Homöopathische Tabletten bei Migräne und Nervenschmerzen: Wirksamkeit und Anwendung

Kopfschmerzen und Nervenschmerzen sind weit verbreitete Beschwerden, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Viele Betroffene suchen nach sanften und natürlichen Behandlungsmethoden, um diese Schmerzen zu lindern. Homöopathische Tabletten sind eine solche Option, die sich in der Naturheilkunde großer Beliebtheit erfreut. Dieser Artikel beleuchtet die Wirksamkeit von Homöopathie bei Migräne und Nervenschmerzen, stellt einige gängige Mittel vor und gibt Hinweise zur Anwendung.

Kopfschmerzen: Eine Volkskrankheit

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen in Deutschland. Die wenigsten Patienten leiden täglich darunter. Viel häufiger treten Kopfschmerzen anfallsweise auf, wie z.B. bei Migräne und Spannungskopfschmerzen. Die Art der Schmerzen ist vielfältig und reicht von bohrend, ziehend und stechend bis hin zu dumpf, pochend und unerträglich. Häufig treten auch weitere Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen oder Licht- und Lärmempfindlichkeit auf.

Homöopathie: Ein sanfter Ansatz

Die Homöopathie ist eine alternative Heilmethode, die auf dem Prinzip "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden" basiert. Das bedeutet, dass ein Stoff, der bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, in verdünnter Form eingesetzt wird, um ähnliche Symptome bei einem kranken Menschen zu behandeln.

Die Homöopathie gehört zu den beliebtesten alternativen Heilverfahren. Auch viele migränekranke Menschen wünschen sich, dass die homöopathische Behandlung als Teil eines umfassenden Migräne-Therapieplans anerkannt wird. Eine homöopathische Behandlung richtet sich immer nach dem Leitsatz: Ähnliches soll mit ähnlichem behandelt werden. Dies bedeutet, dass der Patient ein homöopathisches Mittel bekommt, welches in seiner Reinform, etwa als Pflanzenextrakt, bei gesunden Menschen genau diese Beschwerden auslösen würde. Eine Migräne homöopathisch behandeln sollte deswegen nur ein erfahrener Mediziner. Eine Therapie in Eigenregie ist nicht empfehlenswert.

Die Verdünnung spielt eine Rolle

Bei Globuli handelt es sich um kleine weiße Kügelchen, die aus Zucker bestehen. Der Wirkstoff haftet auf deren Oberfläche. Die Wirkstoffe werden in der Homöopathie stark verdünnt. Der Verdünnungsfaktor wird als Potenz auf der Verpackung der Globuli angegeben, meist liegt er zwischen D6 und D12. Dabei bedeutet D6 beispielsweise, dass der Wirkstoff sechsmal eins zu zehn verdünnt wurde.

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Homöopathische Mittel bei Kopfschmerzen und Migräne

Welche Globuli gegen Kopfschmerzen und Migräne zum Einsatz kommen, lässt sich nicht einfach festlegen und kann von Patient zu Patient ganz unterschiedlich ausfallen. Welche Kopfschmerzart steckt hinter den Beschwerden? Wo ist der Schmerz lokalisiert? Welche Begleitbeschwerden kommen dazu? Diese exemplarischen Fragen verdeutlichen, dass die Auswahl des richtigen Homöopathikums (des homöopathischen Mittels) nicht einfach ist, denn für den Arzt oder Heilpraktiker zählt letztendlich nicht die reine „Migräne-Diagnose“.

Einige Beispiele für homöopathische Einzelmittel, die häufig bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden, sind:

  • Belladonna: Bei pochenden und bohrenden Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten und über den Augen lokalisiert sind.
  • Cimicifuga racemosa: Das Mittel aus der Traubensilberkerze kommt vor allem bei Migräne in den Wechseljahren zum Einsatz, die von Schwindel und stechenden Augenschmerzen begleitet wird.
  • Cyclamen europaeum: Die unterirdisch wachsenden Teile des Alpenveilchens können Migräneattacken mit Sehstörungen wie Doppeltsehen nach dem homöopathischen Arzneimittelbild lindern.
  • Gelsemium sempervirens: Gelsemium sempervirens gilt als wichtiges homöopathisches Mittel bei fieberhaften Infekten, die sich langsam entwickeln. Es soll die typischen Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen, Kopfweh und Zerschlagenheitsgefühl lindern und das Allgemeinbefinden bessern. Auch bei seelischem Stress wie Lampenfieber soll sich dieses homöopathische Mittel bewährt haben.
  • Iris versicolor: Iris versicolor ist die schillernde Schwertlilie und wird gern bei der sogenannten „Wochenendmigräne“ eingesetzt - also dann, wenn die Migräne während Entspannungsphasen und durch Ruhe schlimmer wird.
  • Sanguinaria canadensis: Das homöopathische Präparat aus dem kanadischen Blutwurz ist überaus vielseitig und wird zur Linderung von Migräne-Schmerzen verwendet, die vor allem rechtsseitig auftreten.

