind, gibt es chirurgische Verfahren (dorsale Rhizotomie oder Eingriffe in der Eintrittszone der Hinterwurzel ins Rückenmark).

Ganzheitliche MS-Therapie und Homöopathie

Die ganzheitliche MS-Therapie schließt die moderne schulmedizinische Behandlung mit ein. Die Therapie muss bei MS individuell, falls möglich ursächlich, die Selbstheilungskräfte aktivierend, polypragmatisch, minimal belastend und gesundheitsorientiert sein.

Grundlegend ist eine gesunde Ernährung mit hohem Frischkostanteil. In der Praxis werden Patienten mit einer weitgehend individuellen Ernährungstherapie behandelt. Das Wissen über eine gesunde Ernährung ist sehr wichtig. Basiskostform ist die Haysche Trennkost.

Die Bewegungstherapie ist individuell durchzuführen. Krankengymnastik, Massagen, ggf. Schröpfen und Bäder können im Einzelfall sinnvoll sein. Kneipp’sche Güsse insbesondere der Beine erleichtern durch die kurze Kälteeinwirkung die Gymnastik.

Bei der Gabe von nicht-homöopathischen Dosen ist der Effekt von Johanneskraut auf die Wirkung verschiedener Medikamente zu beachten. Weiter haben sich bei Multipler Sklerose je nach Verlauf der Krankheit Arnica, Salbei, Taubnessel, Fenchel, Hirtentäschel und Leinsamen sowie die Rutapflanze als lindernde Mittel bewährt.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die Wirkung der ungesättigten Omega-3-Fettsäuren hinzuweisen. Vitamin D wird nach Messung des aktuellen Spiegels individuell dosiert. Fast alle MS-Patienten sind nach Mitteilung erfahrener Radiästhesisten geopathisch/biosphärisch belastet.

Individuell richtige Ernährung, Abbau krankheitsbegünstigender Darmflora, Aufbau eines gesunden Darmmilieus und Immunstimulierung mit Sauerkrautsaft, Sauermilch, ProSymbioflor und vollwertiger Kost sind wichtige Bestandteile der ganzheitlichen MS-Therapie.

Einen entzündungshemmenden Effekt auf die Erkrankung haben Enzyme. Im Rahmen der ganzheitlichen MS-Therapie werden gerne homöopathisch aufbereitete Zellbestandteile zur Linderung der Krankheit eingesetzt. Insbesondere werden dabei die vitOrgan-Präparate NeyTroph Nr. 96 und Nr. 69 NeyFoc injiziert.

Ein weiterer Baustein der ganzheitlichen Therapie bei MS ist die Elektroneuraldiagnostik und -therapie nach Croon. Bei MS-Patienten wird die Elektroneuraltherapie auch zur ganzheitlichen Behandlung eingesetzt. Die Elektroneuraltherapie ist eine gezielte schmerzlose Reizstromtherapie von Akupunkturpunkten und Reaktionsstellen und hat gegenüber vielen anderen Methoden den entscheidenden Vorzug, dass ganz gezielt und genau dosiert werden kann.

Die Neuraltherapie nach Huneke dient neben der Ausschaltung von Störfeldern auch der gezielten Therapie beim Auftreten von vielfältigen aktuellen Beschwerden. Dabei ist zu beachten, dass der Patient nicht überfordert wird. Wir injizieren 1 %iges Procain in Akupunkturpunkte. Bei Blasenentleerungsstörungen wird zudem gerne die Neuraltherapie der Becken- und Kreuzbeinregion eingesetzt.

Thema in der Praxis ist auch die Bauchdeckendiagnostik nach Yamamoto. Unter Berücksichtigung der psychischen Faktoren, die dem Element Wasser zugeordnet werden, zeigt sich eine Schwächung in Unsicherheit und Haltungsverlust und damit verbundener Angst.

Das Ohr gehört als Sinnesorgan zum Element "Wasser", dem die "Niere" zugeordnet wird, so dass sich daraus die Wahl dieses Behandlungsortes ergibt. Die Ohrakupunktur des Cortison- bzw. ACTH- Punktes Nr. 13 wirkt entzündungshemmend und antiallergisch.

Osteopathie als ergänzende Therapie

Die Osteopathie kann eine sinnvolle Ergänzung zur Physio- oder Ergotherapie sein. Durch sanften, gezielten Händedruck auf die Schädeldecke, kann der Fluss von Blut und Gehirnflüssigkeit im Gehirn verbessert werden. Die Patienten bekommen in der Regel kaum zusätzlichen Übungen, die sie zu Hause trainieren müssen. Je nach Symptomatik werden osteopathische Therapien in Abständen von 4-6 Wochen empfohlen.

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