Homöopathische Komplexmittel

Homöopathische Komplexmittel enthalten sorgfältig ausgesuchte und aufeinander abgestimmte Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen und verstärken. Sie sind ein fester Bestandteil in der naturheilkundlichen Therapie und werden darüber hinaus auch in Kombination mit einer schulmedizinischen Behandlung im Rahmen der integrativen Medizin eingesetzt. Im Pflüger-Sortiment finden Sie mehr als 130 homöopathische Komplexmittel, von denen über 90 % ein zugelassenes Anwendungsgebiet tragen.

Ein Beispiel für ein Komplexmittel ist Biodolor®. Die Inhaltsstoffe in Biodolor® sind auf die Behandlung von Kopfschmerzen mit ihren vielfältigen Ausprägungen abgestimmt. Die Zusammensetzung aus 7 bewährten Inhaltsstoffen zielt darauf ab, die Häufigkeit und Ausprägung von Kopfschmerzen zu reduzieren. Cyclamen purpurascens lindert Schmerzzustände bei Kopfschmerz und Migräne mit Flimmern vor den Augen, Gelsemium sempervirens hilft bei dumpfen Kopfschmerzen (auch mit Sehstörungen) und Nux vomica wird eingesetzt bei Kopfschmerzen nach geistiger Arbeit, die auch mit Übelkeit und Brechreiz einhergehen können. Sanguinaria canadensis lindert migranöse Kopfschmerzen und rundet mit Melilotus officinalis, Primula veris und Thea chinensis die Wirkung des Komplexmittels bei Kopfschmerzen ab. Auch Kinder können unter Kopfschmerzen leiden. Die Gründe sind vielfältig. Häufig entstehen Kopfschmerzen aufgrund nervlicher Anspannung, dem Gefühl von Angst oder auch Überreizung. Biodolor® Tabletten sind zugelassen ab 2 Jahren und können bei Kindern auf natürliche Weise helfen, die Ausprägung der unterschiedlichen Kopfschmerzarten zu lindern und die Häufigkeit zu reduzieren.

Schüssler Salze

Schüssler Salze sind nach ihrem Erfinder Dr. Wilhelm Schüßler benannt. Er postulierte, dass schon geringe Mineralverluste in den Körperzellen negative Auswirkungen haben. Dafür hat er zwölf verschiedene Basissalze entwickelt, die auf unterschiedliche Körperbereiche einen besonderen Einfluss haben. Beispielsweise ist Nummer 7, Magnesium phosphoricum, das Salz der Muskeln und Nerven. Schüssler Salz Nummer 7, Magnesium phosphoricum: kann bei Migräne und Kopfschmerzen entspannend und schmerzlindernd wirkend. Zudem ist es üblich, verschiedene Schüssler Salze zu kombinieren - bei Migräne zum Beispiel die Salze Nummer 7, 8 und 11.

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Die Rolle von Gelsemium Sempervirens

Gelsemium ist ein homöopathisches Einzelmittel, das in Form von Streukügelchen (Gelsemium-Globuli), Tabletten oder Tropfen erhältlich ist. Auch viele homöopathische Komplexmittel enthalten Gelben Jasmin. Aufgrund der Giftigkeit der Ausgangssubstanz wird Gelsemium in den Potenzen D1 bis D3 nur nach Verordnung des Arztes oder Heilpraktikers verkauft. Fiebrige, grippale Infekte werden meist mit Gelsemium D6 behandelt. Das Mittel können Sie dann mehrmals täglich einnehmen, wobei Sie die Globuli unter der Zunge zergehen lassen. Im akuten Krankheitsfall nehmen Sie alle halbe oder ganze Stunde das Mittel ein. Sobald eine Besserung eintritt, vergrößern Sie die Zeitabstände der Einnahme. Bei anhaltender Besserung setzen Sie das Mittel ab. Gelsemium D12 eignet sich ebenfalls zur Behandlung von akuten Krankheiten. Diese Potenz sollten Sie aber nur ein- bis zweimal täglich einnehmen. Werden die Globuli zur Behandlung von Lampenfieber oder Prüfungsangst eingesetzt, wählen Sie am besten Gelsemium C30 oder Gelsemium D30. Wie oft Sie Gelsemium c30 einnehmen sollen, hängt von den Beschwerden ab. Bei Migräne beispielsweise eignen sich drei Globuli Gelsemium C30 am Tag. Fragen Sie am besten eine erfahrene Therapeutin um Rat. Höhere Potenzen (wie Gelsemium C200) sollten nur auf Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren akuten Krankheitsverläufen und chronischen Krankheiten zum Einsatz. In beiden Fällen ist von einer Selbstbehandlung abzusehen. Homöopathische Mittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Gelsemium unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollten sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Gelsemium Anwendungsgebiete:

  • Ängste: Prüfungsangst, Lampenfieber, Flugangst. Vor Erwartungsangst wie gelähmt. Gefühl zu versagen, Zittern. 3 Globuli Gelsemium C30 am Abend vor dem Ereignis und nochmals direkt davor einnehmen.
  • Durchfall: Nervöser Durchfall, der vor oder nach geistiger Anspannung auftritt. 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich.
  • Erkältung, fiebriger Infekt, Grippe: Bei sich langsam entwickelnder Grippe mit leichtem bis mittelhohem Fieber. Ohne Durstgefühl, mit Kopf- und Halsschmerzen. Der Kranke fühlt sich benommen und zerschlagen. Das Gesicht ist rot und aufgedunsen. Schüttelfrost 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich.
  • Erschöpfung und Schwäche: Zerschlagenheitsgefühl nach Stress, vor Terminen oder in ungewohnten Situationen. Schlapp, energielos. Manchmal mit Benommenheit und Schwindel. Oft in Verbindung mit nervösem Durchfall. 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich. Bei länger bestehender Schwäche 3 Globuli Gelsemium C30 täglich.
  • Fieber: Das Fieber steigt langsam. Dabei laufen Kälteschauer über den Rücken. Gesicht ist dunkelrot. Der Puls ist beschleunigt, aber schwach. Patient fühlt sich benommen, zerschlagen und fröstelt. Häufig kommen Kopfschmerzen hinzu. 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich.
  • Halsschmerzen: Der Hals fühlt sich wund an, und die Schmerzen strahlen bis zum Ohr aus. Auslöser können psychische Belastungen oder feucht-warmes Wetter sein. Der Kranke fröstelt besonders am Rücken und fühlt sich kraftlos. 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich.
  • Heuschnupfen: Dünner, scharfer Schleim aus der Nase. Oft mit Kopfschmerzen. Besonders bei heißem, föhnartigem Wetter. 3 Globuli Gelsemium D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Gelsemium D12 zweimal täglich.
  • Kopfschmerzen, Migräne: Dumpfe, pochende Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und über den Schädel bis zu den Augen strahlen. Sehstörungen wie Doppelsehen. Auslöser sind häufig Infekte, Stress oder Kummer. Oft in Verbindung mit Nackenschmerzen. 3 Globuli Gelsemium C30 einnehmen.
  • Schlaflosigkeit: Durch Aufregung oder Erwartungsspannung. 3 Globuli Gelsemium C30 täglich. Das Mittel nach Möglichkeit nicht direkt vor dem Schlafengehen einnehmen.

Wissenschaftliche Evidenz und Kontroverse

Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppeltblinde Studie zur Wirksamkeit klassischer Homöopathie bei Patienten mit chronischem Kopfschmerz wurde von einer homöopathischen Praxisgemeinschaft in München durchgeführt und von namhaftem psychologischem und biometrischem Sachverstand begleitet. Die Randomisierung erfolgte sogar durch einen Notar! 98 Patienten (65 Frauen, 33 Männer) zwischen 24 und 65 Jahren wurden von einem unbeteiligten Neurologen nach den Kriterien der „International Headache Society“ aus 249 Bewerbern (1 mal Kopfschmerz/Woche mindestens 1 Jahr lang) für die Studie ausgewählt, auf die Ein- und Ausschlußkriterien überprüft und zur Einhaltung der Studienbedingungen verpflichtet. Da nach homöopathischem Verständnis die diesbezügliche Behandlung des chronischen Kopfschmerzes nicht von der neurologischen Diagnose abhängt, wurden auch Patienten mit Migräne- und Spannungskopfschmerz eingeschlossen, dagegen keine mit posttraumatischen Kopfschmerzen. Nach sechswöchiger Vorbeobachtung wurden 37 mit Plazebo und 61 mit individualisierten Homöopathika behandelt. Die beiden Gruppen waren zu Behandlungsbeginn gleich bezüglich des mittleren Alters (48,5 Jahre); 76% litten an Migräne, 51 % unter Spannungskopfschmerz und 94% wurden zuvor bereits deswegen behandelt. Ergebnisse: In beiden Gruppen verringerte sich die Kopfschmerzhäufigkeit um einen Tag/Woche; der Medikamentenbedarf gegen akuten Kopfschmerz verringerte sich ebenfalls in gleicher Weise. Die Kopfschmerzhäufigkeit von 21 Patienten wurde um mehr als 41% reduziert.

Ergänzende Maßnahmen

Da Kopfschmerzen viele mögliche Ursachen haben, z.B. Muskelverspannungen, psychische Anspannung, Stoffwechselbelastungen und hormonelle Störungen, können auch Maßnahmen wie regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeitsaufnahme, Bewegung an frischer Luft und Entspannungsübungen dazu beitragen, dass Kopfschmerzen seltener auftreten. Eine entspannte Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule beugen einer Migräne-Attacke vor. Familie, Beruf und Alltag zu organisieren, ist keine leichte Aufgabe.

Mutterkraut als natürliche Option

Viele Menschen suchen nach Alternativen zu herkömmlichen Schmerzmitteln. Eine der wirksamsten natürlichen Optionen ist die Heilpflanze Mutterkraut. Als bewährtes Arzneimittel zur Migräneprophylaxe bietet sie eine effektive Lösung. Mutterkraut (Tanacetum parthenium) hat sich in der modernen Naturheilkunde als äußerst wirksam gegen Migräne etabliert. Der Wirkstoff Parthenolid wirkt entzündungshemmend und reguliert die Freisetzung von Botenstoffen, die bei Migräneanfällen eine Rolle spielen. Studien belegen, dass Mutterkraut die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken deutlich verringern kann - vorausgesetzt, man greift zu hochdosierten Arzneimitteln.

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Ein entscheidender Vorteil von Mutterkraut ist, dass durch seine regelmäßige Einnahme nicht nur die Migräneanfälle abnehmen können, sondern auch die Häufigkeit der Einnahme von Schmerzmitteln. Ergänzt durch einfache Maßnahmen wie bessere Schlafhygiene, Stressabbau und gezielte Entspannungstechniken, kann Migräne effektiv bewältigt werden.

Schulmedizinische Alternativen

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) haben Leitlinien zur Akuttherapie und Prävention der Migräne publiziert.

Analgetika wie Acetylsalicylsäure und nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac sind bei der Behandlung von leichten und mittelschweren Migräneattacken wirksam. Patienten, bei denen Analgetika und nichtsteroidale Antirheumatika nicht ausreichend wirksam sind oder Patienten mit schweren Migräneattacken sollten mit 5-HT1B/1D-Agonisten, den Triptanen, behandelt werden. In der Gruppe der oralen Triptane haben Eletriptan und Rizatriptan die beste Wirksamkeit. Die subkutane Gabe von Sumatriptan 6 mg zeigt die beste Wirkung zur Behandlung einer Migräneattacke.

Bei Patienten mit häufigen Migräneattacken ist eine Aufklärung und Schulung notwendig, um einen chronischen Kopfschmerz durch Übergebrauch von Schmerz- und Migränemitteln zu vermeiden.

Bei Patienten mit häufigen oder langanhaltenden Migräneattacken sollte eine medikamentöse und nichtmedikamentöse Migräneprophylaxe eingeleitet werden. Am besten durch randomisierte kontrollierte Studien belegt ist die prophylaktische Wirkung der Betablocker Propranolol und Metoprolol, des Kalziumantagonisten Flunarizin sowie der Antikonvulsiva Valproinsäure und Topiramat. Auch das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin ist wirksam.

Akupunktur ist für die Prophylaxe der Migräne wirksam. Dabei unterscheidet sich die Wirksamkeit einer klassischen Akupunktur nicht von einer Scheinakupunktur. Homöopathie ist in der Migräneprophylaxe unwirksam.

Wirksam sind regelmäßiger aerober Ausdauersport und Verfahren der Verhaltenstherapie wie Entspannungsverfahren, kognitive Verhaltenstherapie und Biofeedback.

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